Neue Theorie zu DDs Tod

Lady Midnight
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Neue Theorie zu DDs Tod

Beitragvon Lady Midnight » Mi 26 Okt, 2005 08:07

So, ich hah wieder mal eine Theorie gelesen, welches ich euch nicht vorenthalten will! Eine kollegin von mir hat mal alle Hinweise kombiniert und sich ihre Geschichte ausgedacht, wobei alles einleuchtend wäre. (Link zum orginalpost: http://mwpp.mw.funpic.de/viewtopic.php?p=2427#2426 )

Hier die Spekulationen:

So, ihr lieben Da das auch ein aktives Thema in der Group ist und in einem anderen Forum, wo ebenfalls eine kleine Diskussion über Albus Dumbledore läuft, möchte ich das ganze auch einmal hier aufgreifen, denn, nennt mich töricht, ich finde mich mit dem merkwürdigen Tod von Dumbledore noch immer nicht ab... Irgendetwas stimmte da ganz und gar nicht...
Aber von Anfang an:
Es stimmt, die ersten vier Bücher von Rowling waren, komischerweise, anders geschrieben, als nun Band 5 und 6, wobei ich immernoch denke, das Band 6 nochmals eine Wendung von 180° gemacht hat - Band 5 ist irgendwo ein Ausläufer...
Und ja, es stimmt auch, dass Rowling Dumbledore in Band 6 nochmals genau in den Mittelpunkt gestellt hat. ABER: er wurde meines erachtens anders dargestellt, wie jetzt in den Bänden 1-5. Es kommt mir beinahe so vor, als ob das jemand ganz anderes wäre - und da ist der Knackpunkt. Ich behaupte, dass das nicht der Albus Dumbledore war, den wir in den Bänden 1-4, und eventuell auch 5, zu Gesicht bekommen haben. Fangen wir von vorne an:
In Band 5 war Dumbledore noch irgendwo der Schulleiter, den man aus Band 1-4 kannte, immer Weise und mit Vorsicht auf jegliche Handlungen bedacht, immer dabei etwas vorauszudenken, um auch jeder aufkommenden Überraschung stand zu halten. Aber eine Wendung gab es auch schon hier, und zwar am Ende von Band 5. Wenn ich mich richtig erinnere, gab es da eine Zeit, wo Dumbledore für geraume Zeit weg war... Als er dann wieder auftauchte und den Kampf im Ministerium anging, empfand ich ihn schon an dieser Stelle etwas merkwürdig, so... kampflustig. Ganz unüblich für Dumbledore...
In Band 6 wurde diese Skepsis nur noch mehr vertieft. Zwar spiegelte sich noch immer der weise Dumbledore wieder, den man auch schon von früher her kannte, doch allein schon seine verletzte Hand brachte mich zum grübeln. Würde Dumbledore wirklich etwas so unvorsichtig angehen, dass er sich selbst dabei verletzen würde? - Wohl kaum, denn ansonsten hätte ihm schon viel eher etwas passieren müssen. Zudem ist Dumbledore, wie Harry es immer so schön ausdrückt, der größte Zauberer, den er je kennen gelernt hatte. Warum also würde Dumbledore ein solches Risiko eingehen?
Hinzu kommt auch Dumbledore's Verhalten. Auf eine merkwürdige Art und Weise erscheint es mir beinahe schon als "lächerlich", wie "aufgeweckt" er wirkt. Wie erwähnt empfand ich ihn früher immer mehr als den Denker, der auch mit äußerster Vorsicht handelt - in Band 6 jedoch schien es beinahe schon, als ob er jedes Abenteuer mit größter Freude angehen würde. Die Aussage, dass Dumbledore seinen Tod vorrausgesehen hatte, finde ich etwas zu schlicht, zu einfach. Ich denke, Dumbledore würde den Schutz der Schule, den Schutz von Harry, nie freiwillig hinwerfen...
Aber weiter im Text. Genau so auch empfand ich diese Endszenen in der Höhle äußerst merkwürdig. Weshalb würde er einfach so den Trank trinken? Es war bereits vorher zu erahnen, dass in dem Kelch irgend etwas giftiges, wenn nicht gar tötliches, drinnen sein mußte, warum also nahm er diese Herausforderung so leichtsinnig hin? Noch nicht einmal Dumbledore traue ich soetwas zu! Nicht ihm!
Dann folgt da noch die endgültige Endsezene... Es war bekannt, und ist bekannt, dass Severus Snape ein Todesser ist, bzw. war, und es war auch schon beinahe vorher zu erahnen, dass er in gewisser Weise ein Doppelspiel spielt, bzw. ein Doppelagent ist - und am Ende von Band 5 wird das auch mehr oder weniger klar. Die Spekulation, ob er ein Todesser nun ist, ja oder nein, dürfte damit eigentlich behoben sein - wenn Dumbledore ihm doch am Ende von Band 5 befiehlt, er müsse zu "ihm", dann dürfte ja klar sein, was für ein Spiel gespielt wird. Vielmehr erhebt sich hier die Frage: war er die ganze Zeit im Herzen ein Todesser...?
Ich sage: nein. Ich glaube eher, dass Dumbledore etwas wußte, was die anderen nicht wußten, bzw. da mehr zwischen Albus und Severus war, als was wir bisher erahnen. Diese Erkenntnis kam mir nach der Szene, als beschrieben wurde, wie Severus an sein Lehramt kam. Ich glaube kaum, dass er das ganze so einfach auf's Spiel gesetzt hätte, nur um dem dunklen Lord zu dienen... (und ich glaube auch nicht, dass er das Vertrauen von Dumbledore so in den Schmutz gezogen hätte, zumal Albus ja bis zum Schluss noch immer an Severus glaubte! Das heißt, da war eindeutig mehr, als wie das, was wir bisher zu Gesicht bekommen haben...) Ich glaube eher, dass Snape viel schlauer ist, wie wir alle denken - was ja auch irgendwo schon mit dem Buch des Halbblutprinzen bewiesen wird. So ausgeklügelt und schlau, wie einige Dinge da drinnen stehen, ist es schon beinahe beängstigend, wie talentiert Severus doch ist...
So, und damit zu dem eigentlichen Gedanken, warum ich behaupte, dass das nicht der Albus Dumbledore war, wie wir ihn kannten. Ich behaute, es war jemand anderes. Darauf möchte ich nochmals auf den Vielsaft-Trank hinweisen. Rowling deutete ja an, dass es in Band 6 so einige Paralellen zu Band 2 geben wird, die auch deutlich herauszulesen sind, finde ich. Es wird wieder über Tom Riddle berichtet, es wird andeutungsweise über sein Tagebuch geredet, es ist wiedere in merkwürdiger Trank im Spiel, der schon beinahe verboten gehört und es ist ein Lehrer auf VGDDK angesetzt, der Lockhart doch sehr ähnlich ist...
Aber, bei der ganzen Geschichte kommt der Vielsaft-Trank irgendwie zu kurz. der VST war ein herausragendes Indiz in Band 2 und hätte, meiner Meinung nach, in Band 6 nochmals richtig zur Geltung kommen müssen - warum also nicht bei Dumbledore selbst? Denn nehmen wir dazu mal die letzten Worte von Albus in Augenschein. Irgendwann, als sie auf dem Turm standen, wo Albus plötzlich "merkwürdig" da stand und irgendwas murmelte von "das war gar kein Heiltrank...", kam mir das etwas spanisch vor. Wovon sprach er?! Es war wirklich nicht der Zeitpunkt, über Heiltränke zu sprechen - warum also kam er gerade darauf zu sprechen?
Dazu greife ich mal eine Szene vom Anfang des Buches auf. Wir erinnern uns, dass Narzissa und Bella Severus aufsuchten, um ihn um Hilfe zu bitten (nun, mehr Narzissa *ggg*) - wobei ich es merkwürdige finde, dass die beiden nur am Anfang des Buches zur Geltung kamen... In dieser Szene hatte auch Wurmschwanz, nach ewig langer Zeit, das erste mal wieder einen Auftritt - komischerweise jedoch der einzigste im ganzen Buch... Aber nehmen wir mal an, ganz einfach, Wurmschwanz war bei Severus, um mit ihm etwas zu besprechen, eventuell eine Handlung, welche Harry schützen sollte, DENN, wir erinnern uns, in Band 3 hat Harry ihm das Leben gerettet. Heißt es dann nicht in der Zaubererwelt, der Zauberer/die Hexe steht beim Retter bis ans Lebensende in dessen Schuld? Das würde nämlich heißen, dass sowohl Wurmschwanz, wie auch Snape - wegen James - noch etwas bei Harry offen haben. Warum also nicht zusammentun? Angenommen, Wurmschwanz hätte eine Verletzung an der Hand gehabt, eine magische Verletzung, weil er irgendetwas gemacht hat (Hokrux vernichtet? - dumm wie er ist würde er sich sicherlich verletzen *ggg*) und nun Hilfe braucht... Und denken wir weiter, angenommen, Snape hatte ihm dabei einen Vielsafttrank, anstatt eines Heiltranks untergejubelt - dann wäre das ganze perfekt. Und schlau, wie Severus Snape ist (Erinnerung an das Buch des Halbblutprinzen), würde ich es ihm auch zutrauen, dass er den "falschen" Dumbledore lenken könnte - oder aber Dumbledore selbst war das? Vielleicht hat Dumbledore auch "mitgearbeitet" und hat mit dem "falschen ich" somit eine Maske aufgezogen, um nicht aufgefunden zu werden... Man denke dabei nur an Okklumentik...
Ein weiterer Anhaltspunkt, meiner Meinung, warum das nicht Albus Dumbledore sein konnte, ist auch die Endszene von Fawkes. Ich hätte zum Schluss hin, als die Todesser verschwunden waren, eher vermutet, dass Fawkes an den toten Körper von Dumbledore gleitet und über ihm weint - nicht aber im Flug! Doch stattdessen blieb der Phoenix nicht an seiner Seite! Warum nur? - Angenommen, es war wirklich ein falscher Dumbledore, so könnte man davon ausgehen, dass Fawkes nach der Beendigung dieses Schauspiels zurück zu dem richtigen Dumbledore gegangen ist, um nun endlich wirklich an seiner Seite wieder zu sein...
Weiters kommen mir dabei die Schlussgedanken von Harry in den Sinn. Harry emfpand es schon selbst als merkwürdig, warum er über den Tod von Dumbledore nicht wirklich trauern konnte und ich empfand es beinahe als krotesk, dass er über alte "Albernheiten" innerlich lachen mußte. Ein etwas falscher Zeitpunkt, um sich an sowas zu erinnern... Wer schonmal bei einer Beerdigung war, wird wissen, dass wenn man an solche Gedanken zu so einem Zeitpunkt denkt, eher die Tränen kommen, weil man fortan diese schöne Zeit nie mehr mit der Person erleben kann... Warum also war Harry so "fröhlich"? Und warum steht Harry noch immer, nach dem Tod, zu Dumbledore?? (siehe Schluss-Szene mit dem neuen Minister) - Ich vermute schlichtweg, weil Dumbledore noch nicht tot ist...
Als Schlusswort eventuell noch ein paar Gedanken dazu, wer neben Peter/Wurmschwanz, noch in Frage für einen solchen Austausch käme:

- Der Wirt im Eberkopf. Hieß es nicht mal in Band 5, dass es sich dabei um den Bruder von Dumbledore handelte? (ich mein, das war eine Aussage von Sirius...) Denn komisch war an Band 6, als Harry und Dumbledore zu dem Kelch in der Höhle aufbrechen wollten, dass sie vor dem Eberkopf inne hielten und Dumbledore noch so groß meinte, es sei nicht nötig, hinein zu gehen, sie könnten davor - auf offener Straße! - apparieren... Es ist nicht nur komisch, dass sie nicht hinein gingen, sondern es war ebenso merkwürdig, dass Dumbledore das große Risiko einging, dass Rosmerta ihn sah... Denn wie wir wissen, war Rosmerta der ausschlaggebende Grund, weshalb Draco wußte, dass Dumbledore nicht im Hause war. Hätte Dumbledore also nur etwas mehr darauf geachtet, so wäre es nie so weit gekommen...
- Gilderoy Lockhart. Ok, etwas merkwürdiger Ansatz und ich bezweifle auch stark, dass es er hätte sein können, aber auch hier deuten einige Dinge daraufhin - allein wieder wegen dem Vergleich zu Band 2. Dazu fällt mir nämlich erneut der Satz mit dem Heiltrank ein. Wie wir wissen, hat es Lockhart ja ins St. Mungos verschlagen, wegen dem Zauberstab von Ron, wobei wir hier nicht wissen, was der Zauberstab noch angerichtet hat, doch wenn wir darüber nachdenken... Dumbledore hatte eine "verletzte" Hand - der Zauberstab von Ron war deffekt... ist zu sehen, worauf ich hinaus will, oder? - Dann kommt noch die Aussage mit dem Heiltrank hinzu - im St. Mungos werden solche Tränke ausgegeben... Wäre also durchaus möglich, dass auch da eine Verbindung besteht.
- Mad Eye Moody. Ist eine Vermutung, die James vor kurzem angestoßen hat - würde mich freuen, wenn du dazu etwas Stellung nehmen könntest ^^ Wir haben ja lange über das Thema diskutiert und sind ja meistens immer auf das selbe Ergebnis gekommen...
Aber bei weiterem nachdenken über ihn, Mad Eye, könnte auch er durchaus in Frage kommen. Denn: wo war Moody, als das in Hogwarts statt fand? Wo war Moody den ganzen Band 6 über? DER Auror schlecht hin???
- R.A.B. Abgesehen davon, dass wir über ihn noch nicht viel wissen... Wäre es da nicht möglich, dass das jemand ist, der ebenso viel über alles bescheid weiß, wie vielleicht Dumbledore selbst? Denn "der" Dumbledore aus Band 6 war ja so darauf bedacht, Harry so viel über die Vergangenheit von Voldemort zu zeigen, dass es durchaus auch möglich sein konnte, dass er an den Ort seiner Tat zurückkehrte, um Harry zumindest einmal, demonstrativ, ein Hokrux-Versteck live zu zeigen (schließlich muß sich Harry ja nun auf die Suche nach dem Rest machen...). Denn am Schluss heißt es ja, bei der Nachricht, die in dem falschen Amulett verborgen ist "ich weiß, ich werde tot sein, lange bevor du diese Zeilen lesen wirst..." - "der" Dumbledore aus Band 6 ist nun tot...
Dazu kommt mir noch folgender Gedanke in den Sinn: angenommen, R.A.B. ist jemand anderes, würde das dennoch heißen, dass auch er nicht alleine an dem Kelch gewesen ist - ansonsten wäre er nie an das Amulett gekommen und wäre er nie im Stande gewesen, diese Nachricht hinein zu legen. Was also ist wirklich vorgefallen...? Deswegen war es auch merkwürdig, warum Dumbledore Harry so detailiert eingetrichtert hatte, was auch geschehen mag, er müsse den Trank weitertrinken. Woher wußte Dumbledore das so genau? Er konnte ja nicht wissen, was für ein Trank darin verborgen war...! Und er wußte auch, dass er das alleine niemals schaffen würde - er war also auf Harry angewiesen! - Und dieser R.A.B. war, wie die Nachricht verrät, ja schon vorher an diesem Ort...

Zusatz, was mir gerade noch einfällt: noch ein Punkt, warum es Peter sein könnte. Dumbledore bestand so darauf, dass ER das ganze durchmacht, sprich, das mit dem Trank, etc. - er war sehr darauf bedacht, dass Harry das NICHT auf sich nehmen solle! Das wäre wieder ein Anhaltspunkt darauf, dass er, Peter, in Harry's Schuld steht...

So, das sind mal meine gesamten Gedanken zu dem Tod von Albus Dumbledore
"You do not fear... You do not falter. You do not yield."

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Beitragvon Klatscher » Mi 26 Okt, 2005 12:48

Also ich finde die Ausführungen sehr interessant und zum Teil "wünsche" ich mir auch das es so ist aber eine Anmerkung habe ich dazu. Den Vielsaft Trank muss man ja jede Stunde trinken um sich nicht wieder zurück zu verwandeln! Also wenn es nicht DD war der gestorben ist, müsste sich die Person ja nach spätestens 1 Std. zurückverwadeln aber da war LEIDER nichts...

Ich fand DD auch immer sehr komisch im Buch aber es ist auch möglich das J.K.R. ungewollt IHN anders dagestellt hat! Alle Charaktere entspringen Ihrer Phantasie und die kann sich über die ganzen Jahre auch "etwas" ändern...

Aber eine IDEE noch dazu... Vielleicht waren DD und sein Bruder Zwillinge... Das würde zumindest erklären warum die Person sich nicht zurück verwandelt hat! Er soll zwar nicht lesen und schreiben gekonnt haben aber vielleicht war er sonst DD sehr ähnlich...

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Beitragvon NathaRiddle » Mi 26 Okt, 2005 13:00

aberfort?? aber j.k. hat doch irgendwo im buch erwähnt, dass aberfort etwas "schwachsinnig" oder "albern" gewesen wäre? wenn ihr mich fragt, denke ich auch, dass da alles normal ist. ôO ich denke nur, dass dumbledore etwas über snape wusste, was wir nicht wissen, weshalb er ihm vertraut hat...
Gall pechod mawr ddyfod trwy ddrws bychan
(A great sin can enter by a small door)
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Beitragvon Ronni » Mi 26 Okt, 2005 13:50

Nenene, so war das ganz sicher nicht. Wie schon gesagt wurde, dann müsste dieser DD jede Stunde den Vielsafttrank nehmen, aber Harry war z.B. in DD's Todesnacht mehrere Stunden mit ihm unterwegs...
Außerdem bezweifle ich, dass jemand außer DD den ganzen Rätseln in der Höhle auf die Schliche gekommen wäre. Das schafft nur DD...
Und ich habe noch einen Beweis dafür, dass DD wirklich tot ist: Wenn DD nicht tot wäre, wäre Snape tot. Denn Snape hat ja den Unbreakable Vow gemacht und somit geschworen, Draco zu helfen, wenn er seine Aufgabe nicht schafft. Seine Aufgabe war es, Dumbledore zu töten, und sicherlich nicht den Falschen (davon hätte Voldemort ja nichts, und der hat Draco den Auftrag ja erteilt). Also sollte Draco den Richtigen DD töten, er hat es aber nicht fertig gebracht, deswegen musste Snape es machen. Hätte Snape DD nicht getötet, wäre er selber tot...aber da Snape noch lebt, muss DD tot sein.
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And though you turn from me to glance behind
The Phantom of the Opera is there inside your mind

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Beitragvon Gast » Mi 26 Okt, 2005 13:52

Die obige Theorie ist zwar sehr interessant, aber ich glaube ebenfalls nicht, daß sie zutrifft. Da geb ich eher Luna recht, daß Joanne Rowling sicher nicht die gleiche Thematik zweimal bringen würde. Ich denke, sie hat genug neue Einfälle, da braucht sie nicht wieder auf die gleichen Tricks zurück greifen.

Klar, es wär schön und tröstlich, wenn Dumbledore wieder leben würde....aber gleichzeitig fände ich es irgendwie "billig" - wenn Ihr wißt was ich meine. (Wie in einer schlechten Daily-Soap, wo sämtliche Protagonisten
kommen und gehen, je nachdem ob die Schauspieler mehr Gage verlangt und gekündigt wurden oder keinen Bock mehr hatten.)

Ich glaube sogar, das hat JKR in einem Interview mal gesagt, (als es um die Grenzen der Zauberei ging) daß Tote nicht wieder zum Leben erweckt werden können.
Und wenn es noch so traurig ist, aber tot ist tot; weder Harry´s Eltern, noch Sirius, noch Dumbledore werden je wieder an seiner Seite stehen. Das macht auch die Tiefe des Buches aus.
Aber andererseits ist Harry im 7.Buch auch schon 18 Jahre alt und damit erwachsen. Vielleicht wollte Joanne Rowling gerade das mit DD´s Tod heraus stellen: Daß Harry nun "selber groß" ist.

Trotzdem wird er nicht allein sein. Ich glaube, daß ihm bei seinem letzten großen Kampf Helfer zur Seite stehen, mit denen weder er noch wir gerechnet haben.

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Beitragvon Victor Krum » Mi 26 Okt, 2005 15:17

Ich hatte den Gedanken, dass der Dumbledore, den wir da sehen, in Wahrheit Peter ist, während dem ersten Lesen des Buches ziemlich von Anfang an gehabt - aber als ich zum Ende gekommen war, wieder aufgegeben.
Was würde es für die Geschichte bringen, wenn Dumbledore noch lebt, vielleicht sogar beim Endkampf mutig gegen Voldemort antritt und Harry zum Sieg verhilft? Er war immer bei Harry gewesen, um ihn so gut es geht zu beschützen, für mich ist es nur logisch, dass Harry jetzt diesen Beschützer verliert, um letztendlich ganz alleine Voldemort gegenüberzustehen - sonst fände ich das Ende etwas lächerlich.
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Judith
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Beitragvon Judith » Mi 26 Okt, 2005 16:55

Ich fände es etwas lächerlich, wenn DD in Buch 7 wieder auftaucht. Das wäre wirklich ein wenig billig. Und was wir bisher von JKR gelesen haben, denkt sie viel zu raffiniert und um tausend Ecken herum, um auf so eine Idee zu kommen.
@Amelia Bone: Ich verstehe nicht ganz die Parallele zwischen Lockheart und Slughorn. Slughorn war doch gar nicht für VgddK eingesetzt, sondern für Zaubertränke. Und ich habe die Stelle "das war gar kein Zaubertrank"nicht finden können, hast Du ne Seitenangabe?

Habe eben nochmal die Stelle aus der Höhle nachgelesen, und die Wortfetzen, die DD von sich gibt, während er den Trank zu sich nimmt, kommen mir etwas merkwürdig vor. Es hört sich fast so an, als ob er gegen den Imperius-Fluch kämpft.

Und was mir noch merkwürdig vorkam war, dass Draco fast in Tränen ausbricht, als er den AK- Fluch nicht aussprechen kann. Klar, seine Familie soll getötet werden, aber es hat fast den Anschein, als ob er gar nicht wirklich auf der dunklen Seite sein will. Als ob ihm jetzt erst klar wird, was das bedeutet...oder?
Einen Schlickschlupf...die sind unsichtbar, sausen dir durch die Ohren rein und machen dich ganz wuschig im Kopf.

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Beitragvon Lady Midnight » Mi 26 Okt, 2005 17:34

SO :D Die schreiberin dieser Theorie hat alles mitgelesen und ich hab (dank ihr) endlich ne Lösung, weshalb Snape NICHT tot wäre, auch nachdem er den Schwur geleistet hat ;)

Überlegt, Snape hat geschworen, und er hat "den" Dumbledor umgebracht, ALSO und wenn man diese Theorie genau durchliest, dann behauptet die Schreiberin, das es nicht der RICHTIGE Dumbledor ist, welcher Snape umgebracht hat. Also, was heisst das: Das heisst, das Snape seinen Schwur zwar noch nicht gebrochen hat, aber das heisst auch, das der Schwur NICHT für den Richtigen Dumbledor galt, und somit kann man draus schliessen, das Snape die Vorderungen des Schwurs NOCH NICHT erfüllt hat, aber trotzdem lebt, weil er ja einen anderen Menschen und nicht den richtigen DD zu töten hatte. Versteht ihr? DAS ist die Lösung wie man den Schwur umgehen kann! :D

Naja, und zu euren anderen Aussagen kann ich nichts sagen, ich bin nur die Überbringerin der Theorie, nicht die Schreiberin. Doch auf jeden Fall Lohnt es sich, jeden noch so kleinen Hinweis genau durch zu lesen und sich die Konsequenzen im Kopf zu überlegen. ;)
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Beitragvon Lady Midnight » Mi 26 Okt, 2005 18:05

Neuer Stoff zu lesen, zu 3 Fragen die ich in die Schreiberin der Theorie weiter gereicht habe. Die Fragen:

1. WAS nützt es DD, dies alles so zu planen und seinen Tod vorzutäuschen?

2. Du hast DDs Bruder erwähnt, der soll jedoch tollpatschig und blöd beschrieben worden sein im Buch.

3. Du erwähnst den Vielsaft-Trank, doch der muss jede Stunde eingenommen werden, um zu wirken! Wir wissen, wenigstens als Harry bei DD war, das er keinen Trank zu sich genommen hat.


Ihre Antwort:


Also, auf deine Fragen hin hab ich auch diverse Antworten, bzw. Überlegungen

1. Dessen bin ich mir noch nicht ganz sicher, aber: auf jeden Fall nützt es Severus Snape etwas, da er somit doch etwas mehr Überzeugung gegenüber den Todessern bekommt, dass er ein wahrer Todesser ist und NICHT für die "gute Seite" arbeitet. Andererseits stellt es auch Draco's Verhalten in Frage - Draco steht ja nun irgendwo zwischen den Fronten...
Was ich damit sagen will, in sofern schützt Dumbledore mit dieser Täuschung andere - und eventuell kommt Harry seinem Ziel auf diese Weise ein Stück weit näher, denn Voldemort weiß, dass Harry nun, mehr oder weniger, schutzlos ist. Es heißt doch in Band 4 oder 5, dass Voldemort vor Dumbledore einen großen Respekt hat, ja, regelrecht schon Angst, und sich deswegen nicht in die Nähe von der Schule, bzw. Harry wagt, doch jetzt, wo Dumbledore weg ist, kann er den Schritt wagen, Harry zu suchen...

2. Auch darauf hab ich zwei Theorien Die erste ist, dass Aberforth (schreibt man den so?) ebenfalls eine Art "Doppelspiel" spielt und seine "Tollpatschigkeit" nur vorgetäuscht hat. Denn wir erinnern uns an Band 5, wo er ja heimlich die Kiddis belauscht hatte und letztendlich den anderen davon berichtete - wirkt in meinen Augen doch ein wenig hinterlistig. Warum also soll er dann so blöd sein? - denn ich bezweifle, dass er als "Trottel" (sorry ^^°) so weit gedacht hätte und das ganze überwacht hätte... Ich denke dann eher, dass er eine Maskerade angenommen hat und ein guter Schauspieler ist - was spricht also dann dagegen, dass er dieses Schauspiel auch anderweitig anwenden könnte? Und seinen Bruder gespielt hat?
Die zweite Theorie ist, dass man auf ihn irgend einen Zauber gelegt hat - ob nun Trank oder einen anderen Zauber, das weiß ich nicht - aber es könnte ebenso erklären, dass er damit eine andere Handelsweise an den Tag gelegt hat... (man bedenke das Talent von Severus in Okklumentik, bzw. diese von Dumbledore?) - denn wenn wir uns an Band 5 zurückerinnern, ist eine Kontrolle aus weiter Entfernung durchaus möglich und machbar... Wobei ich aber etwas mehr zu Theorie Nr 1 tendiere.

3. Jep, das stimmt, doch wie schon gesagt sehe ich doch so einige Parallelen zu Band 2 - und der Vielsafttrank kommt hier doch etwas zu kurz. Aber: wir wissen ja, nach dem 6. Band, wie geistreich und genial der "Halbblutprinz" in seinem Können war - wer sagt also, dass es nicht Severus war, der die Wirkung des Vielsafttranks um Längen verbessert hat? (Angemerkt: das würde dann auch zum Titel des Buches wieder passen...) Der HBP beschreibt ja oftmals geniale Wirkungen, bei diversen Arten der Zugabe einer Zutat, um nicht zu vergessen um den Trank wirkungsvoller zu machen... Also wäre es ebenso möglich, dass Severus im Auftrag von Dumbledore den Trank so verbessert hat, dass er die Wirkung im besten Fall verlängert...
Zaubertrankbrauen ist eine Kunst - und Severus Snape ist ein Künstler; ein Meister seines Faches...
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Beitragvon Gast » Mi 26 Okt, 2005 18:41

Hm, das mit dem "falschen Dumbledore umbringen = Schwur nicht brechen"
klingt zwar einleuchtend, aber ich glaube trotzdem nicht, daß es so ist.

Genau genommen bin ich mit meinen Ansichten so ziemlich das Gegenteil von Julian, den du ja als "Tatsachen-Leser" beschrieben hast. Ich hingegen gehe eher intuitiv an die Sache heran (und nicht nur an diese, allerdings konnte ich meiner inneren Stimme bisher auch immer zu Recht trauen.... :) )

Der ganze Knoten mit diesem vermaledeiten Schwur....ehrlich gesagt, ich habe nicht die geringste Ahnung, wie sich das alles auflösen wird. Ich weiß nur DASS es sich auflösen wird.
Warum setzt Joanne Rowling diese Szene gleich an den Anfang? Damit alle gleich wissen (bzw. glauben zu wissen): Aha, Old Snape ist also doch böse!

Um so größer ist schließlich der Überraschungseffekt, wenn in Band 7 Snape Harry plötzlich zur Seite steht. Würde mich nicht mal wundern, wenn dies sogar in der größten Not geschähe, dann, wenn Harry (und die ganze mitfiebernde Leserschar mit ihm) glaubt, daß alle Hoffnung verloren sei.

Wäre Snape allerdings wirklich böse, war böse, ist böse, wird immer böse sein, warum in aller Welt sollte Joanne Rowling das noch betonen? Das ergäbe doch garkeinen Sinn, im Gegenteil, sie täte besser daran, sein Image ein wenig zu polieren, bevor er dann im Finale seine Maske fallen läßt und alle schockiert.

Snape, Draco, Voldemort und wie sie alle heißen, könnten auch ohne den Unbreakable Vow böse oder hinterhältig sein. Die Geschichte selbst braucht solch einen Schwur nicht! Sein einziger Sinn und Zweck ist es, die Lesern in eine bestimmte Richtung zu locken! Was ja auch offenbar ganz gut klappt: "Ja, aber der Schwur......?!"
Ich sage: Scheiß auf den Schwur!!! :wink: Vertraut Dumbledore! Laßt Euch nicht in die Irre treiben! :D

Bluestorm
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Beitragvon Bluestorm » Mi 26 Okt, 2005 19:03

Eigentlich eine sehrgute Theorie. Aber ich fände es etwas komisch wenn JKR den Vielsaft Trank so oft in den Mittelpunkt stellt. Erst in Band 2, dann in Band 4 und dann noch in Band 6.
Außer JKR hat den Trank so oft in den "mittelpunkt" gestellt weil er im 7. Band auch noch einen wichtige Rolle spielt.

Arjuna
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Beitragvon Arjuna » Mi 26 Okt, 2005 20:06

also ich muss schon sagen,die Theorie ist sehr interessant

Gast

Beitragvon Gast » Mi 26 Okt, 2005 20:14

Als ich die Stelle las, als Snape Dumbledore dieses "Avada Kadaver!" :wink: oder wie das heißt, entgegen schleuderte, dachte ich zuerst auch: Nein! Das kann nicht sein! Das darf nicht sein!!!

So ein Tod....so unnütz, so nebenbei, so ohnmächtig, das hätte ich nie erwartet. Das hat mich richtig schockiert. Ich hätte Dumbledore einen schöneren, wie soll ich sagen, dumbledoremäßigeren Tod gewünscht.
Daß er sich heldenhaft vor Harry in die tödliche Schußlinie wirft oder so was ähnliches, daß er noch einen trockenen Spruch auf den Lippen hat, irgendwas heldenhaftes eben. Oder aber, daß er am Ende von Buch 7 ganz friedlich einschläft oder mit dem Boot davon segelt wie Frodo in Herr der Ringe.....

Aber so? Wackelig auf den Beinen, zu Draco aufblickend(!), hilflos am Boden liegend......Das erschien mir so unwürdig, ungerecht. Aber je länger ich darüber nachdachte (und denke) desto ehrlicher kommt mir sein Tod vor. Denn so ist die Wirklichkeit: Sie ist nicht so, wie wir uns das vorstellen und wünschen, sie ist kalt und nackt und manchmal grausam.
Deshalb Hut ab vor Joanne Rowling, daß sie sich den Pathos zugunsten der Glaubwürdigkeit verkniffen hat.
Schlechtere Schriftsteller hätten dieser Versuchung nicht stand gehalten und hätten einen wunderschön heldenhaften Tod beschrieben.

Auch Harrys Gefühle bei der Beerdigung kann ich gut nachvollziehen. Warum er nicht trauern kann? Ganz einfach, weil er noch nicht so weit ist. Ich war selbst schon an vielen Beerdigungen und weiß, daß die Tränen manchmal erst Tage später kommen.

Achja und Fawkes...Findest Du wirklich, der Phönix hätte bei ihm bleiben müssen? Wie ein Hündchen?
Ich sehe das anders. Ich bin ja selbst nie einem Phönix begegnet :wink:
aber ich vermute doch sehr, daß das kein Haustier wie jedes andere ist.....
Gerade die Szene mit dem Abschiedsgesang fand ich unglaublich schön.

Ich sehe den Phönix als freies, archaisches Geschöpf, ursprünglich und ungebunden. Er stirbt und wird wieder geboren, so wie auch die Natur selbst ein ewiger Kreislauf aus Werden und Vergehen ist. Wieso sollte er also nun bei Dumbledore bleiben? Dumbledore ist tot, der Phönix singt sein Abschiedslied und fliegt weiter. Für mich nicht nur logisch, sondern auch eine ganz besonders schön gestaltete, bildreiche Szene.

.::Sirius::.
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Beitragvon .::Sirius::. » Mi 26 Okt, 2005 20:21

DIe Theorie spricht mir aus der Seele....ich fand DD reichlich seltsam in den letzten Bänden, und da man Peter P. ja schon länger nicht mehr gesheen hatte. Snape, ich vertraue dir noch immer ;)
Newton ist tot, Einstein ist gestorben, und mir ist auch schon ganz schlecht...
Du kommst aus dem Nichts, du gehst ins Nichts, was hast du also verloren? Nichts!

VORSICHT!!! LESEN GEFÄHRDET DIE DUMMHEIT!

Victor Krum
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Beitragvon Victor Krum » Mi 26 Okt, 2005 20:27

Wegen der Sache mit dem Vow - hier funktioniert die Theorie nur in dem Fall, dass Snape absolut keine Ahnung hatte, dass das nicht der echte Dumbledore ist. Denn wenn er es gewusst hätte, dass es ein Hochstapler ist, dann hätte er Draco nicht so gut es geht geholfen, seine Aufgabe zu erfüllen - nämlich den ECHTEN Dumbledore zu töten. Schließlich heißt es ja, dass Draco das tun soll, was Voldemort selbst nie geschafft hat - und da scheidet Peter töten wohl aus, weil er es noch nicht versucht hat und sicher keine Probleme damit hätte.
Wie gesagt, dafür spricht, dass er sich etwas merkwürdig benimmt und die Hand - aber trotzdem sehe ich keine Möglichkeit, wie es wirklich logisch gehen kann.
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