Dieter Hoeneß wurde eigentlich nicht kritisiert, weil er zu wenig Geld ausgegeben hätte, sondern weil er zuviel Geld in unsinnige Verstärkungen verbrannt hat. Unser Schuldenberg wird gerne mit der Kirchkrise und dem Umbau des Olympiastadions erklärt, eine wesentliche Ursache war jedoch der Investitionswahn von Herrn Hoeneß nach einem Zufallsjahr in der Championsleague.
Unvergessen war der "26-Tore-Sturm", den er für teuer Geld verpflichtete, doch sowohl Fredi Bobic als auch Arthur Wichniarek spielten in Berlin drei Klassen schlechter als vorher bei Hannover bzw. Bielefeld. Oder Luizao, der als "Weltmeister" geholt wurde und 14 Monate später als millionenschweres Mißverständnis zurück nach Brasilien geschickt wurde. Hier in Berlin wurde schon gemutmaßt, das wäre gar nicht Luizao, sondern nur sein untalentierter Zwillingsbruder gewesen...
Oder die Peinlichkeit mit dem Brasilianer Christian, bei dem man kurz vor der Vertragsunterzeichnung merkte, dass er in der Saison gar nicht mehr für Hertha spielberechtigt sein würde.
Die Reihe ließe sich leider noch um so manchen Fall fortsetzen. (z.B. Alves, Mansiz, Aracic) Natürlich gab es mit Marcelinho, Wosz, Gilberto, Bastürk, Pantelic) auch ab und an mal einen gelungenen Transfer, aber eigentlich erst so richtig seit 2-3 Jahren, wo Hertha auf die Jugendarbeit setzt und weiss, dass man in Sachen Transfers kleinere Brötchen backen muss.
Raffael war jetzt der erste, für den mal wieder seit langer Zeit mehr als 4 Mio. EUR Ablöse gezahlt wurden und das auch nur, weil ihn der Trainer unbedingt wollte.






