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[HP] Helena`s face 9:20-9:35

Nyrociel Visalyar
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Beitragvon Nyrociel Visalyar » Sa 27 Aug, 2011 11:17

Wie siehts aus Schwesterchen?
Gibts mehr für mich?

Lycidia
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Beitragvon Lycidia » So 28 Aug, 2011 18:39

Klar doch.... bin nur mitm Urlaub a bissl raus gekommen. Aber jetz gehts dann ja mal wieder weiter.

6:45

Langsam erhob sich die zarte Morgensonne über den dunklen Wald, der Ravenclaw Manor wie eine schützende Mauer umgab. Die ersten rotgoldenen Strahlen reinen Lichtes liesen den Wald brennen und brachen sich letztendlich auch an den schweren Gittern. Noch immer stand Helena am Fenster, den Blick auf die erwachende Welt gerichtet und eine Sehnsucht, die ihr das eh schon gebrochen Herz erneut zu zerreißen drohte, erfüllte sie. Wie gern würde sie durch das taubenetzte Gras rennen, wie gern würde sie den Schrei der Falken die stille Luft zerreißen hören. Wie gern würde sie LEBEN, leben wie sie es noch nie zuvor getan hatte. Ein angespanntes, kaum sichtbares Lächeln huschte über ihr Gesicht. Noch nie war sie frei gewesen, immer hatte sie in einem Käfig gelebt, unfähig zu begreifen, dass auch Geborgenheit nur ein Gefängnis war. Das zu große Liebe genauso töten konnte wie Hass. Und nun, da sie endlich begriff, war es zu spät. Ihre Mutter, noch immer im Glauben, sie schützen zu müssen, würde sie verkaufen. Helenas Leben für das Seelenheil ihrer Mutter, die all die Jahre versucht hatte, sie vor den „Gefahren“ der Welt zu beschützen und nur in der Angst lebte, dies nicht auf Ewig zu schaffen. Ein krächzendes Geräusch, das wohl der Ansatz eines Lachens war, entkam Helenas Mund. Nun, dass würde sie zumindest schaffen. Theodore wüsste schon davor zu sorgen, dass sie nie wieder etwas ausgesetzt sein würde. Eingeschlossen in seinem Haus, gefangen in seiner Liebe würde sie dahinvegetieren, bis sie eines Tages die Augen schließen und nie mehr öffnen würde. Bis das der Tod sie scheiden würde, würde sie keinen Frieden finden. Helena schloss die Augen, als die Sonne die Bäume endgültig überwand und ihre ganze heilende und zugleich zerstörende Kraft ihr Gesicht einhüllte. Sie spürte die Wärme auf ihrem Gesicht und es war, als würde etwas in ihr auftauen. Etwas, das vielleicht schon immer dort geschlafen hatte. Das nur darauf gelauert hatte, dass die zarte kleine Helena, die in ihrem Leben nie um etwas hatte kämpfen müssen, erkennen würde, dass das wahre Leben etwas anderes war. Das nun, da das naive Mädchen in ihr fast schon gestorben war mit aller Macht an seinen Ketten zerrte. Und Helena erkannte, dass sie nur überleben konnte, wenn sie dieses etwas, diesen Drang nach Selbstbestimmung, Freiheit und ja, auch Macht freilassen würde.


7:05

Theodore war deutlich anzusehen, dass er in der vergangen Nacht kaum mehr Ruhe gefunden hatte. Als die ersten Strahlen der Sonne sein Bett erhellten grunzte er unwillig, zog seinen Zauberstab und verstärkte die seidenen Vorhänge, so dass sein Zimmer auch weiterhin in dämmriger Finsternis gehalten wurde. Sonne! Das war so ziemlich das letzte, was er heute gebrauche konnte. Schlafen, er wollte Schlafen und Sonne war dazu nun doch recht hinderlich. Außerdem bedeutete Sonne, das auch Rowena bereits erwacht sein dürfte und eine weitere, von Tränen und Schluchzen begleitete, Unterhaltung über ihre Tochter konnte er heute nun wirklich nicht ertragen. Nach den Träumen der vergangenen Stunden wollte er so schnell nichts mehr über Helena Ravenclaw hören!
Langsam dämmerte er weg, glitt sanft hinüber, in den Zustand zwischen wachen und schlafen und zum ersten mal in dieser Nacht hörte er im Schlaf nicht die vorwurfsvolle, gebrochenen Stimme Helenas.
„Mylord? Mylord“ die schrille Stimme lies den Baron erschrocken hochfahren. „Verzeiht die Störung, aber die Herrin bittet euch, heute mit ihr zu speisen. Das Frühstück ist bereits serviert!“ Nur langsam erkannte er die Konturen seines Zimmers, das gleißende Licht der Sonne, dass durch die weit geöffneten Fenster fiel blendetet ihn. „Was?“ Fragte er noch im Halbschlaf, als er das kleine Wesen, das ihn mit großen Augen anstarrte, neben seinem Bett erkannte. Der Hauself legte den Kopf schief, die Fledermausähnlichen Ohren hingen ihm ins Gesicht. „Die Herrin.....“ „Ich weiß, was sie gesagt hat!“ unterbrach er den Elfen ruppig. Was bildete sich dieses Wesen überhaupt ein? Zorn wallte in ihm auf, Theodore war generell nicht für sein ruhiges Temperament bekannt und nach einer halbdurchwachten Nacht stand es mit seiner Selbstbeherrschung noch schlechter als gewöhnlich. Ohne jede Vorwarnung schlug er dem Elfen mit dem Handrücken ins Gesicht. Es war eine elegante, fließende Bewegung, der ihre Kraft kaum anzusehen war, doch der Hauself stolperte durch die Wucht des Schlages nach hinten und konnte sich auf seinen kurzen Beinen, die eher Stöckchen ähnelten, nicht mehr halten. Halb bewusstlos taumelte er gegen die Wand, an der er schließlich zu Boden sackte. Der Baron lächelte kurz und freudlos. Dieses Wesen hatte nichts besseres verdient! Keiner seiner Hauselfen hätte es gewagt, einen Zauberer – und noch dazu einen Gast seines Herren – einfach so aus dem Schlaf zu reißen. Zumindest nicht auf diese penetrante Art und Weise. Ohne einen weiteren Blick auf den sich langsam aufrappelnden Elfen zu verschwenden stand Theodore auf. Es wurde Zeit, dass dieser Haushalt eine ordentliche Führung bekam, dieser Abschaum von einem Hauselfen hatte ihm erneut vor Augen geführt, wie ungeeignet Rowena in jeglicher Art der Erziehung und Disziplinierung war – wie man ja an Helenas Verhalten deutlich gesehen hatte. Aber zumindest sie würde schon sehr bald lernen, dass es in ihrem Leben Regeln gab. Seine Regeln.
„Verzeiht, Herr. Tynka wollte Euch nicht stören, Herr. Aber die Herrin hat Tynka befohlen....“ Die quietschende Stimme des Elfen, oder der Elfin – Theodore war es eigentlich vollkommen egal – folterte seine Trommelfelle erneut. Wie konnte es Rowena nur mit diesem.... Ding aushalten? „Wirst du nun endlich dein verfluchtes Maul halten, Abschaum der du bist!“ knurrte er die verängstigte Elfin an. „Natürlich Herr, was immer ihr wünscht Herr. Tynka würde Euch niemals....“
„Avada Kedavra!“ Mit einer kurzen Bewegung brachte Theodore die Elfin für immer zum verstummen, ehe er sich Ankleidete, über den kleinen, toten Körper stieg und sich hinunter zum Frühstück begab.


7:20

Helena saß unruhig an der reichlich mit frischen Gebäck und Obst gedeckten Tafel. Sie wusste, ein solches Benehmen geziemte sich nicht für eine junge Dame ihres Standes – ihre Mutter hatte sie soeben ein weiteres Mal darauf aufmerksam gemacht – doch selten war ihr gutes Benehmen so egal gewesen wie in diesem Moment. War sie doch gezwungen Theodore wieder zu Begegnen. Erneut fragte sie sich, wo der ansonsten so penibel auf Pünktlichkeit bestehende Baron blieb, denn ihre Mutter hatte sie bereits um kurz nach 7 zum gemeinsamen Frühstück rufen lassen. Nicht, dass sie ihm jemals wieder begegnen wollte doch die fast vollkommene, nur durch Rügen ihrer Mutter unterbrochene Stille, welche momentan herrschte, war fast noch unangenehmer. Es erschien ihr fast so, als würde ihre Mutter jeden Blickkontakt zu ihr vermeiden und als sie einmal darauf hingewiesen hatte, dass sie den Baron niemals freiwillig ehelichen würde, hatte Rowena nur erklärt, dass sie in diesem Punkt nicht mit ihr diskutieren würde.
Ein Geräusch riss Helena aus ihren Gedanken und als sie aufblickte sah sie, dass Theodore im Durchgang zum Wintergarten, in dem sie und ihre Mutter saßen, stand. Entspannt lächelte er sie an und zum ersten mal schien dieses Lächeln auch seine Augen zu erreichen, doch selbst dieses echte Lächeln lies sie erschaudern, wollte sie doch gar nicht wissen, was die grausame Freude, die sie darin las, hervorgerufen hatte. „Mylady, Helena!“ Verzeiht mir, dass ich euch warten lies.“ er schenkte ihrer Mutter ein strahlendes Lächeln, bevor er sich Helena zu wandte. Wie hypnotisiert fühlte sie sich unter den stechendem Blick des Barons, der sie dazu zu zwingen schien, ihn anzusehen. Ihn, dessen fahles, fast emotionsloses Gesicht, sie bis in ihre dunkelsten Alpträume verfolgen würde. „Ich hoffe, Ihr verzeiht mir die gestrigen.... Schwierigkeiten, Helena. Ihr glaubt doch nicht, ich hätte gewollt, dass so etwas geschieht...“ Hass wallte in Helena auf, ihre zarten Hände krallten sich in die weiße Tischdecke und endlich schaffte sie es für einen kurzen Moment den Blick von ihrem Gegenüber abzuwenden. Als sie ihn wieder anblickte, spiegelte sich in ihren sonst so sanften Augen Abscheu. Glaubte er wirklich, es würde etwas bringen, wenn er ihr jetzt wieder den höflichen Gentleman vorspielen würde? Glaubte er etwa, er könnte sie oder ihre Mutter damit täuschen? Oder war er sich seiner Sache so sicher, dass es ihm egal war, ob er Rowena noch täuschen konnte? „Schweigt! Wie könnt Ihr es wagen, euch nun wieder so anbiedern zu wollen? Wie könnt ihr es wagen, noch einmal das Wort an mich zurichten?“ fuhr sie auf und noch nie hatte eine solche Wut in ihrer Stimme gelegen, doch Theodore schien das nicht im geringsten zu Beeindrucken. Er lächelte sie nur weiter an, bevor er ihre Hand ergriff und sie anscheinend zu beruhigen versuchte. „Ihr seid verwirrt, Mylady, dass ist vollkommen.....“ „Er hat mich gefoltert, Mutter!“ Helena sprang auf, entriss dem Baron ihre Hand und sah ihrer Mutter zum ersten Mal an diesem Tag in die Augen. Doch als sie dort nichts als Resignation und stumme Verzweiflung sah, erkannte Helena, dass sie auf verlorenem Posten stand. Ihre Mutter hatte sie aufgegeben. Auch wenn sie es sich insgeheim schon gedacht hatte, es so klar vor sich zu sehen brach ihr das Herz. Ohne auf eine Antwort zu warten, wandte sie sich um und ging. „Bleib.... Helena, bitte!“ Die Stimme ihrer Mutter klang kaum hörbar durch den Raum und auch wenn sie etwas in ihr rührte lief sie weiter. Nie wieder würde sie den Wünschen ihrer Mutter einfach so folgen. Nie wieder würde sie ihr ihr vertrauen schenken! „Bleib!“ Dieses einzige Wort, kalt und bedingungslos, zerbrach die Stille, lies ihre Welt in tausend Scherben zerfallen und hielt ihre Zeit an. „Siehst du, wir werden uns schon arrangieren.“ Wie erstarrt blieb sie stehen, unfähig auch nur einen Schritt weiter zu gehen. Und als sie spürte, wie Theodore sie am Arm nahm und langsam wieder zurück ins Haus führte, schien ihre Welt in Dunkelheit zu ertrinken.
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Lycidia
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Beitragvon Lycidia » Fr 07 Okt, 2011 15:43

So.... weiter gehts. Langsam aber sicher.... :D


8:45

Wie hatte das geschehen können? Die Möglichkeit des Entkommens, die Chance auf Leben..... zerronnen! Durch sie selbst vernichtet! Wie ein milchig-weißer, undurchdringbarer Nebel umhüllter diese Erkenntnis Helena. Drang durch jede Ritze ihres Verstandes, nahm ihr die Luft zum Atmen und den Mut zu kämpfen. Für was sollte sie auch noch kämpfen, nachdem sie sich ihrem Verderben freiwillig ausgeliefert hatte?
Paralysiert starrte sie auf die Wand ihr gegenüber, das gebeizte Holz erschien ihr so viel dunkler wie früher, damals, als auch ihr Leben noch heller gewesen war. Das ganze Haus strahlte eine Düsternis und Endgültigkeit aus, seit ER hier war. Seit ER gekommen war, um sie zu holen. Als ob Ravenclaw Manor schon längst erkannt hatte, was ihr entgangen war: Das sie längst keine Chance mehr hatte. Wie ein Marionette, eine Puppe ohne Leben sackte Helena auf ihren Stuhl zusammen. Ihr bleiches, eingefallenes Gesicht drehte sich zur Seite, als ob es sie zu viel Kraft kosten würde, ihren Kopf zu halten und spiegelte sich in dem kleinen silbernen Handspiegel, der auf einer Kommode neben ihr lehnte. Auch das war ein Geschenk von ihm, auch das war etwas, mit dem er in ihr Leben eingedrungen war.
Ein gequälter Laut entrang sich ihrer Kehle, wurde zu einem Schrei, wie er tierischer nicht sein konnte. Laut und grell hallte er in Helenas Ohren wieder, doch außerhalb des fensterlosen, lediglich durch Fackeln beleuchteten Raums, verklang er ungehört.


8:50


„Uuaaaaaaahhhh.....“
Helenas Schrei lies ihn zusammen zucken, ihr fahles, fast schon totes Gesicht, wie es ihn aus dem Spiegel anblickte, brach ihm fast das Herz. Theodore lächelte bitter. Fast, das traf es.
Mit einer fast schon zärtlichen Geste hob er seinen Zweiwegspiegel, das genaue Ebenbild von Helenas, auf und verstaute ihn in seinem Schrank. Nicht länger konnte er sich das gequälte Gesicht seiner Geliebten ansehen, glich es doch mehr dem eines Tieres als dem engelhaften Wesen, dem er einst sein Herz geschenkt hatte.
Er sollte es ihr erklären. Er konnte es nicht. Sie würde nicht damit leben können, es nicht zu wissen – aber er brachte es nicht über sich. Mit einem schweren Seufzer strich er sich über seine Wangen, spürte die kuren Bartstoppel. Braun noch, manche schon weiß. Auch er wurde nun mal älter. Er würde sich rasieren müssen. Nachher. Noch gab es wichtigeres zu tun. Sein neu gewonnenes Gewissen zum schweigen zu bringen. Beispielsweise.
Er hatte es tun müssen. Das wusste er, er hatte gesehen, gehandelt und gesiegt – rational gesehen. Doch genau das viel ihm immer schwerer, rationales Denken vermischte sich mit hirnloser Liebe. Er war immer schon unberechenbar gewesen, kalt und teilweise auch grausam. Aber immer hatte seinen Handlungen eine gewisse Logik innegewohnt und diese Logik hatte Helena geraubt. Er hatte handeln müssen, sie wäre gegangen. Wer hätte sie aufhalten sollen? Ihre Mutter, die mit jedem Tag schwächer zu werden schien? Die von einer gleichberechtigten Partnerin zu einem Stück Abschaum geworden war, der erst eine Abmachung traf und DANN merkte, dass er mit den Konsequenzen nicht leben konnte. Einer der wenigen Gäste, die von der gestrigen Feier noch nicht wieder heimgekehrt waren? Dieser versoffene Haufen reicher Schnösel hätten doch selbst dazu nicht den Schneid gehabt! Er hatte richtig gehandelt. Und doch.... er konnte den Ausdruck in ihren Augen nicht vergessen. Diese leblosigkeit.... er hatte genug Tote in seinem Leben gesehen um zu erkennen, dass in Helena nicht mehr allzu viel Lebenswille mehr wohnte, als in den leblosen Körpern seiner Opfer. Von ihrem Verstand ganz zu schweigen.....
Und – er konnte es verstehen. Er wusste noch selbst viel zu gut, wie es sich anfühlte, wenn man nicht Herr seines eigenen Körpers war. Wenn man laufen wollte und es nicht konnte, wenn man schreien wollte und die eigene Stimme sich gegen einen wendet. Und wie es sich anfühlte, wenn man nicht wusste, was dies auslöste. Erst vor wenigen Jahren hatte ihm ein japanischer Magier diesen Zauber gelehrt, der in England noch so gut wie unbekannt war. Der einem Menschen kein Leid zu fügt, ihn aber fast ebenso wirksam quälte wie Crucio. Denn es gibt nichts was einen mehr am Leben hält, als der freie Wille. Und diesen hatte er ihr genommen. Imperio. Ein Wort, ein einzelnes Wort und doch ein Schicksal.
Der Baron unterbrach sich – was brachte es, sich in Erinnerungen zu verlieren? Über begangene Fehler zu trauern? Er hatte getan, was er für nötig gehalten hatte. Er würde damit leben können und Helena damit leben müssen. Er würde es ihr erklären. Irgendwann.
„Syro!“ rief er den Hauselfen, den Rowena ihm nach Tynkas plötzlichem....Verschwinden zugeteilt hatte. „Bring mir meine Wasserschüssel und mein Rasierzeug!“
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Beitragvon Nyrociel Visalyar » Sa 03 Dez, 2011 14:56

Imperio kommt also aus Japan. Interessant :)

Wie shcon privat gesagt ich amg deine Story total und ich will meeehr lesen :D

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Beitragvon Lycidia » Sa 03 Dez, 2011 19:57

@Nyro: Danke ^^ Ja, woher denn sonst? :wink: Iwo müssen sich ja Zaubersprüche mal entwickelt haben :D

Und weiter gehts. ein kleines bisschen - aber doch besser wie gar nichts, hoff i mal :D

9:20


„Helena?“ Mit einer panischen Bewegung fuhr Helena herum, ihre großen Augen quollen fast aus ihren Höhlen und der gehetzter Blick wirkte schon fast mehr als nur ein bisschen dem Wahnsinn verfallen. „Ne-hein. Nicht du.... verschwinde! Lass mich in Ruhe....“ Sie sprang aus ihrem Sessel, stolperte nach hinten, bis sie die Wand in ihrem rücken spürte. Sie erkannte ihre Stimme selbst kaum nicht mehr. Zittrig, verängstigt klang sie. Sie drückte sich in die Ecke, wie ein Tier, dass von einer Meute Hunde an eine Felswand gedrängt wurde. Eine Träne lief ihr über die Wange, berührte ihre bebenden Lippen. „Bitte!“ flüsterte sie, so leise, dass sie es selbst kaum hörte.
„Helena!“ Vor dem hell erleuchteten Gang erschien er wie ein Scherenschnitt. Kaum realer als ein Albtraum... ein Albtraum, aus dem man den nachts schreiend aufwacht ohne zu wissen, ob es tatsächlich nur ein Traum gewesen war. War es ein Traum? Sie hoffte es, sie hoffte es so sehr, doch wenn sie sich zurück erinnerte fand sie nichts, wo sie begonnen haben konnte zu träumen. Sie erinnerte sich an die Angst, den Schmerz. Konnte man einen solchen Schmerz träumen?
„Ich will nur mit dir reden. Bitte, komm her.“ seine Stimme klang sanft, beruhigend. In keiner Weise so kalt, so grausam, wie er war. Er klang, als würde er mit einem scheuenden Pferd reden, es beruhigen.... und dann zum Schlachter führn? Helena duckte sich weiter, kauerte nun fast schon in ihrer Ecke. „Lass mich in Ruhe.... lass mich einfach nur....bitte!“ Theodor machte einen kleinen Schritt in ihre Richtung, streckte seine Hand nach ihr aus. „Alles ist gut. Ich tu dir nichts.“ Sie sah seine Hand, Angst überwältigte sie. Angst, gefolgt von Hass, von Verzweiflung. Was machte es für einen Unterschied? Helena stieß einen gellenden Schrei aus, stürzte sich auf den Mann, der für ihr Leid verantwortlich war, schlug nach ihm, seinen Augen. Doch ihre Nägel trafen nur seine Wange, hinterließen dort eine blutige Spur aber doch nicht mehr und als er sie packte, fest an den Schultern, und somit jeden weiteren Angriff unmöglich machte sackte sie, die einst so stolze Lady Ravenclaw, weinend in sich zusammen.


9:25
Eigentlich hatte er es ihr nur erklären wollen. Wie es so weit kommen konnte, was geschehen war. Was er getan hatte. Doch bereits als er ihr Zimmer betrat, erkannte Theodor, dass er zu spät gekommen war. Und als sie ihre Lethargie doch überwand geschah das aus nur einem einzigen Grund: Hass. Hass, der sich so präzisiert gegen ihn richtete, dass er kurz sogar dachte, hoffte, etwas ihres Verstandes hätte ihn überlebt. Doch als sie heulend in seinen Armen hing, nur Sekunden nachdem sie ihn wohl am liebsten umgebracht hatte fühlte er nur noch eine kalte Verachtung gegen sie, die sie so leicht aufgegeben hatte. Mit einer kurzen Bewegung stieß er sie von sich, zurück an die Steinmauer, wo sie noch immer heulend zu Boden fiel ein Sack Stroh.
Ohne sie, die sie die Liebe seines Lebens – seine einzige Liebe – gewesen war, eines weiteren Blickes zu würdigen wandte er sich ab und als die schwere Holztüre hinter ihm zuschlug, fühlte er sich, als würde eine Welt hinter ihm zugrunde gehen. Langsam atmete er aus. Was sollte er tun? Er hatte sie geliebt. Diese Liebe hatte sie und, so überlegt er kurz, vielleicht auch ihn in den Wahnsinn getrieben. Und ihr Wahnsinn sorgte nun dafür, dass er sie nicht mehr lieben konnte. Doch konnte er nun, nach all dem was er ihr angetan hatte so einfach gehen? War er ihr, die er nicht mehr Helena nennen konnte, nicht schuldig, zu bleibe? Sie zu lieben, trotz all dem? Oder würden sie dadurch beide zu Grunde gehen?
Er wusste es nicht, zum ersten mal in seinem Leben war er ratlos. Und als er durch die einsamen Gänge zurück in sein Zimmer eilte war es schon fast mehr eine Flucht. Eine Flucht vor den Fragen, die ihn zu töten schienen, die jeden Teil seines Verstandes auffraßen und dort nur Nebel hinterließen. Nebel und eine Leere, wie er sie normalerweise nur in seinem Herzen empfand. Eine Leere, die einst Helena hatte ausfüllen können. Jetzt verursachte sie sie.
Zuletzt geändert von Lycidia am Fr 03 Feb, 2012 15:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Nyrociel Visalyar » So 04 Dez, 2011 13:30

Hmmm ...
langsam gehts auf das Ende zu was?

Man merkt ihm die Verzweiflung ja jetzt richtig an.

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Beitragvon Nyrociel Visalyar » So 22 Jan, 2012 23:13

Wann gehts weiter?

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Beitragvon Lycidia » Mo 23 Jan, 2012 17:21

hey.... sry. hab grad noch voll den schulstreß, wird nach der woche wieder besser, dann mach i hier natürlich au weiter. :D
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