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[HP] Die fröhliche Apokalypse

PrincessofMadness
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[HP] Die fröhliche Apokalypse

Beitragvon PrincessofMadness » Do 26 Okt, 2006 00:19

Titel: Die fröhliche Apokalypse
Autor: PrincessofMadness
Genre: Drama /Romance....eventuell sogar etwas lustig
Fsk: denke mal erst mal so 12, wird sich gewiss steigern
Charaktere: Lucius Malfoy, die Familie Black
Inhalstangabe: Eine "Liebenlern-Geschichte" von Lucius und Narcissa. Wenn Liebe erst wachsen muss und man droht unter dem Druck der Familie zu zerbrechen, dann heißt es willkommen im Leben eines Reinblutes!
Vorwort:
Also, eigentlich bin ich ja der festen Überzeugung, dass die beiden freiwillig geheiratet haben, aber zu dem kleinen Plotbunny dass mir durch mein kleines Hirnchen gehüppelt ist, passte es einfach, dass die beide eine Art "Zwangsehe" eingehen müssen.



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Die föhliche Apokalypse

Sie hielten uns an Drähten fest,
als Puppen die man tanzen lässt,
doch wir werden keine Marionetten sein...

....oder doch?



1. Hiobsbotschaft

„Nein!!! Nie im Leben!“ Narcissa Black, fuhr aus dem Sessel, welcher im Arbeitszimmer ihres Vaters stand, hoch und funkelte ihre Eltern, böse an.
Ihre Mutter saß ihr gegenüber und ihr Blick zeigte deutlich, dass ihr das Verhalten, ihrer Tochter nicht gefiel.
„Setz dich wieder hin!“
Nur widerwillig tat Narcissa, was ihre Mutter von ihr verlangte. Ihr Atem ging schwer und sie zischte ihre Eltern an.
„Lieber würde ich sterben, als diesen arroganten Kerl zu heiraten!“ Sie verschränkte ihre Arme vor ihrer Brust. Ihre Atmung ging noch immer schnell und sie hatte sichtlich Mühe, sich zu beherrschen.
Druella Black, saß neben ihren Mann Cygnus und strafte ihn mit eisigen Blicken. Er sollte das Kind, endlich zu Vernunft bringen.
„Narcissa, mein Prinzeschen, deine Mutter und ich meinen es doch nur gut. Weißt du überhaupt, welch eine Ehre es für dich und deine Familie ist, einen Malfoy ehelichen zu dürfen?“
„Dein Vater hat recht. Du solltest dankbar sein, einen solchen Ehemann zu bekommen.“
Nun war nichts mehr von der sonst so kühlen und beherrschten Art Narcissas zu erkennen. Ihre Wangen waren leicht gerötet und ihr Atem ging gepresst.
„Wenn er eine solch gute Partie ist, dann solltest du ihn vielleicht ehelichen....Mutter.“
Druella Black verlor die Süße aus ihrem Ton und fuhr ihre Tochter scharf an.
„Du wirst Lucius Malfoy heiraten, ob du willst oder nicht. ich dulde keinerlei Widerspruch, junge Dame. Es reicht, dass deine nichtsnutzige Schwester, unseren Namen in den Dreck gezogen hat, da werde ich nicht zulassen, dass du oder Bellatrix, es ihr gleichtun werdet!!!“
Zu diesem Zeitpunkt konnte das Mädchen nicht im geringsten ahnen, wie viel Wahrheit in der Aussage ihrer Mutter steckte. Druella würde ihre Ziele durchsetzen und wenn sie dafür über Leichen gehen müsste.
Narcissa kämpfte nun mit den Tränen und sie schrie zurück.
„Nur weil Andromeda Schande über uns gebracht hat, heißt das doch nicht, dass ich für ihren Fehler bezahlen muss! Das ist nicht fair!“ schmollte sie auf ihrem Sessel.
Nun mischte sich auch Cygnus wieder in das Gespräch ein, auch wenn ihm nur allzu bewusst war, dass er jetzt auf gar keinen Fall seiner Frau in den Rücken fallen durfte. Er liebte seine jüngste Tochter und es war ihm immer schon schwer gefallen, ihr einen Wunsch abzuschlagen, aber dieses mal stand die Familienehre auf dem Spiel und dazu kam, dass er bestimmt für die nächsten 5 Monate auf der Couch schlafen durfte, wenn er sich nun auf Narcissas Seite stellen würde und sich für sie einsetzte.
„Narcissa Black, ändere deinen Ton in der Gegenwart deiner Eltern!“ ermahnte Cygnus in einem scharfen Ton, seine Tochter.
Das blonde Mädchen kämpfe einen harten Kampf mit sich selbst, bis sie sich wieder einigermaßen gefasst hatte, doch dass ihr Vater einen solchen Ton ihr gegenüber anschlug, half ihr nicht sonderlich, wieder ihre Fassung zu finden.
Sie verstand sich selber nicht, da es ganz und gar nicht ihrer Art war, so impulsiv zu reagieren und schon gar nicht, in der Gegenwart ihrer Eltern. Normalerweise war sie besonnen und strahlte eine kühle, vornehme Haltung aus, doch sobald es auf das Thema Lucius Malfoy zu sprechen kam, verlor sie alle Beherrschung und ihre so gefasste Haltung ging den Bach runter.

Narcissa kannte Lucius schon seit sie Kinder waren. Bevor sie zur Schule ging, sah sie ihn seltener. Eigentlich nur, wenn ihrer Familien sich trafen. Bei solchen Treffen versuchte sie dann, so gut es ging, ihm aus dem Weg zu gehen und es schien, dass er das selbe tat. Wenn sie doch mal aufeinander trafen, wurden sie ziemlich laut und sie stritten miteinander, bis ihre Eltern, sie mit bösen Blicken straften.
In der Schule, sahen sie sich dann öfters, doch es schien, dass er sich nicht im geringsten für sie interessierte, dass er ihr sogar immer aus dem Weg ging. Worüber Narcissa nicht im geringsten Böse war, sonder im Geheimen sogar froh. Es reichte ihr bereits, dass ihre beider Eltern so gut miteinander befreundet waren, da brauchte sie den Sohn, ihrer Eltern Freunden, nicht auch noch ertragen zu müssen.
„Darf ich auf mein Zimmer?“ fragte Narcissa ihre Eltern und ihre Mutter antwortete.
„Ja, es ist wohl besser, wenn du mir für heute aus den Augen gehst!“

Das blonde Mädchen erhob sich aus dem Sessel und schritt galant aus dem Raum. Mit erhobenen Hauptes, beschritt sie den Weg zu ihrem Zimmer, wohl bedacht, dass niemand, dem sie womöglich begegnen könnte, ihre Angespanntheit und ihre Wut sehen konnte.
Gefühle zeigt man nicht, rief sie sich immer wieder in den Sinn und im gleichen Moment, begann sie sich selbst dafür zu hassen, dass sie sich in der Anwesenheit ihrer Elter, so hat gehen lassen.
Narcissa wusste, doch nur zu gut, wie erbost ihre Eltern noch wegen der Sache mit Andromeda waren. Und wenn Narcissa ehrlich zu sich selbst war, konnte sie Druella und Cygnus nur zu gut verstehen, denn sie konnte es ihrer Schwester auch nicht verzeihen, dass sie so einfach sang und klanglos verschwunden war, um diesen Ted Tonks zu heiraten. Einen Muggelgeborenen. Sie verstand, dass ihre Eltern darauf bedacht waren, dass wenigsten sie und ihre Schwester, ehrbare Ehemänner bekamen, doch sie verstand nicht, dass sie nicht selbst einen Ehemann für sich aussuchen konnte.
Für Narcissa war es, seit sie zurück denken konnte, immer klar gewesen einen reinblütigen Mann zu heiraten, irgendwann mal an der Seite eines solchen Mannes zu glänzen, aber sie hatte immer gehofft, dass sie ihr Gefängnis selbst aussuchen konnte und vielleicht die geringe Chance bekam, ihren zukünftigen Mann zu lieben. Doch dieser Abend hatte all ihre Hoffnung zerstört. Seit ihrer Geburt hatte sie getan, was ihre Eltern von ihr verlangten. Hatte sich zur perfekten Tochter gemausert, auf die jede Mutter Stolz sein konnte, sich ganz ihrem elterlichen Gefängnis hingegeben und jetzt sollte sie dieses Gefängnis schon bald verlassen, um in ein neues, welches ihr zutiefst zuwider war, einzuheiraten.
Nein, das würde sie nie tun. Nicht so einfach aufgeben. Sie war eine Black und eine Black bekam immer was sie wollte. Das Mädchen brauchte nur ihren Vater umgarnen, denn er konnte doch seinem kleinen Prinzeschen, nie einen Wunsch abschlagen.
Mit diesem Gedanken, holte sie ihr Schlafzeug aus dem Schrank, ging ins Bad , wusch sich und legte sich dann in ihr Bett.
Als Narcissa dann von der Dunkelheit eingehüllt war, konnte sie nicht einschlafen, denn ihr Verstand arbeitete fieberhaft nach einer Lösung, ihres Problems.


Weit entfernt von Black Mansion, saß ein junger Mann bei seinen Eltern im Salon. Ein Feuer prasselte im Karmin und der Vater des Jungen Mannes, schenkte seiner Frau teuren Rotwein nach. Als er die Kristallkaraffe, in der die rote Flüssigkeit hin und herschwenkte, wieder auf den Tisch zurückstellte, richtete er das Wort an seinen Sohn.
„Mein lieber Sohn, ich hoffe, dass du deine Ferien genossen hast, jetzt wo du bald wieder zurück nach Hogwarts musst.“
„Ja Vater!“ Lucius lächelte leicht, denn ihm wurde bewusst, dass er in diesen Ferien, das erste mal nicht dazu genötigt wurde, einem strengen Programm zu folgen. Seine Eltern hatten ihm, soweit es der Name Malfoy gestattete, alle Freiheiten gelassen, die er verlangte. Einzig und allein, bei einem Dinner bei der Familie Black, hatte man seine Anwesenheit verlangt. Und auch, wenn er sich schöneres hatte vorstellen können, als seine Zeit bei dieser Familie zu verschwenden, war er dankbar, nicht noch mehr Verpflichtungen gehabt zu haben. Da war es auch erträglich, dass er sich wieder einmal Narcissa Blacks Launen ausgesetzt war.
Als er so zurück dachte, kam er nicht drumrum zu Schmunzeln, doch auch wenn die Erinnerung in diesem Moment, vor allem die Erinnerung an den jüngsten Spross der Blacks etwas amüsant waren, war er mehr als erleichtert, dass er Narcissas Gegenwart, nun nicht mehr ertragen musste. Wenn es nun bald zurück nach Hogwarts ging, brauchte er sie der Höflichkeitswegen, nicht mehr beachten. Sie war ein Jahr unter ihm und auch so hatte er nie viel mit ihr zu tun.
Ophelia Malfoy setzte ihr Glas ab und bedachte ihren Jungen mit einem Lächeln.
„Ich denke, dass du dein letztes Jahr genießen wirst.“
„Ja Mutter, nach dem ihr mir hier den Rücken weitgehend freigehalten habt.“ Lucius erwiderte das Lächeln seiner Mutter.
„Aber das ist nicht der Grund, warum wir heute deine Anwesenheit verlangt haben.“ Sprach nun Abraxas Malfoy zu seinem Sohn. Er blickte zu seiner Frau und diese nickte ihm zustimmend zu. Wieder richtete der Mann mit den blonden Haaren seine Aufmerksamkeit auf Lucius.
„Also, wie du dir sicherlich denken kannst, sind deine Mutter und ich sehr erfreut, dass du nun endlich volljährig geworden bist und dass du uns nie irgendwelche Probleme bereitet hast. Wenn ich ehrlich bin, so habe ich auch nie etwas anderes erwartet. Das einzige was dem Glück dieser Familie noch fehlt, ist die Bekanntgabe deiner Verlobung.“
Lucius sah seinen Vater, eindringlich mit seinen eisgrauen Augen an. Er hatte einige Probleme, den Worten seines Vaters zu folgen. Wenn er richtig verstand, verlangte sein Vater, dass er ihm eine Verlobte präsentierte, doch wenn er ehrlich zu sich selbst war, dann hatte er nicht die geringste Lust, bald zu heiraten. Sicherlich gab es genügend Kandidatinnen, doch er bevorzugte es, frei zu sein.
„Ich verstehe nicht ganz, Vater!“ antwortete er
„Doch, ich denke du hast mich sehr wohl verstanden, es geht nicht, dass du, nun da du volljährig bist, einen Lebenswandel, wie ein dreckiges Schlammblut tätigst.“
„Wenn ich richtig verstanden habe, dann verlangt ihr, dass ich euch in kürzester Zeit eine Verlobte präsentiere?“
„Nein, mein Sohn, nicht doch.“ Abraxas lachte auf und auch Ophelia stimmte mit ein. Lucius selbst, seufzte erleichtert auf. Vielleicht hatte, er ja doch alles falsch verstanden.
„Du brauchst uns keine Verlobte präsentieren, wir haben schon eine für dich ausgesucht. Eine nette junge Dame.“
Lucius Lächeln wirkte nun sehr gekünstelt, als er die Worte seines Vaters vernahm und er verfluchte sich selbst für die nächste Frage, die er stellte, denn im Grunde genommen, ahnte er bereits voller Grauen, wie die Antwort ausfallen würde.
„Und, dürfte ich erfahren, wer sie ist?“
„Aber sicher mein Junge“ lächelte Ophelia ihren Sohn an, bevor sie einen weiteren Schluck aus ihrem Weinglas nahm. Ehe sie weitersprach, stellte sie das Weinglas wieder behutsam auf den Tisch, welcher aus dunklem Kirschholz gefertigt war.
„Es ist die jüngste Tochter von Cygnus und Druella Black. Du und Narcissa kennt euch seit Kindertagen und ich denke, dir ist nicht entgangen, was für eine hübsche junge Dame aus ihr geworden ist.“
Lucius Lächeln gefror nun ganz, jetzt da er Gewissheit hatte. Im Stillen dachte er darüber nach, ob seine Eltern eine andere Narcissa meinten, denn er konnte sich nicht daran erinnern, dass aus ihr eine nette Dame geworden war. Hübsch ja dass musste er zugeben, aber nett. Jedenfalls konnte er sich nicht daran besinnen, dass sie es jemals zu ihm war.
Der blonde Junge, überlegte kurz, wie er diese Hiobsbotschaft am besten verdauen könnte und er zwang sich, weiterhin einen gefassten Eindruck zu machen. Jetzt zu protestieren hätte wenig Sinn. Seine Eltern schienen von Narcissa begeistert zu sein und wenn seine Eltern erst einmal einen Entschluss gefasst hatten, konnte niemand daran rütteln oder diesen gar ändern. Mit einem immer noch frostigem Lächeln erhob er sich von seinem Platz, ging zu seiner Mutter, um ihr mit einem Kuss auf die Wange, eine angenehme Nacht zu wünschen und verabschiedete sich dann von seinem Vater.
Mit schnellen Schritten hastete er auf sein Zimmer und schubste die Hauselfen, die seinen Weg kreuzten, einfach achtlos beiseite.
In seinem Zimmer angekommen, hatte Lucius Mühe sich zu beherrschen. Am liebsten hätte er angefangen zu schreien, angesichts der Tatsache, ausgerechnet Narcissa Black heiraten zu müssen, doch er würde sich nicht so gehen lassen. Stattdessen beschwor er seinen bedachten Verstand, nach eine Lösung zu suchen.
Auch, wenn Lucius wusste, dass man seinem Vater nicht widersprach oder sich gar gegen ihn auflehnen sollte, fasste er den Entschluss, nichts unversucht zu lassen, um dieser Heirat zu entgehen. Lieber würde er von der Familie verstoßen werden, als Narcissa einen Ehering an den Finger zu stecken.
Jawohl. Er konnte doch nicht untätig zugucken, wie seine Eltern anscheinend sein Leben ruinieren wollte. Nicht nachdem er in diesem Sommer seine eigenen Pläne geschmiedet hatte. Und was hatte ihn sein Vater gelehrt? Ein Malfoy bekam immer was er wollte.
Mit diesen Gedanken, fiel er, nachdem er sich bettfertig gemacht hatte, in einen ruhigen, traumlosen Schlaf.

Die Tage bis zum Schulanfang, verbrachte Narcissa damit, so gut es ging ihren Eltern aus dem Weg zu gehen. Das blonde Mädchen lief immer wieder Gefahr in ihrer Gegenwart auszurasten und wenn sie auch nur die geringste Chance hatte, dieser Zwangsehe zu entgehen, durfte sie sich keine Fehler erlauben.
Die meiste Zeit, zog sie sich auf ihr Zimmer zurück und schmollte still und heimlich.
Doch manchmal konnte sie all ihren Familienmitgliedern nicht einfach aus dem Weg gehen. Ihre Eltern bestanden darauf, dass die ganze Familie, gemeinsam zu Abend aß und jeden Abend, fiel es Narcissa schwerer, sich zu beherrschen. Ihre Mutter hatte sich zur Aufgabe gemacht, wann immer sie auf Narcissa traf in den höchsten Tönen von Lucius zu schwärmen, während das blonde Mädchen, am liebsten aufgestanden wäre und den Raum verlassen hätte. Nicht, dass sie ihn heiraten musste, nein, ihre Mutter nötigte sie auch hier, sich ständig mit dem Thema Lucius Malfoy auseinander zu setzen.
Druella Black, war ganz begeistert, dass ihre Tochter einen Malfoy heiraten sollte. Nachdem ihre mittlere Tochter, die Familie mit ihrer Flucht und überstürzten Heirat, das Ansehen der Blacks geschadet hatte, war Druella sehr darauf bedacht, dass wenigstens ihre anderen Töchter, den Ruf wieder herstellten. Solch ein Fehler, wie mit Andromeda, würde ihr nie wieder unterlaufen. Lieber würde sie, sich selbst richten, als noch ein einziges mal zuzulassen, dass eines ihrer Kinder, sich gegen ihrer Familie stellte.

Einen Tag bevor es wieder zurück nach Hogwarts ging, saß die ganze Familie wieder beisammen. Narcissa saß neben ihrer Schwester Bellatrix und beide Mädchen nahmen stumm ihr Abendessen ein.
Druella benahm sich, wie an jedem Dinner. Sie sprach nur von der Heirat und ihr Mann schien sie zu unterstützen. Das blonde Mädchen, wollte sich einen Nachschlag nehmen, als sie die Stimme ihrer Mutter vernahm, die fast schon boshaft klang.
„Wenn du weiter so alles in dich reinschaufelst, wird man dich zum Traualtar rollen müssen.“
Narcissa ließ, ihre Gabel fallen. Nicht nur die Worte trafen sie tief, sondern der unterschwellige Ton in der Stimme ihrer Mutter verletzte sie sehr. Jeden Abend, hatte sie diese verkorksten Dinner über sich ergehen lassen, doch heute riss ihr endgültig der Geduldsfaden und sie schrie ihre Mutter an.
„Warum kannst du mich nicht einmal in Ruhe lassen.......stattdessen nervst du mich jeden Abend auf’s neue!“
Plötzlich herrschte im Raum völlige Stille. Bellatrix und ihr Vater, die gerade ihre Gabel zum Mund führten, hielten in ihrem Tun inne und starrten auf Narcissa. Nur das wütende schnauben, der jüngsten Black hallte durch den Raum
Druella, ließ ihr Besteck geräuschvoll auf den Tisch fallen und sprach zu ihrer Tochter in einem missfallendem Tonfall.
„Was ist das für ein benehmen Narcissa? Ist das die Art, wie man mit seiner Mutter redet?“
Dem blonden Mädchen gelang es nicht sich zu beruhigen. Ihr Atem schwoll an und als sie in das selbstgefällig grinsende Gesicht ihrer Mutter blickte, schrie sie nu noch lauter
„Ich hasse dich! Du bist das allerletzte!“
Zack machte es und Narcissa spürte die flache Hand ihrer Mutter in ihrem Gesicht. Tränen stiegen in ihr auf und ließen ihre Augen wässrig werden. Mit Müh und Not, konnte sie ein lautes losheulen unterdrücken.
„Wage es nie wieder in einen solchen Ton zu mir, deiner Mutter zu sprechen! Hast du das verstanden, du kleines undankbares Gör?“
Narcissa, die merkte, wie ihr die Schamesröte ins Gesicht stieg, nickte leicht. Sie schämte sich für die Ohrfeige. Es war nicht das erste mal, dass sie getadelt wurde, doch dieses mal, war es unter den Augen ihrer Schwester geschehen und das konnte sie nicht ertragen. Am liebsten hätte sie nun angefangen zu weinen, doch sie bezwang sich selbst. Diese Blöße, würde sie sich vor Bellatrix nicht geben.
Die Mutter der Schwestern, nahm wieder ihr Besteck zur Hand und aß weiter. Ohne ihre jüngste Tochter noch mal anzuschauen sprach sie.
„Geh auf dein Zimmer! Und komm mir nicht mehr unter die Augen, bis du dich daran erinnerst wie man sich benimmt! Solltest du dein verhalten nicht ändern, kann ich dir versprechen, dass du morgen nicht zurück nach Hogwarts fährst, sondern dass du bei deiner Tante lernen wirst, wie man sich als anständige Dame zu benehmen hat!“
Narcissa erhob sich von ihrem Stuhl und ging auf ihr Zimmer. Erst als die schwere Eichentür ins Schloss fiel und sie sich sicher war, alleine zu sein, ließ sie all ihren Tränen freien lauf. Sie schluchzte erbärmlich in ihr Kissen und wünschte sich sehnlichst, dass sie endlich aufwachen würde, damit dieser Alptraum zu ende sei. Doch nichts geschah, sie würde nicht aufwachen und alles würde sich als Traum entpuppen. Es war traurige Realität, dass sie hier in ihrem bett lag, über das Verhalten ihrer Mutter rumheulte und bald schon die Verlobung mit Lucius Malfoy bekannt geben musste.
Sie lag in ihrem Bett und langsam versiegten ihre Tränen. Ihre Wange schmerzte, jedoch war dieser Schmerz, nichts im Vergleich zu der Schmach, die sie erlitten hatte. Wie sehr hasste sie es, vor anderen bloßgestellt und gedemütigt zu werden und da machte es keinerlei Unterschied, ob es vor Fremden oder gar der eigenen Familie war.
Gerade, als sie die letzten tränen mit einem Taschentuch getrocknet hatte, klopfte es an der Tür und ohne dass sie auf das Klopfen antworten konnte, betrat ihre Schwester das Zimmer.
Bellatrix war zwei Jahre älter. Ihre Haare waren pechschwarze und auch über ihre Augen hatte sich ein dunkler Schatten gelegt.
Die schwarzhaarige Hexe blieb selbstgefällig vor dem Bett ihrer Schwester stehen und funkelte sie aus ihren dunklen Augen böse an.
„Kannst du mir erklären, was das vorhin war?“
Narcissa blickte ihre Schwester an und nahm eine gestraffte Haltung ein. Sie verneinte die Frage mit einem Kopfschütteln.
Bellatrix zischte daraufhin mit eisiger Stimme.
„Ich verstehe dich nicht! Nur weil das Prinzeschen nicht ihren Willen bekommt, treibst du Mutter und Vater noch in den Wahnsinn! Narcissa, jetzt reiß dich endlich einmal zusammen!“
Die Blonde starrte ihre Schwester fassungslos an. Ja Narcissa hatte bemerkt, dass Bellatrix seit einiger zeit verändert hatte, doch dies war das erste mal, dass die Schwarzhaarige, ihr irgendwelche Befehle erteilte. Traurig überlegte sie kurz, was mit Bellatrix sein konnte, doch dann entschied Narcissa sich, ihre Schwester einfach aus ihrem Zimmer zu schmeißen. Missgelaunt und laut schimpfend verließ Bellatrix das Zimmer und ließ ihre Schwester zurück, die das Gefühl hatte, ihn ein tiefes Loch zu fallen. Nie zuvor hatte sie sich auf Hogwarts so sehr gefreut, wie heute Nacht.


.....TBC
[align=center]I've lived a 1000 years in darkness,
banished all alone.
Inside my mind with just my madness
behind these walls of stone
[/align]

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Beitragvon Wehwalt » Do 26 Okt, 2006 01:13

Würfelst Du eigentlich die Entscheidung aus, wo Kommas stehen sollen? Selten habe ich eine Text gelesen, wo der Lesefluß durch eine unnachvollziehbare Interpunktion so schwer beeinträchtigt war.
Ansonsten: Mal sehen. Kann nett werden. Wenig Zaubererwelt dabei, aber das kann ich verstehen. Ist schwierig ... Ruft gut die Familienverhältnisse der Zaubererfamilien in Erinnerung.
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Beitragvon Zilla » Do 26 Okt, 2006 21:35

Ich persönlich finde das nicht so schlimm mit den Kommas. Hatte keine Probleme damit, obwohl da öfter mal eins an der falschen Stelle stand. Wenn du willst, stelle ich mich als Betaleser zur Verfügung.
Mich stört eher, dass du ab und zu Wörter verwendest, die vom Sinn her nicht ganz passen, oder nicht zum sprachlichen Stil des restlichen Textes passen. (Okay, ich gebe zu, das passiert mir auch, aber ich wollte es erwähnen.) Auch spricht für meinen Geschmack Narcissa ein bisschen zu sehr unsere moderne Jugendsprache, dabei spielt die Geschichte vor rund 40 Jahren.

Aber trotz aller Kritik: Du hast du dir mehr Mühe beim Schreiben gegeben als viele andere. Ich finde die Idee sehr schön, das habe ich dir ja schon in deinem Tripple-Drabble-Thread gesagt, und werde die Geschichte auf alle Fälle weiterverfolgen. Bin schon sehr gespannt, wie sich die beiden zusammenfinden.

Queen of Shadow
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Beitragvon Queen of Shadow » Sa 04 Nov, 2006 01:55

Sehr interessante Geschichte gefällt mir :wink:
Bin schon gespannt wie's weiter geht.
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Beitragvon Emily Slytherin » Mo 06 Nov, 2006 13:27

Ich finds auch gut,ist mal was anderes.
Bisjetzt fand ich all deine sachen gut ;)
dO wHaTeVeR yOu WaNt To-BuT dO iT wItH sTyLe!!!

Silence
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Beitragvon Silence » Sa 11 Nov, 2006 15:35

Die Story ist echt super, hoffentlich schreibst du bald weiter :)

Ich mag deinen Schreibstil gerne, da kann man auch mal über Komma- oder sonstige Fehler hinwegsehen. Außerdem ein sehr interessantes Thema.
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