die schönsten bedrohten Wörter

Mila Malfoy
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Beitragvon Mila Malfoy » Mo 11 Jun, 2007 21:34

Da ich in meinem jugendlichen Alter den Großteil der Wörter schon gar nicht mehr kenne (kommt von dem schlechten Einfluss meines Umfelds denke ich ;) --> Jugend von heute^^) finde ich nur "Schlüpfer" und "Dreikäsehoch" wieder, welche ich beide auch mag und trotzdem noch oft benutze.
"Kleinod" und "blümerant" hört sich ja wirklich niedlich an, wobei ich allerdings nicht weiß was "kleinod" heißt.. :?

Kann mir das vielleicht einer erklären, oder kann vielleicht jemand alle bedrohten Wörter kurz erklären, schließlich kennen viele jüngere sie ja gar nicht mehr...

LG

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Beitragvon Furion » Mo 11 Jun, 2007 21:56

Kleinod hät ich jetzt ganz und gar nicht auf der Liste vermutet O.O

Dass es so bedroht ist :scared:

Weil ich das Wort eig sehr "schön" finde :)

@Mila
Ein Kleinod ist ein kleines Schmuckstück, meistens ein Amulett oder ein Ring.
Kommt in vielen Liebessachen drin vor (seis in nem Lied, gedicht, ner Erzählung oder sonstwas)

Für mich wirklich kein bedrohtes Wort, umso mehr ists schützenswert *Kampanie starte*

"hold" dagegen findet man wohl nur noch in älteren Variationen unserer Sprache "deutsch" und auch nur geschrieben, gesprochen glaub gar nicht mehr.

Im gegensatz zu "Kleinod" fänd ich das allerdings auch eher...hm... "unpassend" zum Aussprechen.


So ne Liste mit Übersetzungen wär für einige sicherlich hilfreich^^
"blümeran" kenn ich zum Beispiel auch nicht :/ *schäm*
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Antike Runen
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Beitragvon Antike Runen » Mo 11 Jun, 2007 22:07

OH, was ein faszinierender Wettbewerb. Wußte gar nicht, daß es sowas gibt - und bei den 10 genannten Wörtern wäre ich auch bei mindestens der Hälfte nicht darauf gekommen, daß sie vom Aussterben bedroht sein könnten.
Aber hier scheint sich tatsächlich eine gewisse Alterskluft aufzutun, denn Mila bestätigt ja diese These. Wirklich interessant....


Gut, dann nehme ichmal die Bitte auf und erläutere ein wenig die ersten Plätze...


1. Ein Kleinod ist etwas kleines, wertvolles, also beispielsweise ein besonders schön gearbeitetes Schmuckstück.
Ursprünglich war ein Kleinod ein Gastgeschenk, eben eine Kleinigkeit, die man mitbrachte. Später wurde es auch für Insignien der weltlichen Macht benutzt.

2. blümerant zumute ist jemandem, dem etwas übel oder schwindelig ist. Ich kann mir bei diesem Wort besonders gut vorstellen, wie jemand hinter einem Fächer verschwindet, und alle Anwesenden das Riechsalz zücken.
Kommt übriges von bleu für blau - weil zu Zeiten des 30-jährigen Krieges einem umgangssprachlich nicht schwarz vor Augen, sondern eben blau vor Augen wurde.

3. Dreikäsehoch ist ja noch bekannt. Meint übrigens in der Tat Kinder, die über drei aufgestapelte Käse noch nicht hinausreichen.

4. Labsal ist eine Wohltat, oder auch Erfrischung.
Aber wenn Labsal bedroht ist, lebt denn dann noch die Redewendung 'sich an etwas laben'?

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Beitragvon Wehwalt » Mo 11 Jun, 2007 23:19

Hihi - nett! Aber die Auswahl finde ich sehr anfechtbar. Ich hätte auch gesagt, Kleinod, Labsal, hold sind noch aktiver deutscher Sprachschatz. Für diese Wörter wüßte ich gar kein passendes Äquivalent, das dasselbe ausdrücken würde. (Wie gerne rede ich eine liebe Mituserin als "holder Abendstern" an.)
Und bei einigen Wörtern finde ich es gar nicht bedauerlich, wenn sie verschwinden, weil internationale Bezeichnungen ins Deutsche Einzug gehalten haben, die die Wörter absolut bedeutungsgleich und präzise ersetzen: fernmündlich, Lichtspielhaus und Schlüpfer (klingt eben in der Zwischenzeit doch irgendwie schlüpfrig, oder?) durch telefonisch und Kino und Slip.
Wirklich schade fände ich es, wenn so typisch deutsche Metaphern wie Dreikäsehoch und bauchpinseln verschwänden. Diese Art von Ausdrücken kommen in vielen anderen Sprachen gar nicht vor und sind eben ein besonderer Schatz gerade unserer Sprache.
Und was ein Augenstern ist, weiß ich auch nicht. Die Iris?
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Beitragvon Wehwalt » Mo 11 Jun, 2007 23:55

Also, hinsichtlich des Schlüpfers lasse ich mich gerne breitschlagen. Und die Feinheiten zwischen Tanga und String etc. kann ich auch nicht klar benennen (nur: warum sollen das Euphemismen sein?). Aber die Assoziation zu "schlüpfrig", tut mir leid, die bleibt.
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Beitragvon *Haramis* » Di 12 Jun, 2007 00:01

hi^^

also ich gehöre ja jetz mal zur "jugend" und mal ehrlich, ich verwende keines dieser worte beim sprechen, holt oder kleinod vl. noch beim schreiben. meine mutter sagt oft noch blümerant und augenstern, mhhh kommt wohl oft in i-welchen alten schnulzen vor. also ich kenn alle diese worte *stolz bin* allerdings les ich auch viel, was wohl daher rührt, aber in meinem sprachgebrauch kommen sie nie vor!! da muss ich diesem ausschuss mal recht geben, diese worte sind vom aussterben bedroht (so komisch das auch klingen mag!) allerdings gibt es da noch unzählige mehr...

augenstern ist doch ein kosewort, vl, wenn das lich auf das auge fällt, entsteht manchmal eine art stern... mhh nicht so überzeugend, egal *immer meinen senf dazu geb*

LG *Hara*
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Beitragvon Victor Krum » Di 12 Jun, 2007 00:20

Haramis, da sagst du was sehr Wahres - die gesprochene Sprache ist doch immer richtungsweisend in der Sprachentwicklung. Und genauso wie das dort schon verschwundene Präteritum in allerspätestens 100 Jahren auch in der Schriftsprache nicht mehr existieren wird, werden auch die oben genannten Wörter größtenteils verschwunden sein (ich glaube, Kleinod oder der Dreikäsehoch könnten sich halten) verschwunden sein, und die meisten auch noch früher.
Und nur, weil ein paar Menschen die Bedeutung noch kennen, kann man sie trotzdem auch als ausgestorben zählen ^^

So ist nunmal der Sprachwandel, und jeder, der ihn aufhalten will, wird wohl eine Niederlage erleben.

Aber ich bin kein Sprachpessimist, für jedes ausgestorbene Wort gibt es 5 wunderbare neue, und das sollten wir doch feiern :wink:
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Beitragvon Wehwalt » Di 12 Jun, 2007 01:29

Hm, Vic, daß es immer neue dafür gibt, bezweifle ich. Die Möglichkeit, daß Ausdrucksmöglichkeiten verschwinden, ist schon gegeben. Ich will auch kein Sprachpessimist sein; und wie ich oben gesagt habe, finde ich es bei einigen Wörtern keinen Schaden, wenn sie völlig außer Gebrauch kommen. Aer wenn es eine Verarmung sein sollte, dann geht eine gedankliche Verarmung der sprachlichen meist voraus: Wenn es nicht mehr üblich ist, Gegenstände präzise einzuschätzen und sich darüber Gedanken zu machen, reichen irgendwann drei Adjektive: geil, komisch und scheiße.
Andererseits hat Orwell in 1984 ausgezeichnet vorgemacht, wie man durch eine gesteuerte Sprachverarmung auch eine verarmende Denktätigkeit herbeiführen kann. Und weniger allmächtig und gleichgeschaltet als die Parolen des Big Brother ist unsere Presse auch nicht ...

Prinzipiell bin ich natürlich ain Anhänger der These, daß eine aktive Sprache sich ohne Qualitätseinbuße Äquivalente für Verlorengegangenes schafft. Das Englische hat im Übergang vom Altenglischen zum Mittelenglischen fast völlig die Verbal- und Nominalflexion eingebüßt, dafür wurden syntaktische Regeln wie die Wortstellung wichtiger, so daß die Sprache nach wie vor (oder seit Shakespeare wahrscheinlich eher mehr) über die notwendigen Ausdrucksmöglichkeiten verfügt. Das Griechische hat gegenüber den indogermanischen Vorgängersprachen etliche Kasus (Instrumental, Ablativ, Lokativ) eingebüßt, aber durch eine flexible Syntax eine ungeheure Flexibilität geschaffen. Der attische Dialekt, der in Athen zu Zeiten der Demokratie gesprochen wurde, ist nicht ärmer als die Sprache Homers und auch nicht als das vedische Sanskrit. Aber das sind immer auch die kultivierten Gesellschaften, die sich die Sprache für einen zivilisierten Umgang herausbilden.

Ich will damit sagen, daß eine sprachliche Verarmung (also Verlust des Vokabulars oder grammatikalischer Strukturen) durchaus mit einem zivilisatorischen Niedergang einhergehen kann - aber nicht notwendig muß. Ich mache mir tatschlich meine Gedanken darüber, ob zum Beispiel die Mißachtung des im Deutschen zur Verfügung stehenden Konditionalgefüges es nicht tatsächlich auf die Dauer schwieriger macht, überhaupt Aussagen mit Voraussetzung und Folge zu denken.("Wenn ich den Elfer reinmach, gewinnen wir das Spiel" - sagt ein Spieler nach einem verlorenen Fußballspiel. Hier ist ohne Kenntnis des Zusammenhangs, in dem der Satz geäußert wurde, schon gar nicht mehr die Irrealität der Protasis zu erschließen. Also wenn das keine Verarmung ist ...)
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Beitragvon Victor Krum » Di 12 Jun, 2007 10:09

Grünauge, so denken Menschen seit es Sprachen gibt ^^

Es gibt von jeder Hochkultur Aufzeichnungen, in denen man sich über die Jugendsprache beschwert hat. Goethe selbst war zu seiner Zeit zunächst äußerst umstritten, als er Beispielsweise den Götz schrieb (und dabei auch dein "leck mich im/am Arsch" prägte :wink:)

Der syntaktische Wandel findet ja sehr viel langsamer statt als der lexikalische, Wehwalt. Wir haben ständig neue Wörter, meistens Entlehnungen, aber deshalb finde ich sie nicht unbedingt weniger gut - wichtig ist ja letztendlich nur, dass die Wörter genau sind - und da haben wir im Laufe der Zeit eine Entwicklung, die zu immer mehr Genauigkeit geht (zum Beispiel die Modalverben, wo noch im MHD jedes große Teile des Bedeutungsspektrums abdeckten). Das wird auch noch weitergehen, und da, wo Unterscheidungen gemacht werden müssen, wird es auch neue Wörter geben.
Was das sprachliche Konstrukt mit den Bedingungen angeht, befürchte ich nicht, dass es verschwinden wird - allein schon dann, wenn die Informatik mehr auf dem Stundenplan steht wird es ja immer noch benötigt werden, denn ein Computer zumindest kennt Bedingungen und Folgen ^^
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Beitragvon Antike Runen » Di 12 Jun, 2007 13:09

Grünauge hat geschrieben:Ja, ich weiß, Victor. Aber ich glaube wirklich, dass es noch nie so schlimm war. So sind zum Beispiel von den hundert meistgesprochensten Wörtern in unserer Sprache bereits 23 englisch. Das finde ich verdammt viel, Du etwa nicht?


Hm, ich hätte dem vielleicht vor ein paar Tagen noch zugestimmt.
Aber am Sonntag habe ich just passend zu diesem Thema Einbürgerung von Worten aus anderen Sprachen einen sehr netten Beitrag bei Arte gesehen.
Der vor allem aufzeigte, dass es eine Modefrage ist, aus welcher Sprache man die Wörter entlehnt.

Früher war Französisch sehr chic, heute ist eben Englisch in.
Und während Französisch heute passé ist, sind Englische Lehnwörter noch lange nicht out.
Daher spricht man heute nicht mehr vom Bankier, sondern dem Banker, man redet nicht mehr über die Bourgeoisen, sondern über die Yuppies, man vereinbart kein Rendezvous, sonder ein Date etc.
Und daher sind Worte wie blümerant (kommt eben auch ursprünglich aus dem Französischen) eben vom aussterben bedroht.

Und ich fürchte, bis Deutsch wieder chic, in oder etwas entsprechendes ist, wird noch ein Weilchen dauern.
(Hihi, dann hat man kein Rendezvous oder Date mehr, sondern wieder ein Stelldichein - gehört meines Erachtens auf die Liste der bedrohten Worte....)

Derweil sehe ich das aber auch nicht als Sprachverarmung an, wenn Worte eingebürgert, übernommen, und vielleicht auch mit einer eigenen Bedeutung versehen werden (wie etwa das 'Handy', was keinem Englisch-Muttersprachler das selbe bedeuten würde wie uns).
Es zeigt ja gerade, dass eine Sprache lebt, weil sie sich verändert, weil sie benutzt wird.
Wirklich Sorgen machen würde ich mir erst, wenn sich eben nichts mehr an der Sprache ändert.

Im Übrigen sehe ich die Parallelen zwischen Niedergang einer sprachlichen Vielfalt einerseits und einer kulturellen Vielfalt bzw. Blütezeit, wie Wehwalt sie aufgezeigt hat, würde allerdings einen Kausalzusammenhang, wenn überhaupt, nur umgekehrt aufstellen - eine (echte) Verarmung der Sprache ist, denke ich, eher Folge einer kulturellen Verarmung, nicht umgekehrt.

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Beitragvon Wehwalt » Di 12 Jun, 2007 13:38

Was ist daran "umgekehrt", Runen? Sag ich doch ...
(Und gilt auch in die andere Richtung: Sprache wird reicher nd ausdrucksstärker, je höher der kulturelle Stand der Sprecher.)
Nur kann man Sprachverarmung auch als Machtmittel benutzen: "undenkvoll" ... oder findest Du Orwells literarische Phantasie in der Hinsicht überzogen?
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Beitragvon Victor Krum » Di 12 Jun, 2007 13:40

Genau meine Meinung, Runen ^^

Wir übernehmen schon seit 1500 Jahren (1.lateinische Welle, gab noch 2 weitere) Wörter aus anderen Sprachen, also genau so lange, wie man feststellen kann, dass es eine Deutsche Sprache überhaupt gibt. Französisch war im Mittelalter mal sehr beliebt, auch im 19. Jhd. nochmal, und genauso Englisch schon einmal zur Zeit des Parlamentarismus und jetzt seit '45 - natürlich haben wir jetzt eine sehr lange englische Welle, aber es ist nunmal so, dass eine der sinnvollsten Möglichkeiten zur Anreicherung des Wortschatzes die Übernahme aus anderen Sprachen ist.

Wegen der Genauigkeit - es war natürlich von mir etwas einseitig betrachtet. Man muss auch noch ökonomische Gesichtspunkte beachten, und da ist ein zu sehr spezialisierter Wortschatz nicht sinnvoll, weil man ihn nicht behalten kann. Es ist nicht sinnvoll, ein Wort für jedes Lebewesen auf der Erde zu haben, auch wenn das natürlich eine Spezialisierung wäre. Es reicht uns meistens schon, Menschen mit Namen zu benennen ^^
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Beitragvon Wehwalt » Di 12 Jun, 2007 14:20

:?: Falke ... *zudummbin*

Und mit der Anbiederung an das Herrenvolk hat Grünauge hundertprozentig recht! Die Übernahme von Ausdrücken aus fremden Sprachen ist sinnvoll, wenn es dafür noch kein Äquivalent gibt, selbst wenn es zu eigentlich häßliche Fügungen wie "gedownloadet" führt. Oder, füge ich hinzu, um mir nicht selber zu widersprechen, wenn ein verwandtes Wort bereits Einzug gehalten hat (telefonisch statt fernmündlich, weil das Wort Telefon nun wirklich konkurrenzlos für die bezeichnete Sache ist). Aber Wortfügungen wie BahnCard, InfoPoint, aber auch syntaktische Wendungen wie "in 1994" - das ist Knechtssprache und ein Zeichen für ein rückgratloses Volk.
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Beitragvon Mila Malfoy » Di 12 Jun, 2007 14:29

Hm, mich nerven einige eingedeutschte Begriffe aber auch sehr, und "Denglisch" erstrecht..:roll: Also so etwas wie "it's your Heimspiel" ist ja wirklich furchtbar >.<

Ich habe heute in der Zeitung auf der Titelseite einen kurzen Artikel über diese bedrohten Wörter gelesen...
Also auf jeden Fall sind Dreikäsehoch und Schlüpfer für mich keine vom Aussterben bedrohten Wörter, ich mag beide auch, wogegen ich §bauchpinseln" etwas merkwürdig finde.. :? Da sag ich dann doch lieber "schmeicheln" oder "Honig ums Maul schmieren" (naja.. und dann vielleicht auch ein Ersatzwort für Maul..:roll:)

EDIT: "gedownloadet" ist grausam! Ich sag immer "heruntergeladen"...

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Beitragvon Antike Runen » Di 12 Jun, 2007 16:26

"Die Gewalt einer Sprache ist nicht, daß sie das Fremde abweist, sondern, daß sie es verschlingt."

(Goethe, Maximen und Reflexionen)

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