Geschichtliche Parallelen?

AbuDun
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Beitragvon AbuDun » Di 31 Jul, 2007 18:08

Das ist ein Punkt über den schon manch grausamer Herrscher gestolpert ist.

Die Angst der eigenen Untertanen, selbst derer, die dem Tyranen am nächsten zu stehen scheinen.

Die Überbringer schlechter Nachrichten wurden ja nicht selten hingerichtet.
Why should death always have the last word?

NymphadoraTonks
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Beitragvon NymphadoraTonks » Di 31 Jul, 2007 21:43

ja jetzt wo ihr das alle sagt, fällt mir die ähnlichkeit - natürlich - auch auf.

aber ganz ehrlich, während des lesens hab ich an sowas nie gedacht...

AbuDun
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Beitragvon AbuDun » Di 14 Aug, 2007 23:40

Mir viel das eben von Anfang an auf. Besonders in Teil 5 kamen die Parallenen zu diktatorischen Willkürregimen sehr deutlich zur Geltung.

Umbridge als ausführendes Organ und gleichzeitig willkürliche Herrscherin über die Schule. Immer, wenn ein Gesetz den Plänen von Fudge im Wege stand wurde ein neues erlassen, ohne Kontrolle.

Und Umbridges Schlägertruppe erinnerte mich doch etwas an die Braunhemden und später die schwarzuniformierten Sondereinheiten eines kleinen Ostmärklers...
Why should death always have the last word?

AbuDun
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Beitragvon AbuDun » Mi 15 Aug, 2007 00:10

Natürlich war das so gewollt. Und wenn Erwachsene und Kinder/Jugendliche gleichermaßen diese Bücher lesen und darüber diskutieren kann dies ein kleiner Beitrag dazu sein, eventuelle radikale und menschenverachtende Einstellungen zu überdenken und zu verhindern.

Auch ein Nachdenken über die aktuellen politischen Entwicklungen können diese Bücher anregen.
Why should death always have the last word?

AbuDun
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Beitragvon AbuDun » Mi 15 Aug, 2007 14:37

Soweit würde ich nun doch nicht gehen.

Aber vielleicht geht beim Lesen dem ein oder anderen fehlgeleiteten doch ein Licht auf, oder er wird von jemanden in eine andere Richtung geschubst.
Why should death always have the last word?

Armada Sinfree

Beitragvon Armada Sinfree » Do 16 Aug, 2007 22:43

Ich fände es auch sehr sinnvoll, Harry Potter in den Schulunterricht zu integrieren, doch ich glaube nicht , dass es besonders realistisch ist.
Oft wird es als" Fantasy-Mist" abgestempelt, obwohl dies offensichtlich nicht der Fall ist.

Menschen urteilen oft zu schnell über Dinge, ohne sich überhaupt Gedanken drüber gemacht zu haben. Urteilen ist oft leichter als richtig zu denken.....

Die Parallelen zu Hitlers Regime wurden mir besonders ab Band 4/5 bewusst und seitdem habe ich mir überlegt welchen Bezug dies zu Gesamtaussage der Serie beiträgt und ich denke nunmehr, dass JKR dies absichtlich so dargestellt hat, um zu zeigen, wie wichtig es ist Opfer zu bringen und sich gegen Ungerechtigkeiten aufzulehnen, andere in Schutz zu nehmen ohne eine Gegenleistung zu erwarten..

Außerdem ist es eine äußerst sinnvolle Gesellschaftskritik, denn wenn sich Inhalte aus unserem Alltag fast problemlos in den Rahmen einer Fantasygeschichte einbauen lassen, zeigt dies eigentlich wie grausam das Ganze ist, den Brutaltät ist eigentlich immer gleich, ob von Magiern oder Muggeln verursacht... Außerdem ist es "einprägender" wenn Kritkiken nicht allzu offensichtlich sind und man sie sich erste erarbeiten muss. Zusätzlich bietet es weniger Angriffsfläche für den Autor/die Autorin.

Ich glaube dies kommt auch ganz deutlich in Star Wars zum Vorschein, da Star Wars meiner Meinung nach auch als Kritik am Irak Krieg interpretiert werden könnte.Es gibt auch da mehrere Parallelen, die ich jetzt nicht weiter ausführen möchte, sonst wirds zu lang :)

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Beitragvon Wehwalt » Fr 17 Aug, 2007 01:34

... wer auch immer Jessica Mitford ist *ungebildetbin*
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Beitragvon Bunny » Fr 17 Aug, 2007 10:16

Ich glaube sie war Journalistin anfangs des 20. Jahrhunderts und wohl sehr politisch engagiert. Aber bei Wiki steht bestimmt mehr...
- Orden des Halbblutprinzen -

Armada Sinfree

Beitragvon Armada Sinfree » Fr 17 Aug, 2007 16:07

@ Luna
Es könnte sein, dass sie sich allgemein gegen totalitäre Regimes äußert, doch die Parallelen zum Nationalsozialismus sind eigentlich nicht zu übersehen, die Gemeinsamkeiten von LV und Hitler in ihrer Herrschaftsweise, die verschiedenen Strömungen in der Gesellschaft z.B. Death Eater- Nazis, Orden des Phönix- "Linke", Mitläufer(in beiden Fällen) und Leute,die heimlich helfen wollten...

Außerdem sind die Muggel und "Schlammblüter" doch keine Minderheit, im Gegenteil, die "Reinblüter" sind doch kurz vor dem Aussterben.

Dies ist aber eigentlich wieder ein Punkt, wo die Meinungen auseinander gehen können, da der Interpretation des Lesers viel Freiraum gelassen wird.
Gerade wichtig bei solchen Werken ist es doch, ein breites Publikum anzusprechen und dabei ist meiner Meinung nach ein gewisser Spielraum für den Leser essentiell von Bedeutung.

GinnySpinni
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Beitragvon GinnySpinni » Fr 09 Nov, 2007 17:34

ja, aber das errinnert vieles, das so mit unbreinem blut zu tun hat (halbblüter und so)

und in meinem Harry Pottter lexikon hat JKR gesagt, dass es in ihren Büchern stark um rassismus geht und gehen wir und dass das thema elite (zb die elite treffen mit dem lehrer) und um andere rassismus themen wie aussonderung etc...

also das ist im grunde schon bestätigt.

Und errinnert nicht das böse generell an hitler???
auch bei herr der ringe habe ich (sicher auch von tolkien so gewollt) parallelen zum 2. WK entdeckt...!

(die elben kamen nämlich aus dem heutigen amerika XDDD HAHAHA ^^ echt schlecht lieber J.R.R.T. )
Tom Vorlost Riddle... Schade, dass wir uns nicht früher begegnet sind...

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Beitragvon Xandro » Fr 09 Nov, 2007 18:31

Wobei ioch jetzt von einem Kumpel erfahren habe, das diese sache mit dem reinen Blut sogar zuerst in england war.
Aber sicherlich hatte JKR hier die zwei Kriege als anlehnung an die Nazi zeiot gemacht... genauso wie es auch der Tollkin gemacht hatte... (da hast du recht Ginny) nur hatte er das alles noch etwas hautnaher erlebt.
Ein Freund is wie der Mond. Du kannst ihn nicht immer sehen aber er is immer da!

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Beitragvon RedDragon » Sa 10 Nov, 2007 14:00

ich stimme da mit euch überein, es gibt in den BÜchern wirklich einige geschichtliche Parallelen; das erste mal ist mir das bewusst geworden, als ich in ner Zeitschrift (ich glaube es war der "Stern") etwas darüber gelesen hat, dort wurden diese Parallelen auch gezogen und da is mir das auch das erste mal so richtig aufgefallen (das war glaube kurz vor erscheinen des 7. Buches)
in einer Stelle im 7. Band (das war glaube sogar im 1. Kapitel; da redet Voldemort gerade über Muggelstämmige), hab ich gedacht, so ähnlich hat Hitler auch über Juden geredet
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Beitragvon hermione101 » Do 20 Mär, 2008 15:24

das hab ich schon Jahre vorher gedacht. (das soll nicht böse gemint sein! =). Sorry, wenn es so klingt!). Also die ganze Geschichte passt alles zum 2. Weltkrieg. Voldemort kommt mir vor wie Hitler. Die Todesser wie die Nazis und die Muggelstämmigen wie die Nicht - Arier.
Noch eins: (das passt eher zum 5. Teil) J.K. Rowling hat neulich in einem Interwie gesagt, dass das Verhaltn des Ministers Fudge dem gleich kommt, wie sich der Premierminister in England zur Hitlerzeit verhalten hat. Also der Premier hat gesagt, dass das mit den Juden niemals passiert ist. Das wären alles nur Märchen.
HARRY POTTER ist einfach das beste
was der welt passieren konnte!!!!
ich grüße alle HARRY POTTER fans
un ich sag den HP hassern:ihr seit schrumpfhörnige schnarschkackler!!