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Der Eine Ring

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Beitragvon Wehwalt » Do 08 Nov, 2012 17:03

Aha. Was ein Od ist, weiß ich auch nicht. Sowas wie "der göttliche Odem"?
Naja, irgendwie hängen solche Phantasien halt zusammen. Die Idee, daß man Gegenständen irgendwelche Teile der Seele einverleiben kann, wird man auch aus animistischen Ideen herleiten können. Ich fände es jetzt durchaus zulässig, solche Vorstellungen uach literarisch weiterzuentwickeln und zu variieren. Sonst fange ich an, dem Tolkien unter die Nase zu reiben, was er bei Wagners Ring des Nibelungen mitgenommen hat.
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Ahzrarn
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Beitragvon Ahzrarn » Do 08 Nov, 2012 17:07

Dieser Vorwurf wurde ihm tatsächlich des öfteren im Fandom gemacht :) .
Adler erheben sich in die Lüfte
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Beitragvon Wehwalt » Do 08 Nov, 2012 17:09

Fandom? Ist das ein sächsischen Phantom? Wagner war ja Sachse ...
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Beitragvon Ahzrarn » Do 08 Nov, 2012 17:12

*lol* nein, das war vor etwa dreizig Jahren die übliche Bezeichnung für Fangemeinde.
Off-topic: Mist, warum hab ich hier keinen Delete-Button, um diesen ungewollten Doppelpost zu löschen?
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Beitragvon Jagar » Mi 21 Nov, 2012 14:58

Mich würde auch mal interessieren, ob es einem willensstarken Ringträger möglich gewesen wäre, die wahre Macht des Ringes zu nutzen. Ich meine, der Ring war für Sauro ja nicht nur ein einfaches Schmuckstück, sondern ein Werkzeug, um die anderen neun Ringe und die jeweiligen Ringträger zu korrumpieren.
Ob es einem anderen Ringträger wohl auch möglich gewesen wäre?

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Beitragvon Ahzrarn » Mi 21 Nov, 2012 18:29

Unwahrscheinlich, denn die "Macht" des Ringes liegt eben darin, die anderen Ringe zu kontrollieren. Das war wohl eine Option, die nur dem Schöpfer der Ringe, eben Sauron zur Verfügung stand. Die Macht, jeden anderen Träger zu korrumpieren war wohl nur ein gewollter Nebeneffeckt, Saurons Versicherung, dass der Ring immer wieder zu ihm zurückfinden würde ("Ist er verloren oder entzwei, schick ihn zu Sauerkopf, portofrei", wie es im HERR DER AUGENRINGE so schön heißt :lol: ). Gandalf wies den Ring schaudernd zurück, als Frodo ihn ihm anbot, und selbst Bombadil machte nur seine Späßchen mit ihm, aber wahrscheinlich hatte er die Hosen dabei gestrichen voll. Nur Sauron kannte wohl den "Code", der Zugriff auf die ganze Macht des Ringes gewährte.
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Beitragvon Wehwalt » Mi 21 Nov, 2012 18:36

Nun ja, aber irgendwie hängt es ja schon von der Charakterstärke des Trägers ab, inwieweit er vom Ring affiziert wird, oder? Egal was alles für Mythen um den Ring geschaffen wurden, ich halte ihn letztlich doch für eine Metapher des aufoktroyierten Elternwillens, dem das schwache Kind mehr oder weniger gut standhalten kann. Manche zerbrechen unter völligem Individualitätsverlust (Gollum), manche haben ein gewisses geistiges und moralisches Rüstzeug zur Ichbehauptung, und ganz ungeschoren kommt keiner aus der Haft ...
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Beitragvon Zoe St.Claire » Do 22 Nov, 2012 19:09

Sorry hab gerade nichts beizutragen, aber:

Wehwalt hat geschrieben:aufoktroyierten Elternwillens


Das musste ich tatsächlich erstmal googlen. Wehwalt ich weiß ja um deine Eloquenz, aber konntest du hier nicht einfach mal auferlegen, aufnötigen, diktieren oder aufdrängen schreiben?
Ich mein wir haben 12 Jähhrige User hier, die verstehen doch nix von dem was du schreibst :P

So. Das musste ich jetzt doch mal los werden.
Viel Spaß beim weiteren diskutieren.
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Beitragvon Dark Lúthien » Do 22 Nov, 2012 21:06

Zoe St.Claire hat geschrieben:Ich mein wir haben 12 Jähhrige User hier, die verstehen doch nix von dem was du schreibst :P

Nicht nur 12 Jährige *sich selbst anguckt* :oops: :lol:

Wird nicht eigentlich erwähnt, dass Menschen bezüglich des Willens zum Ring, die Schwächsten, also dass sie am leichtesten zu "verderben" sind? (Deswegen gab es ja so Probleme mit Bormir, oder?) Wenn ja, wieso? Und wenn nein, dann hab ich mich vertan ^^"

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Beitragvon Wehwalt » Do 22 Nov, 2012 23:13

Ich sah gerade zunächst nur die Zitatbox in Lús Beitrag und bekam schon einen Schrecken, ich hätte irgendetwas Unsittliches geschrieben :oops: ... Jetzt habe ich auch gegoogelt, und es gibt sogar das polnische Verb "oktrojować" mit derselben Bedeutung ... und selbst ins Bewußtsein gerufen wurde mir dabei, daß die Vorsilbe "auf-" eigentlich falsch ist, weil sie im "oktroyieren" schon drinsteckt.
Ansonstenfind ichs nicht schlimm. Auch Zwölfjährige können googeln. Ich hab mir nichts Besonderes überlegt bei dem Wort und bin auch nicht auf den Gedanken gekommen, Alternativen zu erwägen.

Und das da ist sprachlich jetzt besser?
Lú hat geschrieben:Wird nicht eigentlich erwähnt, dass Menschen bezüglich des Willens zum Ring, die Schwächsten, also dass sie am leichtesten zu "verderben" sind?
:lol: (Ich will ja nicht rumkritteln, aber ich kann den Gehalt der Frage nur erahnen ...) - Aber das meine ich ja: Ja charakterstärker ein Mensch ist, desto eher ist er imstande, sich der Gewalt des Ringes zu widersetzen. Als charakterstark betrachten wir ja jemanden, der fähig ist, seine Individualität und seine Gesinnung gegen Widerstand aufrechtzuerhalten und nicht der Gewalt zu erliegen. Und das lebenslange Muster dafür gibt wahrscheinlich am ehesten ab, wie sehr jemand seinen Selbsterhaltungswillen gegen die Zumutungen zunächst der Eltern, später einer gealtsamen Mehrheit bewahrt hat. Und genau für diese ich-zerstörende, anpassungsfordernde Gewalt scheint mir dieser Ring zu stehen.
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Beitragvon Ahzrarn » Do 22 Nov, 2012 23:44

Dark Lúthien hat geschrieben:
Zoe St.Claire hat geschrieben:Ich mein wir haben 12 Jähhrige User hier, die verstehen doch nix von dem was du schreibst :P

Nicht nur 12 Jährige *sich selbst anguckt* :oops: :lol:

Wird nicht eigentlich erwähnt, dass Menschen bezüglich des Willens zum Ring, die Schwächsten, also dass sie am leichtesten zu "verderben" sind? (Deswegen gab es ja so Probleme mit Bormir, oder?) Wenn ja, wieso? Und wenn nein, dann hab ich mich vertan ^^"

Den Menschen, ewig dem Tode verfallen, neun... OT mortal men, doomed to die...verglichen mit den ewig lebenden Elben oder gar Valar, Maia oder Istari ist das Leben eines Menschen nicht mehr als ein kurzes Aufblitzen im ewigen Lauf der Welt. Egal welchen Ruhm oder welche Weisheit ein Mensch erlangen mag, für diese Ewiglebenden bleibt er immer ein Kind bar jeglicher wirklicher Verantwortung oder Selbstbeherrschung. Er lebt einfach nicht lang genug, um diesen Level zu erreichen, der für die Ewigen selbstverständlich ist. Daher wohl seine besondere Affirmation zu den Ringen.
Und wie ich bereits sagte, lehnten selbst Mächtige und Weise den Ring ab; klar doch, sonst wären sie wohl nicht so mordsmäßig weise :lol: . Was nützen einem Weisheit und Selbstbeherrschung gegen ein Kilo pures Plutonium?

@ Wehwalt: zuerst erschien mir deine Interpretation ziemlich off-topic, doch nach ein wenig Nachdenken: ja, das macht tatsächlich Sinn! :shock:
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Beitragvon Wehwalt » Do 22 Nov, 2012 23:50

Ahzrarn hat geschrieben:Daher wohl seine besondere Affirmation zu den Ringen.
Vorsicht, Ahzrarn, die Zoe googelt! Meintest Du nicht Affinität?
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Beitragvon Ahzrarn » Do 22 Nov, 2012 23:56

Oooops, war echt nen langer, ereignisreicher Tag :)
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Beitragvon Dark Lúthien » Fr 23 Nov, 2012 19:00

Ohjeh :oops: So ganz versteh ich selbst nicht, was ich eigentlich fragen wollte :lol:

Hm, also ich meine eher, weshalb generell die Rasse Mensch "schwächer" sein soll, als jetzt beispielsweise die Hobbits. Ich dacht zumindest, dass es irgendwo erwähnt wird, dass gerade die Menschen dem Einfluss des Ringes sofort verfallen. Ich fand das eben seltsam, dass es von einer Rasse abhängig gemacht wird, wie Willensstark der/die-jenige ist. Ich fand halt, dass es eben vom jeweiligen Individuum abhängt, egal ob Zwerg, Elb, Mensch oder was-auch-immer... aber ich kann mich auch täuschen. Ich wüsste eben nicht, wieso gerade Menschen? Ich meine die Erziehung wird bei Hobbits, Elben und Zwergen wohl auch nicht viel anders verlaufen.

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Beitragvon Ahzrarn » Sa 24 Nov, 2012 07:01

Hängt wohl mit der Qualität des "Gierfaktors" zusammen :lol: . Alle Wesen begehren etwas, doch bei den nichtmenschlichen Völkern scheint diese Gier in einer einzigen Richtung am ausgeprägtesten zu sein. Elben begehren Harmonie und Weisheit (so ziemlich das einzige, was sie wirklich respektieren), Hobbits die Behaglichkeit, Zwerge materiellen Wohlstand. Fast jeder Angehörige dieser Völker wäre bereit zu töten, um diese Vorlieben zu verwirklichen. Und Menschen? Sie sind wohl das typische "worst - of - Völkchen", denn in ihrer chaotischen Natur sind alle diese Vorlieben vorhanden, nur noch etwas übersteigert. Gier machte Sauron zum Fanghaken, der sicherstellen würde dass die Ringe in seinem Sinne wirken würden. Er rechnete wohl nicht mit der vorausschauenden Weisheit der Elben, welche ihre Ringe nur im äußersten Notfall einsetzten, oder mit der pragmatischen Sturheit der Zwerge, welche sie allem Magischen gegenüber argwöhnisch macht. Die Menschen jedoch, ewig der Gier in all ihren Facetten verfallen, machten die Ringe zu gehorsamen Geisterdienern.
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