Grünauge´s Anekdotensammlung

Antike Runen
Held des Lichts
Weltenlos
Registriert: 23.07.2005
Beiträge: 11503

Beitragvon Antike Runen » Do 13 Jul, 2006 21:56

Das hört ja gar nicht mehr auf....
Wow, Grünauge, du scheinst ja wirklich eine komplette Sammlung zu haben.
Da muß ich aber mal arg überlegen, ob ich dazu bei Gelegenheit noch was beitragen kann.

Bis dahin bin ich natürlich gespannt, wie's weitergeht. *lacht*


OK, eine ganz kurze, aber wahre:

"Es war mein erstes Spiel als Kapitän der Nationalmannschaft. Da mußte ich einfach ein Tor machen."
Oliver Kahn nach seinem Eigentor im Freundschaftsspiel gegen Israel.

LadyDragon
Drachenwächter
Welt des Lichts
Geschlecht: Weiblich
Alter: 30
Registriert: 01.10.2005
Beiträge: 7325

Beitragvon LadyDragon » Fr 14 Jul, 2006 12:16

ja xD ich kann nur zustimmen die sind herrlich :D

Ripper
Ringgeist
Welt des Dunkels
Benutzeravatar
Geschlecht: Männlich
Alter: 29
Registriert: 24.07.2005
Beiträge: 36394
Wohnort: Deutschland, München

Beitragvon Ripper » Fr 14 Jul, 2006 13:15

jaja die gute alte Anekdote
sie sind hammer :lol:
Bild

Ripper
Ringgeist
Welt des Dunkels
Benutzeravatar
Geschlecht: Männlich
Alter: 29
Registriert: 24.07.2005
Beiträge: 36394
Wohnort: Deutschland, München

Beitragvon Ripper » Sa 15 Jul, 2006 13:26

die letzte ist gut :lol:
Bild

Harrik
Waldläufer
Welt des Lichts
Benutzeravatar
Alter: 32
Registriert: 10.08.2005
Beiträge: 16745
Wohnort: Across the Universe

Beitragvon Harrik » Di 18 Jul, 2006 17:41

die ist echt klasse, aber einstein, ist sowieso der größte, ein naturwissenschaftler der die nichtigkeit der naturwissenschaften versteht!
... Fast 15 Jahre Lila Forum ...

Antike Runen
Held des Lichts
Weltenlos
Registriert: 23.07.2005
Beiträge: 11503

Beitragvon Antike Runen » Di 01 Aug, 2006 01:12

Der amerikanische Schriftsteller Mark Twain war berüchtigt für seine Bonmots. So stammt von ihm beispielsweise der Ausspruch: "Es gibt nur ein Problem, das schwieriger ist, als Freunde zu gewinnen: sie wieder loszuwerden.”
Besonders hatte er es auf die deutsche Sprache abgesehen. Zusammengesetzte Wörter, Paranthesen, das Warten auf das Verb am Ende des Satzes waren ihm ein Graus. “Das erinnert an Zahnärzte, die Dich in atemloser Spannung halten, sobald sie einen Zahn mit der Zange packen, und dann innehalten, um erstmal eine weitschweifige Anekdote zu erzählen, ehe der gefürchtete Ruck kommt", schrieb er. "Diese Sprache braucht Reformen."

Harrik
Waldläufer
Welt des Lichts
Benutzeravatar
Alter: 32
Registriert: 10.08.2005
Beiträge: 16745
Wohnort: Across the Universe

Beitragvon Harrik » Di 01 Aug, 2006 10:26

naja, aber bei Mark Twain,muss man,mehr als bei jedem anderen, anerkennen>wo er recht hat, hat er recht, und in diesem falle, man denk's sich schon, hat er recht^^


es ist soweit: ein foren user hat einen anekdoten-reifen ausruf geäusert:Lady dragon sagte kürzlich:
"omg ich hab eben gedacht welcgher typ hat den den thread eröffnet aber das war ja ich xD"
... Fast 15 Jahre Lila Forum ...

Killthebeast
Held des Dunkels
Welt des Dunkels
Benutzeravatar
Geschlecht: Männlich
Alter: 38
Registriert: 21.08.2005
Beiträge: 26805

Beitragvon Killthebeast » Fr 04 Aug, 2006 20:15

Ist das ein Witz vin dir Grünauge oder hat die Frau tatsächlich so reagiert?
Meine FF
RON + HERMINE FOREVER!
Bild
You might belong in Hufflepuff, where they are just and loyal, those patient Hufflepuffs are true and unafraid of toil

Shere Kahn
Held des Lichts
Weltenlos
Benutzeravatar
Geschlecht: Männlich
Alter: 41
Registriert: 02.08.2005
Beiträge: 14289

Beitragvon Shere Kahn » Di 02 Jan, 2007 16:28

Eine bekannte Anekdote geschrieben von Heinrich Böll:

Anekdote von der Senkung der Arbeitsmoral

In einem Hafen an einer westlichen Küste Europas liegt ein ärmlich gekleideter Mann in seinem Fischerboot und döst. Ein schick angezogener Tourist legt eben einen neuen Farbfilm in seinen Fotoapparat, um das idyllische Bild zu fotografieren: blauer Himmel, grüne See mit friedlichen schneeweißen Wellenkämmen, schwarzes Boot, rote Fischermütze. Klick. Noch einmal: klick, und da aller guten Dinge drei sind und sicher sicher ist, ein drittes Mal: klick. Das spröde, fast feindselige Geräusch weckt den dösenden Fischer, der sich schläfrig aufrichtet, schläfrig nach seiner Zigarettenschachtel angelt; aber bevor er das Gesuchte gefunden, hat ihm der eifrige Tourist schon eine Schachtel vor die Nase gehalten, ihm die Zigarette nicht gerade in den Mund gesteckt, aber in die Hand gelegt, und ein viertes Klick, das des Feuerzeugs, schließt die eilfertige Höflichkeit ab. Durch jenes kaum meßbare, nie nachweisbare Zuviel an flinker Höflichkeit ist eine gereizte Verlegenheit entstanden, die der Tourist - der Landessprache mächtig - durch ein Gespräch zu überbrücken versucht.

»Sie werden heute einen guten Fang machen.« Kopfschütteln des Fischers.

»Aber man hat mir gesagt, daß das Wetter günstig ist.« Kopfnicken des Fischers.

»Sie werden also nicht ausfahren?«

Kopfschütteln des Fischers, steigende Nervosität des Touristen. Gewiß liegt ihm das Wohl des ärmlich gekleideten Menschen am Herzen, nagt an ihm die Trauer über die verpaßte Gelegenheit. »Oh, Sie fühlen sich nicht wohl ?« Endlich geht der Fischer von der Zeichensprache zum wahrhaft gesprochenen Wort über.

»Ich fühle mich großartig«, sagte er. »Ich habe mich nie besser gefühlt.«

Er steht auf, reckt sich, als wolle er demonstrieren, wie athletisch er gebaut ist. »Ich fühle mich phantastisch.«

Der Gesichtsausdruck des Touristen wird immer unglücklicher, er kann die Frage nicht mehr unterdrücken, die ihm sozusagen das Herz zu sprengen droht: »Aber warum fahren Sie dann nicht aus?«

Die Antwort kommt prompt und knapp. »Weil ich heute morgen schon ausgefahren bin.«

»War der Fang gut?«

»Er war so gut, daß ich nicht noch einmal auszufahren brauche, ich habe vier Hummer in meinen Körben gehabt, fast zwei Dutzend Makrelen gefangen.«

Der Fischer, endlich erwacht, taut jetzt auf und klopft dem Touristen beruhigend auf die Schultern. Dessen besorgter Gesichtsausdruck erscheint ihm als ein Ausdruck zwar unangebrachter, doch rührender Kümmernis.

»Ich habe sogar für morgen und übermorgen genug«, sagte er, um des Fremden Seele zu erleichtern. »Rauchen Sie eine von meinen?«

»Ja, danke.«

Zigaretten werden in Münder gesteckt, ein fünftes Klick, der Fremde setzt sich kopfschüttelnd auf den Bootsrand, legt die Kamera aus der Hand, denn er braucht jetzt beide Hände, um seiner Rede Nachdruck zu verleihen.

»Ich will mich ja nicht in Ihre persönlichen Angelegenheiten mischen«, sagt er, »aber stellen Sie sich mal vor, Sie führen heute ein zweites, ein drittes, vielleicht sogar ein viertes Mal aus und Sie würden drei, vier, fünf, vielleicht gar zehn Dutzend Makrelen fangen. Stellen Sie sich das mal vor.«

Der Fischer nickt.

»Sie würden«, fährt der Tourist fort, »nicht nur heute, sondern morgen, übermorgen, ja, an jedem günstigen Tag zwei-, dreimal, vielleicht viermal ausfahren - wissen Sie, was geschehen würde?«

Der Fischer schüttelt den Kopf.

»Sie würden sich in spätestens einem Jahr einen Motor kaufen können, in zwei Jahren ein zweites Boot, in drei oder vier Jahren könnten Sie vielleicht einen kleinen Kutter haben, mit zwei Booten oder dem Kutter würden Sie natürlich viel mehr fangen - eines Tages würden Sie zwei Kutter haben, Sie würden ...«, die Begeisterung verschlägt ihm für ein paar Augenblicke die Stimme, »Sie würden ein kleines Kühlhaus bauen, vielleicht eine Räucherei, später eine Marinadenfabrik, mit einem eigenen Hubschrauber rundfliegen, die Fischschwärme ausmachen und Ihren Kuttern per Funk Anweisung geben. Sie könnten die Lachsrechte erwerben, ein Fischrestaurant eröffnen, den Hummer ohne Zwischenhändler direkt nach Paris exportieren - und dann ...«, wieder verschlägt die Begeisterung dem Fremden die Sprache. Kopfschüttelnd, im tiefsten Herzen betrübt, seiner Urlaubsfreude schon fast verlustig, blickt er auf die friedlich hereinrollende Flut, in der die ungefangenen Fische munter springen. »Und dann«, sagt er, aber wieder verschlägt ihm die Erregung die Sprache.

Der Fischer klopft ihm auf den Rücken, wie einem Kind, das sich verschluckt hat. »Was dann?« fragt er leise.

»Dann«, sagt der Fremde mit stiller Begeisterung, »dann könnten Sie beruhigt hier im Hafen sitzen, in der Sonne dösen - und auf das herrliche Meer blicken.«

»Aber das tu ich ja schon jetzt«, sagte der Fischer, »ich sitze beruhigt am Hafen und döse, nur Ihr Klicken hat mich dabei gestört.«

Tatsächlich zog der solcherlei belehrte Tourist nachdenklich von dannen, denn früher hatte er auch einmal geglaubt, er arbeite, um eines Tages einmal nicht mehr arbeiten zu müssen, und es blieb keine Spur von Mitleid mit dem ärmlich gekleideten Fischer in ihm zurück, nur ein wenig Neid.

Shere Kahn
Held des Lichts
Weltenlos
Benutzeravatar
Geschlecht: Männlich
Alter: 41
Registriert: 02.08.2005
Beiträge: 14289

Beitragvon Shere Kahn » Mi 03 Jan, 2007 11:44

Hehe, gern geschehen

Alexander der Große war einmal kurz davor die Heimatstadt eines Freundes zu zerstören. Als dieser Freund mit trauriger Miene auf ihn zukam seufzte Alexander und sagte:
"Ich weiß dies ist Deine Heimat, aber egal um was Du mich bittest, mein Freund, ich kann es Dir nicht erfüllen."
Nach kurzem Schock sagte der Freund:
"Zerstöre diese Stadt!"
Alexander hat die Stadt verschont.

Antike Runen
Held des Lichts
Weltenlos
Registriert: 23.07.2005
Beiträge: 11503

Beitragvon Antike Runen » Mi 03 Jan, 2007 14:20

*lacht*
Ja, wirklich eine nette und sehr berühmte Ankedote, Grünauge.
Zugeschrieben wird sie Michelangelo, jedenfalls habe ich es in einer Biografie von ihm so gelesen, aber es kann natürlich sein, daß dem Biografen da auch die Pferde durchgegangen sind.

ravenfeather
Lichttänzer
Weltenlos
Benutzeravatar
Geschlecht: Männlich
Registriert: 10.12.2006
Beiträge: 2124
Wohnort: Azkaban

Beitragvon ravenfeather » Mi 03 Jan, 2007 14:32

Mit verschränkten Armen und in tiefes Nachdenken versunken, stand Goethe vor dem mächtigen Portal des Straßburger Münsters und bestaunte das großartige Bauwerk, als ein Karrenschieber, einen Gassenhauer pfeifend, hart an ihm vorüberfuhr. Zornig drehte sich Goethe um, gab dem Mann eine schallende Ohrfeige und wies mit den Worten: “Willst Du wohl staunen, Flegel!” zum Münster empor.

wie oft habe ich diese anekdote gehört und wieder vergessen, bis sie mir gerade eben über den weg lief und nun hier steht ;)
Vampires don't die!

Bild

visitor of Azkaban

Antike Runen
Held des Lichts
Weltenlos
Registriert: 23.07.2005
Beiträge: 11503

Beitragvon Antike Runen » Mi 03 Jan, 2007 16:56

Franz Liszt sollte ein Hofkonzert dirigieren, und man wartete nur noch auf den König von Preußen. Als seine Majestät eintrat, wollte Liszt beginnen, war aber in Verlegenheit, denn auf der Partitur, die er auf den Stuhl gelegt hatte, saß eine dicke Baronin. Da fasste Liszt Mut und sagte zu ihr: "Verzeihung, Baronin, aber die Partitur, auf der Sie sitzen, ist nicht für Blasinstrumente bestimmt.“

cron