The Three Broomsticks

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Beitragvon Antike Runen » Mo 26 Mär, 2007 00:23

*lacht*
Tut mir leid, daß wir dich jetzt mit einem Thema langweilen, bei dem du nicht mitreden kannst.
Allerdings ist es mir angesichts der beteiligten Personen ein Bedürfnis, daß ich wenigstens verstanden werde in diesem Punkt.

*gibt Shere einen Kuß*
Ich wünsche jedenfalls eine geruhsame und angenehme Nacht*

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Beitragvon Wehwalt » Mo 26 Mär, 2007 00:26

Ja, ich beginne zu verstehen, was Du meinst. Aber ich frage mich, ob man die Handlung in einem Satz zusammenfassen können muß! Ok, ziehen wir die Ärzte ab. Die Nachricht im Pudding kann nur an sie gerichtet sein, an wen sonst? Ans Publikum ... um noch irgendetwas über die Hauptfigur zu erklären. Das hätte Horatia uns auch vorher erzählen können ... bzw. hat sie ja die ganze Zeit. Also nichts Neues ... Hm ... :oops: tja ... 8 Punkte, nicht mehr. Aber der Rest ist so schön beschrieben, die niedrigen Beweggründe Horatias, die sie vor sich selber in ein günstiges Licht zu setzen sucht ... was anderes hab ich ja eigentlich auch nicht gemacht. Die so typische Art und Weise, wie die Frau erpresserisch der moralisch besseren Seite dieser Zweierbeziehung herabzuziehen sucht - das ist einfach toll beschrieben.
Aber vielleicht läßt man sich wirklich etwas blenden ...
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Beitragvon Antike Runen » Mo 26 Mär, 2007 00:44

Klar, schön beschrieben war es, keine Frage. Deshalb ja auch 8 Punkte, die mußte es ja für was geben.... Ui, klingt das gemein. *kommt sich gerade wirklich wie eine strenge Oberlehrerin vor*
Aber ich fand es halt wirklich unbefriedigend. Da war die Geschichte auf einmal zu Ende. Ohne, daß ich erfahren hätte, was die Nachricht nun eigentlich sollte (die durch Titel und Platzierung an der prominenten Stelle kurz vor dem Tod zu der wichtigsten Stelle überhaupt geworden ist). Ohne, daß ich begriffen hätte, was die Ärzte für eine Rolle spielten. Ohne, daß ich mir klar beantworten konnte, wer nun die Hauptfigur in dieser Geschichte war. (Peter? Honoria? Dr. Kohima?). Und ohne, daß ich begriffen hätte, was die Autorin mir jetzt eigentlich sagen will.
Für letzteres mußte ich dann ihr Making of zu rate ziehen, was ich nach Abschluß der Bewerungsarbeiten getan habe.
Da habe ich dann gelesen, daß sie von der Idee geleitet wurde, wie ein und dieselbe Person von mehreren Menschen sehr unterschiedlich angesehen, aufgenommen werden kann - was mir immerhin die Ärzte erklärte. Schöne Idee, keine Frage, aber dafür war die Story nicht konzipiert, denn die Ärzte konnten Honoria nur falsch beurteilen, schließlich wußten sie von ihr und ihrer Vorgeschichte gar nichts. Es hätte interessanter werden können, wenn sie tatsächlich etwas mehr von ihr in Erfahrung gebracht hätten. Vielleicht auch im Nachhinein, könnte mir vorstellen, daß der junge Arzt mit Muggelmethodenkenntnissen da noch einmal nachstochert. Aber so wie es ist, hat Julia das von ihr selbst gesteckte Ziel nicht erreicht.

Muß man die Handlung in einem Satz zusammenfassen können?
Ich denke ja. Nicht die komplette Handlung, versteht sich, aber schon das Hauptthema.
Und das Hauptthema gemäß der Intention von Grünauge (wie unterschiedlich wird eine Person wahrgenommen?) wurde nicht deutlich.
Das Hauptthema gemäß deiner Aussage ist verfehlt.
In meinen Augen war Hauptthema übrigens eindeutig die Geschichte der Honoria (nicht die des Peter Pettigrew). Aber die ist eben nicht zu Ende erzählt. Ausgerechnet der entscheidende Wendepunkt am Ende des Lebens wird nicht erläutert.

*lacht*
Siehe oben: Das beste Beispiel. Drei Personen (Julia, du und ich), drei Ansichten dazu, wovon die Geschichte hauptsächlich handelt. Und keines dieser Themen ist konsequent durchgezogen.

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Beitragvon Denkarius » Mo 26 Mär, 2007 00:48

Mal vorsichtig in die 3 Besen reinschaut...

Hallo ihr Zwei, noch zu später Stunde in literarischen diskussionen vertieft?
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Beitragvon Wehwalt » Mo 26 Mär, 2007 00:49

Was hältst Du davon, wenn ich diese Debatte in den Contest-Feedback-Thread rüberkopiere? War nicht abzusehen, daß sich das so hier entwickeln würde ... Dann kann ein jeder, den es interessiert, dort zum Thema nachlesen. Denn ich glaube, die meisten haben gestaunt, daß dieses fleißige Riesenwerk unter "ferner liefen" in der Rangliste landete.

EDIT ja hallo René ... nun ja, ich fand den Contest schließlich spannend genug. Hast Du auch die eine oder andere Geschichte davon angeschaut?
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Beitragvon Antike Runen » Mo 26 Mär, 2007 00:55

Hallo Denkarius,
klar, der Contest ist dank unser beider Beteiligung, wenn auch in verschiedenen Positionen, natürlich noch Thema.

*lacht*
Marcus, ich wollte dir gerade vorschlagen, das in den Feedback-Thread zu verlagern. Schon allein, damit Grünauge eine Chance hat, es nachzulesen. Denn auch, wenn es sicher nicht nett ist, was ich auch hier noch einmal erläutere, so ist sie doch diejenige, die das größte Anrecht darauf hat, es auch lesen zu können.

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Beitragvon Denkarius » Mo 26 Mär, 2007 00:56

kam bis jetzt noch nicht dazu, werde das aber natürlich nachholen. Ich hätte sogar gerne selbst noch mitgemacht, habe aber erst einen Tag vor Abgabe das richtig gesehen und die Teilnehmer mussten sich ja am Anfang melden, so dass ich keine Hauruckaktion gestartet habe.

Bin mal sehr gespannt darauf. habe aber beim durchblättern schon festgestellt, dass die von julia mit abstand am längsten war.
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Beitragvon Denkarius » Mo 26 Mär, 2007 01:00

Oh schade, nun kommst du rein und gehst schon wieder?

Das macht man aber in einem anständigen Wirtshaus nicht, oder?

hach, so fachkundiges Feedback würde ich mir bei meiner FF auch mal wünschen, aber in die hat von Euch dreien ja auch noch keiner reingeschaut.

Ist euch das Thema schon zu abgegrast? oder ist sie einfach keinen Kommentar wert?
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Beitragvon Antike Runen » Mo 26 Mär, 2007 01:08

Ach, Denkarius, ich komme schlicht nicht mehr dazu FFs zu lesen. Insofern habe ich deine, genauso wie ungezählte andere auch, nicht gelesen. Und werde es in naher Zukunft auch nicht machen können, tut mir leid.


Ui, hallo Julia, wie schön, daß du hier vorbeischaust!
*feste umarmt*
Das enthebt mich wenigstens der Sorge, ich würde hier mit Marcus hinter deinem Rücken über irgendetwas reden, was letztendlich ja in erster Linie dich angeht.
Und du hast recht, die Situation war ganz ähnlich, damals, nach Abgabe von 'Zwischen den Zeilen'

Ich überleg mir gar nicht so sehr, was eine Geschichte darf und was sie nicht darf....ich versuch sie einfach so zu schreiben, dass man sie gerne liest, genauso wie ich versuche ein Bild zu malen, das man gerne ansieht.
Ist das denn so streng geregelt? Und kann es nicht auch mal Mischformen geben? Und wer bestimmt das?


Und wenn du ein Bild malst, Julia, achtest du dann darauf, daß es so etwas wie ein Gesamtkonzept in dem Bild gibt? Daß die einzelnen Teile zueinander passen, sich harmonisch ineinander fügen?

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Beitragvon Wehwalt » Mo 26 Mär, 2007 01:08

Denkar, es gibt halt eine Menge guter FFs - Kann schon sein, daß man da leicht mal was verpaßt. Im Augenblick lese ich begeistert an der unserer schlauen Extreme-Activity-Konkurrentin Elaea.
Und leider hat mein einst ins Leben gerufener Thread FF-Feuilleton nicht ganz die intendierte Wirkung entfaltet: Daß nämlich im Sinne von "Stiftung Warentest" auch mal drinstehe ... die und die kann man sich sparen, wenn man nur die Rosinen rauspicken will etc.

Julia, gut, daß Du kommst. Runen war schon drauf und dran, mich zum Bittere-Schokoladen-Renegaten zu wandeln.
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Beitragvon Denkarius » Mo 26 Mär, 2007 01:12

Grünauge hat geschrieben:*lach* Nein, Denkarius, das 'schönen Abend' meinte ich als Begrüßung, nicht als Abschied!
Und ich habe auf jeden Fall noch vor, Deine FF zu lesen. Nur ist sie bisher so fortgeschritten, und das schreckt mich dann immer ein bißchen, denn wenn, dann möchte ich sie wirklich am Stück lesen.



OK, dann bin ich ja beruhigt. 20 Kapitel sind aber schon drin... 8)
Nicht dass es nachher zuviel wird, es auf einmal zu lesen.

Und ein gutes Feedback zwischendrin lässt einem immer noch die Möglichkeit, vielleicht Dinge zu überdenken, Fehler zu erkennen und in die richtigen Bahnen zu lenken.

Naja, vielleicht ergibt sichs ja irgendwann nochmal.

Und schön, dass du noch bleibst, dachte wirklich, dass du gleich wieder weg willst.

EDIT: @ Wehwalt & Antike Runen: Ist ja schon gut und war bewusst provokativ gefragt, Mir geht es im Grunde ja genauso. Aber ich tu mich auch mit harten Kritiken bei anderen FFs sehr schwer, wenn ich nicht sicher bin, dass es der Schreiber verkraftet. Wir haben hier halt so viele junge und sehr junge User, die man mit einem richtigen Verriß doch sofort verschreckt. Und am Ende war die Geschichte ja doch mit Liebe erdacht und mühselig aufgebaut und dann ist die Gefahr groß, Enttäuschungen zu verbreiten.
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Beitragvon Denkarius » Mo 26 Mär, 2007 01:25

Grünauge hat geschrieben:
Und Denkarius: Genau deshalb habe ich mich heute bei Severa per Eule entschuldigt.


Oh, an die Sache mit Jenny habe ich dabei jetzt gar nicht gedacht, sorry. Das wollte ich damit nicht sagen. Die ist ja auch alt genug. Ich hab mehr an die 12-18jährigen FF-Schreiberlinge gedacht. Da treten doch oft Mängel auf, die ich dann zwar anspreche, aber doch sehr viel schonender, als ich das bei gleichaltrigen tun würde.
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Beitragvon Wehwalt » Mo 26 Mär, 2007 01:26

Denkar, Enttäuschung verbreiten tu ich auch nicht, wenn ich irgendeine FF lese. Aber hier reden wir ja über einen Wettbewerb, bei dem wir uns einer Bewertung unterzogen haben. Mit dem FF-Feuilleton ist genau das das Problem - ich schreib da auch nicht rein, Leute, laßt die Finger von dieser Scheiße, wenn Euch Eure Zeit was wert ist ... aber der bedauernswerte Effekt ist, daß man keinen Anhaltspunkt hat, wo man sich nun wirklich etwas entgehen ließe. Mund-zu-Mund-Propaganda ein bißchen, das mach ich schon. Zu Elaias höchst einfallsreicher Geschichte gibt es genau 3 Leser, die hin und wieder was dazu sagen, so daß sie ihre Posts schon mit "Hallo meine 3" anfängt. Und das ist echt ein Jammer.
Vielleicht gilt dasselbe für Deine auch ... aber was soll man machen?
Zuletzt geändert von Wehwalt am Mo 26 Mär, 2007 01:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Antike Runen » Mo 26 Mär, 2007 01:28

Ah - der Goldene Schnitt. Ein sehr schönes Stichwort, Grünauge.
Macht ein Bild gefällig und gut anzusehen, keine Frage.

Tja, und so etwas gibt es eben auch für Geschichten, auch wenn es nicht ganz so einfach zu definieren oder in Proportionen zu packen ist. (Ich sage das, weil du gefragt hast, wer 'so etwas festlegt')
Aber einen gewissen Grundaufbau gibt es eben schon, der eine Geschichte gefällig, gut zu lesen macht (neben der Sprache selbst).
Also so etwas wie: Die Handlung führt langsam aber sicher auf einen Höhepunkt zu, danach gibt es nur noch eine kurze Auflösung.

Übrigens ist es natürlich üblich, etwas offen zu lassen, damit die Phantasie des Lesers angeregt wird. Allerdings wird in der Regel offen gelassen, was als nächstes passiert, wie geht es nun weiter?
Diese Option hat deine Geschichte nicht, wie es weitergeht, ist völlig klar. Wir wissen, was passiert ist.
Und darüber nachzudenken, was Honoria nun dazu getrieben hat, ihre famous last words in den Pudding zu ritzen, hat mich, ehrlich gesagt, überhaupt nicht gereizt.
Weil du mir keinen Anreiz dazu gegeben hast in deiner Geschichte. Weil deine so sorgsam und konsequent aufgebaute Hauptfigur eben plötzlich völlig inkonsequent handelte, ohne daß ich irgendeinen Hinweis darauf hatte, warum.
Also wende ich mich mit einem Schulterzucken ab, zeige der Person gedanklich den Vogel, und denke nicht weiter drüber nach. Meine Anteilnahme wurde dadurch abgetötet.

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Beitragvon Wehwalt » Mo 26 Mär, 2007 01:31

zeige der Person gedanklich den Vogel
Handelt es sich bei diesem Vogel wenigstens um eine Nachtigall? (Übrigens wäre Philomele ein viel passenderer Vorname gewesen als Horatia ...)
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