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[HP] Zeitsprünge {4}

Elaea
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[HP] Zeitsprünge {4}

Beitragvon Elaea » Mo 11 Jun, 2007 00:32

Titel: Zeitsprünge

Autor: Elaea

Altersbeschränkung: keine

Kapitel fertiggestellt: 28/28
(gepostet wird am Wochenende!)

Genre: nicht definierbar

Hauptcharakter: Carrie und Millicent Bulstrode

Inhaltsangabe: Carrie Bulstrude, Millicents jüngere Schwester beginnt zum gleichen Zeitpunkt mit der Schule. Eifersucht und Hass begegnen der kleinen Bulstrode, bis es zu einem tragischen Ende kommt.

Anmerkungen: Die Geschichte ist äußerst verwirrend. Ich habe sie vor etwa drei oder vier Jahren geschrieben und wundere mich heute oft noch selbst darüber, wie ich es fertiggebracht habe, den Überblick dabei nicht zu verlieren. Die Farben sind Absicht!!!

Disclaimer: Alle Figuren dieser Geschichte gehören J. K. Rowling. Ich habe sie mir nur für diese Geschichte geliehen und verdiene damit kein Geld. Ausgenommen ist Carrie Bulstrode, die ich selbst erfunden habe.



Ich wünsche euch nun ein angenehmes Lesevergnügen und freue mich über produktive und konstruktive, sowie gelegentlich auch positive Kritik!!

Lg,
Ela
Zuletzt geändert von Elaea am So 16 Sep, 2007 15:21, insgesamt 7-mal geändert.
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Beitragvon Elaea » Mo 11 Jun, 2007 00:34

I

„Muuuum!“ Carrie Bulstrode sprang die Stufen regelrecht nach unten und wäre am Treppenabsatz beinahe über den Koffer ihrer Schwester Millicent gestolpert.
„Pass bitte auf!!“, zischte diese aus dem Wohnzimmer.
„Halt die Klappe,“ fuhr sie Carrie an.
„Was gibt es?“, rief die Mutter der beiden aus der Küche und unterbrach somit den aufqualmenden Streit zwischen den Schwestern.
„Darf ich noch schnell zu den Malfoys rüber?“, brüllte Carrie. Millicent hielt sich die Ohren zu.
„Musst du immer so schreien?“, maulte sie.
„Wenn es sein muss, Carrie, aber nimm doch Milly mit!“, antwortete Mrs. Bulstrode.
„Du willst sowieso nicht, oder?“, fragte Carrie, jetzt in gemäßigter Lautstärke ihre große Schwester.
Große Schwester war eigentlich übertrieben, denn im Grunde waren die beiden fast Zwillingsschwestern. Millicent war lediglich zehn Monate älter, als Carrie und noch dazu sahen sie sich verblüffend ähnlich. Nicht gleich, aber ziemlich ähnlich! Nur etwas hatten sie nicht gemein: Ihre Vorlieben! Während Carrie die meiste Zeit bei ihren Nachbarn oder sonst wo in der Gegend verbrachte, saß Millicent lieber zu Hause und lernte.
Und seit vor etwa anderthalb Monaten die beiden Briefe aus Hogwarts, der Schule für Zauberei und Hexerei eingetroffen waren, hatte sich das ohnehin schlechte Verhältnis zwischen den beiden tragisch ins Negative verzogen. Zuerst waren sie nur überrascht gewesen, dass sie gleichzeitig mit der Schule beginnen sollten. Mit der Zeit aber entwickelte sich direkt ein Kampf daraus, die andere zu piesacken, in welches der vier Häuser die andere wohl kommen würde.
Im Grunde wussten die zwei aber schon, wo sie hinkommen würden: Carrie nach Slytherin, in das selbe Haus, in das auch Draco Malfoy kommen würde, sowie Crabbe und Goyle, die beiden Vollidioten. Und Millicent war eindeutig eine Ravenclaw, der ideale Ort ihr ohnehin schon großes Wissen noch weiter auszubauen.
„Danke, ich komme nicht mit!“, meinte Millicent, drehte sich beinahe beleidigt um und stürmte die Treppe nach oben.
Schulterzuckend verließ Carrie das Haus, durchquerte den Garten und verschwand dann im Wald dahinter. Millicent sah von ihrem Zimmer aus zu, wie sich im Nachbargelände ein kleiner blonder Junge genau auf den selben Weg machte. Sie seufzte tief und zog ein Buch aus dem Regal neben ihrem Schreibtisch. Hektisch schlug sie es auf und begann darin etwas zu suchen. Bald schon blieb ihr Finger auf einer Seite hängen und wanderte die Zeilen auf und ab. Endlich hatte Millicent gefunden was sie gesucht hatte. Das wäre die Lösung für all ihre Probleme, warum hatte sie nicht schon länger daran gedacht???


~*~


Hektik! Chaos! Millicent durchkämmte ihr Zimmer nach möglichem Vergessenem, während aus dem Nebenzimmer laute Musik dröhnte. Wie konnte Carrie jetzt nur so seelenruhig in ihrem Zimmer sitzen und Musik hören?
Hätte Millicent gewusst, wie sehr sie sich irrte, wäre ihre Nervosität sicher ein wenig gesunken. Carrie saß nämlich keineswegs seelenruhig in ihrem Zimmer, sondern sprang wie ein kleiner Gummiball durch die Gegend, ein kleines Fetzchen Pergament in ihrer Hand auf und ab wedelnd. Sie wusste selbst nicht genau, warum sie das tat, wahrscheinlich aus dem Grund, da ihre Beine und Arme einfach nicht stillhalten wollten. Wieder ließ sie ihre Augen über das beschriebene Blatt schweifen:

Hi!

Wollte dich eigentlich nur fragen, ob du mit mir gehen willst...?

Ja Nein
O O

Draco


Natürlich wollte sie, was für eine Frage, darum war sie ja auch so aufgeregt…
Es klopfte. Carrie beeilte sich die Musik leiser zu drehen und schloss die Tür auf. Mrs. Bulstrode stand im Rahmen und sah sehr verärgert aus.
„Würdest du bitte nach unten kommen? Die Malfoys warten bereits! Milly ist auch schon längst fertig! Was ist nur los mit dir?“, schimpfte Carries Mutter.
„Sorry, Mum, ich komm ja schon!“ Etwas verwirrt ließ Carrie einen letzten Blick durch ihr Zimmer schweifen, packte ihren Hogwartsumhang (wobei sie das Zettelchen unauffällig in einer Tasche verschwinden ließ) und lief hinter ihrer Mutter her ins Wohnzimmer. Lucius und Narcissa Malfoy saßen Mr. Bulstrode gegenüber auf der Couch und unterhielten sich. Draco hockte neben seiner Mutter und schien zu Tode gelangweit. Als er Carrie eintreten sah, hellte sich seine Miene automatisch auf.
Millicent hatte sich in eine Ecke gekauert und warf lauernde Blicke in die Richtung von Carrie.
„Endlich!“ Mr. Bulstrode sprang auf. „Dann können wir endlich losfahren! Wo ist eigentlich Samius?“
Draco zuckte beim Namen seines Bruders merklich zusammen, was aber sonst niemand zu bemerken schien, außer Carrie natürlich. Halt... Bruder? Carrie zog die Augenbrauen zusammen... Ach so, ja, Samius, freilich!
„Er ist schon voraus, trifft sich noch mit Freunden!“, antwortete Lucius und lächelte selig, als würde ihm der Gedanke an seinen älteren Sohn beruhigen. Mr. und Mrs. Bulstrode nickten wissend, während Draco die Augen verdrehte.
„Gehen wir!“, sagte Narcissa Malfoy, erhob sich und rauschte an Carrie vorbei in den Vorraum.
Kaum eine Viertelstunde später verließen sie zu siebt das Haus der Bulstrodes und machten sich auf den Weg nach Kingscross. Um halb elf etwa standen alle auf dem Bahngleis 9 ¾ und verabschiedeten sich voneinander. Carrie war ganz kribbelig, wenn sie daran dachte, dass sie die nächsten drei Monate nicht zu Hause verbringen würde. Hoffentlich käme sie nach Slytherin!
„Komm, lass uns ins Abteil gehen!“, sagte Draco und zog Carrie mit sich, die gerade noch Zeit hatte, sich von ihren Eltern zu verabschieden. Millicent blieb allein bei den Erwachsenen zurück.
„Ich hab gehört,“ sagte Draco, als sie das Abteil betraten, „dass Harry Potter dieses Jahr auch nach Hogwarts kommen soll...“ Er zog eine Grimasse und verdrehte die Augen.
„Ob er wohl nach Hufflepuff kommt?“, fragte Carrie.
„Keine Ahnung.“ Draco zuckte mit den Schultern und ließ sich in einen der Sitze fallen. Seine Augen wanderten zum Fenster. „Hey, die Crabbes und Goyles sind da!“
„Die kommen schon zu uns ins Abteil?“, fragte Carrie hoffnungsvoll. Sie wusste, dass Millicent die beiden nicht ausstehen konnte, was sie wohl davon abhalten würde hier hereinzukommen.
„Natürlich!“, antwortete Draco. „Ich freu mich schon auf Hogwarts, endlich Slytherin!“
Carrie lächelte, erschrak im nächsten Moment aber, als etwas laut gegen die Abteiltür polterte. Ein paar Sekunden später wurde die Tür geöffnet und Vincent Crabbe und Gregory Goyle stolperten herein.
„Öhm, hi!“, nuschelten sie und verstauten ihre, sowie Carries und Dracos Koffer.
Die Zeit bis zur Abfahrt vertrieben sie sich dann mit witzigen Ideen, was sie in der Schule alles tun wollten.
Schließlich setzte sich der Zug in Bewegung, Carrie winkte ihren Eltern und den anderen ein letztes mal zu und ließ sich dann seufzend wieder zurückfallen.
„Ist da noch... Oh...“ Millicent stand in der Tür und sah in die Runde. „Tschüss!“ Und schon war sie wieder draußen.
„Was hat sie denn?“, fragte Draco hämisch, Carrie grinste.
Eine Viertelstunde später öffnete sich die Tür erneut. Ein großer Junge mit blitzblauen Augen und mittellangen, weißblonden Haaren trat ein. Lässig strich er sich eine Strähne aus dem Gesicht. „Da bist du ja, kleiner Bruder. Alles in Ordnung bei euch? Komm nur nicht zu mir, wenn du Heimweh kriegst und ins Bett pisst, wie damals, als Mum und Dad mal einen Abend lang nicht da waren!“
Draco blitzte Samius böse an. „Ich werde mich daran erinnern, wenn mir das passiert!“, fauchte er.
„Gut,“ lächelte Samius scheinheilig, „grüß mir dann auch gleich die ganze Hufflepuff-Connection, wenn du in deinen Gemeinschaftsraum kommst!“
„Halt die Klappe, Sam!“, presste Draco hervor und war schon knapp daran in Tränen auszubrechen. „Verschwinde von hier!“
„Nanana, Kleiner, pass besser auf wie du mit mir redest, sonst erzähl ich es Papa und dann kannst du gleich wieder heimfahren!“, sagte Samius immer noch milde lächelnd.
„Zu dumm, dass du nicht nach Durmstrang gekommen bist, nicht wahr?“, fragte Carrie. „Dann wärst du all deine Sorgen los...“
„Weißt du, kleine Carrie, du solltest besser darauf achten, was du zu wem sagst, klar? Ich bin dieses Jahr Schulsprecher, also sieh dich vor! Und du dich auch!“, wandte er sich wieder an Draco. „Noch eine nette Zugfahrt, wünsche ich euch!“
Draco presste die Lippen aufeinander, schluckte schwer und schloss de Augen. „Ich hasse ihn! Ich war damals fünf Jahre alt und er hatte seine ganzen Freunde eingeladen...“
„Ist doch egal, wann was war. Ich finde es nicht nett von ihm, dass er so gemein zu dir ist. Du hast ihm doch nichts getan!“, beschwichtigte Carrie ihn.
„Ich hasse ihn,“ wiederholte Draco, jetzt wieder völlig Herr seiner Gefühle. „Lasst uns nach Potter suchen gehen!“
Er, Crabbe und Goyle erhoben sich, doch Carrie blieb sitzen. „Ich werde ihn in der Schule sowieso noch oft genug sehen...“, meinte sie.
„Wie du willst,“ sagte Draco, hob kurz die Schultern und ging.
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Beitragvon Wehwalt » Mo 11 Jun, 2007 01:10

Schön - was Neues (Altes, aber egal.) Bin mal gespannt. Aber stimmt, verwirrend ist es jetzt schon. Aber wenn Du den Überblick behalten hast und auch jetzt keine logische Widersprüche entdeckst, dann ist es ja gut.
Hoffentlich steige ich bei den grün-Weiß-Passagen durch.
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Beitragvon Schizuoka » Mo 11 Jun, 2007 14:57

also so verwirrend finde ich das nicht, aber naja...

also mir gefällts, und ich freue mich schon auf die Fortsetzung! ^^
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Beitragvon Wachtel » Mo 11 Jun, 2007 15:12

heey Ela

*aufgeregt hin und her hüpf*
Hab mich gerad tierisch gefreut das es was neues von dir zum Lesen gibt.
Das Einstiegskapitel hat mir recht gut gefallen, auch wenn ich zuerst nicht ganz durchgeschaut hab.

Carrie scheint mir ein intressanter Charakter zu sein und Dracos Bruder ebenso *g*

Bin mal gespannt auf mehr.

LG

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*Devil may cry* *My bloody journey has reached a close*

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Beitragvon Siria » Mo 11 Jun, 2007 15:14

Ich freue mich auch so schnell etwas Nues von dir zu lesen.

Bisher finde ich die Geschichte noch nicht verwirrend ;) Aber es ist auch wohl zu früh, dass zu sagen. Der Anfang klingt auf jeden Fall interessant und ich bin schon ganz gespannt was du noch so auf Lager hast :)

In welchen Abständen wirst du deine FF posten?

Freue mich auf mehr!
*Mitglied in der Gilde der Schattenkinder*

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Beitragvon Killthebeast » Di 12 Jun, 2007 01:48

Ich bin mal wieder mit qallen einer Meinung. Hoffe du verlierst nicht den Überblick und ich freue mich darauf mehr von dir lesen zu dürfen
Meine FF
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Beitragvon Elaea » Sa 16 Jun, 2007 14:26

Huhu, ihr Lieben!


@ Wehwalt:
Also wenn es für dich JETZT schon verwirrend ist..... Ach, frag einfach, wenn du dich gar nicht mehr auskennst.
Ich hab es tatsächlich geschafft die Story fertig zu stellen.
Und Grün-Weiß-Passagen? :lol: Freu dich mal auf's nächste Kapitel!


@ Fee:
Jaja, Abi-Stress. Bei mir heißt's zwar Matura-Stress, aber ich verstehe, was du meinst ;)
Viel Erfolg wünsch ich dir jedenfalls^^
Und es freut mich auch, dass du wieder dabei bist!!!


@ Schizouka:
Tja, NOCH ist es nicht verwirrend, wie gesagt. Schön auch, dass es dir gefällt! *knuddel*


@ Wachtel:
Das macht nichts, wenn du es nicht ganz kapierst. Dieses Gefühl wird sich durch die ganze FF ziehen. ;)
Carrie... ja... die ist durchaus... anders.... :lol:
Und Samius... Nun.... ja.


@ Siria:
So schnell gibt es Neues von mir, da die FF schon älter ist. Dh. auch Stil und Gedanken sind noch "jünger", aber das sollte euch nicht abschrecken.
Ja, eindeutig zu früh dafür es als verwirrend bezeichnen zu können. ;)
Ich werde jeweils am WE ein Kapitel posten!


@ Killthebeast:
Ich hoffe auch, dass ich den Überblick bei den Farben nicht verliere... Aber es wird schon gehen.


-----------------------------------

II

DIE DÄMMERUNG ZOG herauf, Draco und Carrie waren gerade mitten in eine Partie Schach vertieft, als Samius schon wieder hereinkam. „Los, los, los, Babies, zieht euch an, wir sind gleich da! Und, Dracolein, für dich hab ich eine Selbst-putzende-Windelhose dabei!“
Süßlich grinsend warf er seinem kleinen Bruder etwas zu und verschwand dann wieder.
„Was-ist-das?“, fragte Carrie angeekelt und zeigte auf das Bündel in Dracos Schoß. Vorsichtig zupfte er daran und stieß einen erschrockenen Schrei aus, als sich der weiße Stoff zu bewegen anfing.
„Nein!“ Dracos Züge wurden düster. „Kralle!“ Schnell entwickelte er den Stoff und hielt schließlich einen äußerst zerfledderten Kauz in Händen. „Kralle!“, jammerte er. „SAMIUS!!!“
Carrie schlug sich die Hände vors Gesicht. „Warum macht er das?“, fragte sie geschockt.
„Weiß ich nicht! Dieser... Ah... ich hasse ihn!“
zitternd vor Wut sperrte er Kralle in seinen Käfig, schlüpfte dann in seinen Hogwartsumhang und ging aus dem Abteil. Auch Carrie zog sich an, um Draco, mit Crabbe und Goyle im Schlepptau, zu folgen. Dieser stand draußen am Gang, die Stirn gegen das kühle Glas der Scheibe gepresst.
„Ähem...“ Carrie legte eine Hand auf seine Schulter. „Brauchst du etwas?“
„Ja,“ murmelte er. „Eine neue Familie. Danke vielmals!“
Es machte einen Ruck und der Zug blieb stehen.
„ALLES AUSSTEIGEN!“ Eine laute Stimme gellte durch den Waggon und verwischte somit Carries Gedanken, als sie gerade ansetzen wollte, etwas auf Dracos Bemerkung zu antworten.
„Dann lasst uns gehen,“ sagte Draco mit fester Stimme und wischte sich, bevor die anderen Türen aufflogen mit der Hand über das Gesicht.

Kalt schnitt ihnen die Nachtluft in die Gesichter, als sie hinter einer hünenhaften Gestalt einen Pfad zu einem See hinunterstiegen.
„Carrie, Carrie!“ Millicent kam auf sie zugestolpert. „Gut, ich dachte schon du wärst im Zug geblieben!“
„Nein, ich bin hier, aber ich hab gehofft, du würdest sitzen bleiben...“, sagte und wandte ihrer Schwester den Rücken zu.
„Mama hat gesagt, dass ich auf dich aufpassen soll!“, sagte Millicent, ohne auf Carrie einzugehen.
„Dann tu’s doch, wenn du mich erwischt!“, lachte Carrie böse und sprang neben Draco in ein kleines Boot, wie es die anderen auch taten.
Die Schwestern sahen einander nicht wieder, bis es kurz vor der Einteilung in die Häuser war. Carrie sah sich äußerst nervös in der Gegend um. Sie standen nun in eine Riesenhalle und alle Schülerinnen und Schüler waren da, um sie neugierig anzustarren. Carrie hasste es die Neue zu sein!
Eine Lehrerin zeigte ihnen einen Hut, der ein Lied sang und sie danach einzuteilen anfing.
Da die Lehrerin alphabetisch vorging, war Carrie eine der ersten, die an die Reihe kam. Leider noch vor ihrer Schwester. Also lief sie, leicht zitternd vor Anspannung nach vorne, setzte sich auf den dreibeinigen Stuhl vor ihr und bekam den Hut aufgesetzt. „Slytherin!“, dachte Carrie hoffnungsvoll.
„Was?“, piepste eine Stimme in ihrem Ohr. „Du willst nach Slytherin?“
„Ja, natürlich!“, sagte Carrie.
„Interessant, überaus interessant,“ meinte die Stimme, „aber ich sehe da zu wenig List...“
„Bitte,“ flehte Carrie nun los. „Zumindest nicht nach Hufflepuff!“
„Na, wenn das so ist... hm... jaja... also, nicht Hufflepuff... dann eben GRYFFINDOR!“ Das letzte Wort hatte der Hut laut in die Halle geschrien. Einen Moment lang hörte ihr Herz auf zu schlagen. Erst als an einem Tisch laute Jubelrufe ausbrachen, setzte es wieder ein, dafür aber viel zu schnell. Ihr wurde der Hut vom Kopf genommen und sie stand langsam auf. Wie in Zeitlupe lief sie an ihrer Schwester, die überaus zufrieden mit sich schien, vorbei auf den Tisch der Gryffindors zu. Derweil saß Millicent auf dem Stuhl, mit roten Wangen, unsicher mit den Fingern spielend.
„SLYTHERIN!“, rief der Hut. Carrie hielt mitten im Händeschütteln inne und sah zu ihrer Schwester, die breit lächelnd, mit sich und der Welt im Einklang, zum Slytherintisch ging.
Den Rest des Abends bekam Carrie nur noch wie durch einen Schleier mit. Lediglich zwei Dinge liefen klar vor ihr ab: Draco kam ebenfalls nach Slytherin und Harry Potter, ausgerechnet ihn, steckte man nach Gryffindor, zu ihr!
Das nächste, was wieder klar schien, war, dass sie ihren Schlafsaal betrat und sofort auf das hinterste Bett zustürmte. Ihr folgten drei Mädchen, die sich als Parvati Patil, Hermine Granger und Lavender Brown vorstellten.
„Ist das nicht herrlich hier?“, fragte Parvati fasziniert.
„Nein,“ flüsterte Carrie und begann fürchterlich zu weinen.

~*~


Sie hatte ihre liebe Not die Augen offen zu halten, als sie sich anzog, um mit den anderen in die Große Halle zu gehen. Es war gestern Abend etwas zu lang gewesen. Bei dem Gedanken musste Carrie wieder zu kichern anfangen.
„Was?“, fragte Hermine, als sie sich gerade die Haare durchkämmte.
„Ich musste nur an gestern denken, als du...“ Carrie brach lachend ab. „Als du... Lavender... den... Kitzel...fluch... auf den... den Hals... ge...hetzt hast!“
„Ja, das war Spitze!“, grinste Parvati und klatschte vor Begeisterung in die Hände.
„Ich glaube, ich werde mich heute Nacht an Hermine rächen!“, gluckste Lavender und zückte ihren Zauberstab. „Falls ich bis dahin den Spruch aus dir herausbekomme!“ Kreischend stürzte sie sich auf Hermine und begann sie zu kitzeln. Carrie und Parvati folgten ihr und schon bald war eine wilde Polsterschlacht im Gange.

Das Haar von Hermine stand in alle Richtungen, als sie sich endlich auf den Weg machten. Das viele Bürsten hatte sich überhaupt nichts gebracht.
„Ob wir heute wohl schon Unterricht haben werden?“, fragte Carrie laut, als sie sich am Gryffindortisch niederließ.
„Natürlich, zumindest hoffe ich das!“, sagte Hermine und warf einen Blick über den Tisch. „Wir scheinen die ersten zu sein.“
„Nein, die nächsten kommen schon,“ meinte Parvati und deutete zur großen Tür, durch die soeben Harry Potter, Ronald Weasley, Seamus Finnigan und Dean Thomas traten, dicht gefolgt von Neville Longbottom.
„Glaubt ihr, dass wir heute schon Unterricht haben?“, fragte Lavender die fünf Jungs, als sie sich zu ihnen setzten.
„Keine Ahnung,“ antworteten alle fünf schulterzuckend, wobei Neville es als einziger fertig brachte gleichzeitig ein Brötchen vom Tisch und eine Kanne Tee umzuwerfen. Lavender und Parvati brachen, wie Ron, Seamus und Dean in lautes Gelächter aus, während Carrie, Hermine und Harry sofort zupackten und eine größere Katastrophe verhinderten. An einem anderen Tisch brach lautes Gegacker aus. Carrie drehte sich um und sah direkt zu Draco, ihre Blicke trafen sich für einen Moment. Schon wollte Carrie winken und lächeln, doch sie riss sich zusammen, sah ihn finster an und drehte sich wieder weg. Dabei bekam sie kurz ihre Schwester zu sehen, die mit absoluter Genugtuung neben Pansy Parkinson saß und verstohlen zu den Gryffindors herüberlinste. Carrie verfinsterte ihren Blick erneut und wandte sich dann wieder ihren zukünftigen Freundinnen zu.

Hermine behielt recht mit ihrer Annahme, dass sie gleich am ersten Tag Unterricht haben würden. Doch lernten sie noch nicht wirklich viel, die Lehrer redeten die meiste Zeit über die Gestaltung ihrer Stunden, was sie sich erwarteten und welche Leistungen erbracht werden sollten. Der Tag verflog und ehe Carrie es sich versehen konnte, saß sie wieder in der Großen Halle und tat sich Abendessen auf ihren Teller. Doch zum Essen kam sie kaum, da die Ereignisse des heutigen Tages viel wichtiger waren, als Nahrung zu sich zu nehmen. Neville zum Beispiel hatte sich absolut lächerlich gemacht und Carrie zweifelte wirklich daran, ob er ein echter Zauberer war. Dafür glänzte Hermine mit ihrem Wissen. Carrie hätte einiges dafür gegeben, hätte sie sich doch zu Hause schon etwas in ihre Bücher vertieft. Stattdessen hatte sie ja Millicent ärgern müssen, wenn sie Draco besuchte. Vielleicht würde ihr Samius ja ein wenig Nachhilfe geben, wenn sie sich all zu schwer tat. Schließlich hatte er ihr früher auch schon geholfen. Er war es auch gewesen, der ihr beibrachte auf einem Besen zu fliegen. Irgendwie war er zu einem großen Bruder für sie geworden.
WAS?
Carrie schüttelte den Kopf. Verwirrt sah sie zu den Slytherins hinüber, wo Millicent gerade kichernd mit Draco tuschelte – sicher wieder eine Gemeinheit über sie.
„Hey, Kleine!“ Carrie fuhr erschrocken hoch und sah direkt ins das Gesicht von Samius. „Sorry!“ Er grinste schief. „Wollte dich nicht erschrecken...“
„Hast du nicht,“ beeilte sie sich zu sagen. Samius grinste breiter.
„Wenn du meinst... Eigentlich wollte ich dich fragen, wie’s dir hier gefällt... Ich meine, hast du dich schon eingewöhnt?“
Carrie nickte. „Schon, aber die nerven.“ Sie zeigte zu Draco und Millicent hinüber.
„Lass die aus dem Spiel, du kennst die beiden ja,“ sagte Samius und das Grinsen in seinem Gesicht verschwand für den Bruchteil einer Sekunde. „Draco kommt leider ganz nach unserem Vater und das gefällt mir überhaupt nicht... Dafür hat er aber keine Probleme daheim... Was red ich, du weißt es selbst ja genauso gut, wie ich! Also, falls du was brauchen solltest, komm einfach zu meinem Gemeinschaftsraum, es wird dir schon irgendwer aufmachen!“
Carrie nickte dankbar und sah Samius noch nach, bis er sich zu seinen Freunden an den Ravenclawtisch gesetzt hatte.
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Beitragvon Elaea » Mo 02 Jul, 2007 15:10

III

SO GUT HATTE Carrie schon lange nicht mehr geschlafen. Es war das erste Mal seit Wochen, dass sie nicht, wie sonst von Albträumen geplagt aufgewacht war. Immer war sie jemand anders gewesen und dabei ständig Carrie geblieben. Einmal ging sie im zweiten Schuljahr nach Hufflepuff, einmal im dritten nach Slytherin, dann hatte sie am Trimagischen Turnier an Harrys Seite gekämpft, anschließend wieder in der ersten in Ravenclaw begonnen.
Doch heute waren diese Träume ausgeblieben, warum wusste sie selbst nicht. Vielleicht lag es daran, dass sie gestern endlich ihren Streit mit Draco beendet hatte. Das war es wohl auch gewesen, was sie nächtelang nicht schlafen ließ.
Rasch zog sie sich an und warf einen prüfenden Blick in den Spiegel. So sah eine echte Siebtklässlerin aus, dachte sie bei sich und wandte sich zum Gehen. Moment! Unsicher betrachtete sie sich erneut. Etwas war an diesem Bild falsch. Nur was? Die Schuluniform, die schon seit sieben Jahren die Schlange auf ihrer Brust zeigte? Ihre Körpergröße? Ihr Aussehen? Carrie wusste nicht, was es war, ihr war nur klar, dass es etwas gab, dass nicht stimmte...
Verwirrt lief sie aus dem Schlafsaal, weckte dabei Blaise Zabini unabsichtlich auf und setzte sich auf ihren Stammplatz im Gemeinschaftsraum. Sie hoffte hier einen vernünftigen Gedanken fassen zu können. Doch bevor sie noch richtig ins Nachsinnen kommen konnte, hörte sie schon das bekannte Stapfen von zwei Paar Füßen und bald darauf erschienen Crabbe und Goyle im Raum
„Morgen, ihr beiden!“, grüßte Carrie die zwei und erhob sich.
„Morgen,“ antwortete Crabbe.
„Hi,“ murmelte Goyle.
Die drei machten sich auf zum Frühstück und liefen dabei Draco und Pansy über den Weg, die anscheinend ebenfalls unterwegs waren, um die morgendliche Mahlzeit zu sich zu nehmen.
„Wir haben heute um fünf Training,“ sagte Draco zu Carrie.
„Oh, cool, danke,“ antwortete Carrie. „Wir könnten schon früher runter, wir haben doch schon um drei frei, oder?“
Draco zuckte bereitwillig mit den Schultern. Schweigend setzten sie ihren Weg fort. Carrie konnte die angespannte Stimmung fast nicht mehr ertragen. Auch wenn sie sich gestern vertragen hatten, hieß das noch lange nicht, dass alles zwischen ihnen vergessen war. Darauf hätte sie aber auch früher kommen können.
Diese Spannung hielt an, bis sie sich am Nachmittag im Gemeinschafsraum trafen und gemeinsam zum Quiddichfeld hinunterliefen.
„Eigentlich ist es unsinnig, jetzt schon zu trainieren, wir sind heuer so gut, dass die Hufflepuffs keine Chance haben werden.“, meinte Draco, den das Schweigen anscheinend auch nervte.
„Ja, stimmt schon...“, sagte Carrie unsicher. „Aber Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste...“
Draco sah sie erstaunt an, dann fing er an zu lachen. Carrie spürte, dass das Eis zwischen ihnen langsam wieder zu schmelzen begann.
„Wo hast du den Spruch her?“, fragte er und sah sie von der Seite an.
„Keine Ahnung!“ Carrie zuckte mit den Schultern.
Für den Rest des Weges herrschte wieder Schweigen zwischen den beiden, bis sie das Quiddichfeld erreicht hatten, auf dem prompt die Hufflepuffs trainierten.
„Tolle Idee, Carrie, ganz große Klasse,“ fauchte Draco und wollte bereits wieder umdrehen, als Carrie ihn am Ärmel packte und mit sich zog.
„Du bleibst jetzt hier. Wir werden ihnen einfach zuschauen. Vielleicht passiert ja was, womit wir nicht rechnen und sie sind auf einmal die stärkste Mannschaft in Hogwarts...“, meinte sie wenig überzeugend. Doch Draco hörte auf sie und lief neben ihr her zu den Rängen.
Einige Hufflepuffs saßen auf den Tribünen und feuerten ihre Mannschaft an. Carrie sah zu den Spielern hoch und riss den Mund auf.
„Seit... seit wann... seit wann...?“ Sie zeigte auf Millicent, die im gelben Trikot auf ihrem Besen in der Luft schwebte.
„Seit wann was?“, fragte Draco genervt.
„Millicent...“, antwortete Carrie.
„Was ist mit ihr?“
„Warum, seit wann... ich meine... warum spielt sie Quiddich?“
Draco richtete sich auf und sah Carrie fragend an. „Deine Schwester,“ sagte er bestimmt, „spielt seit der zweiten im Team der Hufflepuffs und schon immer als Jägerin, wenn es dich interessiert... Carrie, was ist los mit dir???“
„Aber warum in Hufflepuff sie war doch in Slytherin und...“ Carrie brach völlig verzweifelt ab und starrte an sich herunter. Warum um alles in der Welt trug sie grüne Klamotten? Warum saß Draco neben ihr... Wie konnte das sein?
„Carrie???“ Draco sprang auf und griff nach ihr, dann wurde es schwarz um sie.


~*~


„Muuuum!“ Carrie sprang die Stufen regelrecht nach unten und wäre am Treppenabsatz beinahe über den Koffer ihrer Schwester Millicent gestolpert.
„Pass bitte auf!!“, zischte diese aus dem Wohnzimmer.
„Halt die Klappe,“ fuhr sie Carrie an.
„Was gibt es?“, rief die Mutter der beiden aus der Küche und unterbrach somit den aufqualmenden Streit zwischen den Schwestern.
„Darf ich noch schnell zu den Malfoys rüber?“, brüllte Carrie. Millicent hielt sich die Ohren zu.
„Musst du immer so schreien?“, maulte sie.
„Wenn es sein muss, Carrie, aber nimm doch Milly mit!“, antwortete Mrs. Bulstrode.
„Du willst sowieso nicht, oder?“, fragte Carrie, jetzt in gemäßigter Lautstärke ihre große Schwester.
„Danke, ich komme nicht mit!“, meinte Millicent, drehte sich beinahe beleidigt um und stürmte die Treppe nach oben.
Schulterzuckend verließ Carrie das Haus, durchquerte den Garten und verschwand dann im Wald dahinter.


~*~


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Hätte Millicent gewusst, wie sehr sie sich irrte, wäre ihre Nervosität sicher ein wenig gesunken. Carrie saß nämlich keineswegs seelenruhig in ihrem Zimmer, sondern sprang wie ein kleiner Gummiball durch die Gegend, ein kleines Fetzchen Pergament in ihrer Hand auf und ab wedelnd. Sie wusste selbst nicht genau, warum sie das tat, wahrscheinlich aus dem Grund, da ihre Beine und Arme einfach nicht stillhalten wollten. Wieder ließ sie ihre Augen über das beschriebene Blatt schweifen:


Hi!

Wollte dich eigentlich nur fragen, ob du mit mir gehen willst...?

Ja Nein
O O

Draco


Natürlich wollte sie, was für eine Frage, darum war sie ja auch so aufgeregt…
Es klopfte. Carrie beeilte sich die Musik leiser zu drehen und schloss die Tür auf. Mrs. Bulstrode stand im Rahmen und sah sehr verärgert aus.
„Würdest du bitte nach unten kommen? Die Malfoys warten bereits! Milly ist auch schon längst fertig! Was ist nur los mit dir?“, schimpfte Carries Mutter.
„Sorry, Mum, ich komm ja schon!“ Etwas verwirrt ließ Carrie einen letzten Blick durch ihr Zimmer schweifen, packte ihren Hogwartsumhang (wobei sie das Zettelchen unauffällig in einer Tasche verschwinden ließ) und lief hinter ihrer Mutter her ins Wohnzimmer. Lucius und Narcissa Malfoy saßen Mr. Bulstrode gegenüber auf der Couch und unterhielten sich. Draco hockte neben seiner Mutter und schien zu Tode gelangweit. Als er Carrie eintreten sah, hellte sich seine Miene automatisch auf.
Millicent hatte sich in eine Ecke gekauert und warf lauernde Blicke in die Richtung von Carrie.
„Endlich!“ Mr. Bulstrode sprang auf. „Dann können wir endlich losfahren! Wo ist eigentlich Samius?“
Draco zuckte beim Namen seines Bruders merklich zusammen, was aber sonst niemand zu bemerken schien, außer Carrie natürlich.
„Er ist schon voraus, trifft sich noch mit Freunden!“, antwortete Lucius und lächelte selig, als würde ihm der Gedanke an seinen älteren Sohn beruhigen. Mr. und Mrs. Bulstrode nickten wissend, während Draco die Augen verdrehte.
„Gehen wir!“, sagte Narcissa Malfoy, erhob sich und rauschte an Carrie vorbei in den Vorraum.
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Killthebeast
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Beitragvon Killthebeast » Di 10 Jul, 2007 03:05

Meine Güte, ist mir das peinlich. Habe ja vollkommen vergessen deine FF zu lesen Ela. Schreib bitte weiter und ich hoffe ja und drücke dir die Daumen das du noch weitere Kommis bekommst und nicht alle so vergesslich sind wie ich
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Elaea
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Beitragvon Elaea » So 16 Sep, 2007 15:20

IV

KAUM EINE VIERTELSTUNDE später verließen sie zu siebt das Haus der Bulstrodes und machten sich auf den Weg nach Kingscross. Um halb elf etwa standen alle auf dem Bahngleis 9 ¾ und verabschiedeten sich voneinander. „Komm, lass uns ins Abteil gehen!“, sagte Draco und zog Carrie mit sich, die gerade noch Zeit hatte, sich von ihren Eltern zu verabschieden. Millicent blieb allein bei den Erwachsenen zurück.
„Hey, die Crabbes und Goyles sind da!“, rief Draco, als er einen Blick aus dem Fenster warf. „Mann, freust du dich auch schon auf Slytherin?“
Carrie nickte und lächelte, erschrak im nächsten Moment aber, als etwas laut gegen die Abteiltür polterte. Ein paar Sekunden später wurde die Tür geöffnet und Crabbe und Goyle stolperten herein.
„Öhm, hi!“, nuschelten sie und verstauten ihre, sowie Carries und Dracos Koffer.
Die Zeit bis zur Abfahrt vertrieben sie sich dann mit witzigen Ideen, was sie in der Schule alles tun wollten.
Schließlich setzte sich der Zug in Bewegung, Carrie winkte ihren Eltern und den anderen ein letztes Mal zu und ließ sich dann seufzend wieder zurückfallen.
„Ist da noch... Oh...“ Millicent stand in der Tür und sah in die Runde. „Tschüss!“ Und schon war sie wieder draußen.
„Was hat sie denn?“, fragte Draco hämisch, Carrie grinste.
Eine Viertelstunde später öffnete sich die Tür erneut. Ein großer Junge mit blitzblauen Augen und mittellangen, weißblonden Haaren trat ein. Lässig stich er sich eine Strähne aus dem Gesicht. Carrie zog die Augenbrauen zusammen, was tat er hier???
„Da bist du ja, kleiner Bruder. Alles in Ordnung bei euch? Komm nur nicht zu mir, wenn du Heimweh kriegst und ins Bett pisst, wie damals, als Mum und Dad mal einen Abend lang nicht da waren!“
Draco blitzte Samius böse an. „Ich werde mich daran erinnern, wenn mir das passiert!“, fauchte er.
„Gut,“ lächelte Samius scheinheilig, „grüß mir dann auch gleich die ganze Hufflepuff-Connection, wenn du in deinen Gemeinschaftsraum kommst!“
„Halt die Klappe, Sam!“, presste Draco hervor und war schon knapp daran in Tränen auszubrechen. „Verschwinde von hier!“
„Nanana, Kleiner, pass besser auf wie du mit mir redest, sonst erzähl ich es Papa und dann kannst du gleich wieder heimfahren!“, sagte Samius immer noch milde lächelnd.
„Zu dumm, dass du nicht nach Durmstrang gekommen bist, nicht wahr?“, fragte Carrie. „Dann wärst du all deine Sorgen los...“
„Weißt du, kleine Carrie, du solltest besser darauf achten, was du zu wem sagst, klar? Ich bin dieses Jahr Schulsprecher, als sieh dich vor! Und du dich auch!“, wandte er sich wieder an Draco. „Noch eine nette Zugfahrt, wünsche ich euch!“
Draco presste die Lippen aufeinander, schluckte schwer und schloss die Augen. „Ich hasse ihn! Ich war damals fünf Jahre alt und er hatte seine ganzen Freunde eingeladen...“
„Ist doch egal, wann was war. Ich finde es nicht nett von ihm, dass er so gemein zu dir ist. Du hast ihm doch nichts getan!“, beschwichtigte Carrie ihn.
„Ich hasse ihn,“ wiederholte Draco, jetzt wieder völlig Herr seiner Gefühle. „Lasst uns nach Potter suchen gehen!“
Er, Crabbe und Goyle erhoben sich, doch Carrie blieb sitzen. „Ich werde ihn in der Schule sowieso noch oft genug sehen...“, meinte sie.
„Wie du willst,“ sagte Draco, hob kurz die Schultern und ging.


~*~


Die Zugfahrt verging wie im Flug und kaum hatte Carrie sich es versehen, stand sie bereits am Bahnsteig und wurde von einer riesigen Schülermaße Richtung Kutschen gedrängt, die sie zur Schule bringen sollten.
„Stimmt es eigentlich,“ fragte sie Draco, „dass das fünfte Jahr das schwerste sein soll?“
„Keine Ahnung,“ antwortete er. „Aber Samius hat es auch geschafft und der ist eine Lusche!“
„Warum er dann nach Slytherin gekommen ist...?“, meinte Carrie, obwohl sie es mehr zu sich sagte.
„Was?“, wollte Draco wissen.
„Warum er dann nach Slytherin gekommen ist!?“, wiederholte Carrie.
„Warum Slytherin?“, fragte Draco und sah sie besorgt an. „Er ist in Gryffindor und bist du jetzt völlig verrückt?“
„Oh, äh... nein... ich meine, war er denn nie? Ich...“ Was war denn nur mit ihr los? Zuerst dachte sie, Samius müsse schon längst von der Schule abgegangen sein, dabei war er doch nur zwei Jahre älter als Draco und dann glaubte sie, er wäre in Slytherin...
Wurde sie verrückt?
„Ich weiß ja nicht, was mit dir los ist, Carrie, aber irgendwie kommst du mir heute merkwürdig vor!“
„Sorry,“ nuschelte sie und schob sich dann hinter Draco in eine der Kutschen. Crabbe und Goyle folgten ihnen.
Die ganze Fahrt über ließ Draco Carrie nicht aus den Augen, so als hätte er Angst, sie könne etwas Verrücktes tun oder sagen.
„Hast du denn schon eine Antwort?“, fragte er schließlich.
„Worauf?“, fragte Carrie zurück.
„Na, auf den Brief...“
„Oh...“ Carrie zog das zerknitterte Pergament aus der Tasche und betrachtete es lange.
„Und?“ Draco sah sie aufmerksam an.
„Na ja, soll ich es dir jetzt sagen oder willst du, dass ich hier etwas ankreuze???“ Carrie sah ihn schief an.
„Tu, was du willst...“ Er machte eine wegwerfende Handbewegung und lehnte sich zurück. Die nächste Minute tat er so, als interessiere es ihn gar nicht, wie Carrie sich entschied, dann begann er herumzuzappeln. Carrie genoss es.
Nach einiger Zeit nahm sie schließlich eine Feder zur Hand und machte ein klitzekleines Kreuzchen bei JA. Dann reichte sie das Pergament Draco weiter, der es etwas zu ungestüm entfaltete. Grinsend sah er sich Carries Antwort an, beugte sich anschließend vor und gab ihr einen mehr als nur flüchtigen Kuss. Knallrot wandte er den Kopf ab und starrte aus dem Fenster. Crabbe und Goyle kicherten doof vor sich hin.

Alle sahen sie an, als Carrie und Draco Hand in Hand die Große Halle betraten und sich an den Slytherintisch setzten. Vor allem Millicent, die vom Gryffindortisch herüberstarrte und überhaupt nicht zufrieden aussah. Pansy Parkinson ließ sich neben Carrie nieder und drückte sie fest.
„Endlich,“ grinste sie, „wenn ihr euch nicht allein gefunden hättet, hätte ich doch eingreifen müssen. Es war ja nicht mehr auszuhalten!“
„Du hättest uns sicher nicht verkuppelt!“, lachte Carrie.
„Glaub mir, Süße, das hätte ich hundertprozentig geschafft, ob du’s glaubst oder nicht, ich hätte es getan!“
„Hör doch auf, wenn wir es nicht gewollt hätten, hättest du es nicht geschafft.“
„Aber ihr wolltet doch, oder?“
„Nein, sonst wären wir ja jetzt zusammen...“ Frech sah Carrie ihre beste Freundin an.
„Süße, du spinnst!“ Pansy lachte laut auf. „Würde ich dich nicht so gern haben, würde ich dich in die nächste Irrenanstalt stecken.“
„Genau, Pansy, tu das bitte!“, mischte sich nun Draco ein. „Sie ist heute etwas verwirrt, wenn du mich fragst...“
„Warum wohl,“ meinte Pansy. „Jemand hat ihr eben den Kopf verdreht...“
Schulterzuckend wandte Draco sich wieder ab.
„Ich sag ja schon lang, dass ihr beiden zusammengehört, wie Alraunen und Ohrschützer...“, fuhr Pansy fort.
„Und wer ist die Alraune und wer die Ohrschützer?“, fragte Carrie.
„Du bist bestimmt nicht die Ohrschützer...“
„DU!“ Mit einem Aufschrei warf sich Carrie auf Pansy und begann sie von oben bis unten durchzukitzeln.
„Seid doch endlich still!“, fuhr Draco dazwischen. „Die Kleinen kommen!“
Nur mühsam konnten sich Pansy und Carrie wieder beruhigen, während sie den Neuzugängen zusahen, wie sie nach vorn zum Lehrertisch gingen, um in die Häuser eingeteilt zu werden. Carrie versuchte sich an ihre eigene Einteilung zu erinnern, doch an alles, was sie sich erinnern konnte, war das laute „GRYFFINDOR!“, dass der Hut von sich gab, als er... Millicent... einteilte. Carries Blick wanderte zum Tisch der Gryffindors, wo Millicent neben Samius saß und in eine heftige Diskussion verfallen war. Harry Potter und Hermine Granger beteiligten sich eifrigst an dem Gespräch und alle vier schienen einem Streit nahe.
„Warum schaust du ständig zu den Gryffis rüber?“, fragte Pansy. „Gibt dir das den gewissen Kick?“
„Nein,“ antwortete Carrie.
„Ich sag dir doch, sie spinnt heute nur rum!“, meinte Draco besorgt.
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