Ich habe in diesem Thread allerdings nur einen traurigen Post abzugeben
Am 24. Oktober musste ich meine Stute nämlich einschläfern lassen.
Sie hat aufgrund ihrer Athrose im linken Vorderbein das rechte so sehr überlastet, dass sie eine Hufbeinabsenkung infolge einer Belastungshufrehe bekommen hat. War ganz schlimm - sie konnte am Ende kaum noch auf ihren Füßen stehen, hatte trotz täglichem Schmerzmittel & starkem Entzündungshemmer sehr schlimme Schmerzen. Leider hat die TA zu Anfang der auftretenden Lahmheit fast 10 Tage lang auf die Diagnose Hufgeschwür hin behandelt und eben erst nach 10 Tagen, nachdem es immer schlimmer wurde, ein Röntgenbild gemacht, auf dem wir dann gesehen haben, woher die Lahmheit tatsächlich herrührt.... Leider waren alle Versuche, die darauf hin unternommen wurden erfolglos und nur eine Woche nach der richtigen Diagnose war mein Pferd tot
Sie fehlt mir sehr... Allerdings ist dieser Verlustschmerz nicht so schlimm, wie das Gefühl/ der Schmerz, das/den ich hatte, als ich mit ansehen musste, wie schlecht es meinem Pferd geht und dass sie vor lauter Schmerzen nicht weiß, wie sie sich hinstellen soll. Und das jeden Tag und dass es trotz Allem, was wir versucht haben, nur noch schlechter geworden ist.
Bei der Tötung war ich dabei; das ging zum Glück alles sehr gut und ohne Zwischenfälle. Dass hierbei etwas schief läuft und dass sie sich womöglich noch gegen das Sterben wehrt, davor hatte ich am meisten Angst. Aber das ging alles sehr ruhig und ohne Angst. Sie hat zuerst in der Box ein Beruhigungsmittel bekommen, dann ein hochwertiges Narkosemittel, das auch in der Humanmedizin eingesetzt wird und sie hat sich dann wie zum Schlafen oder Wälzen hingelegt, ist auf die Seite gerutscht und erst nach vollständiger Einsetzung der Vollnarkose hat die TA dann das T 61 gespritzt; der Kopf lag während dessen in meinem Schoß und lediglich an der Veränderung der Augen und des eintretenden leeren Blickes konnte man ausmachen, dass das Pferd nicht mehr lebt... Es ist schon schwer zu glauben ansonsten, denn das Tier ist ja noch ganz warm und fühlt sich an wie immer, wenn man es streichelt.
Seit dem habe ich mir kein neues Pferd geholt und das wird wohl auch erst mal so bleiben. Diese letzten Wochen waren einfach so alptraumhaft und fast schon ein kleines Trauma für mich; davon brauche ich erstmal so schnell keine Wiederholung. Im Moment reite ich 3 mal die Woche eine Friesenstute - ist das komplette Gegenteil zu meinem Pferd, aber naja ^^ So ganz ohne Pferde möchte ich auch nicht sein, aber da man einen liebgewonnenen Freund nicht ersetzen kann, versuche ich das auch gar nicht erst mit dem Kauf eines neuen Pferdes. Vielleicht ändert sich das auch irgendwann wieder, aber momentan bleibe ich pferdelos...










