Amoklauf

Dani California

Beitragvon Dani California » Do 12 Mär, 2009 16:29

Achso, danke, Sann. Naja, das kann entweder purer Zufall sein oder er hatte wirklich einen Hass auf Mädchen / Frauen. Naja, wird die Polizei wohl noch herausfinden, denk ich. Denen wird das sicher aufgefallen sein, wenn's schon in der Presse steht...


Von den Trittbrettfahrern hab ich auch schon gehört. Das ist echt ... zu dämlich :?

Weiß nicht, ob ich mir das einbilde, aber war's vor Jahren - zb. zu Columbine-Zeiten - nicht so, dass ein Amoklauf mit ÜBER 10 Toten absolut selten war und einfach unglaubliche Ausmaße hatte?! Jetzt sind 16, 17 Tote natürlich immer noch furchtbar, aber irgendwie kommt's mir so vor, als ob sich die Zahl der Toten im Laufe der Jahre immer vervielfältigen würde... :hm: Oder bild ich mir das ein? Könnte daran liegen, dass das in der Presse einfach immer breiter durchgetreten wird und die potenziellen Täter auch mehr durch die Presse erfahren - wie man das am 'besten' angeht und bla..?!

Ashlyn
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Beitragvon Ashlyn » Do 19 Mär, 2009 22:39

Dann geh nicht!

Ich meine, bei uns war das zwar auch einmal, aber man weiß trotzdem nicht.

Meine mutter würde mich erst gar nicht hingehen lassen...^^
Deep into that darkness peering, long I stood there wondering, fearing | Doubting, dreaming dreams no mortal ever dared to dream before | But the silence was unbroken, and the darkness gave no token [...] | poe (the raven)

Severina
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Beitragvon Severina » Do 19 Mär, 2009 22:44

Oh ha - das klingt übel, Örrsinn....!!! :?

Also ich würde dir raten, morgen die Schule
sicherheitshalber mal "ausfallen" zu lassen! :roll:

Besser 1x geschwänzt und auf der sicheren Seite
als mitten in einem Amoklauf zu stecken, finde ich! :neutral:
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Ashlyn
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Beitragvon Ashlyn » Do 19 Mär, 2009 22:45

Hmm, selbst wenn-

Ich meine, Schwänzen in dem Sinne tust du ja nicht!
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Creacher
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Beitragvon Creacher » Fr 20 Mär, 2009 16:20

Was ich wirklich erschreckend finde, ist, dass die Nachahmer DAS gut finden. Welcher vernünftig denkende Mensch kann sowas denken? Kann sowas "gut" heißen und droht es sogar nachzumachen. Natürlich sind vieler "Blindgänger" bei, die nur auf sich aufmerksam machen wollen, aber allein der Gedanke daran kann ja nicht richtig sein! :?

RemusMcCourt
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Beitragvon RemusMcCourt » Mo 23 Mär, 2009 08:58

ICh finde man kann gar nicht(als Schüler/Lehrer) auf jeden einzelnen aus der Klasse achten. Gerade wenn man Leute nicht wirklich mag, achtet man doch noch weniger auf denjenigen.

Bei unserer Schule stehen auch Fahnenmasten, heute sind sie wieder hochgezogen :?

By the way warum ist sein Nachname im Netz bekannt, aber offiziell nicht??
...und arbeitsscheu sind wir united treu...

We won´t give up, ferget it !

Garry
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Beitragvon Garry » Fr 27 Mär, 2009 00:56

getötet haben sich die leute schon immer.
diese amokläufe sind aber im moment wirklich trendy, noch ein weiterer ami-trend den wir ertragen müssen. man denke dabei an die columbine highschool.
schon bitter, aber es kommt wie es kommen muss. ich finde es nur schrecklich wie plötzlich irgendwelche schuld hinundher geschubst wird... "er wurde von den anderen gemobbt" "keiner mochte ihn und er wurde gemieden"
man ist nicht anders weil man gemieden wird, man wird gemieden weil man anders ist, oder auch nicht. worauf ich hinaus will ist, das das passiert ist weil dieser mensch das so wollte, und etwas dagegen zu tun wird wohl kaum einer schaffen.
furchtbar finde ich wie jedes mal wenn irgendwas mit gewalt und kindern in den medien auftaucht sofort irgendwelche killerspiel-kritiker aufspringen, - gosh, das die es nicht langsam leid sind...
was auch immer,
das einzige was ich tun kann ist die augen zumachen und hoffen das die kugel daneben geht :P

freak-wave
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Beitragvon freak-wave » Mo 30 Mär, 2009 11:58

unglaublich qualifizierter beitrag, garry... tut mir leid, da antworte ich lieber nicht weiter drauf.

stattdessen hier der appell verschiedener bündnisse und arbeitskreise aus BW zum amoklauf.
genauer:

Aktion Humane Schule Baden-Württemberg e.V.,
Schule mit Zukunft e.V.,
Arbeitskreis Gesamtelternbeiräte Baden-Württemberg,
Deutscher Familienverband Baden-Württemberg e.V.,
Landesverband Legasthenie und Dyskalkulie Baden-Württemberg e.V., und die
Initiative zur Förderung rechenschwacher Kinder Baden-Württemberg e.V.


hier der Brief:

"Offener Brief an alle Kultusminister und Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer, an die Bundeskanzlerin und die Bundesministerin für Bildung

Appell anlässlich des 8. deutschen Schulamoklaufs

Baden-Württemberg, 19. März 2009


Sehr geehrte Damen und Herren,

der Amoklauf von Winnenden hat viele Eltern, Schüler und Lehrer tief erschüttert.
Es herrschen Furcht und große Verunsicherung.

Sieben mit dem Thema Schule befasste Bürgerinitiativen Baden-Württembergs
haben sich deshalb zusammengetan. Denn uns allen war eines klar: Die sich
wiederholenden Amokläufe haben auch etwas mit dem beklagenswerten Zustand
der Schulen zu tun.

Beiliegend finden Sie deshalb den „Appell baden-württembergischer
Bildungsinitiativen an die Kultusministerinnen und Kultusminister anlässlich des
8. deutschen Schulamoklaufs in Winnenden (Baden-Württemberg)“.

Dieser Appell liegt uns sehr am Herzen. Deshalb fordern wir Sie auf, im
Schulwesen die seit langem ausstehenden Reformen vorzunehmen. Es kann
nicht sein, dass unsere Kinder in der Schule zu Opfern werden! Nehmen Sie Ihre
Verantwortung wahr!

Wir warten auf Ihre Stellungnahme.
Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag der unterzeichnenden Initiativen:

gez. Dr. Hans-Peter Waldrich, Petra Hoja


Anlage: Appell

Appell baden-württembergischer Bildungsinitiativen an die
Kultusministerinnen und Kultusminister anlässlich des 8. deutschen
Schulamoklaufs seit 1999

Schulamokläufe haben viele Ursachen. Aber sie haben auch etwas
mit dem Zustand der heutigen Schulen zu tun. Diese Tatsache wird
in der Öffentlichkeit weitgehend ausgeblendet. Es muss aber
endlich gesehen werden, dass die schrecklichen Taten von
Schulamokläufern nur die Spitze des Eisbergs sind. Denn es sind
nicht nur diese Jugendlichen, die sich im heutigen Schulsystem
unglücklich fühlen. Das Schulsystem ist auch für viele andere
Kinder und Jugendliche eine Institution, die Stress erzeugt, Ängste
verstärkt und zu einer Vielzahl psychischer und psychosomatischer
Erkrankungen führt. Schulamokläufer mögen vorgeschädigte
Einzelgänger sein, dennoch sind ihre Probleme grundsätzlich auch
die Probleme zahlloser anderer Schüler, auch wenn diese niemals
auf die Idee kämen, in so grauenhafter Weise zu reagieren.


Schulen sind immer noch Institutionen,
• die Selektion und Ausgliederung wichtiger nehmen als ihren pädagogischen Auftrag,
• in denen Kinder und Jugendliche zum Konkurrieren um oft fragwürdige Leistungen angetrieben werden,
• in denen junge Menschen häufig gekränkt und beschämt werden,
• in denen die Ziffernnote Ängste, Neid und Missgunst auslöst,
• die eine wirkliche pädagogische Beziehung zwischen Lehrern und Schülern erschweren,
• in denen alle unter Überlastung, Stofffülle und Zeithetze leiden.

Dies muss sich endlich ändern!

Schulen müssen sich in Einrichtungen verwandeln,
• die Kinder und Jugendliche so annehmen können, wie sie heute sind: nämlich oft irritierte, problembeladene junge Menschen, die nach Orientierung suchen,
• die eine echte pädagogische Beziehung zwischen Schülern und Lehrern ermöglichen,
• die die Erziehungsaufgaben der Eltern partnerschaftlich einbeziehen.
• die nicht auf Konkurrenz, sondern auf soziales und solidarisches Miteinander setzen,
• die durch den Unterricht keinen zusätzlichen Stress erzeugen, sondern die natürliche Lernfreude der Kinder aufnehmen und pflegen,
• die nicht nur von „Werten“ reden, sondern diese im Lebensraum der Schule tatsächlich umsetzen und praktisch verwirklichen.


Wir fordern, dass es Schulen und Lehrern endlich ermöglicht wird,
ihre pädagogische Verantwortung wahrzunehmen! Dazu müssen
jedoch die Grundvoraussetzungen erfolgreichen Lernens ernst
genommen werden.


Gutes und erfolgreiches Lernen ist:
• angstfrei,
• in hohem Maße selbst bestimmt,
• individualisiert,
• frei von äußerem Zwang und Druck (z.B. durch die Ziffernnote),
• kooperativ und gemeinschaftlich,
Gutes Lernen ermöglicht partnerschaftliche Beziehungen zwischen Lehrern und Schülern auf der Basis des Vertrauens.

Deshalb müssen die Grundbedingungen der Schulen
verbessert werden durch
• kleinere Klassen (20 Schüler), in denen soziales Miteinander und der Aufbau echter Beziehungen möglich ist und leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler gezielt gefördert werden können,
• mehr Lehrer (120%) für eine gesicherte und bessere Unterrichtsversorgung,
• Anpassung der Lehrer-Aus- und Weiterbildung an die veränderten Gesellschaftsverhältnisse sowie Entlastung der Lehrer durch Herabsetzung ihrer Verpflichtungen,
• den Einsatz von mehr Sozialarbeitern, Schulpsychologen und Heilpädagogen, die Schwierigkeiten und Nöte der Schüler frühzeitig erkennen,
• regelmäßige Gespräche zwischen Eltern und Schule für eine schülerorientierte Beratungsarbeit,
• Stärkung des kreativen, sozialen und sportlichen Bereichs, um den Kindern nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern auch Hilfestellung für die Lebensgestaltung an die Hand zu geben,
• Stärkung der frühkindlichen Bildung, damit Defizite im Frühstadium erkannt und behoben werden können,
• verbesserten Übergang von Schule in Studium und Beruf. Jugendliche brauchen eine Zukunftsperspektive und qualifizierte Beratung für ihre Studien- und Berufswahl.


Schaffen Sie endlich das mehrfach gegliederte Schulsystem ab.
Gehen sie von der Selektion zur Kooperation und Inklusion über!
Befreien Sie die Schulen von ihren übergroßen Verpflichtungen:
von der Stofffülle, der Überlastung der Lehrer und Schüler, dem
chronischen Zeitmangel und Zeitdruck, mit bedingt durch unsere
Halbtagsschulen! Ermöglichen Sie, dass an den Schulen Ruhe
einkehrt und ein wirkliches pädagogisches Miteinander im Rahmen
einer rhythmisierten verbindlichen Ganztagsschule entsteht. Das
wäre ein wichtiger Beitrag gegen Schulamokläufe!"

Garry
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Beitragvon Garry » Do 02 Apr, 2009 23:09

freak-wave hat geschrieben:unglaublich qualifizierter beitrag, garry... tut mir leid, da antworte ich lieber nicht weiter drauf.

Japp, find ich halt auch

stattdessen hier der appell verschiedener bündnisse und arbeitskreise aus BW zum amoklauf.
genauer:

Aktion Humane Schule Baden-Württemberg e.V.,
Schule mit Zukunft e.V.,
Arbeitskreis Gesamtelternbeiräte Baden-Württemberg,
Deutscher Familienverband Baden-Württemberg e.V.,
Landesverband Legasthenie und Dyskalkulie Baden-Württemberg e.V., und die
Initiative zur Förderung rechenschwacher Kinder Baden-Württemberg e.V.


hier der Brief:

"Offener Brief an alle Kultusminister und Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer, an die Bundeskanzlerin und die Bundesministerin für Bildung

Appell anlässlich des 8. deutschen Schulamoklaufs

Baden-Württemberg, 19. März 2009


Sehr geehrte Damen und Herren,

der Amoklauf von Winnenden hat viele Eltern, Schüler und Lehrer tief erschüttert.
Es herrschen Furcht und große Verunsicherung.

Sieben mit dem Thema Schule befasste Bürgerinitiativen Baden-Württembergs
haben sich deshalb zusammengetan. Denn uns allen war eines klar: Die sich
wiederholenden Amokläufe haben auch etwas mit dem beklagenswerten Zustand
der Schulen zu tun.

Beiliegend finden Sie deshalb den „Appell baden-württembergischer
Bildungsinitiativen an die Kultusministerinnen und Kultusminister anlässlich des
8. deutschen Schulamoklaufs in Winnenden (Baden-Württemberg)“.

Dieser Appell liegt uns sehr am Herzen. Deshalb fordern wir Sie auf, im
Schulwesen die seit langem ausstehenden Reformen vorzunehmen. Es kann
nicht sein, dass unsere Kinder in der Schule zu Opfern werden! Nehmen Sie Ihre
Verantwortung wahr!

Wir warten auf Ihre Stellungnahme.
Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag der unterzeichnenden Initiativen:

gez. Dr. Hans-Peter Waldrich, Petra Hoja


Anlage: Appell

Appell baden-württembergischer Bildungsinitiativen an die
Kultusministerinnen und Kultusminister anlässlich des 8. deutschen
Schulamoklaufs seit 1999

Schulamokläufe haben viele Ursachen. Aber sie haben auch etwas
mit dem Zustand der heutigen Schulen zu tun. Diese Tatsache wird
in der Öffentlichkeit weitgehend ausgeblendet. Es muss aber
endlich gesehen werden, dass die schrecklichen Taten von
Schulamokläufern nur die Spitze des Eisbergs sind. Denn es sind
nicht nur diese Jugendlichen, die sich im heutigen Schulsystem
unglücklich fühlen. Das Schulsystem ist auch für viele andere
Kinder und Jugendliche eine Institution, die Stress erzeugt, Ängste
verstärkt und zu einer Vielzahl psychischer und psychosomatischer
Erkrankungen führt. Schulamokläufer mögen vorgeschädigte
Einzelgänger sein, dennoch sind ihre Probleme grundsätzlich auch
die Probleme zahlloser anderer Schüler, auch wenn diese niemals
auf die Idee kämen, in so grauenhafter Weise zu reagieren.
Klar ist das schulsystem scheisse, aber war es das in den letzten 300 Jahren nicht auch?
Besonders in anderen Ländern sind die Schulsysteme sogar noch um einiges beschissener, die freuen sich wenn sie zur Schule überhaupt gehen dürfen.
Das schulsystem erzeugt stress? wenn die kinder nie anfangen mit stress umzugehen werden sie in der Berufswelt nicht besonders weit kommen.

Schulen sind immer noch Institutionen,
• die Selektion und Ausgliederung wichtiger nehmen als ihren pädagogischen Auftrag,

WICHTIGER nehmen? die schule ist kein kindergarten und wozu sind eltern da?
klar ist das nicht unwichtig, aber wenn das so soll das hinführen? die schule ist keine psychologische heilpraxis
• in denen Kinder und Jugendliche zum Konkurrieren um oft fragwürdige Leistungen angetrieben werden,

Und das liegt am Schulsystem und nicht an Medien und Fersehen?
• in denen junge Menschen häufig gekränkt und beschämt werden,

Japp, das stimmt, konkurrenzverhalten ist nunmal menschliche Natur
• in denen die Ziffernnote Ängste, Neid und Missgunst auslöst,

Und die Schüler möglicherweise anspornt mehr für die Schule zu tun? Nein, das passiert nicht, die schüler können nichts dafür...
• die eine wirkliche pädagogische Beziehung zwischen Lehrern und Schülern erschweren,

haha, ihr seid nicht in der udssr zur schule gegangen (ich auch nicht aber nahe verwandte), DAS war ne pädagogische Beziehung!
trotzdem gabs da keine bekannten Amokläufe...
• in denen alle unter Überlastung, Stofffülle und Zeithetze leiden.

woran die sich schonmal gewöhnen können, im Job wirds nicht besser.


Dies muss sich endlich ändern!

Schulen müssen sich in Einrichtungen verwandeln,
• die Kinder und Jugendliche so annehmen können, wie sie heute sind: nämlich oft irritierte, problembeladene junge Menschen, die nach Orientierung suchen,
gemobbt wird man nicht von der Schule sondern von Schülern, das gab es schon immer und ich glaube nicht das es mal anders sein wird, früher gab es nur nicht diesen coolen anglizismus "mobbing" nicht.
Spätestens im beruf wird es leute geben die dich ausstechen wollen, du kennst es aber nicht, das du dich gegen jemanden wehren musst, weil du es in der schule nie gelernt hast, weil dich nie jemand geärgert oder gemobbt hat wegen dem neuen schulsystem, geil.


Den rest habe ich mir nicht vorgenommen, weil ichs bescheuert fand.
Klar ist das Schulsystem scheisse, und manche können deshalb berufswege nicht einschlagen die sie in einem besseren schulsystem hätten einschlagen können. wenn sich da was dran ändern würde wäre es gut, und wenn nicht, finde ich es auch ok, auch leute aus sehr niedrigen "schichten" (jaja scheiss wort) KÖNNEN sich ne anständige bildung bescheren, wer nicht will, der hat mächtig pech.
Was das mit den Amokläufen zu tun haben soll weiß ich nicht wirklich.
Auch früher war schule ungerecht,
und früher wurde auch schon gemobbt.
Kinder können nunmal wahnsinnig fies sein, aber ich kenn keine historischen quellen in denen von amoklauf die rede ist, warum?

Woher kennen Kinder und Jugendliche überhaupt diesen begriff Amoklauf?
Das ganze kommt aus fernsehen und medien.
wobei so ein amoklauf für die medien noch ein ganz gefundenes fressen ist...
wasauchimmer, ich bin eh unqualifiziert, ich fühl mich gemobbt :P

*kuss Garry

Ashlyn
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Beitragvon Ashlyn » Sa 04 Apr, 2009 00:19

Es war heute wieder soweit -
oh was sag ich -
Gestern hat ein Mann, asiatischer Abstammung , ein Blutbad veranstaltet in einem
Gebäude der American Civic Association, einer Immigranten - Behörde. Es hat sich in New York ereignet.
Er hat 12 Menschen getötet.

Ich habe es gerade in den Nachrichten gesehen und war schon wieder geschockt.

Hier nochmal eine Site:

>Hier!<
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freak-wave
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Beitragvon freak-wave » Sa 04 Apr, 2009 20:53

das in amerika war ja angeblich ein "terroranschlag der taliban".... ich bin mir noch nicht sicher, ob ich das so glauben kann...
davon abgesehen ist es natürlich schrecklich, wenn 12 oder 13 menschen gestorben sind.


hey garry, du hast ja garnicht so unrecht, die medien, das fernsehn und die zeitungen und so, natürlich würde ich die nicht aus der verantwortung entlassen. die art und weise, wie mit solchen dingen umgegangen wird, ist zum kotzen. dafür hasse ich einen großteil der medien.
trotzdem hat vor allem die schule, als lebensort aller jungen menschen, eine enorme verantwortung. diese verantwortung sollte eben gerade in der form wahrgenommen werden, das mobbing (oder jedem anderen deutschen begriff für das selbe dumme verhalten) verhindert wird, und generell den kindern und jugendlichen ein verantwortungsbewusstes, soziales und freundliches miteinander beigebracht und vorgelebt wird, anstatt konkurrenzdruck und ellenbogengesellschaft. und das in der schule konkurrenzdruck und stress aufgebaut wird, das liegt an der schule, und nicht an den medien!
die schule ist immer auch stellschraube für die gesellschaft. natürlich ist der arbeitsmarkt kein wunschkonzert, aber kann deshalb die schlussfolgerung sein, das wir schon in der schule kinder dazu erziehen das nur der stärkere gewinnt? ganz im gegenteil finde ich, das man, in der schule angefangen, dafür eintreten muss das es eben auch anders gehen kann.
wir brauchen keine ellenbogengesellschaft. das ich nicht allein dieser meinung bin, sieht man schon daran, das dieser brief von einer vielzahl anerkannter institutionen unterschrieben ist.

ja, ich habe dich mit meiner ironischen bemerkung gemobbt :twisted:
natürlich bist du genauso qualifiziert wie ich, oder eben nicht, weil du vermutlich genauso wie die meisten anderen eine schule besucht hast und dir eine eigene meinung zu dem geschehenen gebildet hast.
mein problem mit deinem beitrag:
das du dich anscheinend mit verschiedenen gegebenheiten abfindest, ohne überhaupt kritisch zu hinterfragen. anscheinend auch schon ein opfer der von dir kritisierten medien...
du schreibst
man ist nicht anders weil man gemieden wird, man wird gemieden weil man anders ist,

ohne das in frage zu stellen. ich kann das nicht einfach so als gegeben akzeptieren. wenn jemand ausgegrenzt wird, nur weil er sich nicht an das augenscheinlich und sogenannte "normale" hält und sich anders verhält und benimmt, dann ist das eben nicht in ordnung. und genau da setzt eben der pädagogische auftrag der schule an. im schulgesetz steht sowas (schulgesetze sind ländersache, aber ich gehe davon aus, das es in jedem land ähnlich ist) wie
"Auftrag der Schule ist es, alle wertvollen Anlagen der Schülerinnen und Schüler zur vollen Entfaltung zu bringen und ihnen ein Höchstmaß an Urteilskraft, gründliches Wissen und Können zu vermitteln. Ziel muss die Heranbildung von Persönlichkeiten sein[...]
und
§ 3 Bildungs- und Erziehungsziele
(1) Die Schule soll Kenntnisse, Fähigkeiten, Fertigkeiten und Werthaltungen vermit-teln, die die Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzen, ihre Entscheidungen selbstständig zu treffen und selbstständig weiterzulernen, um berufliche und persönli-che Entwicklungsaufgaben zu bewältigen, das eigene Leben aktiv zu gestalten, verantwortlich am sozialen, gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Leben teil-zunehmen und die Zukunft der Gesellschaft mitzuformen."

du siehst, da steht nichts von "konkurrenzdruck fördern" oder "stress lernen"...

als antwort auf:"WICHTIGER nehmen? die schule ist kein kindergarten und wozu sind eltern da?
klar ist das nicht unwichtig, aber wenn das so soll das hinführen? die schule ist keine psychologische heilpraxis "
- ganz bewusst ist die rede von "erziehung und bildung" gleich im dritten paragraphen des schulgesetzes. die eltern sollen nicht aus der verantwortung entlassen werden, aber die schule hat durchaus, neben der aufgabe der bildung und wissensvermittlung auch einen pädagogischen anspruch!

lg

Garry
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Beitragvon Garry » Sa 04 Apr, 2009 23:30

freak-wave hat geschrieben:das in amerika war ja angeblich ein "terroranschlag der taliban".... ich bin mir noch nicht sicher, ob ich das so glauben kann...
davon abgesehen ist es natürlich schrecklich, wenn 12 oder 13 menschen gestorben sind.


hey garry, du hast ja garnicht so unrecht, die medien, das fernsehn und die zeitungen und so, natürlich würde ich die nicht aus der verantwortung entlassen. die art und weise, wie mit solchen dingen umgegangen wird, ist zum kotzen. dafür hasse ich einen großteil der medien.

naja, die machen nunma ihren job wie jeder andere. alles hat seine vor und nachteile, auch die medienfreiheit

trotzdem hat vor allem die schule, als lebensort aller jungen menschen, eine enorme verantwortung. diese verantwortung sollte eben gerade in der form wahrgenommen werden, das mobbing (oder jedem anderen deutschen begriff für das selbe dumme verhalten) verhindert wird, und generell den kindern und jugendlichen ein verantwortungsbewusstes, soziales und freundliches miteinander beigebracht und vorgelebt wird, anstatt konkurrenzdruck und ellenbogengesellschaft. und das in der schule konkurrenzdruck und stress aufgebaut wird, das liegt an der schule, und nicht an den medien!

siehe
Code: Alles auswählen
gemobbt wird man nicht von der Schule sondern von Schülern, das gab es schon immer und ich glaube nicht das es mal anders sein wird

[/quote]
die schule ist immer auch stellschraube für die gesellschaft. natürlich ist der arbeitsmarkt kein wunschkonzert, aber kann deshalb die schlussfolgerung sein, das wir schon in der schule kinder dazu erziehen das nur der stärkere gewinnt?[/quote]
leider ist es doch so, oder nicht? vielleicht hast du mehr erfahrung in der berufswelt... (?) ich jedenfalls habe diese erfahrung bereits aus meinen paar minijobs neben der schule gewonnen...
ganz im gegenteil finde ich, das man, in der schule angefangen, dafür eintreten muss das es eben auch anders gehen kann.

würde mich mal interressieren wo das ernsthaft passiert?
wir brauchen keine ellenbogengesellschaft. das ich nicht allein dieser meinung bin, sieht man schon daran, das dieser brief von einer vielzahl anerkannter institutionen unterschrieben ist.

wir haben aber eine ellenbogengesellschaft und ohne den wetteifer der ihr einverleibt ist, wär mancher nie soweit gekommen wie er es ist (hoffentlich auch verdient, was ja leider nicht immer der fall ist). Von mir aus kann das der papst unterschreiben, ich will sehen was das hilft gegen amokläufe (<-- topic).

oder eben nicht, weil du vermutlich genauso wie die meisten anderen eine schule besucht hast und dir eine eigene meinung zu dem geschehenen gebildet hast.
mein problem mit deinem beitrag:
das du dich anscheinend mit verschiedenen gegebenheiten abfindest, ohne überhaupt kritisch zu hinterfragen.

ja, mit manchen begebenheiten finde ich mich nunmal ab, und ich fahre verdammt gut damit.
egal wie lange ein kind vom lehrer mit pädagogischem halbwissen zugedröhnt wurde, wenn du in seiner klasse sitzt, ihm auf den sack gehst und es den willen dazu hat dir eine zu pfeffern, dann wird es das tun. der wille ist ja wohl immer noch frei.
und gerade weil man nicht 24/7 in der schule ist wird der lehrer das kind nicht so "manipulieren" (das wort passt nicht ganz, da ungewollte negative kollokation) können, das es dir 100%ig nicht ins gesicht knuffen wird wird es dir nunmal eine verpassen, so ist der lauf des lebens.
anscheinend auch schon ein opfer der von dir kritisierten medien...
du schreibst

Und der Apell an die Regierung wurde nicht von den Medien an dich herangetragen?
Wenn man sich zu keinem opfer der medien lassen machen will sollte man im wald wohnen, zwischen bäumen und steinen ("im saft liegt die kraft"<-- sorry der musste sein)


man ist nicht anders weil man gemieden wird, man wird gemieden weil man anders ist,

ohne das in frage zu stellen. ich kann das nicht einfach so als gegeben akzeptieren. wenn jemand ausgegrenzt wird, nur weil er sich nicht an das augenscheinlich und sogenannte "normale" hält und sich anders verhält und benimmt, dann ist das eben nicht in ordnung.

hab nich gesagt das es in ordnung ist jmd. zu mobben, ich sag nur das es unvermeidbar ist, das leute in der schule so wie wir sie heute kennen, ausgegrenzt werden.

und genau da setzt eben der pädagogische auftrag der schule an. im schulgesetz steht sowas (schulgesetze sind ländersache, aber ich gehe davon aus, das es in jedem land ähnlich ist) wie
"Auftrag der Schule ist es, alle wertvollen Anlagen der Schülerinnen und Schüler zur vollen Entfaltung zu bringen und ihnen ein Höchstmaß an Urteilskraft, gründliches Wissen und Können zu vermitteln. Ziel muss die Heranbildung von Persönlichkeiten sein[...]
und
§ 3 Bildungs- und Erziehungsziele
(1) Die Schule soll Kenntnisse, Fähigkeiten, Fertigkeiten und Werthaltungen vermit-teln, die die Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzen, ihre Entscheidungen selbstständig zu treffen und selbstständig weiterzulernen, um berufliche und persönli-che Entwicklungsaufgaben zu bewältigen, das eigene Leben aktiv zu gestalten, verantwortlich am sozialen, gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Leben teil-zunehmen und die Zukunft der Gesellschaft mitzuformen."

ja, war n netter vorsatz dieser pädagogische auftrag, was davon wurde wirklich umgesetzt?
"gründliches Wissen und Können"
und
"Die Schule soll Kenntnisse, Fähigkeiten, Fertigkeiten vermit-teln"
der Rest der da steht ist meiner Erfahrung nach Bullshit
du siehst, da steht nichts von "konkurrenzdruck fördern" oder "stress lernen"...

Konkurrenzdruck ist nunmal da, der auch nicht mit der schule selbst als bildunginstitution zu tun haben muss, er entsteht auch gerne mal daraus das es manchen leute eine unheimliche freude bereitet andere leute in ihrer würde zu degradieren bzw. ihnen die seele aus dem leib zu prügeln. ich glaube nunmal nicht daran, das dieses verlangen aus allen menschen pädagogisch abgesaugt werden kann. Und nach wie vor, was hat das mit den amokläufen zu tun? meine aussagen waren hauptsächlich darauf ausgerichtet, was dieses ganze pädagogik gelaber die leute davon abhält amok zu laufen

als antwort auf:"WICHTIGER nehmen? die schule ist kein kindergarten und wozu sind eltern da?
klar ist das nicht unwichtig, aber wenn das so soll das hinführen? die schule ist keine psychologische heilpraxis "
- ganz bewusst ist die rede von "erziehung und bildung" gleich im dritten paragraphen des schulgesetzes. die eltern sollen nicht aus der verantwortung entlassen werden, aber die schule hat durchaus, neben der aufgabe der bildung und wissensvermittlung auch einen pädagogischen anspruch!

der eh nicht genutzt wird, die meisten lehrer (hier) sind absolute versager in sachen pädagogik, und das habe ich nicht nur an mir schon oft genug gesehen.

Im großen und ganzen glaube ich weiterhin das mobbing kaum zu unterbinden ist, das ist kein neues phänomen, das gibts schon ewig, und wurde noch nicht unterbunden, aber was auch immer, wenn da jetzt schulreformen helfen sollen,... bitte, das will ich sehen!
ich finde viel eher sollte bildung gerechter verteilt werden, und keiner wegen seiner schicht aus der er oder sie stammt nachteile in der bildung hat.
amokläufe werden trotzdem immer wieder passieren,
die sind nämlich doch irgendwo neu, früher wurde man schließlich nicht im ganzen Land mit bild und name bekannt wegen einem amoklauf...

küsse und grüße

freak-wave
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Beitragvon freak-wave » So 05 Apr, 2009 00:43

hey, danke für die schnelle antwort, da war viel interessantes dabei. ich bin eigentlich zu müde, um jetzt alles wieder aufzugreifen und den nächsten, seitenlangen, beitrag zu schreiben... ich versuche mal, ein paar dinge auf zu greifen.
grundsätzlich macht sich eine kleine differenz zwischen uns deutlich, ich bin sehr idealistisch und du scheinst etwas resigniert, was das idealbild unserer gesellschaft angeht ;)
nochmal kurz zu den medien (anderes topic, könnte man vielleicht mal nen thema aufmachen, wenn ich irgendwann mehr zeit hab ;) )
mir sind die meisten medien eigentlich noch zu unfrei... es gibt viel zu wenig freie medien. und nein, ich habe diesen brief nicht über die medien bekommen.

aber zurück, zumindest etwas, zum topic =)
du versuchst, dem konkurrenzdruck etwas positives abzugewinnen
wir haben aber eine ellenbogengesellschaft und ohne den wetteifer der ihr einverleibt ist, wär mancher nie soweit gekommen wie er es ist (hoffentlich auch verdient, was ja leider nicht immer der fall ist). Von mir aus kann das der papst unterschreiben, ich will sehen was das hilft gegen amokläufe (<-- topic).

ich bin aber nicht willens einzusehen, das einige, die offensichtlich erfolg mit dem system haben, "weiterkommen", wenn gleichzeitig andere, und das ist der überwiegendere teil, so fatal scheitern, das es letztendlich immer wieder amokläufe gibt. ich will überhaupt nicht anfangen, den oder die schuldige zu suchen, das wäre müßig. es gibt nicht den schuldigen, oder den einen grund, für einen amoklauf. nie. es wird immer die summer vieler faktoren sein, die einen menschen dazu bringt, soetwas zu tun. ich kann das auch nur bedingt nachvollziehen, aber ich mache mir halt zu allem meine eigenen gedanken.
du hast in vielen dingen recht, und der papst hat mir persönlich bisher herzlich wenig geholfen.

egal wie lange ein kind vom lehrer mit pädagogischem halbwissen zugedröhnt wurde, wenn du in seiner klasse sitzt, ihm auf den sack gehst und es den willen dazu hat dir eine zu pfeffern, dann wird es das tun. der wille ist ja wohl immer noch frei.

richtig. man kann nicht verhindern, das jemand sich so verhält, wenn der oder diejenige das unbedingt will. die grundfrage wäre einmal, warum verhält er oder sie sich so, und kann man nicht vielleicht doch mit einer veränderung der äußeren umstände, der situation in den schulen, etwas daran ändern, und zweitens und ganz wichtig fürs topic: wie geht man mit dem oder derjenigen um, der da gerade geschlagen wird? lässt man es in einer institution mit dem ziel pädagogischer bildung zu, das der oder diejenige wiederholt geschlagen wird (mit fäusten oder auch mit worten)? oder stellt man sich (zum beispiel als lehrer, oder als mitschülerin oder mitschüler) dem entgegen? und, um die schule als institution in die pflicht zu nehmen: wie unterstützt die gemeinschaft in der schule oder der gesellschaft diejenigen, die sich denen die andere menschen schlagen in den weg stellen? wenn derjenige, der da geschlagen wurde, immer wieder eins auf den deckel bekommt, und kein einziges signal von lehrerseite bekommt, das man ihm irgendwie helfen würde, und die mitschüler sich lieber dem anderen anschließen weil der viel "cooler" ist, und mitmachen, dann kann das einer der gründe sein, weshalb der ausgegrenzte, geschlagene, irgendwann nicht mehr weiß was er überhaupt in der schule soll, überhaupt keine lust auf irgendwen hat, und sogar etwas wie hass auf die gesamte institution schule (oder betrieb oder oder oder, um den gesellschaftlichen rahmen nochmal anzuschneiden) entwickelt. wie gesagt, einer der gründe. das letztendlich jemand amok läuft, hat dann sicherlich noch andere gründe, die man dazu betrachten müsste. hier kannst du aber an mehreren stellen sehen, welche verantwortung auf den mitmenschen und auch auf der schule an sich liegt, auch bei der vermeidung von amokläufen.

deinem letzten absatz würde ich in großem maße zustimmen, das ist eines der probleme an der schule, das viele lehrerinnen und lehrer heutzutage nicht mehr pädagogen mehr sind und somit dem pädagogischen anspruch der schule in keinster weise gerecht werden können.
warum schulreformen MIThelfen können, amokläufe zu verhindern, habe ich weiter oben dargelegt.
das die bildung allgemein besser und gerechter werden muss, da stimme ich dir voll zu.
das du den (massen)medien eine mitschuld an den amokläufen gibst, kann ich ebenso verstehen. davon abgesehen ist es ein bedeutsamer ausdruck der perversion der mediengesellschaft, das öffentlich im fernsehen gezeigt wird wie sich ein amokläufer umbringt. (so geschehen nach winnenden. im privatfernsehen wurden handykamerabilder gesendet, auf denen trotz weichzeichner recht deutlich zu sehen war, wie sich der amokläufer erschießt.)


letztendlich müsste man, @topic, auch nochmal den begriff amoklauf / -läufer diskutieren, da dieser im falle der schulmassaker ja kaum passend ist... nunja. :roll:

lg und gute nacht

Garry
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Beitragvon Garry » Mi 08 Apr, 2009 02:45

freak-wave hat geschrieben:hey, danke für die schnelle antwort, da war viel interessantes dabei. ich bin eigentlich zu müde, um jetzt alles wieder aufzugreifen und den nächsten, seitenlangen, beitrag zu schreiben... ich versuche mal, ein paar dinge auf zu greifen.
grundsätzlich macht sich eine kleine differenz zwischen uns deutlich, ich bin sehr idealistisch und du scheinst etwas resigniert, was das idealbild unserer gesellschaft angeht ;)
nochmal kurz zu den medien (anderes topic, könnte man vielleicht mal nen thema aufmachen, wenn ich irgendwann mehr zeit hab ;) )
mir sind die meisten medien eigentlich noch zu unfrei... es gibt viel zu wenig freie medien. und nein, ich habe diesen brief nicht über die medien bekommen.

aber zurück, zumindest etwas, zum topic =)
du versuchst, dem konkurrenzdruck etwas positives abzugewinnen
wir haben aber eine ellenbogengesellschaft und ohne den wetteifer der ihr einverleibt ist, wär mancher nie soweit gekommen wie er es ist (hoffentlich auch verdient, was ja leider nicht immer der fall ist). Von mir aus kann das der papst unterschreiben, ich will sehen was das hilft gegen amokläufe (<-- topic).

ich bin aber nicht willens einzusehen, das einige, die offensichtlich erfolg mit dem system haben, "weiterkommen", wenn gleichzeitig andere, und das ist der überwiegendere teil, so fatal scheitern, das es letztendlich immer wieder amokläufe gibt.

Naja, warum scheitern Leute? Selten ist es wirklich Pech oder extrem unglückliche Zufälle. Meistens Scheitern sie weil sie in irgendeinerweise zu schwach sind um bestimmte Hürden im Leben zu nehmen bzw. harte Rückschläge einzustecken ohne zu resignieren.
Wenn Heinz der eindeutig bessere Schüler ist als Bernd, und später einen um einiges besseren Job hat, warum sollte man ihm das nicht gönnen? Ich persönlich finde es langweilig ohne Konkurrenz. Weil man Schwächer ist als andere, muss man noch lange nicht bedrückt darüber sein, wie man dazu steht das man unterlegen ist, auch das man bloßgestellt wird von anderen, ist eine psychische angelegenheit. Hat aber meiner Meinung nach nicht primär mit dem Konkurrenzdenken zu tun, sondern eher mit früheren Erfahrungen und gelerntem.
Ich wurde in der Schule auch, wie man es heute nennt "gemobbt" und ich habe viel nutzen für mich selbst draus gezogen. Ich habe früh erfahren wie heftig menschen mit einem Umgehen können, weiß jetzt warum man nicht "mobben" (oh hasse das wort) sollte und weiß sehr gut mit Menschen, die einen in psychischer art unterdrücken wollen umzugen (wenns schläge gibt lauf ich eher weg, da bin ich echt gerne unterlegen :P). Genau deshalb bin ich ja der Meinung das die "Abschaffung" dieser Ellenbogen Gesellschaft 1. nicht möglich und 2. nichts dagegen helfen würde Amokläufe zu verhindern.
ich will überhaupt nicht anfangen, den oder die schuldige zu suchen, das wäre müßig. es gibt nicht den schuldigen, oder den einen grund, für einen amoklauf. nie. es wird immer die summer vieler faktoren sein, die einen menschen dazu bringt, soetwas zu tun. ich kann das auch nur bedingt nachvollziehen, aber ich mache mir halt zu allem meine eigenen gedanken.
du hast in vielen dingen recht, und der papst hat mir persönlich bisher herzlich wenig geholfen.

egal wie lange ein kind vom lehrer mit pädagogischem halbwissen zugedröhnt wurde, wenn du in seiner klasse sitzt, ihm auf den sack gehst und es den willen dazu hat dir eine zu pfeffern, dann wird es das tun. der wille ist ja wohl immer noch frei.

richtig. man kann nicht verhindern, das jemand sich so verhält, wenn der oder diejenige das unbedingt will. die grundfrage wäre einmal, warum verhält er oder sie sich so, und kann man nicht vielleicht doch mit einer veränderung der äußeren umstände, der situation in den schulen, etwas daran ändern, und zweitens und ganz wichtig fürs topic: wie geht man mit dem oder derjenigen um, der da gerade geschlagen wird? lässt man es in einer institution mit dem ziel pädagogischer bildung zu, das der oder diejenige wiederholt geschlagen wird (mit fäusten oder auch mit worten)? oder stellt man sich (zum beispiel als lehrer, oder als mitschülerin oder mitschüler) dem entgegen?

Eben da, finde ich ja ist das Problem in diesem Apell, wenn der Lehrer dazwischen geht, macht das die Sache noch viel schlimmer. Dann ist man auch noch ne Petze und kriegt erst richtig auf den Deckel, es muss aus dem Menschen selbst heraus kommen sich in einem richtigen Rahmen zu wehren, wenn man dazu nicht in der Lage ist, kann der Lehrer durch Schimpfe Schimpfe eventuell reichlich wenig ausrichten.
Die Kinder und Jugendlichen heute haben einfach zu wenig Selbstvertrauen, oder zu viel. Eine gesunde Mitte sehe ich selten heute noch auf dem Schulhof. Eben da sollte die psychologie der Lehrer ansetzen, und noch viel mehr die der Eltern! welche viel mehr Einfluss haben.

und, um die schule als institution in die pflicht zu nehmen: wie unterstützt die gemeinschaft in der schule oder der gesellschaft diejenigen, die sich denen die andere menschen schlagen in den weg stellen? wenn derjenige, der da geschlagen wurde, immer wieder eins auf den deckel bekommt, und kein einziges signal von lehrerseite bekommt, das man ihm irgendwie helfen würde, und die mitschüler sich lieber dem anderen anschließen weil der viel "cooler" ist, und mitmachen, dann kann das einer der gründe sein, weshalb der ausgegrenzte, geschlagene, irgendwann nicht mehr weiß was er überhaupt in der schule soll, überhaupt keine lust auf irgendwen hat, und sogar etwas wie hass auf die gesamte institution schule (oder betrieb oder oder oder, um den gesellschaftlichen rahmen nochmal anzuschneiden) entwickelt. wie gesagt, einer der gründe.

Einen Amoklauf kann man aber eben auch ohne gemobbt zu werden begehen.
das letztendlich jemand amok läuft, hat dann sicherlich noch andere gründe, die man dazu betrachten müsste. hier kannst du aber an mehreren stellen sehen, welche verantwortung auf den mitmenschen und auch auf der schule an sich liegt, auch bei der vermeidung von amokläufen.[/qoute]
Also da bleibe ich weiterhin bei meiner Meinung. Wenn den Schüler bei Mobbing ordentlich (!) geholfen wird, ist das gut und förderlich, klar. Aber kein Amoklauf wird dadurch verhindern, vor allem auch weil es sehr schwer ist Mobbing zu unterbinden und dazu auch sehr viel einsicht der Beteiligten gehört, welches nunmal oft fehlt.

deinem letzten absatz würde ich in großem maße zustimmen, das ist eines der probleme an der schule, das viele lehrerinnen und lehrer heutzutage nicht mehr pädagogen mehr sind und somit dem pädagogischen anspruch der schule in keinster weise gerecht werden können.
warum schulreformen MIThelfen können, amokläufe zu verhindern, habe ich weiter oben dargelegt.

ja, MIThelfen, aber nicht verhindern, ich helfe auch bei der Rettung der Welt durch Mülltrennung mit, wie du siehst war ich nicht sehr erfolgreich.
das die bildung allgemein besser und gerechter werden muss, da stimme ich dir voll zu.
das du den (massen)medien eine mitschuld an den amokläufen gibst, kann ich ebenso verstehen. davon abgesehen ist es ein bedeutsamer ausdruck der perversion der mediengesellschaft, das öffentlich im fernsehen gezeigt wird wie sich ein amokläufer umbringt. (so geschehen nach winnenden. im privatfernsehen wurden handykamerabilder gesendet, auf denen trotz weichzeichner recht deutlich zu sehen war, wie sich der amokläufer erschießt.)

Was? das wusst ich garnicht, ja, also da kann ich dir zustimmen, das is echt pervers. Is ja fast wie das tötungsvideo von saddam hussein das ohne Zensur in Flugzeugen von USamerikanischen Fluglinien zu der Zeit gezeigt wurden, da saßen natürlich auch nicht nur Erwachsene drin.

letztendlich müsste man, @topic, auch nochmal den begriff amoklauf / -läufer diskutieren, da dieser im falle der schulmassaker ja kaum passend ist... nunja. :roll:


haha, ein ander mal vielleicht

peace!

Sha-Strawberry
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Beitragvon Sha-Strawberry » So 14 Jun, 2009 17:39

In unserer Schuler wurde ein Junge festgenommen, weil er "einfach so aus Spaß" gesagt hat, dass er einen Amoklauf veranstalten will. Ich finde, dass es berechtigt war, ihn aus der Schule zu schmeißen.
Darüber macht man einfach keine Witzte.


Manche sage ja, dass es an diesen Ballerspielen (wie z.B. Counter Strike) liegt.

Das ist schachsinn, finde ich.
Die meisten Menschen sind in Kleinheit befangen und gönnen dem anderen nichts.