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SdW - Kapitel 4 - Der Hüter der Schlüssel

Creacher
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Beitragvon Creacher » Fr 15 Mai, 2009 11:18

Oh, daran habe ich gar nicht gedacht, dass es im Englischen anders heißen könnte. Danke für diese Info, Vic!

snitchet
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Beitragvon snitchet » Do 28 Mai, 2009 23:18

Zweifellos eines der aufschlußreichsten Kapitel im ersten Band! Es beinhaltet einige Schlüsselszenen und auch ein paar recht witzige Sätze (auch wenn die auf deutsch übersetzt sind - vom SDW hab ich leider keine englische Version).

Eines meiner Lieblingszitate dieses Kapitels:
"Onkel Vernon, der ganz blass gworden war, flüsterte etwas, das sich anhörte wie 'Mimbelwimbel' ".

@Victor

Bezüglich des Hogwarts-Briefes:
In der Zaubererwelt wußte man, daß Harry die Briefe nie bekommt, darum hat man sich ja auch solche Mühe gegeben,
sie ihm immer wieder und auch so zahlreich zu schicken.
Schließlich, als die Zeit drängte und der 31. Juli näherkam, hat McGonagall dann Hagrid losgeschickt, (der übrigens ihr und Dumbledores vollstes Vertrauen genoß, wie sie in einem der anderen Bände einmal erwähnte!), auf ihn konnte sie sich verlassen, sie hat einfach gewußt, daß durch Hagrid der Brief endlich in die richtigen Hände gelangen würde.

Hagrid war sozusagen ihr letzter Trumpf im Ärmel, der am Schluß garantiert wirkt, wenn sonst nix hilft.

lg
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Beitragvon Ashlyn » Sa 30 Mai, 2009 21:56

Naja, ob McGonnagall Hagrid ihr Leben anvertrauen würde, wie Dumbledore es tut, daran zweifel ich ja etwas..


Hagrid war sozusagen ihr letzter Trumpf im Ärmel, der am Schluß garantiert wirkt, wenn sonst nix hilft.


Das glaube ich auch eher.. ;)
Deep into that darkness peering, long I stood there wondering, fearing | Doubting, dreaming dreams no mortal ever dared to dream before | But the silence was unbroken, and the darkness gave no token [...] | poe (the raven)

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Beitragvon snitchet » Mi 03 Nov, 2010 19:21

Cheesy hat geschrieben:...und zum Thema Narbe meinte er: "Das kriegst du, wenn ein mächtiger, böser Fluch dich berührt - hat sogar bei deiner Mum und deinem Dad und deinem Haus geklappt [...]" (S. 64) Bedeutet das, dass das Haus durch den Avada Kedavra zerstört wurde? Kann der denn auch Gegenstände zerstören? Gab es im Laufe der Geschichte nicht mehrmals Momente, in denen Todessern mit den verbotenen Flüchen, unter anderem diesem, um sich geworfen haben und oft verfehlt haben, aber dennoch sind keine Gebäude eingestürzt?

Ich hab Band 1 nur auf deutsch, da steht nichts von einem Haus...
Hagrid sagt:"....... hat sogar bei deiner Mum und deinem Dad geklappt - aber nicht bei dir....."

Ich schätze, das Haus ist so stark beschädigt, weil Voldemort sich den Weg hinein"gesprengt" hat - er hat sicherlich nicht angeläutet :wink:

Was mich an Hagrids Aussage nachdenklich macht:
So wie er es Harry erzählt, könnte man meinen, wer vom Todesfluch getroffen wird, dessen Leiche ist von einer solchen Narbe gekennzeichnet. (Weil es ja bei Harrys Mum und Dad auch "geklappt" hat). Aber an anderer Stelle (Band 4) heißt es ja, daß niemand sich erklären konnte, wie die Riddles zu Tode kamen, weil es keinerlei Anzeichen an den Leichen gab.
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Beitragvon Victor Krum » Mi 03 Nov, 2010 19:44

Das mit dem Haus fehlt in früheren deutschen Ausgaben, in späteren ist es berichtigt, deshalb steht es bei Cissy - im Englischen steht es auch drin.

Avada Kedavra hinterlässt normalerweise keine Spuren, an den Riddles war deshalb auch nichts festzustellen. Aber ich nehme an, dass Hagrid sich hier speziell auf den Fall bezieht, dass der Fluch ihn nur berührt hat - aber seine Energie nicht in Harry eindringen und ihn töten konnte. Er hat ihn oberflächlich verletzt, dann hat die Energie Voldemorts Körper vernichtet und weil immer noch so viel übrig war, wurde auch das Haus vernichtet. Ganz präzise ist die Aussage von Hagrid aber nicht.

Von Voldemort wurde das Haus aber nicht zerstört, als er reinkam - im 7. Band steht doch genau beschrieben, wie er vorgegangen ist, er hat bis zu dem Zeitpunkt nur James und Lily getötet, aber ansonsten noch nichts zerstört.
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Beitragvon Nyrociel Visalyar » Fr 24 Jun, 2011 22:16

Da das die erste Szene ist wo Hagrid auftaucht ist das auch die erste wo sein toller Mantal auftaucht ...

Dazu ne Frage ... ich hab letztens gelesen das Hagrid den Mantel (also der mit den vielen taschen) von jemand besonderem bekommen hat weiß jemand mehr darüber?

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Beitragvon Mahogany » Mo 01 Aug, 2011 16:37

Nein, keine Ahnung. Das wird auch in den HP-Büchern nirgendwo erwähnt. Hagrid hat diesen Mantel einfach, der ja auch wirklich robust und praktisch für seinen Job ist. Wo hast du das denn gelesen?
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Beitragvon Wehwalt » Di 03 Jan, 2012 13:23

Eingangsfrage: Warum richtet sich Hagrids Zauber gegen den Dudley und nicht gegen Vernon?
Ich glaube, am nächsten Morgen beantwortet Hagrid das selber: Er hat halt nicht genug Übung im Zaubern. Und ist der Meinung, daß Vernon selbst schon so schweineähnlich sei, daß der Schweinezauber, nicht perfekt ausgeführt, glatt vor ihm Halt gemacht hat.

Hach, ich bin vor 3 Jahren bei Beginn der Leseecke hier irgendwo ausgestiegen. Und muß jetzt noch einmal alles loben, was die JKR damals geschrieben hat! Die Cheesy hat schon recht, es ist fast perfekt!

Was ich erstaunlich fand: Einerseits der Beziehungsreichtum bei den ganzen Erzählungen (wie erwähnt, die später auftauchende Namen der Zaubererfamilien, die Geschichte des Mordanschlags ...), aber viel toller eigentlich: Was nicht erwähnt wurde. Ich stelle mir vor, ich wäre an Hagrids Stelle: Ich würde vielleicht noch was vom Schutzzauber Fidelis erzählen, müßte dann den Charakter solcher Zauber erläutern, würde dann allerlei einflechten wie "So was wirst Du morgen auch sehen: Häuser, die nicht alle wahrnehmen können" etcetc. Vom Hundertsten ins Tausendste.
Aber JKR erläutert alles, was man braucht - in diesem Moment. Und es wird letztlich doch erst in Band 5 ganz klar, was es mit einem Geheimniswahrerzauber auf sich hat; in Band 3, was um den Anschlag auf James und Lily herum vor sich ging; in Band 7, wie genau es geschah ... Also genau das richtige Maß an Information und Vorenthaltung von Information, daß man sich immer im Bilde fühlt, trotzdem ein spannendes Rätsel vor sich hat - und nach jedem Band (außer vielleicht dem sechsten) den Eindruck einer abgeschlossenen Handlung bekommt.

Joa - will sagen: Rowling ist genial!
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Ripper
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Beitragvon Ripper » Mi 15 Aug, 2012 12:04

Auch wenn die Beiträge von 2009 bzw. Januar sind habt ihr (spez.: Wehwalt und Cheesy) zu 100% Recht.

Ich finde es immer wieder klasse wie hier langsam die ersten nötigen Infos zum Aufbau der Story gesetzt werden. Ohne den Leser zu überladen, noch zu wenig zu sagen. Es ist einfach genial wie man Stück für Stück von Kapitel zu Kapitel, von Buch zu Buch immer mehr "lernt" und hinterher ein wunderbar komplexes, vielschichtiges System hat.
Einfach schön!
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Denkarius
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Beitragvon Denkarius » Sa 15 Sep, 2012 21:31

Das finde ich auch, bin inzwischen auch am Ende von Kapitel 4 angelangt. Dass Hagrid mit dem Regenschirm zaubert und sich dann bei Harry entschuldigt, ihn bittet, das nicht weiter zu sagen ist m.E. eine zentrale Szene für die enge Verbundenheit von Harry und Hagrid. Da entsteht ein enges Vertrauensverhältnis und die Regelübertretung empfindet man als Leser nicht so schlimm, weil JKR die Dursleys und speziell Dudley vorher ja so negativ und charakterschwach beschrieben hat, dass man es als Leser quasi automatisch mit Genugtuung zur Kenntnis nimmt, wenn Dudley sich plötzlich nicht mehr nur benimmt wie ein Schwein, sondern diesem auch äußerlich zu ähneln beginnt.
Amo vitam, amo generem,
tamen quare sum sola.
Amo rosam, desidero pacem
tamen quare sum sola.

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