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Fantasy - immer gleiches Schema?

Dark Lúthien
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Fantasy - immer gleiches Schema?

Beitragvon Dark Lúthien » Mo 17 Sep, 2012 10:37

Hey ihr Fantasy-begeisterten,

seit geraumer Zeit lese ich keine Fantasy-Sachen mehr. Immer wenn ich vor meinem Bücherregal stehe, greife ich zu anderen Genre. Woran es wirklich liegt kann ich eigentlich nicht sagen. Irgendwie finde ich, dass die Fantasy-Sachen fast immer "gleich" sind. Eine/r wird auserkoren und muss die Welt retten vor dem Dunklen Lord/Herrscher oder sonst wem. Irgendwie fühle ich mich "übersättigt" mit solchen inhaltlichen Themen. Hab ich vielleicht einfach nur die falsche Literatur oder sieht es im Fantasy-Bereich generell so aus (Gut gegen Böse und das war's)?

Ich wollte euch mal fragen, ob euch das "gleiche Schema" stört oder fällt euch das nicht auf bzw. gibt es andere Fantasy-Romane, die nicht dieses Schema abdecken? Was macht für euch gute Fantasy aus? Und was mögt ihr an Fantasy besonders?

Jagar
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Beitragvon Jagar » Mo 17 Sep, 2012 10:53

Ich verstehe was du meinst, Lú. Und ich denke es liegt daran, dass sich sehr viele Fantasy-Romane auf das Tolkien-Szenario stützen. Gut gegen Böse eben. Ein Dunkler Herrscher bedroht die freien Völker. Elben sind Baumknutscher, Zwerge Höhlenbuddler und Menschen eben Menschen. Und eine Handvoll Auserwählter muss die Welt retten.
Doch es gibt auch Fantasy-Bücher, die nicht auf diesem Prinzip aufbauen. "Das Lied von Eis und Feuer" zum Beispiel. Oder die Geralt von Riva-Saga. Solche Bücher bevorzuge ich im Moment. Die Zwege- und die Albae-Reihe von Heitz sind auch etwas anders, vorallem die Albae-Reihe.

Serena
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Beitragvon Serena » Mo 17 Sep, 2012 11:49

Jepp, geht mir auch oft so. Aber wie Sascha schon sagte, die Game of Thrones Reihe ist da mal was anderes.
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Beitragvon Dark Lúthien » Mo 17 Sep, 2012 13:49

Also Game of Thrones hat mich insoweit abgeschreckt, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass da was anderes passiert als Machtspielchen. Klar man soll nichts verurteilen/bewerten was man nicht kennt, aber es schreckt mich einfach etwas ab, da ich es mit Politik und Intrigen einfach nicht so habe. Die anderen sagen mir nichts, aber die schau ich mir mal an. Danke Riu ^^

Jagar
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Beitragvon Jagar » Mo 17 Sep, 2012 14:03

Die Geralt von Riva-Saga, bekannt auch als Hexer-Saga oder das Buch, auf dem "The Witcher" basiert, ist echt genial. Ein Monsterjäger wird unverhofft in das große Zusammenspiel der Mächte hinein gezogen, obwohl er eigentlich neutral bleiben sollte. Es ist wirklich tolles Dark Fantasy und kann ich jedem empfehlen ;)

Amalthea Pan
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Beitragvon Amalthea Pan » Mo 17 Sep, 2012 16:51

Ja die Hexer Reihe, kann ich auch nur weiterempfehlen. Der Schreibstil ist erfrischend anders irgendwie. Die Charaktere haben alle ihre Nacken und die Storys sind abwechslungsreich und spannend. Und der Hauptcharakter ist einfach eine coole Sau^^ Ansosnten habe ich das gleiche Problem. Es gibt auch viele Bücher, die ich mir zulege und die dann immer wieder monatelang rumliegen. Ich hab das Gefühl, dass mich seit dem Harry Potter Büchern (und natürlich auch einigen anderen), viele irgendwann langweilen. Meine Lieblingsbücher sind zurzeit die Aubrey und Maturin Reihe, (historische Abenteuerromane), und die Hexer-Romane. Und teilweise lese ich alte Bücher auch nochmal.
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Beitragvon Dark Lúthien » Mo 17 Sep, 2012 19:05

Amalthea Pan hat geschrieben:Es gibt auch viele Bücher, die ich mir zulege und die dann immer wieder monatelang rumliegen.

Ja so geht es mir auch, ich habe so viele geschenkt bekommen oder günstig erstanden und anfangs war es noch "Ach ich hab keine Zeit wegen Abschluss"... und nun? Hab ich alle Zeit und einfach "keine Lust". Ist total seltsam, aber ich kann mich dann auch nicht "durchquälen", denn dann les ich lieber gar nichts :lol:

Aber die Hexer-Reihe werd ich mir mal ansehen :)

AshlynSylwina

Beitragvon AshlynSylwina » Di 18 Sep, 2012 09:20

Ich merke das es da vielen geht wie dir, weil so viele Bücher miteinander vergleichen die vom Thema her eigentlich überhaupt nichts miteinander zu tun haben, aber es halt Fantasy mit Thema Liebe oder so was ist. Mich stört das nicht wirklich, denn für mich ist Fantasy oft ähnlich, aber nicht gleich. Es gibt immer wieder neue Ideen verbunden mit alten Ideen.

Ich finde dennoch Fantasy ist ganz vielseitig. Und warum ich diese Bücher gerne lese und kaum noch was anderes ist, weil ich fantastische Wesen mag und auch sonst ist eigentlich so gut wie jedes Thema aus normalen Romanen vorhanden. Doch vermischt mit der Fantasy macht es für mich interessanter. Ich lese kaum noch was anderes.

Manchmal neige ich auch dazu bestimmte Dinge miteinander zu vergleichen, aber eigentlich bin ich nicht so ein Fan davon. In der Fantasy kommt es halt vor, dass es irgendwann zu Gemeinsamkeiten kommt, weil das Thema über fantastische Wesen eben begrenzt ist. Dabei gibt es jetzt so viele fantastische Wesen mittlerweile das mir das nichts ausmacht. Ich lese immer noch gerne Fantasy. Auch wenn ich bei einigen Büchern dieses Jahr schon genug zu meckern gibt.

Was mich eher stört ist, dass diese zickigen Charaktere die nicht mehr an andere denken sondern meist nur an sich selbst denken immer mehr werden, aber nicht die Fantasy selbst. Die find ich immer noch faszinierend.

Ahzrarn
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Beitragvon Ahzrarn » Sa 13 Okt, 2012 10:29

Verlage gehen nicht gern riskante Experimente ein, sondern setzen lieber auf Bewährtes; das Prinzip der "sicheren Bank". Das ist wohl der gegenwärtige Fluch des Generes.
In älteren Büchern (die so in den 60ern bis 80ern erschienen) erkennt man eine viel größere Vielfalt und Fabulierlust, weil Fantasy damals eben noch als besondere Spielart der SF und als Geheimtipp galt; heute ist sie leider zur puren Genereliteratur verkommen, HdR und HP sei es gedankt.
Es existiert wohl kein Markt mehr für Moorcocks tragische Heldengestalten in einem mehrschichtigen Kosmos, oder für Lees charmante Schurken auf der Flachen Erde, oder Leibers skurille Antihelden, an Swanns plüschige Fabelwelten mag ich gar nicht denken. Ach ja, dahin...
Produziert wird, was gelesen wird, und die traumsüchtige Fangemeinde liest brav alles weg was produziert wird.
Es ist zum Weinen...
Adler erheben sich in die Lüfte
aber Wiesel werden nicht in Flugzeugturbinen gesogen

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Beitragvon Verena Fray » Di 29 Mär, 2016 20:42

Hallo Dark Lúthien,
ich kann dich verstehen, aber eigentlich haben immer fast alle Bücher von einem Genre das gleiche Schema und ich weiß nicht wie man ein Fantasy Buch sonst aufbauen sollte.
~Verena

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Beitragvon Ernster Falke » Mo 11 Apr, 2016 20:22

Ich finde auch, dass viele Fantasy Geschichten den gleichen Grundaufbau haben.
Aber die "Dämonen Reihe" von Peter V. Brett finde ich echt gut! Es geht da zwar auch darum, die Menschheit zu retten, aber die Bücher werden aus mehreren Perspektiven erzählt. So kann man jeden hauptcharakter super verstehen. Das interessante dabei ist, dass der eine Hauptcharakter quasi gegen den anderen Kämpft. Sie verfolgen zwar das Selbe Ziel, aber die Wege die sie wählen sind grundsätzlich anders.
Also diese Bücher kann ich nur empfehlen!
Tiere sind Wortlos, aber nicht Sprachlos
Wolfgang Struve

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