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Unsichtbarkeitsumhänge

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Unsichtbarkeitsumhänge

Beitragvon Wehwalt » Do 19 Jan, 2012 11:38

Hm ... ich weiß in diesem Bereich eigentlich nicht, was ich machen soll, wenn ich irgendeine Frage habe. Jedes Mal ein neuer Thread? Man muß immer an drei Stellen suchen, ob eine Frage schon beantwortet ist: Hier, in der Leseecke und in den Threads aus dem Lilanen. Ich finds mühsam. Und irgendwann wurde mal begründet, warum es nicht mehr aufgeteilt sein darf in die 7 Bücher, naja ...

Aber komme ich nun zu meiner Frage:
Im Feuerkelch berichtet Bartemius Crouch jr., daß er einen Invisibility Cloak benutzt habe, und zwar sogar zweimal: Bei der Quidditch-WM, als ihn die Winky führte und als er das Dunkle Mal hervorbeschworen hatte; und auf dem Gelände Hogwarts', als sein Vater in teilverwirrtem Zustand auftauchte und auf Harry und Krum traf.
Was für ein Umhang? Harrys Umhang sollte doch eigentlich der einzige sein, der wirklich funktioniert, oder? Ist ja auch ein Deathly Hallow. Papa Lovegood, der Harrys Umhang nicht kennt, meint ja auch, daß es außer dem einen keinen weiteren geben kann.
Also hat der Crouch so einen falschen, der nicht richtig funktioniert? Wäre komisch. Bei der QWM fällt Harry ja sogar auf, daß sich die Winky so komisch bewegt, als ziehe sie etwas Unsichtbares hinter sich her - da hat er sicher genau hingesehen, wenn er schon so hat staunen müssen.
Also wie ist das?
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Beitragvon Wehwalt » Do 19 Jan, 2012 14:24

Ok, hab was dazu gefunden. Aber wie oben gesagt - das ist der beste Beweis, daß es wirklich schwer ist, vorhandene Informationen zusammenzuklauben ...
die-heiligtuemer-des-todes-f107/frage-zum-umhang-t9534.html#p1281158
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Beitragvon Harrik » Fr 20 Jan, 2012 00:21

Da der Thread ohnehin gesperrt ist antworte ich mal hier:

Soweit ich das verstehe sind die meisten "normalen" unsichtbarkeitsumhänge in ihrer Qualität nicht von all zu großer dauer. Derartige phänomene gibt es ja durch die gesamten Bücher. Ich meine mich an einen Punkt zu erinnern wo Ron im bezug auf Harrys umhang darauf hinweist, dass dieser ja bereits sehr alt ist - und dennoch tadellos funktioniert.

Die Umhänge von denen wir wissen sind der von Crouch und die zwei von Moody. Bei beiden ist das alter nicht klar. Zudem ist es wärend der von dir beschriebenen Szene eher dunkel. Alle fliehen durch den Wald, es ist hektisch... gut möglich, dass da auch bei einem genaueren blick etwas nicht auffällt, dass ja zumindest gut genug tarnt um Crocuh wärend des gesamten spieles in der teils hell erleuchteten Ehrentribühne versteckt hält.

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Beitragvon Victor Krum » So 22 Jan, 2012 02:09

Wo wir beim Thema sind, dass das so unübersichtlich ist - das ist ja auch das schöne am Wiki, dass wir da so Sachen sammeln können. Ich habe mal mit den Informationen aus dem Thread hier und dort den Artikel Tarnumhang stark erweitert, jetzt sollte er eigentlich schon viele Fragen klären.
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Beitragvon Wehwalt » So 22 Jan, 2012 12:07

Was ich mich allerdings noch frage: Was sieht denn der Unsichtbare von sich selbst? Im Feuerkelch ist irgendwann eine Stelle, als Harry unter seinem Umhang ist und gleichzeitig die Marauder's Map studiert. Sieht man denn unter dem Umhang seine eigenen Arme und Beine? Seine Kleidung? Gegenstände, die man mit sich führt?
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Beitragvon Victor Krum » So 22 Jan, 2012 15:13

Ich würde sagen, dass der Tarnumhang - anders als ein Desillusionierungszauber - für den Unsichtbaren selbst den eigenen Körper nicht unsichtbar macht. Solange man in direkter Linie auf sich runterschauen kann, ohne dass der Umhang im Weg ist, sollte das also kein Problem sein. Nur wenn der Umhang sich zwischen Auge und dem betrachteten Körperteil befindet, sollte das auch wirklich unsichtbar sein.
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Beitragvon Wehwalt » So 22 Jan, 2012 16:25

Das heißt, auch wenn das Trio zusammen unter dem Umhang ist, können sie einander sehen? Hm ... Nun ja, kann sein, ich dachte, ich hätte mal was gelesen, daß das nicht ginge.
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Beitragvon Victor Krum » So 22 Jan, 2012 16:44

Ja, zumindest kann ich mich an keine Stelle erinnern, die dem Widersprechen würde. Der Umhang dient nach meinem Verständnis quasi nur als optische Barriere und überträgt nicht irgendwelche magischen Unsichtbarkeits-Eigenschaften auf die dahinter verborgenen Dinge.
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Beitragvon Harrik » So 22 Jan, 2012 19:24

Ich würde vermuten, dass der Unsichtbarkeitseffekt der Mäntel in dem Augenblick auftritt, indem die entsprechende Lichtreflektion durch das Umhangmaterial tritt. Allerdings müsste dann ja die kaputze vor dem Gesicht herab hängen, damit der Effekt sich auch auf das Gesicht auswirkt...

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Beitragvon Mahogany » Fr 27 Jan, 2012 20:46

Ich erinnere mich an die Szene aus dem letzten Band, in der Harry, Ron und Hermione bei Xenophilius Lovegood sind und die Geschichte der Hallows erzählt bekommen. Danach entbrennt ja eine Debatte, in der es um die Hallows geht, und Lovegood sagt, dass es Umhänge gebe, die mit einem Disillusion-Zauber belegt seien, jedoch den Nachteil hätten, dass dieser Zauber irgendwann seine Wirkung verliere und damit dann durchscheinend werden. Einzig der Mantel des Todes wäre in der Lage, seinen Träger tatsächlich unsichtbar zu machen, und würde seine Wirkung nicht verlieren.

Zu Winky: Ich dachte immer, sie sähe so aus, als zöge sie etwas Unsichtbares hinter sich her, weil sie genau das tut: Sie will doch, laut einer späteren Aussage, Barty Crouch Jr. davon abhalten, zurück zum Campingplatz zu laufen, wo er die Death Eater maßregeln will bzw. sich ihnen als leuchtendes Vorbild präsentiert - wie auch immer man das jetzt formulieren will. Harry sieht lediglich Winky, die den Umhang nicht trägt, und vermutet dann, dass sie sich so bewegt, weil sie gegen einen Befehl handelt.

Ich bin auch immer davon ausgegangen, dass diejenigen, die unter dem Umhang stecken, einander sehen können, und davon, dass sie ihre Umgebung durch den Stoff wahrnehmen, ein bisschen so, wie wenn man durch Gaze blickt. Ich kann allerdings nicht sagen, ob das nicht durch die Verfilmung beeinflusst wurde. Im ersten Band, als Harry den Umhang dazu benutzt, sich in die Bibliothek zu schleichen, steht irgendwo, dass er den Arm, mit dem er die Laterne hält, durch den Umhang nach draußen streckt, um die Bücher besser beleuchten zu können, und dass es ein seltsames Gefühl sei, seine eigene Hand ohne Körper zu sehen - der Umhang wirkt also, wie gesagt, als eine Art optische Barriere.
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Beitragvon Wehwalt » Fr 27 Jan, 2012 22:58

Also ich bin jetzt noch einmal, im fünften Band, wo die Drei zum ersten Mal nach seiner Rückkehr zu Hagrid gehen, auf eine Stelle gestoßen, wo nochmals eindeutig gesagt wird, wie sie unter dem Umhang die Karte lesen. Was sieht dann eigentlich Harry von sich in besagter Stelle Band 1 - und was nicht?
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Beitragvon Syrill » Sa 28 Jan, 2012 15:54

Ich hatte mir den Umhang ursprünglich weniger als Decke, sondern eher als Mantel, vielleicht mit Kaputze, vorgestellt (im Triple Impact Trailer zu Resident Evil Raccoon City wäre so etwas ähnliches zu sehen...^^), aber das auch nur, bis sich die drei alle gemeinsam darunter drängen.

Aber ich denke, dass man den Umhang des Todes nur daran erkennen kann, dass sich seine Wirkung nicht verliert. Und vielleicht liese sich der Desillusionierungs-Zauber normaler Unsichtbarkeitsumhänge aufheben, so dass der Träger mit einem Mal sichtbar wäre... oder was meint ihr? :)

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Beitragvon Mahogany » Mo 30 Jan, 2012 21:31

Wehwalt hat geschrieben:Was sieht dann eigentlich Harry von sich in besagter Stelle Band 1 - und was nicht?

Ich zitiere die englische Ausgabe, habe die Texte nicht auf Deutsch.

Zuerst die Stelle, an der Harry den Umhang zu Weihnachten geschenkt bekommt und das erste Mal anprbiert: Band 1, S. 218 (Bloomsbury, 2004):
Harry looked down at his feet, but they had gone. He dashed to the mirror. Sure enough, his reflection looked back at him, just his head suspende in mid-air, his body completely invisible. He pulled the cloak over his head and his reflection vanished completely.
So weit, so gut.

Die Stelle, an der er nachts zur Bibliothek aufbricht, findet sich in meiner Ausgabe auf S. 221ff.:
He slipped out of bed an wrapped the cloak around himself. Looking down at his legs, he saw only moonlight and shadows. It was a very funny feeling. [...] The libary was pitch black and very eerie. Harry lit lamp to see his way along the books. The lamp looked as if it was floating alng in mid-air, and even though Harry could feel his arm supporting it, the sight gave him the creeps.
Das wirkt jetzt so, als könnte Harry sich selbst nicht sehen, wenn er unter dem Mantel ist; wobei ich das bisher immer so gelesen habe, dass er zwar die Lampe sehen kann, nicht aber seine unter dem Mantel verborgene Hand, die selbige hält, und es ihm deswegen seltsam vorkommt.
Allerdings heißt es kurz vorher, dass er seine eigenen Beine nicht sehen kann - wobei da sich jetzt die Frage stellt, ob er da schon komplett unter dem Mantel ist oder nicht.
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Beitragvon Victor Krum » Mo 30 Jan, 2012 22:29

Je nachdem, wie Harry an sich runterschaut, denke ich schon, dass er - wenn wir die herkömmliche Erklärung zur Funktion als optische Barriere nehmen - seine Beine nicht sehen könnte. Das könnte zum Beispiel der Fall sein, wenn er sich nach vorne beugt - dann müsste er quasi durch den Mantel schauen, der natürlich immer noch vor seinen Beinen hängt. Dann wären die Beine schon unsichtbar. oder er hebt die Beine an - wenn der Mantel relativ dicht an ihm hängt, würde das auch bedeuten, dass die Beine unsichtbar sind.
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