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[HP] Demütigung mit Hindernissen

Bithya
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[HP] Demütigung mit Hindernissen

Beitragvon Bithya » So 14 Aug, 2005 20:01

Hey Leute,

ich weiß nicht, wie solche FFs hier ankommen, aber ich stelle jetzt einfach einmal meine erste (und einzige) hier rein.
Es geht im groben darum, dass Draco sehen muss, wie Hermine in Zaubertränke Punkte bekommt und er nicht. Daraufhin beschließt er, sich für diese Demütigung zu rächen, bemerkt aber im Laufe der Zeit, dass Hermine eigentlich ganz anders ist...
Mit anderen Worten: Draco verliebt sich in Hermine und ... Naja ... Eine andere FF kann man von mir als Draco-Fan ja nicht erwarten *hehe*
_______________________________________________________________________

Zaubertränke


Freudig schaute Hermine in ihren Kessel – die Flüssigkeit darin hatte sich tiefblau verfärbt und silbriger Dampf stieg in feinen Kringeln empor. Der Trank der lebenden Toten, einer der stärksten Heiltränke der gesamten Zauberwelt, war ihr im ersten Anlauf perfekt gelungen!

Seufzend schaute die intelligente Hexe auf und warf ihrem Lehrer einen bösen Blick zu – niemals würde er ihren Trank loben oder ihr gar Punkte dafür geben!

„Ach, was soll’s“, dachte sie sich, „ich weiß, dass er gut ist, das reicht mir!“

„Mine, dein Trank ist ja perfekt! Kannst du mir nicht schnell helfen? BITTE!“, ertönte da von ihrer rechten Seite ein flehendes Flüstern.

„Ach, Ron … du hast die sechste Zeile der Anweisungen nicht befolgt! Erhitze deinen Trank am besten noch mal und füge dann drei Tropfen Wermut hinzu. Wenn du danach bei Zeile sieben fortfährst, sollte er wenigstens noch halbwegs gelingen!“, flüsterte Hermine aus dem Mundwinkel zurück.

„Danke, Mine, du bist ein Schatz!“

Ein gedämpfter Aufschrei erscholl aus der Reihe hinter Hermine, Ron und Harry. Schuldbewusst drehte sich Ron zu Lavender Brown um und zwinkerte entschuldigend mit den Augen.

„Du hast eine sehr eifersüchtige Freundin, Ron!“, meinte Harry grinsend



Unbemerkt hatte sich Snape inzwischen dem Kessel von Hermine genähert und einen schnellen Blick hineingeworfen. Er hatte zuvor den grimmigen Ausdruck in ihrem Gesicht gesehen und sich denken können, was sie gedacht hatte.

Ein gänzlich anderer Blick kam aus der ersten Reihe – Draco Malfoy schaute Achtung heischend um sich. Sein Trank war ebenfalls tiefblau, doch der Rauch war eher gräulich und statt in Kringeln stieg er in Kreisen auf – dennoch war er für den ersten Versuch ziemlich gut.

Snape zog die Augenbrauen zusammen – so sehr er Malfoy auch mochte, diese überhebliche Art ging ihm auf die Nerven.

„Nun denn“, murmelte Snape und ein hinterhältiges Grinsen flog über seine Lippen.

„Die Stunde neigt sich dem Ende, meine Herren und meine Damen. Da Sie nun im 6. Jahr Ihrer Schulkarriere in Hogwarts angekommen sind, möchte ich Ihnen einige Neuerungen mein Fach betreffend erläutern: Wir werden jede Stunde einen Trank durchnehmen, wer nicht mitkommt, hat selbst Schuld. Außerdem werde ich am Ende jeder Stunde den besten aller Tränke feststellen und anhand dessen noch einige Informationen dazu geben – die Sie sich natürlich notieren!“

Ein Raunen ging durch den Raum – jede Stunde einen neuen Trank? Das bedeutete ziemlich viel Arbeit!

„Der beste Trank dieser Stunde …“, begann Snape und sogleich fiel ihm der selbstsichere Ausdruck in Malfoys Gesicht auf. Er hielt kurz inne, dann wandte er sich in Richtung Hermine.

„Ich habe nie einen so perfekten Trank in der ersten Stunde nach den Sommerferien gesehen, Miss Granger, und dass es dazu noch ein Trank auf UTZ-Niveau ist, macht es nur noch erstaunlicher!“, sagte er ruhig.

Während er sich nun, mit einer Kelle von Hermines Trank in der Hand, den weiteren Vorzügen dieser Flüssigkeit im Besonderen und des Heiltrankes im Allgemeinen widmete, wurden die Augen der Schüler immer größer. Bei den Worten „10 Punkte für Gryffindor“ hörte man zwei dumpfe Aufschläge – Hermine und Malfoy waren ungläubig in ihre Stühle gesunken. Mühsam unterdrückte der Zaubertränkemeister ein weiteres Grinsen.
Orden des Halbblut-Prinz

(Hermine) »Ich hoffe, ihr seid zufrieden mit euch. Wir hätten alle sterben können - oder noch schlimmer, von der Schule verwiesen werden. Und jetzt, wenn es euch nichts ausmacht, gehe ich zu Bett.«

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Feedback zu meiner FF "Demütigung mit Hindernissen"

Beitragvon Bithya » So 14 Aug, 2005 20:10

Huhu,

wenn ihr mögt, könnt ihr hier eure Kommentare reinsetzen *lieb schau*

Bithya :!:
Orden des Halbblut-Prinz

(Hermine) »Ich hoffe, ihr seid zufrieden mit euch. Wir hätten alle sterben können - oder noch schlimmer, von der Schule verwiesen werden. Und jetzt, wenn es euch nichts ausmacht, gehe ich zu Bett.«

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Beitragvon James Potter » So 14 Aug, 2005 20:59

also die FF gefällt mir jetzt schon sehr und ich schliess mich nur der meinung von amy an ^^
freu mich schon sehr auf die fortsetzung...........
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Beitragvon planet.express » So 14 Aug, 2005 21:26

und noch eine tolle FF :D super gut gelungen.

Remus J. Lupin
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Beitragvon Remus J. Lupin » So 14 Aug, 2005 21:32

aaaaaaaaaaalso
wie so oft, kann ich mir nur der lieben amy anschliessen, die hat ein gefühl was ff angeht^^

also mach weiter*daumendrück*
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Beitragvon Bithya » Mo 15 Aug, 2005 21:20

Der Plan


„Das Schönste an Snapes Verhalten war ja noch Malfoys Gesicht!“

Lachend saßen die vier Gryffindors (Lavender, Ron, Harry und Hermine hatten als einzige Gryffs Zaubertränke behalten, bedingt durch ihre Berufswünsche) saßen am Abend in ihrem Gemeinschaftsraum und erzählten ihren Freunden von dem Vorfallen während des Unterrichts.

„Ein bisschen komisch ist’s ja schon, dass Snape mit einem Mal Hermine statt Malfoy lobt – sein Trank war nämlich fast ebenso perfekt…“, meinte Harry nachdenklich.

„Vielleicht will er was von Hermine!“, erwiderte Parvati Patil kichernd und das Gelächter im Gemeinschaftsraum schwoll an.

„Wahrscheinlich kam er nicht mehr drum herum, sie zu loben – ich meine, nur ein arger Blindfisch sieht nicht, wie intelligent unsere Mine ist!“, entgegnete Dean Thomas und grinste Hermine breit an. Diese wurde rot und schüttelte den Kopf.

~~~~~~~~~~~~~

„Was ist nur in Snape gefahren?!“, fluchte Draco Malfoy zum wiederholten Male. Auch er saß mit seinen so genannten Freunden im Gemeinschaftsraum, doch hier war die sonst schon kühle Stimmung eisig und gespannt: Der Slytherin-Prinz hatte eine schwere Demütigung erleiden müssen!

„Draco, du musst das diesem Schlammblut heimzahlen!“m sagte Pansy Parkinson und legte ihren Kopf in Dracos Schoß. Der blonde Junge begann mit den schwarzen Haaren von Pansy zu spielen – sie hatte Recht!

„Was meinst du, meine Liebe, womit könnte man DER am meisten schaden?“

Schweigen legte sich auf den Raum – was könnte jemanden wie Hermine Granger verletzen?

„Ha!“, entfuhr es da Millicent Bullstrode, „ich weiß! Die Granger hatte doch nie einen Freund! Was, wenn sie sich nun verliebt, in der Gewissheit, ebenfalls geliebt zu werden? Schreiben wir ihr anonyme Liebesbriefe, so dass sie sich in den Absender verliebt. Und dann laden wir sie ein, gemeinsam mit IHM zum Valentinsball in einem halben Jahr zu gehen und da erfährt sie dann alles – das verletzt jedes Mädchen!“

Kurze Stille folgte, dann …

Milly, das ist genial! Du überraschst mich, hätte nicht gedacht, dass du so hinterhältig bist!“, meinte Blaise Zabini und grinste Draco an. Er sah das zufriedene Lächeln nicht, dass über Millicents Gesicht flog.

„Du meinst, das funktioniert? Ich meine … Granger und Liebe?“, erwiderte Draco skeptisch.

„Aber sicher! Hast du Victor Krum vergessen?“, erinnerte ihn Blaise. Dracos Augen begannen zu leuchten: „Ja, ich glaube, Millys Vorschlag ist wirklich gut! Ich schreibe gleich los … aber Pansy, du musst mir helfen, ich habe keine Ahnung, wie ich Granger betören könnte …“

„Lass deinen Charme spielen, Draci! Das zieht immer!“, schmeichelte Millicent Bullstrode.

Langsam wiegte Draco den Kopf hin und her, dann begann er zu schreiben …


Kurze Zeit später suchten die vier Slytherins die Eulerei auf – sie brauchten eine Eule, die keine Rückschlüsse auf den Absender zuließ!

Ein letztes Mal flogen die Augen über die Zeilen, die Draco geschrieben hatte:


Liebste Hermine,

ich habe von deinem Triumph in Zaubertränke erfahren und nun kann ich nicht mehr anders: Ich muss dir sagen, wie sehr ich dich bewundere! Deine Intelligenz überragt alles, an Mut und Gutherzigkeit mangelt es dir nicht und zudem hast du dich inzwischen in einen wunderschönen Schmetterling verwandelt!

All dies macht dich aber nicht nur begehrenswert für jeden jungen Mann, sondern gleichzeitig auch unerreichbar! Daher ziehe ich es vor, anonym zu bleiben!

Dein dich verehrender
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(Hermine) »Ich hoffe, ihr seid zufrieden mit euch. Wir hätten alle sterben können - oder noch schlimmer, von der Schule verwiesen werden. Und jetzt, wenn es euch nichts ausmacht, gehe ich zu Bett.«

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Beitragvon James Potter » Mo 15 Aug, 2005 21:52

Boah, dass ist doch voll fies , was die slytherins machen, mal schauen wie es weiter geht, schreib weiter ^^
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Beitragvon Remus J. Lupin » Mo 15 Aug, 2005 22:16

jaja..die slyth^^
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Beitragvon Bithya » Di 16 Aug, 2005 20:16

Demiguise gibt es wirklich, nachzulesen in "Fantastic Beasts & where to find them"


Duell


Es war schon spät, als Hermine durch ein Klopfen von ihren Hausaufgaben abgelenkt wurde – an der Scheibe zum Gryffindor-Gemeinschaftsraum flatterte eine Eule. Wer bekommt denn um diese Zeit Post?, fragte sie sich genervt und widmete sich wieder ihrem Aufsatz. Harry indes stand auf und öffnete das Fenster – den Aufsatz in Zaubertränke würde er eh erst schreiben können, wenn Hermine fertig war!

Dankbar flog die braune Eule um Harrys Kopf, dann ließ sie sich direkt vor Hermine auf dem Tisch nieder und klapperte erwartungsvoll mit dem Schnabel.

„Für mich?“, frage Hermine erstaunt und knüpfte den kleinen Brief vom Bein des Boten, „dann wollen wir mal sehen …“

Harry, Ron und Ginny sammelten sich neben Hermine, um zu erfahren, wer ihr da geschrieben hatte. Überrascht tauschten sie Blicke aus, als sie die Röte auf den Wangen ihrer Freundin sah.

„Naaa, Mine, hat Vicy geschrieben?“, lästerte Ron sogleich und schaute grimmig auf seine Freundin hinab.

„Eifersüchtig, Ron? Was ist mit Lavender?“, neckte Harry seinen besten Kumpel, dann wandte er sich an Hermine: „Nun, von wem ist der Brief, dass du derart errötest, Mine?“

Rasch faltete Hermine den Brief zusammen und steckte ihn unter ihren Pullover – wer konnte ihr nur so schmeicheln? Wie peinlich!

„Unwichtig, Harry, unwichtig … ich schätze, ich gehe jetzt hoch und schreibe da in Ruhe weiter, okay? Gute Nacht, Jungs!“, sagte Hermine, packte ihre Sachen zusammen und ging eiligen Schrittes in Richtung Mädchenturm.

„Mine?“, erscholl da die Stimme von Ginny, „Darf wenigstens ich erfahren, was das für ein Brief ist?“

Hermine drehte sich um und nickte. Gemeinsam stiegen sie die Stufen zum Mädchenschlafsaal hoch, während Ginny den Brief las.

„Also wirklich, Hermine!“, meinte die Rothaarige und ließ sich lachend auf ein Bett sinken, „Das ist jawohl ein echt dämlicher Liebesbrief! Das klingt mir ziemlich aufgesetzt, sorry!“

Hermine nickte: „Ja, das dachte ich auch schon. Weißt du, irgendwie würde ich mich ja freuen, wenn es ernst gemeint wäre … aber es wirkt halt doch recht unecht. Was meinst du, was soll ich tun? Zurückschreiben?“

„Auf jeden Fall! Konfrontiere diesen ominösen Briefeschreiber direkt damit, dass du nicht glaubst, dass er es ernst meint! Dann werden wir sehen, was dahinter steckt!“

„Okay …“

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Flügelrascheln erfüllte die Große Halle – die Post kam gerade durch das Fenster in der Decke hineingeflattert.

„Hey, Draco! Da oben ist die Eule, die wir gestern abgeschickt haben!“, flüsterte Pansy kichernd in das Ohr ihres Sitznachbarn. Erstaunt drehte dieser sich um und sah zu, wie die Eule auf ihn zuflog.

Verdammt, was, wenn Granger das jetzt sieht? Rasch drehte er sich zum Gryffindor-Tisch, doch das brünette Mädchen war ganz in ein Gespräch mit ihren Freunden vertieft. Puh, das ging ja noch mal gut!

Er band den Brief vom Bein der Eule, gab ihr ein wenig Geld und widmete sich dann den wenigen, sehr ordentlich geschriebenen Zeilen:

Lieber Anonymus

Ich bin erstaunt: Noch nie hat irgendjemand mir so viele Komplimente gemacht! Noch nie ist überhaupt jemand auf die Idee gekommen, mich als weibliches Wesen anzusehen! – Kein Wunder! Sie benimmt sich ja auch nicht sehr fraulich – Dennoch …

Deine Worte klingen aufgesetzt, so, als suchest du nach Komplimenten für jemanden, dem du niemals Komplimente machen würdest! Was soll das werden? Willst du mich veralbern? – Herrje … anscheinend hat Granger doch mehr Verstand, als Pansy mir weiß machen wollte! – Darauf kann ich verzichten!

Sollte ich dich mit diesen Worten verletzt haben, sollte dir TATSÄCHLICH etwas an mir liegen, so tut es mir leid …

Grüße,

Hermine Granger


„Naaa, Draci, was schreibt unser Schlammblut?“, ertönte es da von seiner linken Seite. Pansy Parkinson, Millicent Bullstrode und Blaise Zabini reckten neugierig ihre Hälse in seine Richtung.

„Pfff, das ist wohl eher nach hinten losgegangen! Sie hat uns durchschaut!“, erwiderte Draco trocken.

Mit hochgezogenen Augenbrauen lasen seine drei Freunde den Brief.

„Ach Blödsinn, Draco! Du musst zwischen den Zeilen lesen!“, entgegnete Millicent, „Soweit ich das sehe, WILL sie an die Echtheit des Briefes glauben! Ich glaube, sie wünscht sich diesen heimlichen Verehrer! Du musst ihr nur weiterhin schmeicheln, dann wird sie dir bald zu Füßen liegen!“

So, meinst du, Bullstrode? Mir scheint Granger nicht so dumm zu sein … Stopp! Gehirn an Malfoy – Granger ist ein Schlammblut, die SIND von Natur aus dumm!

„Ein Versuch ist es wert … Aber erstmal möchte ich sie beobachten … Ich muss schließlich etwas haben, womit ich ihr schmeicheln kann!“, meinte er schließlich.

„Okay, was haben wir als nächstes mit ihr zusammen?“, murmelte Blaise Zabini und schielte auf den Stundenplan, „Ah, hier, Pfelge magischer Geschöpfe, jetzt direkt nach dem Frühstück! Das wird herrlich …“

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

„Na, dann kommt ma’ alle etwas näher, Kinner! Keine Angs’, die tun euch nich’s!“, erscholl Hagrids Stimme über die Länderein. Er stand vor einem Zaun, der eine große Rasenfläche umgab. Auf dieser standen …

„Demiguise!“, rief Hermine aus und trat ein paar Schritte vor.

„Richtich, Hermine, das sin’ Demiguise! Kann mir wer sagen, was besonders an den’ is’?“, brummte er und schaute erwartungsfroh in die Runde.

„Demuguise“, ertönte da von weiter hinten eine kalte Stimme, „können sich unsichtbar machen, wenn sie sich bedroht fühlen!“

Erstaunt drehte sich die Klasse um und musterte den Sprecher mit Verblüffung – noch nie hatte sich Draco Malfoy am Unterricht beteiligt.

„Ääh, sehr richtich, Malfoy, fünf Punkte für Slytherin!“, meinte Hagrid verwirrt.

„Aus dem Haar der Demiguise werden die Unsichtbarkeitsmäntel gesponnen!“, kam es da aus der ersten Reihe. Wieder drehte sich die Klasse um und schaute nun etwas verdutzt zu Hermine – ihre Stimme hatte etwas aufgebracht geklungen.

„Jaaa, genau, Hermine! Zehn Punkte für Gryffindor!“, sagte Hagrid stolz, „Dann wollen wir uns mal …“

„Demiguise“, kam es da wieder aus der letzten Reihe, „wohnen zumeist im fernen Osten. Sie gehören in die Klasse XXXX und sind somit eigentlich nicht für den Schulunterricht geeignet – Klasse-XXXX-Zauberwesen sind gefährlich!“

Der zunächst erfreute Gesichtsausdruck von Hagrid verwandelte sich in einen verlegenen.

„XXXX? Das ist die fast gefährlichste Klasse, die es gibt!“, hörte man aus verschiedenen Ecken ein Murmeln und die Klasse wich zurück. Mit einem zufriedenen Grinsen schaute Draco zu Hermine – der hatte er es gezeigt.

„Demiguise“, sagte diese nun jedoch mit fester Stimme, „sind in keiner Weise gefährlich. Sie werden nur deshalb in die Klasse XXXX eingestuft, da sie schwer zu finden sind und großes Wissen für die Haltung erfordern. Dieses Wissen dürfte Hagrid jedoch haben.“

Bedeutungsvoll schaute Hermine Draco in die Augen. Sekundenlang war es still in der Klasse, während alle diesem wortlosen Gefecht zusahen, dann schaute Draco fluchend weg. Erfreut nahm Hagrid den Unterricht wieder auf.

„Verdammtes Schlammblut“, zischte Draco, doch seine Freunde waren begeistert.

„Jetzt hast du gleich wieder was, womit du ihr schmeicheln kannst, Draci, das war genial!“, flüsterte Pansy kichernd.

Dass ich grade ein Duell gegen ein Schlammblut verloren habe, das interessiert wohl keinen, was?
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(Hermine) »Ich hoffe, ihr seid zufrieden mit euch. Wir hätten alle sterben können - oder noch schlimmer, von der Schule verwiesen werden. Und jetzt, wenn es euch nichts ausmacht, gehe ich zu Bett.«

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Beitragvon Remus J. Lupin » Di 16 Aug, 2005 21:15

also der neue teil...schmacht...schreib brav weiter ja?
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Beitragvon Bithya » Mi 17 Aug, 2005 16:27

Keine Antwort


Keine Antwort


Ein leises Klopfen drang an Hermines Ohr – wer störte sie da schon wieder bei ihren Hausaufgaben? Da ziehe ich mich extra in den leeren Schlafsaal zurück, und dann kann ich trotzdem nicht in Ruhe arbeiten.

Genervt schaute sie von ihrem Pergament auf und wandte sich in Richtung Fenster. Was denn? Schon wieder eine Eule? Hermine schaute auf ihre magische Uhr – es war genau wie gestern Punkt zehn Uhr. Interessant …

Rasch ließ Hermine die braune Eule herein, gab ihr ein wenig Wasser und setzte sich dann auf ihr Bett, um den Brief zu lesen:

Verehrte Hermine!

Deine Worte haben mich tief getroffen – sie zeigen mir, was für ein verletzliches Wesen du bist und wie unzureichend meine Talente sind, wenn es ums Komplimente machen geht. Ich bitte dich, glaube mir! Es ist mir ernst mit dir!

Heute hast du wieder bewiesen, was für ein grandioser Verstand sich in deinem schönen Kopf befindet und gleichzeitig hast du gezeigt, dass du ihn sehr wohl für das Wohl deiner Freunde einzusetzen weißt. Dein kleines Wortgefecht während Pflege magischer Geschöpfe war überaus erstaunlich – dein Kontrahent wusste zwar viel, aber an dein Wissen reichte er bei Weitem nicht heran! Bewundernswert!

Meine besten Wünsche

Und in der Hoffnung, dass du mir wieder Antworten magst

XXX

Seufzend ließ Hermine den Brief sinken – was war das nur für ein mysteriöser Schmeichler? Wieso gab er sich ihr nicht zu erkennen? Er beobachtet mich anscheinend auf Schritt und Tritt. Es muss jemand aus meinem Jahrgang sein, möglicherweise sogar aus Gryffindor. Himmel, als hätte ich keine anderen Probleme!

Hermine schüttelte den Kopf – für sie stand fest, dass sie niemals Gefühle für diesen Briefeschreiber hegen würde! So sehr er mich ja anscheinend verehrt, aber ich brauche keinen Mann, der mir immer nur Recht gibt! Ich will einen mit Verstand, einen, der mir auch mal Kontra gibt … Wie Draco Malfoy heute …

Genervt stand das Mädchen auf – jetzt dachte sie schon positiv über den Erzfeind ihres besten Freundes nach. Verstand hat er ja wirklich … aber wie er heute bewiesen hat, setzt er ihn nur zum Nachteil anderer ein! Wie dem auch sei … ich glaube, ich schreibe diesem werten Herrn XXX erst einmal nicht zurück – soll er doch zappeln!



„Sehr ihr irgendwo unsere Eule?“, fragte Pansy ein wenig nervös. Die Posteulen waren soeben in die Große Halle geflogen, doch nirgends konnte sie die braune Eule entdecken, die sie am Vortag zu Hermine geschickt hatten.

„Nein, Pansy, ich sehe sie auch nicht!“, erwiderte Blaise, „anscheinend hat unsere verehrte Hermine beschlossen, nicht mehr zu antworten! Ich glaube, Draco, sie fühlt sich so geschmeichelt, dass sie nicht weiß, wie sie reagieren soll…“

Mit hochgezogenen Augenbrauen schaute der Slytherin-Prinz seinen Freund an – Granger und um eine Antwort verlegen? Niemals! Die hatte eine so spitze Zunge … Wo ist sie überhaupt? Sie sitzt nicht beim Wiesel oder bei Potty!

„Könnt ihr das Schlammblut überhaupt entdecken?“, flüsterte Draco seinen Freunden zu, „sie sitzt gar nicht an ihrem gewohnten Platz …“

Kurz drehten sich alle vier um und suchten, dann meinte Millicent: „Ja, dort drüben … sie sitzt am anderen Ende der Tafel neben … schaut nach Dean Thomas aus …“

Draco schaute in die Richtung, die Millicent deutete. Tatsächlich, da saß das Zielobjekt und scherzte fröhlich mit ihrem Mitschüler. Nanu? Seit wann sind denn die befreundet? Oder sollte Granger sich etwa dank meiner Briefe darauf besonnen haben, endlich mal mädchenhaft zu handeln und sich an einen gutaussehenden Mann ranmachen?



„Ich wette eine Galeone, dass er sich nur wegen dir eingemischt hat, Mine!“, rief Dean lachend aus und klopfte dem hübschen Mädchen neben sich auf die Schulter.

„So ein Unsinn, Dean! Er wollte einfach nur angeben und schauen, wie Hagrid reagiert! Er hasst Hagrid seit der aus der Sache mit Seidenschnabel ungeschoren davon gekommen ist!“, entgegnete Hermine und grinste, „Malfoy ist eben ein schlechter Verlierer!“

„Schon gut, Mine! Komm, lass uns zum Unterricht gehen!“, meinte Dean kopfschüttelnd und stand auf. Dieses Mädchen ist unglaublich …

„Alte Runen habe ich … du auch, oder? Dann komm!“, sagte Hermine fröhlich und lief federleicht voraus, „was hast du bei den Hausaufgaben geschrieben? Ich habe in Zeile drei …“



So viel zum Thema nicht fraulich – wenn mich nicht alles täuscht, mach sich Granger grade ziemlich deutlich an diesen Schönling ran … Unglaublich!

„Hey, Draco, was schauste denn so finster drein?“, drang die Stimme seines Freundes an Dracos Ohr. Blaise Zabini stand neben ihm und folgte seinem Blick: „Das Schlammblut? Herrje, Draco, du musst etwas Geduld haben, sie wird sich schon noch in deine Zeilen verlieben … Sie ist eben nur ein wenig … unmädchenhaft!“

„Von wegen!“, zischte der Blonde zurück, „schau dir doch nur mal an, wie sie da grade mit dem Schönling aus Gryffindor flirtet!“

Erstaunt schaute Blaise zwischen seinem Freund und den beiden Gryffindors, die zehn Meter vor ihnen gingen, hin und her. Tatsächlich, die schienen ein wenig zu flirten!

„Draco? Bist du etwa eifersüchtig?“, fragte er halb scherzend, halb besorgt. Sogleich spürte er, wie sein Freund ihn am Kragen packte und gegen die Wand drückte.

„Red nicht so einen Unsinn, Zabini! Du willst ein Slyth sein? Du musst noch verdammt viel lernen!“, fuhr ihn Draco an und ließ ihn wieder los. Ein wenig erschrocken und verwirrt folgte Blaise dem hochgewachsenen Blonden – diese Reakition war mehr als merkwürdig gewesen …



„Hey, Mine, ich glaube, Zabini hat grad Stress mit Malfoy!“, flüsterte Dean in das Ohr des Mädchens neben sich und kicherte. Hermine drehte sich rasch um und sah grade noch, die Draco seinen Freund wieder losließ. Seit wann ist denn Malfoy so emotional?
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Beitragvon planet.express » Mi 17 Aug, 2005 22:13

Sehr gut einfach super mach schnell wieter!!!!!!!!!!!!

James Potter
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Beitragvon James Potter » Do 18 Aug, 2005 12:05

^^ jaja, was ist deenn mit dem lieben draco los *g*...wird wohl sehr spannend und witzig, hoffe, dass du bald weiter schreibst :)
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Beitragvon Lesefreak » Do 18 Aug, 2005 13:09

So ich hab die jetzt auch mal gelesen und ich muss sagen............SIE GEFÄLLT MIR GANZ GANZ GUT ^^
ich find die Idee schonmal einmalig und cool.
Dein Schreibstil gefällt mir, vor allem die Perspektivenwechsel, außerdem die Gedanken. (Könnten bei den Briefen vllt n bisschen klarer sein durch absätze oder so)
Die Entwicklung ist auch toll und ich freue mich echt wenns weiter geht.
Hast eine neue Leserin gewonnen ^^
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Beitragvon Bithya » Fr 19 Aug, 2005 20:00

Angebissen


„Meine Lieben, Sie haben mich heute etwas enttäuscht! Es gab nur zwei unter Ihnen, die den Text, den sie letzte Stunde bearbeiten und abgeben sollten, fehlerfrei übersetzt haben!“, tönte die Stimme des Alte Runen – Lehrers durch den Raum.

„Kein Wunder“, flüsterte Deam leise zu Hermine, „der Text war sauschwer, und wir können ja nicht alle so brillant sein wie du, oder?“

„Dean, hör auf mir zu schmeicheln, das mag ich nicht!“, entgegnete das Mädchen errötend und schüttelte unwillig den Kopf.

„Du gibst einem aber so viel Anlass dazu, Süße!“, erwiderte er grinsend und piekste sie in die Seite. Ein leiser Schrei entfuhr Hermine und sie funkelte ihren Sitznachbarn böse an.

„Dean!“

Zwei Reihen hinter den beiden saß Draco Malfoy und belauschte angestrengt die Unterhaltung der beiden Gryffindors. Thomas flirtet ja schon wieder mit Granger! Was kann er nur an diesem Schlammblut so toll finden? Und wieso lässt sie sich darauf ein?

„Hast du gehört, Draco?“, ertönte da die glockenhelle Stimme von Pansy in seinem Ohr, „Nur zwei Schüler haben ein „O“ geschafft, der Rest kaum ein „A“!“

Mit einem Nicken nahm Draco die Hausaufgaben von seinem Lehrer entgegen und schaute neugierig auf die letzte Seite – ein großes, rotes „O“ prangte ihm entgegen und er grinste überheblich.

„Na, ist ja klar, dass ICH ein „O“ bekomme!“, sagte er halblaut und grinste in die Runde, „wie sollte es auch anders sein? Der Text war schließlich so einfach, da kann man nichts Schlechteres als ein „A“ bekommen, wenn man nicht gänzlich beschränkt ist!“

In der ersten Reihe drehte sich ein braunhaariges Mädchen um und fuhr ihm sofort über den Mund: „Natürlich bekommt jemand wie du ein „O“, Malfoy! Schließlich machst DU deine Hausaufgaben NIE selbst!“

Überrascht riss Draco die Augen auf, dann kniff er sie zusammen und zischte zurück: „Ach, und bist du besser? Du sitzt von morgens bis abends in der Bibliothek und LERNST! Das ist total unnormal, selbst für ein Schlammblut!“

Jetzt drehte sich auch Dean um: „Wag es nicht noch einmal, Hermine als Schlammblut zu beschimpfen, du dreckiges Stück Mist!“

„Willst du mir drohen, Thomas?“, fragte Draco grinsend, „wirklich süß, wie du dich für Granger einsetzt! Aber darf ich dir einen Tipp geben? Unsere kleine Miss Perfect hat nichts für Jungs übrig, die interessiert sich nur für’s Lernen! Ich würde mir eine andere Braut suchen, an Granger ist eh nichts dran …“

Wütend sprang Dean auf: „Wie kannst du … ?“

„Meine Herren!“, ertönte da die Stimme des Lehrers, „was ist denn hier los?“

„Malfoy hat Hermine als Schlammblut bezeichnet, Sir!“, sagte Dean prompt.

„Ist das wahr, Mister Malfoy? Fünf Punkte Abzug für Slytherin! Ich wünsche solche Ausdrücke nicht in meinem Klassenraum!“, sagte er kalt und wandte sich dann wieder dem Unterricht zu.

„Danke, Dean“, flüsterte Hermine und beugte sich über ihr Pergament.



„Dieser kleine Idiot!“, fluchte Draco, „das zahle ich ihm heim! Wegen ihm habe ich 5 Punkte verloren! Gryffindors sind Petzen!“

„Jetzt musst du dich doppelt ins Zeug lesen, Draci!“, meinte Pansy, „wenn sich Hermine in deine Briefe verliebt, dann wird Thomas bestimmt gaaanz furchtbar traurig!“

„Sei doch still, Pansy! Ich habe Granger nun 2 Briefe geschrieben und nichts deutet darauf hin, dass sie irgendwann Gefühle für mich hegen wird!“, fauchte Draco seine Freundin an.

„Wenn ich dich daran erinnern darf – nicht in dich soll sie sich verlieben, sondern in den netten Briefeschreiber!“, sagte Blaise grinsend und legte dem kleineren Slytherin einen Arm um die Schulter, „Sei einfach ein bisschen nett, plaudere über den Tag und frage sie nach Erlebnissen! So kommt eine nette Unterhaltung in Gang und wenn du als Draco Malfoy sie dann auch noch während des Unterrichts pisakst, wird sich das liebe Herminchen bestimmt in ihren Briefen ausheulen und sehr bald sehr froh sein, dass es dich gibt!“

Nachdenklich rieb sich Draco das Kinn. Möglicherweise könnte es so doch noch funktionieren …Aber dieser Dean Thomas ist im Weg!

„Blaise? Wir müssen Thomas loswerden, sonst wird Granger sich in ihn verlieben!“

„Mh, ja, das stimmt“, stimmte der schwarzhaarige Junge zu und drehte sich um: „Milly? Könntest du uns einen Gefallen tun … ?“



Liebe Hermine!

Wie war dein Tag? Es hat mich enttäuscht, dass ich heute Morgen keine Eule von dir erhalten habe! Stimmt etwas nicht? Was es auch sei – erzähle es mir!

Mein Tag war, falls es dich interessiert, wenig angenehm. Auf der einen Seite konnte ich dich nicht sehen (wo warst du?) und zudem habe ich auch noch Hauspunkte verloren! Meine werten Freunde hatten sich einen Streich mit mir erlaubt und mich dazu veranlasst, mitten im Unterricht laut zu schreien – McGonagall hat mich dafür sogleich bestraft, streng wie unsere liebe Lehrerin eben so ist.

Dieser Brief dürfte dich wie gewohnt um zehn Uhr erreichen! Ich wünsche dir also eine angenehme Nacht,

meine besten Grüße

XXX



Lächelnd hielt Hermine den Brief in der Hand und überflog ihn noch einmal. Anscheinend hatte der Absender wirklich Interesse an ihr, sonst würde er nicht nun diesen Weg einschlagen, mit ihr ins Gespräch zu kommen. Seufzend stand sie auf und griff nach einem Stück Pergament und ihrer Feder.



„Draco! Sieh nur, unsere Eule!“

Aufgeregt stupste Pansy Parkinson ihren Sitznachbarn an. Sofort schaute Draco hoch und entdeckte unter all den Posteulen die spezielle Eule, die nun schon mehrmals seine Briefe zu Hermine getragen hatte. Hat sie also doch angebissen!

Lieber Anonymus,

Nicht nur du hattest gestern einen schweren Tag, sondern auch ich. Dabei fing alles so schön an.

Am Morgen hatte Dean Thomas, ein Junge aus Gryffindor, auf mich gewartet, um gemeinsam mit mir das Frühstück einzunehmen. Er gilt als der bestaussehendste Gryffindor unter den Mädchen und ich stimme zu! Während des Frühstücks habe ich mich sehr nett mit ihm unterhalten, allerdings schmeichelt er mir ständig, was mich ein wenig nervös macht.

Während Alte Runen hat sich dann leider mal wieder der Slytherin Prinz Draco Malfoy die Ehre gegeben und eine Runde fiese Bemerkungen abgelassen. Er hat mich als Schlammblut bezeichnet … es ist erstaunlich, wie sehr mir das wehtut … Dean ist mir aber sofort zu Hilfe gekommen und letztendlich hat Malfoy fünf Punkte Abzug bekommen!

Ich bin dir dankbar, dass du mir ein offenes Ohr anbietest. Zunächst hatte ich ja an deiner Aufrichtigkeit gezweifelt, doch nun glaube ich gerne daran! Was auch immer du für Probleme hast – du darfst sie mir ebenso gerne erzählen!

Gruß

Hermine


„Wow! Sie hat angebissen!“, rief Millicent aus, „klasse, Draco!“

Erfreut klopfte Blaise ihm auf die Schulter und Pansy gab ihm einen Kuss. Dann zog sie ihm den Brief aus der Hand, um ihn noch einmal selbst genauer zu studieren.

Es tut ihr weh, wenn ich sie Schlammblut nenne? Das hätte ich nicht gedacht … NEIN, Stopp, ich WILL ihr wehtun! Denk nicht so komisch, Malfoy!

„Nun denn, Mädels“, sagte er mit einem Grinsen, „lasst die Show beginnen! Dieses war der erste Streich …“

„Und der zweite folgt sogleich!“, fügte Blaise strahlend hinzu.
Orden des Halbblut-Prinz

(Hermine) »Ich hoffe, ihr seid zufrieden mit euch. Wir hätten alle sterben können - oder noch schlimmer, von der Schule verwiesen werden. Und jetzt, wenn es euch nichts ausmacht, gehe ich zu Bett.«