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[HP] Die Andere (2)

DiniFlower
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[HP] Die Andere (2)

Beitragvon DiniFlower » Mi 09 Apr, 2008 16:23

Titel: Die Andere

Autor: DiniFlower

Kapitel: bis jetzt vier

Altersbeschränkung: ca. 12

Genre: Romantik

Zeit: Marauderzeit

Hauptcharkatere: Lily Evans, Marauder, Cyntia Crowe

Nebencharaktere: Lilys Freudninnen und noch so ein paar Leute...

Inhaltsangabe: Lily und James haben geschafft, was keiner für möglich gehalten hätte: Nach Jahren des Streites sind die beiden nun endlich ein Paar. Was passiert aber, wenn plötzlich eine (alter) neue Person in die Zweisamkeit eindringt? Hat James wirklich die Frau fürs Leben gefunden? - Lest selbst!!!

Anmerkung: Alle Orte und Charaktere gehören J.K. Rowling, ich verdiene kein Geld hiermit, bla, bla, bla...

Ich glaube, das erste Chap ist mir nicht so gut gelungen und es ist etwas missverständlich geschrieben, aber die nächsten Chaps sind besser!

Chapter I

Eine kleine Einführung in Lily Evans Leben

Lily Evans war das glücklichste Mädchen auf Erden.
Sie hatte eine tolle beste Freundin: Caroline Vreeland, ein herzensgutes, blondes Mädchen mit grauen Augen, das sehr durch ihre laute Art auffiel und natürlich durch ihre beträchtliche Größe von 1,83, und war auch sonst recht beliebt. Keiner auf Hogwarts, außer den Slytherins, würde sagen, er könne die kleine rothaarige mit dem freundlichen Lächeln, das zur Zeit sogar noch strahlender war als sonst nicht leiden. Sie hatte zwar nur wenige gute Freunde, doch sie kam mit fast jedem gut aus. Jedoch wusste sie nie, ob nur jeder nett zu ihr war, damit sie ihm die Hausaufgaben zum abschreiben gab… Wie auch immer. Kein Gryffindor hatte sie je geärgert, außer James Potter, doch der war jetzt viel netter zu ihr.
Lily war wie immer gut in der Schule. Sie war nie die beste, doch das störte sie nicht. Nicht mehr. Früher hatte es sie rasend gemacht, dass zwei, und zwar immer die gleichen: James Potter und Sirius Black, sie in jeder Prüfung schlugen (außer Zaubertränke. In diesem Fach war sie einsame Spitze.), obwohl sie so fleißig gelernt hatte. Mittlerweile hatte sie sich aber damit abgefunden, dass die beiden, egal was sie tat, immer besser sein würden als sie. Aber einen Vorteil hatte sie den beiden gegenüber:
Sie war der Liebling aller Lehrer. Die anderen beiden hatten ihre Lehrer bereits in der ersten Schulwoche durch einen Streich nach dem anderen verschreckt. Seitdem sich James und Sirius mit Remus Lupin und Peter Pettigrew zusammengeschlossen hatten und sie somit die Bande der sagenhaften Marauder gründeten, waren sie alle als die schlimmsten Unruhestifter, die Hogwarts je gesehen hatte, in die Geschichte eingegangen. Lily hatte nie verstanden, wie James und Sirius es geschafft hatten Remus zu überzeugen der Gruppe beizutreten. Remus war immer ein sehr intelligenter und vor allem vernünftiger Schüler gewesen und beteiligte sich bis heute selten an den Scherzen seiner Freunde. Warum sich Peter jedoch den beiden “Rumtreibern” angeschlossen hatte, war nicht schwer zu erraten. James und Sirius waren nicht nur Meister im Streiche spielen, sie waren auch noch wahnsinnig beliebt. Seitdem James in der zweiten Klasse dem Quidditchteam beigetreten war und Gryffindor als Sucher einen Sieg nach dem anderen bescherte, brachte den beiden jeder Anerkennung bei. Außerdem waren die Schüler James und Sirius gleichermaßen dankbar, dass sie den zähen Schulalltag durch ein paar lustige Streiche, die meistens auf Kosten der Slytherins gingen, etwas auflockerten. Mit der Zeit wurden James und Sirius, vor allem bei der weiblichen Schülerschaft von Hogwarts, noch beliebter, denn aus den beiden Witzbolden waren wirklich sehr gut aussehende, junge Männer geworden. Sogar James Potter, der früher immer etwas klein und eher schmächtig gewesen war, war durch das regelmäßige Quidditchtraining muskulös geworden und hatte in der vierten Klasse einen Wachstumsschub gemacht, sodass er nun mit einer stattlichen Größe von 1,86 viele seiner Mitschüler überragte. Nun wickelte auch er ein Mädchen nach dem anderen mit seinem unwiderstehlichen Charme um den Finger. Jedoch nutzte er dies nicht so schamlos aus, wie sein ebenso gut aussehender Freund. Sirius hatte nämlich jede Woche eine neue Freundin. Falls man das wirklich als “Freundin” bezeichnen konnte. Lily bevorzugte den Begriff “Bettbeziehung”. Das traf es eher. Denn dazu war dieses arme Mädchen da: fürs Bett. Wahre Gefühle spielten bei Sirius Black nie eine Rolle. Das war auch der Grund, weshalb Lily ihn nie leiden konnte. Er behandelte diese verletzlichen Geschöpfe wie Dreck.
Doch nun nachdem sie schon sechs Jahre in Hogwarts verbracht hatte, verstand sich Lily einigermaßen mit Sirius. Ihr war klar geworden, dass Sirius die Mädchen nicht absichtlich so verletzte. Lily nahm an, dass Sirius schlimme Probleme in seinem Elternhaus hatte, denn immer wenn sie dieses Thema anschnitt wurde er auf einmal abweisend und seine ohnehin schon kühlen Gesichtszüge verhärteten sich. Wahrscheinlich brauchte er Ablenkung, um sich nicht ständig an seine schlechten Erfahrungen, die er ohne Zweifel gemacht hatte, zu erinnern. Und da James, oh Wunder, nach und nach tatsächlich Zeichen von Reife zeigte und weniger Unsinn verzapfte, brauchte Sirius eben eine andere Beschäftigung. Natürlich hieß Lily sein Verhalten immer noch nicht gut, doch sie verstand seine Beweggründe. Außerdem hatte sie nicht mehr allzu viel Mitleid mit seinen “Opfern”, da diese schließlich wussten, was sie erwartete und die meisten von ihnen waren auch nicht wirklich auf eine ernste Langzeitbeziehung aus, sondern wollten eher ihren Spaß.
Nun, lieber Leser, habe ich dir ziemlich viel über die Mitschüler von Lily Evans erzählt, doch eigentlich wollte ich dir berichten, weshalb sie so glücklich war.
Ein Grund war natürlich, dass sie nun die siebte Klasse der Howartsschule für Hexerei und Zauberei besuchte und somit ihr Abschluss immer näher rückte. Sie war zwar in der Welt der Zauberer mir ihren siebzehn Jahren bereits volljährig, doch nächstes Jahr würde sie auch endlich in der Welt der Muggel (nichtmagischer Menschen) erwachsen werden, aus der sie ursprünglich stammte. Ihre Eltern waren Muggel doch mit elf Jahren erhielt Lily einen Brief von Hogwarts, der ihr und ihren Eltern mitteilte, dass sie eine Hexe war. Für ihre Eltern war das ein Schock, doch Lily wusste bereits über ihre wahre Identität Bescheid. Ihr damals bester Freund Severus Snape, ebenfalls ein Zauberer, hatte sie schon vorher informiert. Lily freute sich riesig doch ihre Schwester Petunia, mit der sie sich bis zu diesem Zeitpunkt immer prächtig verstanden hatte, war schrecklich neidisch. Und das zeigte sie Lily. Die folgenden Sommerferien waren die reinste Hölle, da Lily ständig von Petunia getriezt worden war, sich jedoch nie gewehrt hatte, da sie ihre Schwester immer noch liebte. Nun konnte Lily endlich ausziehen und musste das lieblose Verhalten ihrer großen Schwester nicht länger ertragen.
Ein weiterer Grund für Lilys Glück war Severus. Zwar nicht direkt Severus persönlich, aber es hatte doch mit ihm zu tun. In der fünften Klasse hatte er sie als “Schlammblut” bezeichnet. Schlammblut war eine schreckliche Beschimpfung für muggelstämmige Zauberer und Hexen. Seitdem waren Lily und Severus zerstritten. Anfangs hatte sie das ziemlich mitgenommen, doch mittlerweile war sie darüber hinweg und konnte ihn sogar wieder ansehen, was unvermeidlich war, da er ebenfalls die siebte Klasse besuchte, ohne traurig zu werden.
Außerdem freute Lily sich für ihre Freundin Victoria. Sie war ein hübsches, jedoch unscheinbares Mädchen, mit hellblauen Augen und glattem, braunem Haar. Sie hatte einst vor Lebensfreude gesprüht, doch seit der Scheidung ihrer Eltern ging es stetig bergab mit ihr. Lily und ihre Freundin hatten verzweifelt versucht ihr zu helfen. Aber egal, was sie taten. Die Verfassung der Brünette änderte sich nicht.
Doch dann kam ein Prinz auf seiner weißen Stute geritten und zog Victoria aus ihrem Loch. Tatsächlich besaß der Retter in der Not kein weiße Stute (dafür einen tollen Rennbesen, der dem von James Potter Konkurrenz gemacht hätte - er war Quidditchspieler der Hufflepuffs), doch ein Prinz war er schon. Zwar hatte er keine Korne auf und sein Vater war auch kein König, aber sein Name war Vincent Prince. Egal ob wahrer Prinz, oder nicht, wir waren ihm zu großen Dank verpflichtet, denn er hat vollbracht, was keiner für möglich gehalten hätte:
Er heiterte Victoria auf und schenkte ihr seine Liebe, die sie überglücklich erwiderte. Das nennt man wohl ein Happyend!
Auch Lily Evans Leben hatte eine drastische Wendung genommen, die niemand - und schon gar nicht sie - für möglich gehalten hätte:
Sie hatte sich verliebt. Sie, die ewige Streberin, hatte sich doch wirklich und wahrhaftig verliebt! Und das Beste daran? Das Objekt ihrer Begierde war nicht weniger verrückt nach ihr. Sie liebte diesen Menschen von ganzem Herzen. Noch nie hatte sie jemanden so geliebt wie ihn…
ER
war genau wie sie ein Gryffindor.
ER
sah verdammt gut aus und war der Mädchenschwarm schlechthin.
ER
hatte rabenschwarze Haare, die in alle Richtungen abstanden und ihm ein verwegenes Äußeres verliehen, und haselnussbraune Augen, die ihr jedes Mal, wenn Lily in ihre Tiefen blickte, den Verstand verdrehten.
ER
war Quidditchstar und ein Mitglied der Unruhestifterbande “Marauder”.
ER
war zusammen mit seinem besten Freund Jahrgangsbester.
ER
hieß James Potter.
Zuletzt geändert von DiniFlower am Mi 13 Aug, 2008 18:01, insgesamt 1-mal geändert.

*Haramis*
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Beitragvon *Haramis* » So 15 Jun, 2008 17:11

uhuu.. noch keiner hat hier geantwortet.. is ja dumm.. ich finde deine FF nämlich richtig klasse. das erste Chap is super geworden und ganz besonders gefällt mri das Ende. Super! mach doch weiter... wäre schade, wenn du nichts mehr postest.
ich guck jetzt mal öfters hier vorbei
bis dann
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Beitragvon Fleur Clearwater » So 15 Jun, 2008 18:09

Ich hab sie auch noch gar nicht entdeckt. Also, ich finde sie auch ziemlich gelungen (gut, es ist erst das erste Kapitel ;) ), vorallem ist es schön, endlich mal eine FF mit kaum Rechtschreibfehlern zu lesen. Bitte, bitte schreib weiter ;) Ich bin gespannt, wie es weitergeht...
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Beitragvon Hp-Liebling-Mine » So 15 Jun, 2008 18:39

Wowo wie cool... wieso haben hier erst so wenig ein Kommi geschrieben? Die Geschichte ist doch bis jetzt voll süß und mich würde interessieren, wie es weiter geht

DiniFlower
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Beitragvon DiniFlower » Mo 11 Aug, 2008 19:42

@Haramis
Danke für deinen Review. Ich hab gerade zufällig hier im Forum reingeschaut und gesehen, dass doch ein paar Leute Kommis geschreiben haben. Ich hatte nach ein paar Wochen aufgehört zu hoffen.

@Fleur
Danke für das Kompliment. Natürlich schreib ich weiter.

@HP-Liebling
Du wirst bald erfahren wie es weitergeht. Das erste Kapitel liefert ja fast gar keine Infos über den weiteren Verlauf der Handlung.


Chapter II

Cyntia Crowe

Es war ein ganz normaler Tag. Lily und James schlenderten, wie jeden Morgen, Händchen haltend durch das Schloss auf dem Weg zur Großen Halle. Kein Schüler wunderte sich mehr über dieses Erscheinungsbild, denn James und Lily waren nun schon seit fünf Wochen ein Paar.
Lily hatte die letzten beiden Wochen der Sommerferien bei James verbringen müssen, da ihre Eltern sie, wegen Petunia, nicht mehr bei sich zu Hause aufnehmen wollten und Lilys Freundinnen zu dieser Zeit alle im Urlaub waren. James hatte davon Wind bekommen und ihr großzügig angeboten, bei ihm zu wohnen. Lily hatte keine andere Wahl und so war es eine beschlossene Sache. In diesen zwei Wochen waren sich Lily und James näher gekommen, denn Lily hatte endlich ihre Augen aufgemacht. Zwar spielte James viele Streiche, doch das nicht gegen irgendeinen seiner Freunde, sondern ausschließlich gegen seine Feinde.
Nach fünfzehn Minuten betraten sie die Große Halle. Sie war schon gut gefüllt mit Hogwartsschülern und so nahmen die beiden die Veränderung nicht gleich wahr. Sie setzen sich zu ihren Freunden an den Gryffindortisch. Sirius war schon dabei seinen ordentlich voll beladenen Teller in Rekordzeit zu leeren, als sich Dumbledore, der Schulleiter, erhob. Er räusperte sich und auf der Stelle verstummten alle Gespräche.
“Dürfte ich um eure Aufmerksamkeit bitten.”, sagte er unnötigerweise, denn ihm wurde ohnehin schon die ungeteilte Aufmerksamkeit eines jeden Schülers zuteil. “Ich habe eine wichtige Ansage zu machen. Gestern Abend ist eine neue Schülerin eingetroffen. Sie wurde dem Hause Gryffindor zugeteilt und ich bitte deshalb speziell euch, dass ihr ihr helft, sich hier schnell wie zu Hause zu fühlen. Ihr Name ist Cyntia Crowe. Danke, das war alles.”
Lily sagte dieser Name nichts, doch James verschluckte sich an seinem Toast und musste kräftig husten. Sirius klopfte seinem Freund auf den Rücken und als James sich wieder einigermaßen erholt hatte, fragte Lily sofort: “Kennst du sie etwa?”
“Na klar kenne ich sie! Wir waren als kleine Kinder beste Freunde.”, antwortete James. “Das hast du mir gar nicht erzählt.”
“Ich hielt es für unwichtig. Ich und Cyn haben uns seit sieben Jahren nicht mehr gesehen. Seitdem ihre ganze Familie nach Frankreich gezogen ist und sie auf irgendeine Schule dort gehen musste.” Nun schaltete sich auch Sirius in das Gespräch ein: “Das heißt, sie ist so alt wie wir?”
“Ja, sie ist jetzt siebzehn.”
“Und ist sie hübsch?”
James lachte laut auf. Das war ja klar, dass Sirius sich sofort alle Infos holen musste.
“Was weiß ich! Ich war zehn als ich sie zum letzten Mal gesehen habe! Da war mir das egal, wie jemand aussah.”
“Dann ich sie wohl selber abchecken.” Sirius wollte gerade aufstehen, doch da viel sein Blick auf den halb leeren Teller vor sich. Er konnte sich von dem verlockendem Anblick nicht losreißen, doch andererseits war er sehr neugierig und wollte unbedingt erfahren, wie das neue Mädchen aussah. Man konnte seinem Gehirn beim Arbeiten regelrecht zusehen.
Essen oder Mädchen?
Oder Mädchen oder Essen?
Mit einem Klick rastete das letzte imaginäre Zahnrad ein und seine Entscheidung war getroffen. Er ließ sich wieder auf die Bank fallen und widmete sich voll und ganz seinem Teller.
Inzwischen suchte er den langen Tisch nach seiner Sandkastenfreundin ab. Doch er konnte sie nicht entdecken. Lily fiel sein suchender Blick auf. “Wenn du sie unbedingt sehen willst, dann können wir doch einfach aufstehen und sie suchen.” Lily lächelte ihren Freund an. Sie war auch gespannt auf das neue Mädchen. Vielleicht konnten sie ja Freundinnen werden. Wenn Lily wüsste, was in der nächsten Zeit alles auf sie zukommen würde, hätte sie den Vorschlag nie gemacht. Wenn sie nur eine klitzekleine Begabung fürs Wahrsagen gehabt hätte, dann hätte sie James nun in einer Besenkammer eingesperrt und Cyntia Crowe zum Mond gehext.
Doch sie hatte keine Ahnung…
James schien die Idee zu gefallen und sie umkreisten den Gryffindortisch.
“Hi, James! Ich hatte gehofft dich hier zu treffen.”
Ein, wie Lily zugeben musste, außerordentlich hübsches Mädchen hatte sich ihnen zugewandt. Sie hatte die schwärzesten Haare, die Lily jemals gesehen hatte. Ihre großen blauen Augen strahlten Intelligenz und Selbstbewusstsein aus. Die perfekte Figur, die makellose blasse Haut und die roten Lippen rundeten das Gesamtbild ab. Alles in allem:
Dieses Mädchen war ein einziger Superlativ!
“C… Cyntia?! Mensch, hast du dich verändert! Du siehst… gut aus.”
"Du hast dich auch verändert! Und wie! Aber dein Lächeln ist gleich geblieben. Daran hab ich dich erkannt. Und das Kompliment kann ich nur zurückgeben. Du siehst auch gut aus. Du wirkst glücklich." Cyntia schaute viel sagend in Lilys Richtung. Das typische Pottergrinsen huschte über James' Gesicht. Er und Cyntia hatten sich zwar lange nicht gesehen, doch die beiden wirkten trotzdem vertraut.
"Darf ich vorstellen? Lily, das ist Cyntia Crowe, aber das weißt du ja schon. Cyn, das ist Lily Evans, meine feste Freundin.", sagte James stolz.
"Du hast einen guten Geschmack, wie ich sehe! Aber das liegt wahrscheinlich in der Familie. Deine Mutter hat auch rote Haare. Muss wohl das Potter- Gen sein. Ich wette dein Sohn wird auch eine rothaarige Freundin haben." James lachte. Lily sah, wie sehr er sich freute, seine alte Freundin wieder zu sehen. Sie fühlte ein leichtes Stechen in der Magengegend.
War das Eifersucht?
Lily war sich nicht sicher. Sie hatte noch nie eifersüchtig auf einen Jungen sein müssen. Vor James hatte sie noch nie einen richtigen Freund gehabt. Und James hatte in den letzten Wochen (und eigentlich schon immer) nur Augen für sie gehabt. Ihm war nicht im Traum eingefallen einem anderen Mädchen hinterher zu starren, wenn er Lily doch direkt vor seiner Nase hatte. Zwar konnte sie in dem Lächeln, das er Cyntia schenkte, während sie sich unterhielten, keine Form von Begierde entdecken. Doch eigentlich sollte er nur ihr solch ein strahlendes Lächeln schenken!
"Hast du Lust auf einen kleinen Rundgang? Ich und Lily könnten dir das Schloss zeigen.", unterbrach James Lilys Gedanken.
"Eigentlich hatte Frank schon angeboten mir alles zu zeigen, er ist schließlich Schulsprecher. Doch ich kann ihm schnell Bescheid geben und dann kannst du mich rundführen, James."
Wenig später, nachdem sie Cyntia die Klassenzimmer, die Bibliothek, die Eulerei und einige andere Räume gezeigt hatten, betraten sie alle zusammen den Gryffindorgemeinschaftsraum. Er war gut gefüllt, da heute Samstag war und viele Schüler den freien Tag nutzten Hausaufgaben zu machen, oder sich einfach ein bisschen vom Schulstress zu erholen, indem sie Zauberschach spielten oder sich mit ihren Mitschülern unterhielten. So taten es auch Sirius, Remus und Peter, die auf ihren Lieblingsplätzen am Kamin saßen. Zielstrebig steuerte James auf seine drei besten Freunde zu. Er hatte einen Arm um Cyntias Schultern gelegt. Wahrscheinlich hatte er das unterbewusst getan, um die Neue vor den Gefahren einer gänzlich unbekannten Umgebung und vermutlich auch vor den Blicken einiger Jungen zu schützen. Lily kannte James' ausgeprägten Beschützerinstinkt nur zu gut, doch trotzdem hätte sie sich gewünscht, dass James auch Körperkontakt zu ihr gesucht hätte.
James hat Cyntia halt seit sieben Jahren nicht mehr gesehen. Es ist kein Wunder, dass er sich jetzt so auf sie konzentriert. Schon morgen werden seine Augen nur noch mir gehören.
"Hi! Das ist Cyntia Crowe, meine beste Freundin.", stellte James Cyntia vor. Sirius klappte die Kinnlade runter. Er hatte in seinem Leben schon viele Mädchen, doch keine war so schön gewesen, wie dieses Wesen vor ihm.
"Sirius, mach den Mund zu!", zischte ihm Remus zu. Sirius riss sich mühsam vom Anblick der Schönheit los und schaute seinen Freund verwirrt an. Remus stöhnte auf, erbarmte sich dann aber und machte Sirius den Mund zu, da dieser gar nicht bemerkte, dass er zu sabbern anfing. James beugte sich ein bisschen zu Cyntia runter und flüsterte ihr etwas ins Ohr, worauf diese leise lachte. Nein, sie kicherte nicht, wie Lily feststellte. Sie lachte einfach leise. An diesem Lachen war nichts "tussiges". Sie war wunderschön, aber sie benahm sich nicht wie die meisten Mädchen in James' und Sirius' Nähe. Sie verhielt sich ganz normal.
Natürlich.
Inzwischen hatte sich Sirius wieder unter Kontrolle die sechs plauderten gut gelaunt miteinander. Alle schienen Cyntia leiden zu können. Sogar Lily fand sie ganz nett. Mit der Zeit wurde Lily immer lockerer und hatte schon ganz vergessen, was sie heute morgen gedacht hatte.
So fiel ihr auch nichts auf an der Zahl der Freunde auf.
Sie waren sechs. Sechs: Die Zahl des Teufels. Das verhieß nichts Gutes...


Woha, ist das lange her, dass ich das geschrieben hab! Ein halbes Jahr... komisches Gefühl.
eure DiniFlower

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Beitragvon Fleur Clearwater » Mo 11 Aug, 2008 19:58

Also, als erstes muss ich sagen, dass mir Lily unglaublich Leid tut, obwohl im moment ja noch nichts passiert.

"Du hast einen guten Geschmack, wie ich sehe! Aber das liegt wahrscheinlich in der Familie. Deine Mutter hat auch rote Haare. Muss wohl das Potter- Gen sein. Ich wette dein Sohn wird auch eine rothaarige Freundin haben."

Bei dieser Stelle musste ich echt schmunzeln - sehr gelungen ;)

Und noch eine Frage: Kennst du die Serie Point Pleasant? Die lief eine Staffel lang im US-Fernsehen und wurde dann abgesetzt (schade, sie war nämlich sehr gut). Ich komme darauf, weil Cyntia auffallend hübsch ist und du die Sache mit der Zahl des Teufels schreibst. Das war so ungefähr das Prinzip der Serie. Die Protagonistin war ein auffallend schönes Mädchen, aber die Tochter des Teufels, weshalb öfter die 666 erwähnt wurde.

Naja, ich bin gespannt, wie es weitergeht ;)
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