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Farbenspiele

Damien
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Farbenspiele

Beitragvon Damien » Do 30 Jan, 2014 20:39

Ist euch auch aufgefallen, dass die Figuren in den Büchern nie rein Weiß oder Schwarz sind?
Dumbledore, der ach so tolle Weißmagier wollte die Welt regieren.
Snape, der den man am Anfang als Bösen im Blick hatte, wird auf Schlag als Gutmensch dargestellt.
Harry, der Prinz der weißen Magie muss die Unverzeihlichen einsetzen...

Denkt ihr Rowling möchte uns damit etwas sagen?
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Beitragvon Wehwalt » Do 30 Jan, 2014 22:53

Nö, sagen wollte sie gar nix. Bloß halt nicht langweilen.
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snitchet
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Beitragvon snitchet » Fr 31 Jan, 2014 00:33

Würd ich so nicht behaupten...
ich denke nicht, dass sie es uns "sagen" wollte, im Sinne von Belehrung.
Eher darauf hinweisen, dass das Leben eben hauptsächlich aus Grauzonen besteht.
Alle Hauptpersonen im Roman - und auch einige Nebencharaktere - machen eine Entwicklung durch.
Vereinfacht gesagt, ist es im Falle Dumbledore die Entwicklung vom jungen Hitzkopf zum angesehensten Zaubermeister seiner Zeit, Snape hat gute Ansätze, entscheided sich zunächst für die falsche Seite und kommt aufgrund einer persönlichen Tragödie wieder auf den rechten Weg zurück, aber quasi auf die Harte Tour.
Harry muss erfahren, dass man auch mit durchaus edler Gesinnung manchmal nicht umhin kann, weniger edle Maßnahmen einzusetzen um eine gute Tat auch tatsächlich umsetzen zu können, dass manche Lebenssituationen harte Maßnahmen erfordern.

Ich glaube, JKR wollte uns eher drauf aufmerksam machen, dass es immer drauf ankommt, welchen Weg man wählt - in vielen Fällen hat man die Entscheidung zwischen "guten" und weniger guten Maßnahmen um dies zu verwirklichen. Manchmal erreicht man ein durchaus edles Ziel eben nur mit gewissen Abstrichen was die eigene Haltung betrifft. Harry hätte sein Ziel nicht erreichen können, hätte er z.B. auf die unverzeilichen Flüche verzichtet. Er hat sie allerdings nie eingesetzt um nur für sich allein einen Vorteil zu ziehen - was letztendlich wohl auch den Unterschied zu einem bösartig gesinnten Schwarzmagier ausmacht.
Zuletzt geändert von snitchet am Sa 08 Feb, 2014 00:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Meraxes » So 02 Feb, 2014 20:29

Bin sowohl Snitchet's als auch Wehwalt's Ansicht:

Ich jedenfalls kenn niemanden, der durchwegs "gut/böse" (oder eben nett/unfreundlich) ist. Lässt das ganze daher weniger wie ein märchen, sondern wie eine ernst zu nehmende story erscheinen. Und außerdem- wär doch langweilig, wenn das so eindeutig wäre (;

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Beitragvon snitchet » Sa 08 Feb, 2014 00:43

Damien hat geschrieben:Snape, der den man am Anfang als Bösen im Blick hatte, wird auf Schlag als Gutmensch dargestellt.

Als "Gutmensch" würde ich Snape jetzt nicht gerade bezeichnen :wink: Der hat, trotz edler, tapferer und mutiger Haltung durchaus auch seine Schwächen, die ihn mir persönlich trotzdem ziemlich unsympathisch erscheinen lassen.

So wie Harry auch Seiten an sich hat, wo ich mir manchmal denke, ein Höhlenmensch hatte wahrscheinlich mehr Taktgefühl.....

Schönes Thema, Damien!
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Beitragvon Mahogany » Fr 18 Apr, 2014 17:09

... macht nicht genau das wirklich gute Charaktere in fiktionalen Werken aus? Eben die, die über Ecken und Kanten verfügen, die man selbst nicht unbedingt mag/ gutheißen kann? Für mich ist das jedenfalls ein wichtiges Kriterium beim Lesen.
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Beitragvon Harrik » Fr 25 Apr, 2014 14:45

snitchet hat geschrieben:
Damien hat geschrieben:Snape, der den man am Anfang als Bösen im Blick hatte, wird auf Schlag als Gutmensch dargestellt.

Als "Gutmensch" würde ich Snape jetzt nicht gerade bezeichnen :wink: Der hat, trotz edler, tapferer und mutiger Haltung durchaus auch seine Schwächen, die ihn mir persönlich trotzdem ziemlich unsympathisch erscheinen lassen.

So wie Harry auch Seiten an sich hat, wo ich mir manchmal denke, ein Höhlenmensch hatte wahrscheinlich mehr Taktgefühl.....

Schönes Thema, Damien!

Stimmt.

Abgesehen davon, dass 'Gutmensch' ein absolutes Unwort ist, wird Snape nirgends aber auch nirgends in einer weise dargestellt, die eine solche bezeichnugn in irgendeiner weise berechtigen würde.

Er ist ein kleverer, egoistischer und rassistischer Snob, der aufgrund seiner Verliebtheit mit seinen eigenen Ressentiments in Koflikt gerät und eine ebenso pragmatische wie frust/verzweiflugnsgeleitete Entscheidung trifft die Seiten zu wechseln. Mehr nicht. Sicherlich ein tragischer Character, aber....