Ehrenmord an Morsal O.

Wehwalt
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Ehrenmord an Morsal O.

Beitragvon Wehwalt » So 08 Jun, 2008 01:10

Den folgenden Artikel las ich am Montag nach meiner Abreise in der Tagespresse.

Freiwild für die Familie
Ehrenmordfall Morsal O.

Am 15. Mai, einem Donnerstag, bestellte Ahmad O. seine Schwester Morsal gegen 23.15 Uhr auf einen Parkplatz am Berliner Tor in Hamburg. Als das 16-jährige Mädchen eintrifft, sticht der 23-jährige Deutsch-Afghane wie im Wahn zwanzigmal auf sie ein. Der westliche Lebenswandel der Schwester habe ihm nicht gefallen, gesteht er wenig später der Polizei.

Dem Mord ging anscheinend ein jahrelanges Martyrium voraus. Hamburger Zeitungen berichten nun, das Kind sei jahrelang von der eigenen Familie geschlagen und gequält worden. Dabei berufen sie sich auch auf das Ergebnis einer Anfrage der SPD-Fraktion im Hamburger Senat. Mehrfach habe sich Morsal an die Polizei gewandt. Doch dort habe man ihr geraten, wieder nach Hause zu gehen. Nach den Behörden-Unterlagen hatte das Mädchen am 1. November 2006 erstmals die Beamten gerufen. Erst hatte der Bruder in einem Telefongespräch mit der Mutter gedroht, sie umzubringen, dann hatte er Morsal geprügelt und getreten. Sie rief die Polizei, erstattete aber keine Anzeige.

Immer wieder wandte sich das Mädchen in der Folge an die Beamten. Im Januar 2007 war es die Schwester, die Morsal O. verletzte. Im Februar soll sie die Mutter mit einem Kabel verdroschen haben. Das Mädchen erstattete zwar Anzeige, erschien aber nicht zur Vernehmung. Wenig später scheiterte in Afghanistan die Zwangsheirat mit einem Mann. Während des Auslandsaufenthalts stellte die Polizei die Ermittlungen endgültig ein. Im März wird das nächste Verfahren eingestellt, weil Morsal keine Bestrafung der Schwester will, die ihr büschelweise die Haare ausgerissen hat. Bei der nächsten Prügelattacke des Bruders nimmt sie sich jedoch ein Herz und zeigt ihn an.

Die Jugendliche, die angeblich nichts anderes sein wollte als ein normaler Teenager, sucht Zuflucht beim Jugendnotdienst. Kaum ist sie am 11. Mai nach Hause zurückkehrt, verprügelt sie der Vater. Morsal flüchtet an verknoteten Bettlaken aus der Wohnung, wird aber vom Bruder erwischt, der ihr einen Zahn ausschlägt. Die Polizei rät ihr, sich wieder "nach Hause zu begeben" . Dort rammt ihr der Vater das Knie in den Magen und Morsal flieht erneut in die Obhut des Notdienstes. Dort ist sie bis zum 15. Mai, als sie ihr Bruder Ahmad auf den Parkplatz bestellt.


Als ich nun ins Forum zurückkam, hatte ich erwartet, daß dieser Fall hier irgendwie auf Resonanz gestoßen sein müßte. Ich habe nichts dergleichen gefunden und hielt es dann für möglich, daß er keinen Niederschlag in der Presse gefunden hatte. Aber eine Google-Suche liefert über eine Million Suchergebnisse zum Stichwort "Morsal O." - das heißt, Ihr alle müßtet das eigentlich mitbekommen haben.

Und dann keine Erwähnung hier? Ich war etwas entsetzt - wo doch sonst jeder Holzklotz seinen Niederschlag findet.

Denn dieses Verbrechen ist um mehrere Zehnerpotenzen schlimmer als der Holzklotzwurf, der sich gegen niemanden spezifisch richtete, und - schreit auf, wenn Ihr wollt - sogar schlimmer als der österreichische Keller. Denn es wurde aus reinster, eigennutzfreiester Bosheit begangen: Nur aus unendlichem Haß gegen weibliche Selbstbestimmung. Und was der Schändlichkeit noch die Krone aufsetzt: Daß die deutsche Regierung solche Abscheulichkeiten auch noch begünstigt und die Täter deckt!

Natürlich muß nicht alles, was man so mitbekomt, hier im Forum seinen Niederschlag finden. Und natürlich will ich mich auch nicht zu einer Absurdität der Art versteigen, daß man angesichts solcher Riesenscheußlichkeiten nicht mehr über Durchschnittsscheußlichkeiten wie horrende Mineralölsteuer empört sein dürfe. Aber trotzdem würde mich interessieren: Habt Ihr darüber nichts in der Zeitung gelesen? Und falls doch - wie kam es, daß Euch das kein Arschrunzeln wert war?

Aber abgesehen davon - was haltet Ihr von dem Vorgang selbst?
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Fleur Clearwater
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Beitragvon Fleur Clearwater » So 08 Jun, 2008 12:22

Also, ich habe nicht von diesem Vorfall gehört, was mich selbst ziemlich schockiert. Allerdings hätte es gar nicht so weit kommen müssen, wenn nicht andauernd die Verfahren eingestellt worden wären und die Täter nicht gedeckt worden wären. Es ist für mich unvorstellbar, wie man es so weit kommen lassen konnte, wie schon tragischerweise in so vielen Fällen. Wenn ein Mädchen mehrmals im Notdienst Hilfe sucht, denn das hat sie ja getan, und ihr dann kein Schutz geboten wird, wenn sie von ihrem Bruder auf einen Parkplatz bestellt wird, ist einfach schrecklich und kann nicht mehr gut gemacht werden. Dieses Mädchen hatte wirklich kein schönes Leben. Wenn die Justiz nicht so blind gewesen wäre, wär es ihr besser ergangen.
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Ludo Bagman
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Beitragvon Ludo Bagman » So 08 Jun, 2008 14:33

Ich habe sehr wohl von diesem Vorfall gehört. Bloss was soll ich dazu sagen? Dass cih es bedauerlich finde? Klar, das tue ich, sogar sehr!
Dass die Deutsche Regierung solche Täter mindestens genauso bestrafen sollte wie andere Mörder? Klar, das denke ich!

Aber mir ist eins klargeworden. Der Islam, und wie viele Leute ihn auslegen, passt größtenteils nicht in unsere Gesellschaft. Es werden immer mehr Moscheen gebaut, wo solche Lehren noch weiter gepredigt werden. Klar tun mir dann die Moslems Leid, die aufgrund solcher Menschen selber einen schlechten Ruf haben, aber es ist nun mal so, dass der Koran teilweise ein gewaltverherrlichendes Buch ist.

Aber in Deutschland traut sich keiner etwas dagegen zu sagen, weil dann direkt solche Anschuldigungen wie "ausländerfeindlich" und "Missachtung der Religionsfreiheit" kommen. Das Problem ist einfach, dass viele Moslems primär nach Ihrer Religion leben, ganz egal, was ihnen diese vorschreibt und dann erst nach dem Staat, in dem sie leben.

In England ist es tatsächlich so weit, dass sie überlegen, die Scharia teilweise einzuführen. Das wäre Schritt eins der Unterwanderung der westlichen Werte.

Naja, das ist ein komplexes Thema, was viel Diskussionen bedarf.
Aber solange wir in Deutschland Theaterstücke absagen, in denen Mohammed evtl beleidigt werden könnte, wird das noch weiter gehen.
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Beitragvon Mimmi » So 08 Jun, 2008 15:33

Ich habe auch von dem Vorfall gehört und mich auch damit beschäftigt - ok, ich habe es nicht im Forum getan, dafür habe ich darüber aber mit befreundeten Muslimen geredet ;)

Zu Ludo - ich kannte den Begriff Scharia bis eben nicht und habe ihn mal gegoogelt. Hier mal einen Ausschnitt:

Bürger fremder, nicht-islamischer Staaten:

* Harbis - Nicht-Muslime, die sich im Kriegszustand mit den Muslimen befinden. Die Scharia gebietet es, diese Menschen zu töten. Frauen, Kinder und nicht am Kampf beteiligte Männer wie z.B. Mönche, sind jedoch gesondert geschützt. Rechte wie das Recht auf Eigentum haben Harbis nicht, so darf beispielsweise ihr Eigentum als Kriegsbeute genommen werden.
* Mu'ahids - Nicht-Muslime, die sowohl Götzendiener als auch Christen und Juden sein können und mit denen ein Friedensvertrag besteht. Sie zu töten ist eine schwere Sünde, ihre Rechte müssen geachtet werden.

Über diese allgemeine Einteilung hinaus gibt es auch Unterschiede innerhalb der genannten Gruppe; so haben Frauen im islamischen Erb- bzw. Familienrecht nicht die gleichen Rechte wie Männer. Speziell im Erbrecht sind sie benachteiligt, haben auf der anderen Seite jedoch - anders als Männer - auch keine Unterhaltsverpflichtungen gegenüber Familienmitgliedern. Das islamische Völkerrecht (siyar) regelt die Rechtsstellung der nichtmuslimischen Frauen indes z. T. günstiger als die der nichtmuslimischen Männer.

Quelle: wikipedia

Das finde ich echt heftig - wer bestimmt, ob ich ein Feind oder ein Freund bin? Richtet sich das nur nach den Religionen oder kann dies auch nach einzelnen Personen sein? Beginnt dann einfach die Jagd oder wird die Tötung erst bei einer "Verhandlung" beschlossen?

Ich kann gar nicht verstehen, das England auch nur in Erwägung zieht, sowas teilweise einzuführen o.O
Dazu würde ich gerne näheres wissen - hast du vielleicht eine Seite, wo ich darüber lesen kann, Ludo?

Ich denke ein grosses Problem ist, das unser Gesetz und der muslimische Glaube sich teilweise in die Quere kommen.
Steht jemand vor Gericht, der einen Ehrenmord begangen hat, wird mit seinem Glauben und seiner Mentalität argumentiert und da in DE Glaubensfreiheit herrscht, wird der Täter nicht mehr wie ein "normaler" Mörder behandelt.

Die Glaubensfreiheit ansich befürworte ich auch, allerdings sollten sich alle - egal welcher Glaube - an unsere Gesetze halten und wenn sie dies nicht tun, sollten sie auch alle gleichermassen bestraft werden, ohne sie dabei wegen ihrer Religion zu begünstigen.

Edit: wieso geht jetzt dieser doofe Link nicht? :roll:

Ludo Bagman
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Beitragvon Ludo Bagman » So 08 Jun, 2008 15:47

Ich habe es vielleicht jetzt ein bisschen überspitzt ausgedrückt, Mimmi. Es ging darum, dass der Erzbischof von Canterbury die Scharia für Moslems gefordert hat. Damit meinte er aber aber nur teile der Scharia. Trotzdem wird das in England jetzt heiss diskutiert und die Engländer sind meiner Meinung nach zurecht empört.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 77,00.html
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Mimmi

Beitragvon Mimmi » So 08 Jun, 2008 15:56

Auch wenn es nur für Moslems sein soll, finde ich das mehr als krass :?

Damit würde ein weiterer Punkt geschaffen werden, auf den die Moslems bei irgendwelchen Taten zurückgreifen können - das heisst also, das sie dann nicht nur durch den Glauben, sondern auch durch das für sie eigens eingeführte Gesetz geschützt wären (sicherlich nicht bei allen Taten, aber bei einigen) o.O

Ich verstehe nicht, wie man sowas überhaupt überlegen kann - gab es denn noch nicht genug religionbezogenes Blutvergiessen? :roll:

*sich aber jetzt mal dem Artikel widmet* Danke, Ludo ;)

Edit: ich habe mir den Artikel jetzt mal durchgelesen

"Das Vereinte Königreich müsse "der Tatsache ins Auge blicken", dass sich einige der Bürger nicht mit britischem Recht identifizierten, sagte Rowan Williams heute dem BBC-Radio."

Dann sind sie dort wohl falsch, würde ich sagen - andere Kulturen sollten sich schon den Gegebenheiten des jeweiligen Landes anpassen...

"Muslime sollten so beispielsweise bei Ehe- oder Finanzstreitfällen zwischen den Rechtssystemen wählen können."

Nicht nur, das sie für Muslime ein eigenes Recht einführen wollen - nein, sie sollen auch noch zwischen den Rechten wählen können? o.O

Quelle der Zitate: Spiegel

Ich weiss grad echt nicht, was ich dazu sagen soll, ausser, das ich ich schon das nächste Blutvergiessen sehe, wenn das durchkommt :?

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Beitragvon Dáirine » So 08 Jun, 2008 18:17

ich habs nur leicht nebenbei mitbekommen und war echt entsetzt. letztens hab ich mit meinen chicas darüber gesprochen und wir sind auch auf eine österreichische autorin gekommen die anscheinend auch von ihren eltern bedroht wird da sie nun beim christentum und nicht mehr beim islam ist.

solche sachen sind einfach grauenvoll und mir kommt so vor als ob man so etwas jetzt immer öfter hört
Then of thy beauty do I question make,
That thou among the wastes of time must go,
Since sweets and beauties do themselves forsake
And die as fast as they see others grow;

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Beitragvon zissy » Mo 09 Jun, 2008 14:20

ich hab auch von diesem vorfall gehört . auch im fernsehen wurde das ja berichtet. ich war so was von schockiert! ich meine wie kann denn für die "ehre " töten?? nur zumindest glaube ich dass dieses nicht jeder zweite moslem machen würde

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Beitragvon yuki15966 » Mo 09 Jun, 2008 18:35

Ich habe von diesem Fall erst jetzt gehört und das wirklich schockierende ist, dass sie bei dem Notdienst war und sie sie wieder heimgeschickt haben...
Zu dem Fall des Kellertypen, das ist so unglaublich grausam und widerwärtig, das es wahrlich unglaublich ist. Und ob sowas nun in einem "zivilisiertem" land oder in irgendeinem anderen, ist doch nicht so wichtig, denn das ist immer schockierend. So wie auch das er max. nur 15 Jahre kriegen kann....
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Beitragvon Banshee » Mi 11 Jun, 2008 11:27

Ich finds so furchtbar! Wie kann man jemanden wegen seiner Ideale töten???
Ich hab gehört, dass die Trauer der Eltern nur geheuchelt war. Wisst ihr mehr darüber?
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Müsst ihr nicht verstehn ;) .

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Beitragvon ProfessorDumbledore » Mi 11 Jun, 2008 12:56

Ich habe es in den Nachrichten gehört, mehrmals!
Ich verstehe Ihn nicht, obwohl er nach seinem Glauben handelte. Ich denke das sie soetwas als "Moslimen" nicht dürfen.

Aber bei solchen Mördern würde ich manchmal die spritzte oder den stuhl empfelen, aber was solls.
Dieser Mann hat seine SCHWESTER getötet, weil sie so leben woollte, wie SIE will und nicht ihr Familie!
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Damien
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Beitragvon Damien » Mi 11 Jun, 2008 13:03

Hast ja recht, aber: Was wäre wenn sie sich unterdrücken gelassen hätte?
Dann wäre sie über kurz oder lang auch gestorben...
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Beitragvon Antike Runen » Mi 11 Jun, 2008 13:05

Das wirklich Skandalöse an diesem Fall ist ja nicht, dass jemand gemordet wurde (denn darin unterscheidet er sich nicht wirklich von anderen Mordfällen), sondern viel mehr, dass das Opfer mehrere mal versucht hat, Hilfe zu finden.
Das bei Stellen, von denen man meinen sollte, dass die Hilfeleistung diesbezüglich zu ihren Aufgabengebieten gehört.
Und dass das Opfer keine, oder eben deutlich zu wenig Hilfe erhalten hat.
Das finde ich persönlich um Längen schlimmer als die Tat an sich.

Damien
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Beitragvon Damien » Mi 11 Jun, 2008 13:10

ja, deshalb sag ich ja auch dass keiner ihr Helfen wollte und der einzig! mögliche Ausweg der selbstmord gewesen wäre...
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Beitragvon Wehwalt » Do 12 Jun, 2008 01:18

Nun muß ich aber doch noch mal etwas sagen. Vom Falken hätte ich mich ja nicht noch einmal provozieren lassen, und ich kann eigentlich bis jetzt nicht glauben, daß sein Beitrag wirklich seine Ansicht wiedergibt ohne die hintergründige Absicht, einen auf hohlem Boden fußenden Widerspruch hervorzulocken. Aber ANGELA!? :shock:

Nein, so ein Ehrenmord ist kein "Mord wie jeder andere". Er ist verachtungswürdiger und niedriger, weil der Mörder nichts davon hat. Ein Raubmord ist zumindest wegen der Vorteilsaussichten für den Mörder nachvollziehbar - hier würde ICH Falkes Worte Anwenden: Naja, ich verurteile ihn, kann ihn nicht gutheißen, aber der Täter suchte halt seinen Gewinn.
Aber dieser Mord an Morsal nützt niemandem etwas persönlich - außer der wunderschönen Gewissensberuhigung, daß das Leben auf gesellschaftlicher Basis weiterhin scheußlich sein soll, daß Frauen jeglicher erträglichen Lebensperspektive beraubt sein sollen. Mit PDDs Vorschlag könnte ich mich anfreunden ...
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