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[HP] Briefe - Alle abgeschickt - Beendet!

Lady Midnight
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[HP] Briefe - Alle abgeschickt - Beendet!

Beitragvon Lady Midnight » Fr 02 Dez, 2005 21:01

Liebe FanFiction-Leser

Ich darf frohen mutes verkünden, euch einer der besten FFs hier zu präsentieren. In dieser FF geht es um Severus Snape und Hermine Granger - doch Achtung, nicht davon laufen! :D
Diese FF ist die Beste, welche ich je lesen durfte.
Jetzt fragt ihr euch, woher hatte ich die Zeit noch eine FF zu schreiben?
Ich habe sie nicht selber geschrieben, diese FF gehört einer Freundin (sie ist so eben eine Freundin geworden *g*)

Nun, sie heisst Satia (/Marion) und hat mir heute in einer Rückmail die Erlaubniss gegeben, ihre FF hier zu veröffentlichen.

Welchen Nutzen ich daraus ziehe? Gar keinen. :D Ich wollte euch nur nicht etwas vorenthalten, was so gut ist, das man einfach etwas verpasst wenn man es nicht liest! Ich verspreche euch schon jetzt absolute Spitze der FF's. Auf die Seite, inder ich diese FF gefunden habe, hat mich Nehcregit gebracht *Speciall thx*




Vorweg einige spezielle Dinge:

- Ich hab mich über die Wünsche von Satia erkundingt und sie per Email gefragt, also berücksichtige ich hier absolut all ihre Wünsche.
- Ich hoffe, ihr schreibt reichlich Feedback, sie will es auch gern lesen, schreibt ihr eine Mail (dazu später)
- Ich werde keine persönlichen Komentare dazu schreiben, ausser die der Autorin selber, diese in Form der Zitat unter den Postings!



Disclaimer:

- Alle Personen und Orte gehören der ehrenwerten JKR.
- Alle erfundenen Geschichten daraus gehören Satia / Marion -> Tobenburg@aol.com
- Kopieren ist verboten, macht es so wie ich, mit Fragen geht dies nähmlich auch ;) Klauen finde ich nicht nett!
- Weitere FF's von ihr unter http://www.fanfiction.net/u/660772/





Und nun wünsche ich viel Spass!! :D




_________________________________________________________________________________________________________________




Die folgende "Story" besteht ausschließlich aus Briefen. Es ist möglich, daß irgendwann kleinere oder größere Zwischensequenzenkommen, aber im Prinzip geht es um die Briefe, die sich Snape und Hermine hin und herschicken, obwohl sie tagtäglich in Hogwarts aufeinandertreffen... lest, warum sie sich schreiben...





BRIEFE...

Ausgangssituation:

Hermine besitzt ein Buch über Zaubertränke aller Arten, das nicht zu den Schulbüchern zählt. Das hat sie sich im ersten Schuljahr von lange erspartem Geld gekauft. Es war schweineteuer, weil es ein limitiertes Buch ist.

Dort hat sie in den gesamten Jahren in Hogwarts tausende von winzigklein geschriebenen Notitzen hineingeschrieben, die allesamt aus dem stammen, was sie bei Snape gelernt hat. Oft sind Satzteile oder Zutatenmengen von ihr durchgestrichen und mit Kommentaren wie: "PSS sagt, daß man hier besser... macht/nimmt/wegläßt" - was auch immer...

Man sieht an ihrer sich verändernden Handschrift auch in etwa, welche Notitzen aus welchem Jahr sind.

Normalerweise überträgt sie abends ihre Notizen aus dem Unterricht da hinein. An einem Tag hat sie das Ding aber im Unterricht mit und weil sie weiß, daß sie sich schon vor langer Zeit mal eine Notiz zu dem hineingeschrieben hat, was sie gerade an diesem Tag machen, holt sie es heraus und blättert heimlich darin herum.

Snape erwischt sie dabei, nimmt das Buch weg, klappt es zu und nimmt es mit.

Und als sie es wiederhaben will, sagt er ihr lediglich, daß sie dieses nicht wiederbekommen wird, wenn sie meint, sie müsse es haben, solle sie sich entweder ein neues kaufen oder es in der Bibliothek leihen.

Das Besondere an dem Buch ist auch die Tatsache, daß Hermine auf diversen halben Seiten die an Kapitelenden leer waren, kurze Eindrücke aus dem Zaubertrankunterricht aufgeschrieben hat. Natürlich auch quer auf das ganze Buch verteilt, weil die Themen im Unterricht ja nicht in der gleichen Reihenfolge abgelaufen sind wie im Buch - nur an der Handschrift läßt sich erahnen, was wann geschrieben wurde.

In den ersten Jahren klingen Ehrgeiz und pure Verzweiflung gleichzeitig heraus. Abwechselnd der Gedanke, 'das schaffe ich nie' und 'dem werd ich's zeigen'. Natürlich nicht so detaliert wie ein Tagebuch - aber doch schon recht deutlich.

Später tauchen Vergleiche zu Autoren anderer Zaubertrankbücher auf - bei denen Snape erstaunlich gut abschneidet. In der Regel belegt sie, mit Zitaten von Snape, wo die Autoren falsch liegen.

Irgendwann sind sogar Kommentare zu finden, daß sie sein Fachwissen und ihn als Lehrer bewundert, daß sie sich wünscht, einmal so mit Zaubertränken umgehen zu können wie er, daß sie sich nur wünschte, er wäre etwas umgänglicher, und daß es ihr auch auf den Geist gehen würde, mit Schülern wie Ron und Neville arbeiten zu müssen...

An dem Buch kann Snape erkennen - was Hermine selbst natürlich nicht bewußt ist - das sie sich zu einer Koryphäe auf dem Gebiet der Zaubertrankmagie entwickelt!

Hermine will natürlich weder daß Snape diese Kommentare liest (ihre Hoffnung ist, daß es ihm zu mühselig ist, sich durch ihre unzähligen, kleingeschriebenen Notitzen durchzuwurschteln), noch will sie, daß Ron, Neville oder sonst einer der Schüler über die sie sich darin aufregt, das Ding in die Finger bekommt...

Ein paar Einträge aus dem Buch.

Natürlich sind viel, viel mehr Einträge über Fachliches darin, aber ich habe mal einige ganz wenige von denen rausgepickt, die mit IHM zu tun haben, oder mit Ron, Harry o.ä,

Junge Handschrift erste Jahre

ältere Handschrift mittlere Jahre

aktuelle Handschrift unmittelbare Vergangenheit - Gegenwart


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(junge Handschrift)

Wie ich Hogwarts überstehen soll, ist mir schleierhaft, obwohl ich mehr zu lernen scheine als die anderen, habe ich das Gefühl, daß der Stoff des Unterrichts weit über das hinausgeht, was mein Verstand begreifen und behalten kann. Und daß ausgerechnet Zaubertränke von PSS unterrichtet wird ist die Hölle. Er kann mich nicht ausstehen und ganz egal was ich mache - es reicht nicht...


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(ältere Handschrift)

Es ist unglaublich, was er alles weiß.


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(ältere Handschrift)

Warum kann ich es nicht bleiben lassen, Neville zu helfen? Das kostet mich irgendwann nochmal Kopf und Kragen.


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(ältere Handschrift)

Wenn Ron noch einmal bei mir abschreibt, verpfeife ich ihn! Ok - mach ich natürlich nicht... aber verdient hätte er es...


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(ältere Handschrift)

Manchmal frage ich mich wirklich, wofür ich das alles mache. Wenn ich sehe, mit welcher Sorglosigkeit Harry und Ron die Schule angehen ist es so unglaublich unfair, daß sie sich auf meinem Lernen ausruhen - Hermine wird's schon richten, Hermine wird's schon mitschreiben - die können mich bald mal!


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(ältere Handschrift)

Gibt es außer Crabbe und Goyle jemanden der dämlicher ist als Ron?


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(ältere Handschrift)

PSS hat mich heute im Unterricht, als Nevilles Kessel mal wieder explodierte, gerade rechtzeitig aus der Gefahrenzone weggerissen. Werde den ganzen Tag das Gefühl nicht los, daß er mich festhält. Unfassbar, daß er das rechtzeitig gesehen hat. Er hat seine Augen überall. Niemand ist aufmerksamer als er. Noch unfassbarer, daß er nicht einfach mit Freuden zugesehen hat. Ron und Harry machen schon den ganzen Tag Witze darüber, aber mir ist gar nicht nach scherzen zumute - Bin sehr verwirrt.


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(aktuelle Handschrift)

Die Angst ist inzwischen einem Gefühl gewichen, daß ich fast als Ehrfurcht bezeichnen kann. Sein Wissen macht schwindelig. Ich wünschte ich könnte ihm irgendwann in diesem Punkt ebenbürtig werden. Ich werde alles daran legen. Habe mich heute zum ersten Mal nach dem entsprechenden Studiengang erkundigt. Keine Ahnung ob ich bei den Aufnahmeprüfungen eine Chance hätte.


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(ältere Handschrift)

Wieder zwei Bücher durchgearbeitet in denen sich Widersprüche zu PSSs Erklärungen gefunden haben. Wieder alles selbst in der Freizeit im Labor ausprobiert. Wieder festgestellt, daß PSS Recht hatte, obwohl die Bücher hochgelobte Fachbücher waren. Woher hat der Mann sein Wissen? Und warum schreibt ER keine Bücher? Dann wüßte ich wenigstens, daß ich keinen Quatsch lerne wenn ich in der Bibliothek sitze!
Aber irgendwie wird dieses Buch hier ja langsam zu "seinem". Es ist schon erstaunlich, was ich hier alles bereits gestrichen und durch seine Erkenntnisse ersetzt habe. Ich liebe dieses Buch! Obwohl (weil?) es inzwischen von seinem Wissen so sehr durchdrungen ist.


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(aktuelle Handschrift)

Harry mag ein großartiger Zauberer werden - aber von Zaubertränken hat er soviel Ahnung wie eine Kuh vom Sonntag. Warum habe ich das Projekt "Harry" nicht längst aufgegeben? Er will es doch auch gar nicht lernen.


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(junge Handschrift)

Punkte für Gryffindor geholt BEI PSS! Unfassbar - ich werde mich noch mehr in das Thema reinknien, auch wenn Harry und Ron wieder meckern. Es lohnt sich! Ich scheine doch eine Chance zu haben!


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(ältere Handschrift)

Wie hält PSS das mit Neville überhaupt aus? Neville hat durchaus Ahnung - wenn ich mit ihm lerne, weiß er das alles - aber im Unterricht ist er eine Katastrophe. Wäre ich PSS hätte ich ihn vermutlich längst eine Klasse zurückgestuft. Wir kommen im Unterricht nicht weiter, weil er uns wie ein Bleigewicht an den Füßen hängt. Typisch, daß den anderen nicht aufgefallen ist, daß PSS das Tempo gedrosselt hat, als Neville gar nicht mehr mitgekommen ist. Sie sehen immer nur seine Maulerei - warum sehen sie nicht genauer hin?


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(aktuelle Handschrift)

Wenn James Potter wirklich so ein arroganter Widerling war, dann kommt Harry inzwischen ganz nach seinem Vater. Daß ich ihm nochmal bei den Aufgaben helfe, kann er sich abschminken.


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(aktuelle Handschrift - direkt darunter)

Konnte Harrys Bettelei mal wieder nichts abschlagen. Er und Ron schreiben gerade meine Aufzeichnungen ab. Ich bin sooo blöd.


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(aktuelle Handschrift)

In der letzten Stunde habe ich PSS beobachtet. Ich konnte die Augen nicht von seinen Händen nehmen. Die Sicherheit mit der er Zutaten zusammenstellt und vorbereitet zeigt mir immer wieder, wie weit ich davon entfernt bin, eine gute Hexe zu sein. Er hat unglaublich elegante Hände...


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(ältere Handschrift)

WAS FINDEN DIE AN QUIDDITCH! Ich werde irre! Die Prüfungen sind nur noch vier Wochen entfernt und die haben nichts anderes im Sinn als diesen blöden Bällen hinterherzufliegen.


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(junge Handschrift)

Liebes Buch, entschuldige den Fleck (Pfeil zu einem kleinen Tuscheklecks den sie da offensichtlich noch nicht magisch wegmachen konnte) - bin mal wieder beim Lernen eingeschlafen...


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(junge Handschrift - man sieht, daß diese Seite mal feucht geworden ist)

Wenn ich mich wieder beruhigt habe, werde ich zum See runtergehen. Jetzt geht noch nicht, weil dann jeder sieht, daß ich geheult habe. PSS hat mich mal wieder vor der ganzen Klasse runtergemacht und mir prophezeit, daß ich es im besten Falle zur drittklassigen Köchin bringen würde - aber keinesfalls zur Zaubertrankmeisterin, woraufhin Malfoy, zur Freude von PSS, natürlich wieder auf meiner Herkunft herumgetrampelt ist.


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(aktuelle Handschrift)

Was will dieser Mann eigentlich von mir? Er ist wohl davon überzeugt, daß ich immer noch Angst vor ihm habe. Dabei liegt es nur an meinem Respekt vor ihm, daß ich inzwischen den Mund halte, wenn er mich ungerechtfertigt anmacht. Heute war es wirklich Unfug mich anzubrüllen. Habe das Gefühl, daß es ihm nicht passt, daß ich nicht mehr so schnell anfange zu heulen wie früher. Damit wird er wohl leben müssen!


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(ältere Handschrift)

Habe ich eine Wunderwaffe gegen PSSs Angriffe gefunden? Wenn ich ihm direkt in die Augen sehe und nicht ausweiche, wie sonst, ist die Tirade viel schneller rum.


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(ältere Handschrif)

Hab von PSS geträumt. Was, das kann ich nicht einmal hier hineinschreiben - jetzt bin ich RICHTIG verwirrt. War echt gruselig - aber nicht die ganze Zeit...


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(ältere Handschrift)

Es hat mal wieder keiner begriffen, warum ich gestern auch nachsitzen mußte, obwohl nur Neville seinen Trank versaut hat. Neville und ich hatten das Labor für mehrere Stunden für uns. PSS hat erlaubt, daß wir über den Trank reden. Ich konnte ihm alles erklären - und prompt hat Neville heute eine ziemlich gute Stunde hingelegt! Ich bin sicher, daß genau das die Absicht von PSS war.


--------------------------------------------------------------------------------

(aktuelle Handschrift)

Verdammt - Warum sind mir bloß diese Hände aufgefallen?



****************************





Sehr geehrter Professor Snape,

mehrfach habe ich nun schon versucht, mit Ihnen darüber zu sprechen, daß es sich bei dem, was Sie mir im Unterricht abgenommen haben, nicht einfach nur um ein Buch handelt und es mir deshalb nichts nützt, mir ein anderes Exemplar dieses Titels neu zu kaufen oder es aus der Bibliothek auszuleihen, wie Sie lediglich vorgeschlagen haben (zumal es davon in der Bibliothek gar kein Exemplar gibt).
Da Sie sich aber mit einer mir unbegreiflichen Vehemenz dagegen wehren, mit mir über dieses Thema zu sprechen, bleibt mir nun nichts anderes mehr, als Ihnen diesen Brief zu schreiben, in der Hoffnung, daß Sie in nicht gleich ungelesen verbrennen.
Vielleicht habe ich ja auf diesem Wege die Chance 'auszureden' ohne von Ihnen unterbrochen zu werden, und eventuell kostet mein Haus dieser Weg endlich einmal nicht automatisch Punkte.
Ich möchte mich noch einmal in aller Form dafür entschuldigen, daß ich mich in Ihrem Unterricht mit einem Buch beschäftigt habe, das nicht zum Unterrichtsstoff gehörte. Und mir ist klar, daß es auch dadurch nicht besser wird, daß es zum Thema Zaubertränke generell war. Ich kann Ihnen nur nochmals versichern, daß es sich bei dem, was ich darin gesucht habe ganz explizit um das Thema der Stunde gehandelt hat!
Sollten Sie einen Blick hineingeworfen haben, ist Ihnen sicherlich aufgefallen, daß ich viele Notizen hineingeschrieben habe, und in dem Kapitel über Grünblattzutaten hatte ich auch Notizen über Essenzen aus Milchgewächsblättern gemacht, die ich zu Rate ziehen wollte.
Ich weiß, daß es Sie sicher nicht interessiert, daß dieses Buch das erste Zaubererbuch gewesen ist, das ich mit selbst gekauft habe und ich kann vermutlich davon ausgehen, daß es sie auch nicht weiter beeindruckt, wenn ich ihnen sage, daß ich nicht die finanziellen Mittel besitze, um mir diese besondere Ausgabe noch einmal zu kaufen - vorausgesetzt ich würde überhaupt noch ein Exemplar finden. (Ich bin sicher, daß Sie wissen, daß dieses Buch nur in einer streng limitierten Edition erschienen ist - und deshalb waren ihre lapidaren Vorschläge, mir das Buch neu zu besorgen, gemein.)
Aber obwohl das Buch an sich schon sehr kostbar ist, hat es für mich noch einen viel unschätzbarerern Wert, weil ich die Notitzen die ich zum Unterricht über nun beinahe sieben Jahre gemacht habe, auch mit viel Arbeit, nicht wiederherstellen könnte.
Gut - vieles von dem was ich notiert habe ist inzwischen für mich Selbstverständlichkeit, aber vieles andere nicht - und es würde mich Jahre kosten, dieses gesammelte und konzentrierte Wissen wieder so zusammenzustellen. Es mag für Sie nichts Besonderes sein, was ich darin zusammengetragen habe - aber für mich ist es die Essenz dessen, was ich zum Thema Zaubertränke gelernt habe.
Ich bitte Sie eindringlichst, mir dieses Buch wieder auszuhändigen.
Bitte...

Mit freundlichen Grüßen
Hermine Granger
Zuletzt geändert von Lady Midnight am Mo 05 Dez, 2005 20:11, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon Hagrid » Fr 02 Dez, 2005 21:17

Boah das ist ja der Hammer!!!

Wirklich großes Lob an Satia!!
Ich will sofort weiterlesen!!

Gruß hagrid

Lady Midnight
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Beitragvon Lady Midnight » Fr 02 Dez, 2005 21:44

Ja, nicht wahr? Ich hab sie auch ganz schön gelobt, was sie durchaus verdient hat ;)

Es wird noch vieeeeeeel viel spannender :D *muahahaa* Habe die FF 2 mal gelesen, und sie ist wirklich nicht besonders kurz *g*
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Shinichi
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Beitragvon Shinichi » Fr 02 Dez, 2005 22:07

KLINGT GUT, WEITER!!!!
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Lady Midnight
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Beitragvon Lady Midnight » Sa 03 Dez, 2005 13:00

Miss Granger,

sollten Sie geglaubt haben, Ihre Versuche, auf einfachstem Wege das Buch zurückzuerhalten, das Sie meinten, außerhalb der gestatteten Hilfsmittel in meinem Unterricht benutzen zu dürfen, seien mir nicht verständlich geworden, so mache ich Sie hiermit darauf aufmerksam, daß es nicht der Schriftform bedarf, um mir eine Anfrage verständlich zu machen, gleich welcher banalen Natur sie auch sein mag.
Obendrein ist mir, wie Sie ja selbst zu Recht annehmen, die Seltenheit dieses speziellen Titels durchaus bekannt. Wenn meine Bemerkung bezüglich eines Neuerwerbs Sie erbost haben sollte - - - dann hat sie ihr Ziel fraglos erreicht. Quid pro quo.
Mir ist beim flüchtigen Durchblättern des Bandes aufgefallen was Sie in Ihrem Brief auch benennen, nämlich, daß Sie sich erdreistet haben, ein renomiertes Werk der Fachliteratur mit unzähligen Kommentaren zu versehen! Darf ich demnach annehmen, daß das Manuskript für Ihr erstes Fachbuch noch vor Erwerb des Abschlusses in Hogwarts die magische Weltpresse begeistern wird?
Selbst Sie sollten es als Anmaßung erkennen, noch während Ihrer Schulzeit Fachbücher korrigieren zu wollen.
Ich werde mir diese "fachlichen" Anmerkungen selbstverständlich genauer ansehen, um zu beurteilen, ob Ihre Korrekturen wenigstens Hand und Fuß haben, oder purer Unfug sind.
Wenn Sie nicht über die finanziellen Mittel verfügen, sich ein solches Buch noch einmal zu kaufen, sollten Sie derlei nicht im Unterricht mit sich herumtragen, sondern an einem sicheren Ort verwahren. Ganz abgesehen davon, daß Ihnen bekannt ist, daß ich Hilfsmittel gleich welcher Art, die nicht dem genehmigten Lehrmaterial angehören, in meinem Unterricht nicht dulde.
Ich empfand übrigens den Hinweis, daß ich die Hausaufgaben für die Gryffindor-Schüler offenbar splitten muß, damit gewisse Schüler nicht von anderen abschreiben können als äußerst nützlich...
Ich möchte Sie an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich davor warnen, in meinem Unterricht Hilfsmittel zu benutzen, die obendrein speziell Sie nicht nötig hätten.
Verraten Sie mir allerdings eines - was hat Sie auf den Gedanken gebracht, ich könne einer schriftlichen Anfrage mehr Gehör schenken als einer mündlichen? War es reine Selbsterkenntnis, daß allein die Androhung einer weiteren Wortmeldung Ihrerseits zu Abwehrreaktionen des Lehrkörpers führen muß? Oder haben Sie eine Kopie Ihres Briefes für spätere Beweisführung an Professor McGonagall weitergeleitet, damit diese mich für den Fall der Nicht-Beantwortung Ihres Bitt-Pamphletes dafür zur Rechenschaft ziehen kann?
Haben Sie sich eigentlich je Gedanken darüber gemacht, warum Ihre permanent erhobene Hand im Unterricht so unfassbar nervtötend ist? Halten wir doch einmal fest: Die Tatsache, daß ich eine Frage an die Klasse richte, hat noch NIE bewirken sollen, daß die eine Schülerin die ohnehin den Lehrstoff vorwärts und rückwärts herunterbeten kann, die Antwort darauf gibt. Ist Ihnen noch nie in den Sinn gekommen, daß es die Hohlköpfe Ihres Hauses mehr zum Lernen motivieren könnte, wenn sie permanent in die unangenehme Situation gebracht werden, eine meiner Fragen nicht beantworten zu können, anstatt sich die korrekte Antwort von Miss Hermine Granger vorbeten zu lassen? (Ja, Professor McGonagall, für den Fall, daß Sie dies hier ebenfalls zu lesen bekommen - bei meiner Art zu Lehren handelt es sich durchaus um eine "Lehrmethode", die mehr bewirken soll, als Ihre behüteten Gryffindors seelisch einen Kopf kürzer zu machen...)
Allein die zwischen den Zeilen doch erkennbare Höflichkeit ihrer Anfrage hat mich dazu gebracht, darauf zu antworten, obwohl es einfach lächerlich ist, Ihnen einen Brief zu schreiben, wenn wir uns wöchentlich mehrfach, beinahe täglich, persönlich sehen.
Aber möglicherweise finden geschriebene Worte - so wie dies ja augenscheinlich durch Bücher geschieht - gezielteren Einlass in Ihr vom Lehrstoff vernebeltes Gryffindor-Hirn.
Es gibt keine schulische oder rechtliche Verordnung, die mich zwingen würde, Ihnen Ihr Buch vor Ablauf dieses Schuljahres - im Zweifelsfall sogar vor Ablauf Ihrer generellen Schulzeit - zurückzugeben. Es ist nach wie vor selbstverständlich Ihr Eigentum - ich habe es lediglich in Verwahrung genommen, weil es zu unlauteren Dingen genutzt worden ist. Dieses Recht habe ich als Lehrer an diesem Institut (wie Ihnen sicherlich bekannt ist - da Sie sonst kaum so vorsichtig vorgegangen wären, sondern längst Ihre Hauslehrerin auf mich gehetzt hätten).
Ich schließe trotzdem nicht aus, daß ich Ihnen das Buch vor Ablauf dieses Schuljahres zurückgeben werde, sofern Sie sich in meinem Unterricht vorbildlich verhalten und ich keinen weiteren Grund zur Klage finde.
Derweil werde ich mich (da Sie mich mit ihrem Brief geradezu neugierig gemacht haben auf das, was Sie so "Wichtiges" in Ihr Buch eingetragen haben), wie schon oben genannt, von der Korrektheit ihrer "Korrekturen" überzeugen. Sie dürften es hilfreich finden, wenn ich einige Ihrer Anmerkungen nun meinerseits korrigiere, falls Sie mit ihren Einträgen hier oder dort falsch gelegen haben. Schließlich und letztendlich geht es Ihnen doch - Ihrem Brief nach zu urteilen - um die fachliche Wertigkeit des Buches, nicht wahr? Und als Ihr Lehrer im Fach Zaubertränke, bin ich selbstverständlich bereit, zur Perfektion Ihres Wissensstandes beim Verlassen von Hogwarts, behilflich zu sein.

Professor. S. Snape
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Beitragvon Longsnake » Sa 03 Dez, 2005 13:20

Allllsooooo das ist ja super....richtig witzig geschrieben und ach einfach nur göttlich...hoffe es geht bald weiter ;)
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Beitragvon Lady Midnight » Sa 03 Dez, 2005 13:34

Es wird weiter gehen, und es wird noch vieel viel besser ;) *gg* :D
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Beitragvon whinky » Sa 03 Dez, 2005 13:43

oh klasse geschichte. Mach mal nen neuen Teil rein, die sinn doch eh scho alle fertig, ich will weiterlesen

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Beitragvon Lady Midnight » Sa 03 Dez, 2005 13:46

Joa die sind ja schon alle fertig... lol ^^ Okey, gleich kommt ein neuer Teil ;)
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Beitragvon Lady Midnight » Sa 03 Dez, 2005 13:48

Sehr geehrter Professor Snape,

ich muß gestehen, daß ich niemals mit einer schriftlichen Antwort Ihrerseits gerechnet hätte und wie Sie sicher verstehen ist mir ganz und gar nicht danach zumute, auf Ihre beißenden Worte erneut zu antworten, aber angesichts dessen, was Sie geschrieben haben, bleibt mir wohl nur der Weg, Ihnen ein weiteres "Bitt-Pamphlet" zu senden.
Obwohl ich sicher bin, daß Sie längst wissen, was in diesem Buch alles zu finden ist (sonst hätten Sie das Wort "Wichtiges" wohl kaum in die fühlbar ironischen Anführungszeichen gesetzt), bleibt mir, in der Gewissheit, daß Sie sich nun sehr viel genauer mit den Eintragungen beschäftigen werden als mir lieb sein kann, ganz gryffindormäßig, nur die Flucht nach vorne.
Sie werden diverse Kommentare finden, in denen es um Sie persönlich geht.
Das, was ich davon halte, wie Sie Ihren Unterricht führen, dürfte kaum Neues für Sie bereithalten, aber sicher wird es Sie verwundern, was ich über Ihre Arbeit schreibe. So wie Sie niemals öffentlich zugeben würden, daß ich eine intelligente Schülerin bin, so würde ich niemals öffentlich verkünden, daß Sie in meinen Augen nicht nur dem Titel nach ein Meister der Zaubertränke sind. Ich bringe Ihrer Arbeit tiefen Respekt entgegen und zolle Ihrem Wissen auf diesem Gebiet die größte Bewunderung.
Ich bitte Sie höflichst und eindringlich: ersparen Sie es Ihnen und mir, irgendetwas anderes aus den Kommentaren herauszulesen als diese beiden Punkte. Es ist definitiv nichts anderes in den Kommentaren enthalten.
Meine "Schwärmereien", wie Sie es sicherlich hämisch lachend nennen werden, gelten Ihrer Intelligenz und Ihrem Wissen - nicht dem Mann...
Wieviel peinlicher kann eine Offenbarung werden? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, daß ich mich selbst in diese Situation hineinmanövriert habe und es deshalb offenbar nicht besser verdient habe. Angesichts der Tatsache, daß ich eigentlich wirklich nichts verbrochen habe, widert es mich an, Sie in dieser Situation so dermaßen auf der triumphierenden Sieger-Seite zu sehen. Aber da es meine Ungeschicktheit und Dummeheit ermöglicht hat, daß Sie was mich betrifft nun dort stehen, wo Sie stehen, will ich Ihnen die Genugtuung gönnen und mich im Unterricht ab sofort Ihren neuen Bedingungen entsprechend verhalten in der Hoffnung, daß Sie mir das Buch nicht erst nach Ablauf meiner Schulzeit zurückgeben. Ich werde mich in Ihrem Unterricht nicht mehr melden, sondern nur noch auf konkrete Fragen das Wort erheben.
Der einzige, magere Triumph der mir bleibt, ist die Tatsache, daß es beinahe sieben Jahre, eines dummen Zufalls und einer Erpressung Ihrerseits bedurfte, um Sie erreichen zu lassen, daß ich mich so verhalte.
Es mag sein, daß es sich bei dem, was Sie im Unterricht tun um "Ihre" Form des Lehrens handelt und ich bestreite nicht einmal, daß sie erfolgreich ist. Aber ich weiß auch, daß jeder andere Lehrer und jede andere Lehrerin - einschließlich Professor Binns und Professor Trelawney ebenfalls viel Wissen vermittelt haben und daß dazu keine Wutausbrüche und keine Tränen erforderlich waren. Ich bin nicht sicher, daß das Maß, das Ihre Lehrmethode unzweifelhaft mehr an Wissen in die Schüler "hineinprügelt" es wert ist, daß man Angst vor ihnen hat. Ich bin ganz sicher keine der beliebtesten Schülerinnen dieser Schule und ich weiß, daß man mich hinter meinem Rücken als unangenehme Besserwisserin bezeichnet, womit ichleben kann- aber Merlin möge bewahren, daß man jemals Angst vor mir hat. Nichts wäre mir das wert...
Aber bevor ich mich hier in Ausschweifungen verstricke, muß von mir noch erwähnt werden, daß Sie aus meinen Charaktereigenschaften zumindest die Anmaßung streichen können, die Sie mir unterstellen.
Nein, ich habe nicht vor, die Fachwelt mit meinen geistigen Ergüssen zum Thema Zaubertränke zu erfreuen. Mir ist bewußt (und ich behaupte jetzt einfach einmal: mehr als den meisten meiner Mitschüler), daß ich Schülerin bin. Lernende... Und weit davon entfernt, mehr Wissen vermitteln zu können oder zu wollen, als eine Hausaufgabenhilfe oder gemeinsames Üben für eine Prüfung darstellen würde.
Sie werden feststellen, daß es sich in dem Buch im Prinzip nicht um meine Korrekturen des Buchtextes handelt - sondern um Ihre... ich habe sie lediglich niedergeschrieben. Sollte sich darunter "Unfug" befinden, wäre es dementsprechend Ihr Unfug. Aber Sie können versichert sein, daß ich jeden einzelnen Eintrag zum Fachlichen persönlich überprüft habe. Anfangs in der charakterlich sicherlich sehr zweifelhaften und kindischen Absicht, Ihnen aus Rache für Ihr Verhalten mir gegenüber, Fehler nachweisen zu können - später, als klar war, daß es einen solchen Nachweis nicht geben würde, aus rein wissenschaftlicher Neugier.
Ich habe es übrigens nicht nötig gehabt, eine Kopie meines Briefes an meine Hauslehrerin weiterzureichen - noch habe ich ihre Antwort an sie gegeben. Ich bin durchaus in der Lage, mich selbst meiner Haut zu wehren und die Zeit in der ich mich heulend zurückgezogen habe, wenn etwas nicht nach meinem Willen lief, sind Geschichte.
Da Sie allerdings solche Befürchtungen äußerten, kann ich vermutlich davon ausgehen, daß Sie von sich auf andere geschlossen haben und selbst keine Hemmungen hätten, Ihrerseits meine Brief eventuell an Dritte weiterzureichen, für die meinen Worte nicht gedacht waren. Ich habe allerdings kein Interesse daran, meine Eingeständnisse Ihnen gegenüber am Schwarzen Brett wiederzufinden. Daher habe ich diesen Brief nun mit einem einfachen Zauber belegt, der es nur noch Ihnen ermöglicht, diese Zeilen zu lesen. In Ihrer Nähe entwickelt man im Laufe einiger Jahre eine (un?)gesunde Form von Paranoia...
Ich fasse noch einmal zusammen: Ich werde mich bis zum Ende dieses Schuljahres in Ihrem Unterricht so verhalten wie Sie es sich schon immer gewünscht haben - - - verzeihen Sie, ich meinte selbstverständlich: so verhalten, wie Sie wünschen. Ich werde nichts mehr mit in den Unterricht bringen, was von Ihnen nicht explizit gefordert wurde.
Ich gratuliere Ihnen zum Sieg, Professor Snape.

Mit höflichen Grüßen
Hermine Granger

PS. Sie können übrigens davon ausgehen, daß das Ende des siebten Schuljahres für mich mit dem Ende meiner Schulzeit übereinstimmen wird.
PPS. Herzlichen Dank für die Splittung der Hausaufgaben in der heutigen Stunde. Ich habe selten mit soviel Ruhe meine Arbeit erledigen können...
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Pigmypuff
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Beitragvon Pigmypuff » Sa 03 Dez, 2005 15:45

Cool! Weiter, ungeding!!

Emma Watson is cool
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Beitragvon Emma Watson is cool » Sa 03 Dez, 2005 20:02

cool schreib weiter
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whinky
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Beitragvon whinky » So 04 Dez, 2005 01:51

tolle geschichte. Wie zünisch die beiden doch sind. Setz doch mal bisschen
mehr Teile rein, damit ich weng mehr zu lesen hab ;-) lg Whinky

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Beitragvon Lady Midnight » So 04 Dez, 2005 02:00

Der folgende Brief wird noch am gleichen Tag - aber mitten in der Nacht - von einer unscheinbaren, recht kleinen Eule an Hermines Fenster abgegeben. Gerade als die kleine Eule das Papier loslassen will, kommt ein Rabe angeflogen, der die Eule angreift, auf sie einhackt und ihr beinahe den Brief entreißt, als solle er verhindern, daß der Brief seinen Adressaten erreicht. Aber Hermine ist schnell genug, greift rettend nach der Eule, schlägt nach dem Raben und verschließt erschrocken das Fenster. Der Brief ist leicht beschädigt, aber ansonsten in Ordnung. Allerdings ist die Schrift "unordentlicher" als bei dem ersten Brief. Irgendwie fahriger... Während die leicht verstörte Eule ihren Keks frißt, liest Hermine...






Sehr geehrte Miss Granger,

Sie sollten unter die Juristen gehen. Während meine Angriffe wenigstens offen formuliert sind, sind Ihre unverschämten Unterstellungen und anmaßenden Definitionen meiner Person in einer derart gekonnten Weise in geradezu schmeichelnd anmutende Phrasen eingebunden, daß man beim ersten Lesen Ihres Briefes glauben könnte, es sei das gemeint, was er oberflächlich auszudrücken scheint. Das Wappentier Ihres Hauses sollte vom Löwen in eine Katze verändert werden, denn nur diese hinterhältigen Tiere sind in der Lage mit ausgefahrenen Krallen so täuschend echt zu schnurren...
Um der Wahrheit die Ehre zu geben - ich hätte an Ihrer Stelle ebenfalls nicht mit einer Antwort meinerseits gerechnet und bin in diesem Moment, so wie Sie es vermutlich auch sein werden, erneut überrascht, daß ich diese Zeilen schreibe.
Warum ich dieses Wortgefecht weiterführe? Nennen Sie es die slytherinsche Variante dessen, was man in Gryffindor vermutlich Sportsgeist nennen würde.
Vielleicht liegt es auch an dem überaus großartigen Wein den unser Schulleiter mir zu meinem letzten Geburtstag hat zukommen lassen, und den ich mir für eine besondere Gelegenheit aufgehoben hatte, die nun gekommen war. Eigentlich wollte ich nicht zurückschreiben, aber jedes Glas dieses wunderbaren Rotweins hat mich stärker davon überzeugt, daß es eigentlich eine Verschwendung hochwertiger Agressionsbereitschaft wäre, nicht zu antworten.
Ihr Brief übertrifft in seiner Dreistigkeit alles, was mir in meiner bisherigen Lehrtätigkeit zugekommen ist. Miss Granger, ich ziehe meinen imaginären Hut vor Ihrer inspirierenden Kampfeslust und Ihrer Fähigkeit eine Gratulation zu meinem Sieg auf eine Weise "einzupacken" die mich als Verlierer dastehen ließe, wenn ich nicht erneut reagieren würde.
Vielleicht lasse ich Sie aber auch nur aus purer Neugier darüber, wie weit Sie diesen Weg zu gehen wagen werden, gewähren. Ihnen muß klar sein, daß Sie sich auf Terrain bewegen, das einer Schülerin unter gar keinen Umständen zusteht. Aber um des Spiels willen, will ich Ihnen gestatten, ungestraft noch ein paar Schritte weiterzugehen.
Selbstverständlich wußte ich, was in Ihrem Buch zu finden war. Und wenn Sie darauf bestehen, daß ich in den Kommentaren nicht zwischen den Zeilen lese, werde ich ich dies selbstverständlich unterlassen. Möchten Sie auch, daß ich es unterlasse, Sie im Unterricht mit meinen - warten Sie...wie hatten Sie sie doch gleich genannt... ah ja... "eleganten Händen" abzulenken? Ihr Wunsch, Miss Granger ist mir natürlich Befehl...
Aber nun zurück in die Realität - ich bin in der Lage zu begreifen, daß Sie keine Gefühle pubertärer Art für mich hegen, nur weil von möglicherweise tausenden von Einträgen, die sich zudem auf einen Zeitraum von fast sieben Jahren verteilen, einige wenige Male meine Person in einer - nennen wir es einmal "unangebrachteren" - Weise genannt wird. Schon gar nicht, wenn sich in der gleichen Handschrift, also aus den selben Zeiträumendie sehr viel üblicheren Hass-Tiraden finden.
Ich bin schon deshalb in der Lage dies zu begreifen, weil Sie in Ihrem geradezu unmenschlichen Eifer für das Studium der Magie überhaupt keine Zeit für derlei hätten... weder in Ihrer eigenen Altersgruppe noch in unangebrachten Kreisen. Vielleicht sollten Sie Ihr Studium auch auf dieVerhaltensweisen richten, die die menschliche Rasse ausmachen und zu denen, sofern ich mich recht erinnere, zwangsläufig auch ein gewisses rituelles Verhalten dem anderen Geschlecht gegenüber erforderlich ist. Wenn ihr scharfer Verstand nicht dadurch verloren gehen soll, daß Sie ihn nicht an Nachkommen weiterreichen, sollten Sie das eine oder andere Buch zugungsten der Auslebung pubertärer Notwendigkeiten liegenlassen. Es wäre für Mr. Weasley sicher eine Erlösung, wenn Sie dies endlich erkennen. Der Arme kann einem inzwischen fast leid tun...
Sie wollen wissen, wieviel peinlicher eine Offenbarung werden kann? Vielleicht sollte Albus Dumbledore Ihnen bei Gelegenheit einmal seine Ansammlung von Briefen liebeskranker Schülerinnen zeigen... DAS ist peinlich...
Mir fällt gerade auf, daß Wein-Trinken und Briefeschreiben nicht unbedingt zwei Dinge sind, die zusammengehören - entschuldigen Sie die Handschrift... aber ein paar Dinge müssen noch geschrieben werden.
Sie wollen Sich "meinen Regeln entsprechend" im Unterricht verhalten? Lassen Sie das bleiben. Oder wie wollen Sie dies Ihren Mitschülern erklären? Nun ja, vielleicht wäre eine verlorene Wette ein Argument...
Ich erwarte lediglich keinen Widerspruch und keine Hilfsleistungen mehr an Ihre Mitschüler.
Und hier bin ich dann an der Stelle angelangt, für die Ihr Brief entweder verbrannt gehört, oder für die Sie einen Orden erhalten sollten.
Es bedurfte also eines dummen Zufalls und einer Erpressung meinerseits, damit Sie sich im Unterricht so verhalten "wie ich es wünsche"?
Sie beschuldigen mich der Erpressung. Sie behaupten, ich hätte das Verhalten meiner Schüler nicht im Griff. Sie nennen meine Methode zu Lehren "hineinprügeln" und letztendlich bitten Sie Merlin darum, daß er verhindern möge, daß man Ihnen die gleichen Empfindungen entgegenbringt wie mir...?
Miss Granger... das Glas, das neben diesem Briefbogen steht, trinke ich auf Sie, weil Sie es geschafft haben, meinen persönlichen Rekord in konzentrierten persönlichsten Beleidigungen zu brechen... Sie... eine Gryffindor...
Allein dies geschrieben zu haben, läßt mich diesen Brief jetzt schon einmal vorsorglich auf die gleiche Form magisch versiegeln, die Sie für Ihren genutzt haben.
Sie gratulieren mir zum Sieg, Miss Granger? Ich kann nur sagen "touché"
Sie haben nun ebenfalls eine Schlacht gewonnen. Bleibt herauszufinden, wer diesen Krieg gewinnt, den Sie da entfacht haben.
Oh... was den Krieg, einzelne Schlachten und Niederlagen betrifft, habe ich hier etwas für Sie: Was das Ende Ihrer Schulzeit betrifft, über dessen TerminSie ja so überaus sicher sind,verrate ich Ihnen ein Geheimnis. Und ich vertraue auf Ihre Gryffindor-Ehre, daß Sie mich nicht als Quelle dieser Information verraten. Ich würde es ohnehin leugnen.
Die selbstverständlich hochkompetente Professor Trelawney (der Sie ja in Ihrem Brief ebenfalls sehr gute Lehreigenschaften bescheinigt haben) beabsichtigt, konkret Ihren (und NUR Ihren) praktischen Prüfungsteil aus Gründen die durch die Schulordnung realisierbar sind, auf vier Fünftel anzuheben. Sollten Sie den praktischen Teil in diesem Fach nicht bestehen - wovon laut Professor Trelawney auszugehen ist - wären Sie gezwungen, in diesem Fach eine Nachprüfung abzulegen, die erst nach den Ferien erfolgen würde.
Ich denke nicht, daß es Sie den Abschluß kosten würde, aber selbstverständlich würde dieser "Patzer" im Abschlußzeugnis erwähnt werden...
Damit Sie sich noch weiter auf die Vorbereitung der Prüfungen konzentrieren können, ohne daß Sie nervende Mitschüler zu fürchten haben, werde ich die von Ihnen ja ganz offensichtlich begrüßte Splittung der Hausaufgaben noch konkreter vornehmen, damit Sie sich nicht plötzlich mit Freizeit konfrontiert sähen, die sie vor die erschreckende Aufgabe stellen würden, sich eventuell doch mit zwischenmenschlichen Ritualen beschäftigen zu müssen. Stellen Sie sich doch nur vor, Mr. Weasley bekäme heraus, daß Sie einen ganzen Tag lang ohne Beschäftigung sind...
Oh... aber nun fällt mir wieder ein, daß es ja eigentlich erstrebenswert wäre, wenn Sie sich der Tatsache wieder besinnen würden, daß sie weiblich sind... vielleicht sollte ich Sie stattdessen lieber von den Hausaufgaben entbinden?
Was meinen Sie, Miss Granger?
Oder hält Sie die Angst die man vor mir ja offenbar haben muß, davon ab, mir noch einmal Ihre Meinung zu sagen? Das wäre bedauerlich...

Severus Snape
"You do not fear... You do not falter. You do not yield."

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Beitragvon nehcregit » So 04 Dez, 2005 02:38

Oh ja... "Briefe" Die habe ich auch schon gelesen :) Die ist sau geil.... ich glaube ich muss die nochmal lesen :D
Cool, das du die hier reinstellst. Danke dir *freu*
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