[Die Secretkeepers] Und wenn sie nicht gestorben sind...

Padfoot201182
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[Die Secretkeepers] Und wenn sie nicht gestorben sind...

Beitragvon Padfoot201182 » Mi 12 Apr, 2006 21:03

Nachdem der Es war einmal... Wettbewerb doch ganz gut angekommen zu sein scheint, habe ich mir gedacht wir können dafür ein eigenes kleines Plätzchen für die Geschichten aufmachen, die nicht am Wettbewerb teilnehmen. Dort können die Storys so lang sein, wie ihr wollt, fände es aber ganz witzig wenn wir das mit den Farben beibehalten würden. Viel Spaß beim schreiben.

Eure Pad

James Potter schreibt in grün
Sirius Black schreibt in dunkel rot
Remus Lupin schreibt in blau
Und Peter Pettigrew schreibt in orange
Menschen mögen vergessen,
was du ihnen gesagt hast,
aber sie erinnern sich immer daran,
welches Gefühl du in ihnen ausgelöst hast.

*Felicia*
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Beitragvon *Felicia* » Mi 12 Apr, 2006 22:57

ja, eine sehr gute idee find ich. sry, dass ich mich beim anderen thread nicht mehr hab sehn lassen, aber ich werd das irgendwann nachholen, wenn ich wieder mehr zeit hab.

lg Feli

bin gespannt auf die ersten geschichten hier!
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Padfoot201182
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Beitragvon Padfoot201182 » Fr 14 Apr, 2006 12:52

Nervös sprang ich wieder auf.
„Nun bleib doch mal ruhig.“ Sirius hatte neben mir auf dem Stuhl gesessen und sah nun entnervt und auch etwas besorgt zu mir auf.
„Ich soll ruhig bleiben? Du bist vielleicht lustig. Könntest du in so einer Situation ruhig bleiben?!“ Als antwort bekam ich ein lächeln.
„Das solltest du dir lieber für die Frauen aufsparen.“ Remus, müde und mit drei dampfenden Bechern bewaffnet, kam auf uns zu und reichte jedem von uns einen Kaffe.
„Schon was neues?“ fraget Remus und sah mich erwartungsvoll an, doch Sirius war der, der antwortete. „Nein, noch nicht. Und jetzt frag nicht weiter, sonst wird Krone noch wahnsinnig.“
„Wahnsinnig? Wie würdest...“
„Du in so einer Situation reagieren.“ Beendete Sirius meinen Satz.
Ich wusste, dass ich Sirius den letzten Nerv raubte, doch konnte ich nichts für die Nervosität die immer mehr von mir besitz ergriff. Dies war wohl der wichtigste Tag in meinem Leben und es fiel mir schwer, hier ruhig sitzen zu bleiben, während ich doch eigentlich wo anders sein wollte.
„Tatze hat recht. Es wird alles gut werden und es nützt weder dir noch ihr, wenn du dich selbst fertig machst. Also setzt dich und bewahr die Ruhe.“
Wie immer war Remus der vernünftigste von uns und auch wenn es mir schwer fiel, setzte ich mich wieder neben Sirius, der seine Haare aus dem Gesicht strich, als zwei Frauen an uns vorbei gingen.
„Irgendwann kommt der Tag, da wirst du an eine geraten, die einen Mann hat, der doppelt so groß ist wie du.“ Doch anstelle einer Antwort, bekam auch Remus nur ein lächeln. Ich wusste, dass die beiden dieses Spiel nur für mich veranstalteten und dennoch kreisten meine Gedanken nur um eines und gerade als Sirius etwas sagen wollte, ging die Tür auf, die unseren Plätzen gegenüber lag.
„Mr. Potter?“ Die Heilerin kam aus dem Zimmer und sah uns der Reihe nach an. Dann entschloss sie, dass ich wohl den angespanntesten Eindruck machte. „Sie können jetzt rein.“ Als wir und alle aufmachten in das Zimmer zu gehen, wollte sie erst einen Einspruch erheben, doch als sie in Tatzes Gesicht sah, ließ sie uns passieren.
„Ich nehme alles zurück.“ War alles was Moony dazu sagte.
Nun war der Moment gekommen. Ich atmete einmal tief durch, schloss die Augen und öffnete sie erst wieder, als ich in das Zimmer ging. Dort lag Lily erschöpft, aber wunderschön in einem großen Bett. Ihre Haare klebten vom Schweiß in ihrem Gesicht und als sie uns sah, strahlte sie wie tausend Sterne.
„Wie geht es dir mein Herz?“ Der Stuhl neben ihr war frei und ich war froh, dass ich es noch bis dort hin schaffte. Meine Knie wurden weich und meine Erleichterung, sie wohl auf zu sehen, wurde nur von einer Sache getrübt.
„Mir geht es gut und ja, ihm auch.“ Ihre Stimme klang schwach und während ich ihre Hand an meine Brust drückte, kam eine weitere Heilerin aus dem Nachbarzimmer. Sie trug ein kleines Bündel in ihrem Armen, mit dem sie auf uns zu kam.
Mein Herz schlug immer fester gegen meine Rippen, Sterne tanzten vor meinen Augen und meine Hände wurden vor Nervosität immer nasser. „Passen sie auf den Kopf auf.“ Behutsam legte sie mir das Bündel in meine Arme und ließ uns alleine.
Dies war der Moment auf den ich neun Monate gewartet hatte und nun wo er soweit war, konnte ich es nicht begreifen.
„Er ist wunderschön.“ Remus war nun näher gekommen und sah in meine Arme.
„Ja das ist er.“ Meine Stimme war fest, trotz der stummen Freudentränen die ich weinte. Und als ich hilfesuchend in den Raum sah, bemerkte ich, dass ich nicht alleine mit meinen Tränen war. Sirius fuhr sich mit der Hand über die Augen und trat nun neben Moony.
„Ein Glück, dass er eine so schöne Mutter hat.“ flappste er, doch wussten wir beide was er eigentlich sagen wollte.
Und dann sah ich wieder zu meinem Sohn, sah den schwarzen Flaum auf seinen Kopf, das verkniffene Gesicht, die Hände die zu kleinen Fäusten geballt waren.
„Habt ihr schon einen Namen?“ Remus hatte sich nun auf Lilys Bett gesetzt und half ihr einige schluck Wasser zu trinken.
„Ja, den haben wir.“ antwortet ich, immer noch von dem Leben fasziniert, dass ich in meinen Armen hielt.
„Und wie soll er heißen?“
„Harry James Potter.“ sagte Lily und strich mir stolz über den Rücken.



Das nur mal so zum Einstieg =^.^=
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Beitragvon Lily_Evans » Fr 14 Apr, 2006 13:09

Wow, echt schön geschrieben Padfoot!
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Beitragvon *Felicia* » Sa 15 Apr, 2006 00:23

wunder, wunderschön geschildert padfoot! einfach nur schön.

lg Feli
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Padfoot201182
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Beitragvon Padfoot201182 » Sa 15 Apr, 2006 00:27

Es freut mich das sie euch gefällt. Werd vllt üebr Ostern noch was schreiben.

Vllt sehe ich ja dann auch was von den anderen hier =^.^=
Menschen mögen vergessen,
was du ihnen gesagt hast,
aber sie erinnern sich immer daran,
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Padfoot201182
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Beitragvon Padfoot201182 » Sa 15 Apr, 2006 01:59

Es hat mich am späten abend noch eine Muse geküsst. Zwar eine traurige, aber ich hoffe es gefällt euch trotzdem:

Ich saß in dem Sessel vor dem Kamin und las den letzten Brief, den ich von Dumbledore erhalten hatte. Es gab einen Spion unter den Mitgliedern des Ordens. Diese Nachricht hatte uns alle in Angst und Schrecken versetzt, vor allem nachdem mehrere Mitglieder überfallen oder getötet wurden gab es keine Zweifel mehr. Doch wer könnte es sein? Dies war die größte Frage, die wir uns alle immer wieder stellten. Viele dachten dabei an Severus, was der natürlichste Gedankengang war. Severus war ein Todesser, wenn man ihm glauben sollte, gewesen und Dumbledore, aus Gründen die er niemanden sagte, glaubte ihm. Und da keiner von uns an Dumbledore zweifelte, glaubten wir ihm. Und doch gab es da etwas in mir etwas, das was wusste.
„Gott sein dank. Er ist endlich eingeschlafen.“ Lily kam ins Wohnzimmer und quetschte sich neben mich in den Sessel. Als sie sah, was ich in den Händen hielt, runzelte sie die Stirn.
„Ich weiß das es wichtig ist, herauszufinden wer dahinter steckt. Aber bitte nicht mehr heute Abend.“ Ich verstand ihre Sorgen, dennoch konnte ich, selbst als ich den Brief weg lag, nur an das eine denken.
„Schläft er in seinem Bett?“ fragte ich.
Lily hatte ihren Kopf auf meine Brust gelegt und ich merkte, wie sie mit dem Kopf nickte. „Frag mich bitte nicht, wie ich es geschafft habe. Aber ich dachte, wir könnten mal wieder etwas Zeit für uns gebrauchen.“ Dabei drückte ich sich fest an mich und ich gab ihr einen Kuss auf ihre Haare.
„Lily, ich weiß das du nichts davon hältst, aber ich hatte daran gedacht Harry hier weg zu bringen.“ Ich spürte wie sich ihr Körper anspannte und sie sich in meinen Armen versteifte.
„Nein warte, mein Herz. Hör mir erst zu. Nun wo es sicher ist, dass wir einen Verräter unter uns haben, würde ich ihn gerne in Sicherheit wissen.“
„Und woran hast du dabei gedacht?“ Schon an ihrer Stimme konnte ich hören, dass sie wenig begeistert war. Und doch wollte ich nichts unversucht lassen, wenn es ging, beide hier weg zuschaffen.
„Also ich dachte dabei eher an deine Familie oder was mir sogar am liebsten wäre, du würdest ihn nehmen und irgendwohin verschwinden. Nur solange bis wir herausgefunden haben wer es ist.“
Empört sprang Lily auf. „Du meinst ich soll euch im Stich lassen? Das kommt überhaupt nicht in Frage. Wen denkst du eigentlich, hast du geheiratet?“
„Bitte, sei mir nicht böse, nur mir würde es besser gehen. Keiner würde von dir behaupten, du würdest uns im Stich lassen. Wir haben ein Kind an das wir denken sollten und den Gedanken, das er vielleicht eines Tages niemanden mehr hat der sich um ihn kümmert...“ Mein Blick war zu der Türe geglitten, hinter der Harry schlief. Es waren schon zu viele gestorben, von denen wir dachten sie wären Voldemort ebenbürtig, der Gedanke an das was Lily zu stoßen könnte...
Sie fasste meinen Kopf mit ihren zarten Fingern und sah mir tief in die Augen. „Sag so was nie wieder zu mir, James. Denk nie wieder daran ich könnte dich verlassen.“
Wie sehr ich mich in diese grünen Augen verlieren konnte, einfach nur hineinsehen und ich wusste unsere Herzen schlugen im einklang.
Ein rascheln vor dem Fenster lenkte mich ab.
„Hast du das auch gehört?“ Lily war sofort auf den Beinen und ging in Richtung Türe.
„Seh bitte nach, ob bei Harry alles in Ordnung ist.“
„James, ich...“
„Lily, bitte. Seh nach Harry.“ Widerwillig ging sie zum Kinderzimmer und ich trat ans Fenster um zu sehen, was oder wer dort war.
Doch alles was ich sehen konnte, war ein schwarzer Umhang. Vielleicht Severus mit einer Nachricht von Dumbledore. Doch dann dachte ich wieder an den Brief und an Dumbledores Warnung keine Nachrichten mehr zu verschicken, weder über Eule oder Mitgliedern des Ordens.
„Lily, los nimm Harry und dann raus hier.“ Ich hastete rüber zu meinem Zauberstab der neben dem Sessel lag.
„James, was ist los?“
„Stell keine Fragen, los lauf und hol Harry.“ In dem Moment gab es einen Knall und die Türe flog auf.
„Lily bring Harry in Sicherheit. Los schnell.“ rief ich erneut.
Als ich mich umdrehte wusste ich, das es zu spät war. Voldemort hatte uns gefunden und in dem Moment als er den Zauberstab auf mich richtete, begriff ich wer uns verraten hatte.
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Beitragvon Lily_Evans » Sa 15 Apr, 2006 15:26

*schnief*
Also, ich hoffe mal, dass dich deine Muse nicht so bald verlässt und wir noch viele so schöne (wenn auch traurige) Geschichten bekommen!!!
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Beitragvon *Felicia* » Sa 15 Apr, 2006 21:41

schön geschrieben padfoot wirklich! du sollest das profimäßig machen. dein schreibstil ist wirklich gut lesbar und der inhalt mitreißend.
man kann sich total in die geschichte reinvertiefen, und plötzlich ist man am ende und will das eigentlich noch gar nicht.

lg Feli
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Padfoot201182
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Beitragvon Padfoot201182 » So 16 Apr, 2006 14:21

Danke, wirklich... weiß gar nicht was ich sagen soll.
Vllt setzt ich mich mal hin und schreib eine kleine FF oder eine kleine Kurzgeschichte...

@Feli
Ich hab das mal gemacht, also Bücher schreiben. Zwar nicht zum veröffentlichen, einfach nur so zum Spaß. Aber hab es aufgegeben.
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Beitragvon *Felicia* » So 16 Apr, 2006 14:51

wieso denn aufgegeben?? hey so was gibt man nicht auf!! ^^
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Merla
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Beitragvon Merla » Mo 17 Apr, 2006 21:48

Mit großem Grummeln im Bauch schlenderte ich in Richtung Schule. Ganz langsam, einen Fuß vor den anderen setzend bewegte ich mich vorwärts. Es war wieder so ein Tag. Schon morgens, als ich wach geworden war, wollte ich nicht aufstehen. Aber meine Mutter hat mir meine vorgeschwindelten Bauchschmerzen nicht geglaubt, obwohl ich inzwischen tatsächlich welche hatte.
Eine Diskussion hab ich dann gar nicht angefangen, weil sie eh immer gewinnt, also hab ich mich dann doch auf den Weg gemacht. Ich musste bloß so langsam gehen, dass die anderen schon da waren...doch die Kunst bestand darin, doch noch pünktlich zu kommen, denn zu spät kommen war nicht lustig. Dann musste man nämlich einen Witz erzählen und das konnte ich doch so gar nicht gut.
Schließlich erblickte ich das Schultor vor mir, das Grummeln wurde lauter.
Schon von weitem konnte ich sie sehen: Johnny und Adam. Warteten sie etwa auf mich? Mein Magen drehte sich um...nein, nicht schon wieder...wenn ich ihnen wieder vor die Füße kotzen muss, dann, dann...
"Hallo, Dummbeutel!" schrie Adam und schon kamen sie auf mich zugelaufen. Da landete auch schon die erste Faust in meinem Magen und ich mußte alles an Disziplin aufbringen um nicht ohnmächtig zu werden.
Wenn ich ein Vöglein wär und kleine Flüglein hätt... wie immer sumtme ich dieses Lied im Kopf vor mich hin, während sie mich schlugen, dann war es leichter. Wie gern hätte ich mich gewehrt, oft schon hatte ich geträumt, dass ich mit Supermächten aufgewacht wäre und die zwei richtig alt ausgesehen hätten. Aber bisher war das noch nicht passiert.
Alle sagten immer, ich sei noch klein für mein Alter und würde hineinwachsen, aber ich glaubte nicht mehr dran. Seit dem ersten Schultag, als das alles angefangen hatte, war ich nicht mehr gewachsen und das war schon eine Weile her.
"So und jetzt, du Weichbirne, spuck dir in die Hand und reib es in dein Gesicht.." Sie lacheten, und ich machte es, wie immer.
Dann ließen sie mich endlich in Ruhe und ich schlich hinter ihnen her in den Klassenraum. Ich setzte mich nach vorne an den Einzeltisch, niemand wollte neben mir sitzen, keiner wollte mein Freund sein. Wie oft hatte ich mir schon die Frage gestellt, was ich nur falsch machte? Was war so absonderlich, eigenartig oder gar abstoßend an mir?
Den Schultag über versuchte ich manchmal auch sehr erfolgreich unsichtbar zu sein, zumindest in den Pausen kein Opfer zu werden. Und auf dem Shculhof ging es wieder von vorne los.
So verstrichen meine ersten Schuljahre, nie rettete mich jemand, ich habe in dieser Zeit Löcher in meinen neuen Pullover gebrannt, Hundekot gegessen, viele Prügeleien über mich ergehen lassen, hausaufgaben für andere gemacht, meine eigenen Hausaufgaben vor Schulbeginn verbrannt und dann stundenlang in der Ecke gestanden, usw.
An einem Tag, es war glaub ich in den Sommerferien vor dem sechsten Schuljahr, kam ein höchst eigenartiger Brief bei uns an.
Meine Eltern lächelten stolz und weihten mich schließlich in die Welt der Zauberei ein. Ich war wie vor den Kopf geschlagen! Nie hätte ich sowas auch nur zu träumen gewagt! Ich, ein zauberer?! Unmöglich! Sie sagten, es sei gut für mich auch mal als Muggel gelebt zu haben, damit ich beide Welten kennen und verstehen würde.
Jetzt denke ich, wenn ich früher schon gewußt hätte, dass ich nicht ewig bei Adam und Johnny bleiben müßte, vielleicht wäre es mir in der Schule leichter gefallen mich auch mal zu widersetzen. Vielleicht wäre ich nicht so verbittert geworden, oder mit einem solcehn Drang mich unsichtbar zu machen. Aber wer weiß das schon?
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Beitragvon *Felicia* » Di 18 Apr, 2006 20:38

oh die geschichte ist krass....
ich wusste gar nicht, dass peter ein muggel war?!

aber es kommt dabei gut heraus, was peter dazu gebracht haben könnte, sich einem mächtigen mann wie voldemort anzuschließen und etwas von dieser macht mit "abzubekommen". da konnt er sicher sein, nicht auf der verliererseite zu stehn.

lg Feli
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Beitragvon Merla » Di 18 Apr, 2006 21:17

Danke :oops:
Naja, ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, ob Peter ein Muggel war ( in meiner Geschichte hab ich mich ja auch ein bisschen davor gedrückt..er könnte beides sein :wink: )
hab ein bisschen im Internet recherchiert, aber nichts herausgefunden...
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Beitragvon Padfoot201182 » Di 18 Apr, 2006 21:24

Ich find die Geschichte klasse...aber auch, wie Feli schon gesagt hat schon krass. Erinnert mich auch ein bißchen mit an die heutige Situation an den deutschen Schulen, schade das es da kein Hogwarts gibt...
Aber ich würd mich freuen mehr von dir hier zu lesen =^.^=
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