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Englisch vs. Deutsch

Tewen

Beitragvon Tewen » So 27 Dez, 2009 22:43

Ich lese sehr viele Bücher im englischen Original und da gibt es natürlich Unterschiede. Tolkin hat im Gegensatz zu JKR ein sehr anspruchsvolles Englisch. Aber HDR ist von der Handlung her auch anspruchsvoller als die Harry Potter Reihe. Meiner Meinung nach muss man aber auch bei Tolkin nicht alle Vokabeln können, um es lesen und verstehen zu können. Aber schon allein beim Anblick des Buchumfangs braucht man einen starken Willen :-) Außerdem ist es immer eine Herausforderung ein Buch in der Nicht-Muttersprache zu lesen. Dennoch plädiere ich für die Originale. Mir ist aufgefallen, dass ich dabei immer über andere Sachen "stolpere" als in der deutschen Übersetzung, weil ich zum Beispiel eine Wortwahl sehr witzig finde etc.

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Beitragvon Veny » Mi 16 Nov, 2011 01:06

Ich habe von den zwei Türmen die englische Version zu Hause, gekauft auf einem Flohmarkt.
Da ich nicht wirklich Englisch behersche, hatte ich das Buch erst wenige Male in den Händen.
( Eigentlich ging es mir mehr darum, das Buch zu besitzen, als es zu lesen )
Ich muss allerdings nach den ersten Seiten immer passen, da die Sprache nicht gerade einfach ist
und ich andauern irgendein Wort nachschlagen muss. Dies wird nach einiger Zeit sehr mühsam,
also hatte ich es irgendwann aufgegeben. xD
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Beitragvon Dark Lúthien » Do 17 Nov, 2011 14:38

Also ich habe HdR bisher nur auf deutsch gelesen, kam mir nie in den Sinn das mal auf englisch zu lesen :D
Aber interessiert wäre ich schon, weil ich eigentlich recht viel auf englisch lese. Würde mich interessieren ob ich dann damit klar kommen würde ^^

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Beitragvon Wehwalt » Do 17 Nov, 2011 15:00

Ich habe die drei Bände HdR nur im Original gelesen. Eigentlich noch lange bevor ich dazu übergegangen bin, auch HP auf Englisch zu lesen. Also ich glaube nicht, daß es an meinen mangelnden Englischkenntnissen liegt, daß ich es langweilig und humorlos fand. Aber einmal im Leben muß man da schon durch, finde ich.
War eigentlich das erste größere Werk, das ich auf Englisch las. Inzwischen vermeide ich grundsätzlich Übersetzungen, wenn das Original englisch ist, selbst bei wissenschaftlichen Büchern, die ich lese.
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Beitragvon Hilaria Felinely » Mi 23 Nov, 2011 21:38

Ich hab's auch noch nicht auf englisch gelesen und dass, obwohl ich sonst eigentlich auch sämtliche Bücher, bei denen das Original englisch ist, versuche, auch auf englisch zu lesen (kommt meist darauf an, ob die Bibliothek das Buch vorrätig hat, oder nicht^^). Allerdings hab ich mich schon im Deutschen recht durchquälen müssen... mal sehen, ob ich die englische Version mal in Angriff nehme.
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Beitragvon Harrik » Mi 23 Nov, 2011 21:46

Humorlos, Wehwalt? Also die Ewiglange Geburtstagsfeier am Anfang fand ich ja auch ermüdent - das geht wohl jede_r/m so - aber auch den Rest?

@Lú wenn es ein Buch gibt, das auf englisch gelesen werden soltle so ist es der LotR Epos. Auf deutsch ist er eine nette Geschichte. Auf englisch ein lithararischer Meilenstein ohne den die Heutige Fantasykultur nicht vorstellbar wäre.

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Beitragvon Wehwalt » Mi 23 Nov, 2011 22:09

Yep, Harrik, auch der Rest. Gerade der Reeeeeeeeest![qoute="Harrik"]lithararischer Meilenstein[/quote]Welch gelungenes Wortspiel (gr. lithos = Stein) ...
Kann sein, daß ohne den die Fantasykultur nicht vorstellbar wäre. Muß man sie sich denn unbedingt vorstellen können?
Nun ja, egal, Vorzüge und Nachteile vom Herrn der Ringe sind an anderer Stelle schon diskutiert worden. Habe jedenfalls schon manchen sagen hören, daß das Werk durch die Übersetzung nicht gerade gewinne ...
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Beitragvon Mahogany » Di 14 Feb, 2012 19:21

Was mich an der deutschen Übersetzung eigentlich am meisten stört ist die (partielle) Übersetzung der Namen (da wird aus "Strider" dann "Streicher" - ja, ist wörtlich übersetzt, aber ich muss da immer an ein Kammerorchester denken). Diese Unart wird ja in neueren Übersetzungen glücklicherweise nicht mehr so häufig praktiziert, wahrscheinlich traut man den Menschen in unserer klein gewordenen vernetzten Welt mehr zu (ich denke da immer gerne an Ludlums "Bourne"-Geschichten; der arme Kerl hieß, aus welchen unerfindlichen Gründen auch immer, in der deutschen Übersetzung "Jason Borowski"....).
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Beitragvon Victor Krum » Di 14 Feb, 2012 21:06

Mahogany hat geschrieben:Was mich an der deutschen Übersetzung eigentlich am meisten stört ist die (partielle) Übersetzung der Namen (da wird aus "Strider" dann "Streicher" - ja, ist wörtlich übersetzt, aber ich muss da immer an ein Kammerorchester denken). Diese Unart wird ja in neueren Übersetzungen glücklicherweise nicht mehr so häufig praktiziert, wahrscheinlich traut man den Menschen in unserer klein gewordenen vernetzten Welt mehr zu (ich denke da immer gerne an Ludlums "Bourne"-Geschichten; der arme Kerl hieß, aus welchen unerfindlichen Gründen auch immer, in der deutschen Übersetzung "Jason Borowski"....).


Das kann ich nur unterschreiben - ich sage nur Sirius Schwarz. Ich bin froh, dass immer mehr Übersetzer davon abweichen und die Originalnamen beibehalten.
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Beitragvon Mahogany » Do 16 Feb, 2012 18:46

Echt jetzt? Die haben das bei HP auch gemacht? Ich habe diese Bücher nicht auf Deutsch gelesen, aber das finde ich ziemlich hart. Ich kanns verstehen bei Ortsnamen oder bei Zaubersprüchen, Pflanzen usw., aber bei den Figurennamen hört der Spaß für mich auf! Das ist ja furchtbar!

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Beitragvon Victor Krum » Do 16 Feb, 2012 18:57

Das wurde später zum Glück korrigiert - aber in der ersten Ausgabe vom ersten Buch wurde er tatsächlich zu Sirius Schwarz (da wird er nur ein Mal kurz erwähnt).

Allerdings neigt die Übersetzung sehr stark dazu, Nebenfiguren umzubenennen, die ganzen Bücher-Autoren oder auch Aunt Marge hat es erwischt (sie allerdings auch nicht einheitlich).
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Beitragvon Mahogany » Do 16 Feb, 2012 19:33

Ouch... Ich meine, klar, die ersten Bücher sind nunmal Kinderbücher (weil HP mit seinen Figuren wächst), da verzichtet man gerne mal auf englische Namen, um es den lieben Kleinen nicht so schwer zu machen - zumindest ist das die Begründung, die mir dazu einmal genannt wurde. Allerdings frage ich mich, ob man besagten lieben Kleinen da nicht etwas zu wenig zutraut, immerhin sind die alle internetfähig, zocken PlayStation und sind generell gewöhnter an Anglizismen, als man es vielleicht erwartet. Und selbst, wenn ich mit meiner Einschätzung daneben liegen sollte: Gerade das macht doch den Reiz aus, Bücher immer wieder zu lesen. Da erhöht sich der Genuss, wenn man mehr weiß. Bestes Beispiel hierfür ist für mich Umberto Eco.

Aber gut, jetzt sind wir wirklich weit vom eigentlichen Thema abgekommen...
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