Todesstrafe

Virginia Corso
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Beitragvon Virginia Corso » Do 15 Dez, 2005 16:10

Also ich habe über dieses Thema ein Refereat gehalten und kann zu dem Thema eingies sagen:

1. Ich habe diese Geschichte im TV verfolgt und muss sagen, Arni ist ein mieser kleiner Feigling. Er hätte den Verurteilten retten können.
2. Es ist selten, dass Menschen sich so verändern und diesen Wandel hätte man positiv aufwerten sollen
3. Klar Familien wollen Vergeltung, doch wie schon örrsinn gesagt hat, es gibt schlimmeres als den Tod
4. Wenn es wirklich keine Beweise gab und er kein Geständnis abgegeben hat, durfte man ihn gar nicht festnehmen. Aus Mangel an Beweisen freigesprochen
5. Es gibt ein Zitat, dass ich seit meinem Refereat kenne und hoch schätze:
Ist es richtig Bürgerblut durch die Hand von Bürgerblut mit Bütgerblut zu rechen?

Diese Frage habe ich mir schon oft gestellt und ich sage, dass es NICHT richtig ist! Den Tod hat niemand verdient nicht einmal ein Mörder oder Kinderschänder, da diese Menschen zu 85% aus Kurzschlusssituation handeln. Sie können für ihre Taten nichts und tun dies in den meisten Fällen einmal und nie wieder.

Das war meine Meinung zu diesem Thema
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Beitragvon Mrs. Figgs » Do 15 Dez, 2005 16:20

Ich finde es unter aller Sau, was da passiert ist.
Sogar wenn die Beweislage 100% gewesen wäre, ist es kein Grund jemanden zu töten.
Dieses Recht hat niemand. Ich glaub auch nicht, dass es dadurch weniger Morde geben wird.
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Virginia Corso
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Beitragvon Virginia Corso » Do 15 Dez, 2005 16:24

Die Würde des Menschen ist das Einziege, dass man direkt ohne Umwege verletzen kann. In den meisten Todestrackten werden die Menschenrechte auch verletzt. Was ich so was von erniedrigend finde.
Ach und noch was ist mir gerade zu diesem Fall eingefallen:
Als ihm die Spritze gesetzt wurde, hat es beim ersten Mal nicht funktioniert und er hat in die KAmera geguckt udn gefragt, wann es entlich vorbei sein würde. Müssen diese Menschen den armen Kerl so quälen. Als ich das gehört habe hätt ich heulen können
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Beitragvon Virginia Corso » Do 15 Dez, 2005 16:32

Ich sagte schon warum ich das nicht so sehe...
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Beitragvon Virginia Corso » Do 15 Dez, 2005 16:40

Unsere Schule hat heute eine gemeinsame Gedenkminute für diesen Mann eingelegt und danach hat jede Klasse darüber gesprochen. Es ist einfach das Allerletzet und so armselig.

Deshalb nochmal dieses Zitat, dass mih nicht mehr loslässt
Ist es richtig Bürgerblut durch die Hand von Bürgerblut mit Bütgerblut zu rechen?
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Beitragvon Virginia Corso » Do 15 Dez, 2005 16:44

Ach bei uns war das auch Schulpflicht.
Und das mit dem Bütgerblut ist ein Druckfehler, ich meine Bürgerblut...
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Beitragvon lilQ » Do 15 Dez, 2005 16:59

ich find sowas sau schlimm, ich mein, toll dann is der mörder tot, also ich würd das als befreiung und belohnung ansehen und nich als bestrafung... und noch was: wer bringt denn die leute um die die zum tode verurteilten umbringen?? denn dadurch werden die ja auch zum mörder...
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Beitragvon Virginia Corso » Do 15 Dez, 2005 17:08

Das meine ich ja mit dem Spruch in meiner Sig! Genau das. Dadurch, dass der Täter zum Tode verurteilt wird und die Strafe vollstreckt wird. Werden Richter, Geschworene und Vollstrecker ebenfalls zu Mördern. Und so schließt sich der Kreis wieder und ich hasse diese zutreffende Logik
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Beitragvon lilQ » Do 15 Dez, 2005 18:16

das is irgendwie bescheuert, denn wenn man konsequent wär würd sich die menschheit selbst umbrigen....

was mir noch eingefallen is: wusstet ihr: in hessen wäre die todesstrafe noch möglich wenn die bundesverfassung nich wär...
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Beitragvon dustin potter » Do 15 Dez, 2005 18:26

heutzutage noch todesstrafe das ist ein skandal!
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Beitragvon lilQ » Do 15 Dez, 2005 18:37

ja, aber das in hessen is ja nur weil die verfassung vor der bundesverfassung geschrieben wurd und die verfassung zu ändern is halt ziemlich schwer... aber auch so in amiland und so find ich einfach nur schlimm...
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Beitragvon Rosa » Do 15 Dez, 2005 18:55

Todesstrafe erinnert mich immer noch an Mittelalter und nicht an das 21 Jahrhundert!!! Ich finde es ist ein Skandal das noch so etwas gibt!!! Für mich ist Tod nicht die härteste Strafe, aber dieser Mann hat nicht den Tod verdient und auch nicht weiterhin eingesperrt zu werden. War er nicht ein Schwarzer??? Ich hätte gerne mal gewusst was mit dem Mann geschehen wäre wenn er dei Hautfarbe weiß hat und so wären wir wieder bei dem Thema Amerika und Schwarze..... Ich finde es krass was dort alles los ist. Aber es sind ja auch nicht alle leute so in Amerika genauso wenig wie es bei uns "nur" Nazis gibt.....
Aber okmmen wir zurück zum Thema...
Ich bin auch der Meinung von örrsinn, das die meisten Leute die morden eine schlimme vergangenheit haben (Eltern die einen schlagen, vergewaltigung von Famielienmitgliedern, etc.....)
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Beitragvon AbuDun » Do 15 Dez, 2005 20:12

Ein sehr, sehr heikles Thema. Wie hier schon gesagt wurde gibt es schlimmeres als den Tod. Welche Strafe ist für einen Mörder gerecht, welche für einen Vergewaltiger oder Kinderschänder. Das Leben ist das höchste Gut, dass wir haben. Klar wird das System 8nicht die ausführenden Menschen! Bei Polizeieinsätzen erhalten deshalb mehrere Beamten den Befehl zum finalen Rettungsschuß) zum Mörder wenn die Todesstrafe durchgeführt wird.
Wer kann aber den Hinterbliebenen von Opfern, Vergewaltigungsopfern, mißbrauchten Gerechtigkeit zuführen? Deren Leben wird auf immer und ewig zerstört bleiben, das ist schlimmer als der Tod, denke ich.
Sicher machen Mörder Wandlungen durch. Ich habe diesen Fall nicht in den Medien verfolgt, kann deahalb dazu nichts sagen.
Hat ein mehrfacher Mörder, ein Vergewaltiger, ein Kinderschänder das Recht sich zu rehabilitieren? Was wenn er unschuldig ist? Was wenn er nach dem Vollzug zum Wiederholungstäter wird?
Ich bin der Meinung, das hier in Deutschland immer zusehr die Täter und weniger die Opfer in den Mittelpunkt gerückt werden. Unstrittig übertreiben einige Staaten. Aber das ganze ist wie gesagt ein heikles Thema
Why should death always have the last word?

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Todesstrafe: Nein!

Beitragvon Lady Midnight » Do 15 Dez, 2005 20:52

Ich denke, der Titel den ich gesetzt habe sagt schon alles! Ich bin absolut gegen die Todesstrafe!

Aus folgendem einfachen Grund:

Wenn eine Person einen Menschen oder mehrer Menschen umbringt, so tat er etwas falsches und hat über das Leben und den Tod eines oder einiger Menschen entschieden.

Wenn wir ihn für diese Tat zum Tode verurteilen, machen wir dann nicht das Gleiche? Entscheiden wir auch nicht über das Leben oder den Tod eines Menschen somit? Spielen wir nicht Gott, genau wie dieser Mörder Gott gespielt hat, als er die Menschen umbrachte?

Ich denke, wir verstossen gegen unsere eigenen Prinzipien, wenn wir einen Menschen zum Tode verurteilen.
Und da ist es auch egal, wie schlimm seine Tat war. Er kann ja ein Leben lang im Gefängniss bleiben, das ist auch schlimm. Vielleicht sogar noch schlimmer. Das reicht doch als Strafe, das er jeden Tag in diesen 4 Wänden aufwacht und einschläft.

Ich denke das nicht nur aus einem Grund so. Mein Vater sitzt heut im Gefängniss, und er hat es verdient. Ich beschütze gefangene keinesfalls, da habe ich nicht mal Verständniss für meinen eigenen Vater. Ist mir so was von egal.
Jeder Mensch ist vor Gott gleich.

Es ist ein heikles Thema, wie mein Vorgänger gesagt hat, aber es ist ein Thema das aktuell ist und darüber sollte man nicht schweigen! Schliesslich haben die Bürger es in der Hand. Die Bürger in Amerika haben auch dies in der Hand. Und nein, es stimmt nicht das wir keine Macht haben. Das ist doch ein blöder Gedanke, jeder von uns hat ab 18 eine kleine aber bestimmte Entscheidungsmacht, was dann später vorfällt, haben wir auch ein bisschen mit zu entscheiden.

Allerdings finde ich blöd, dies so durch zu kauen, im Fernsehen und darüber zu Reden bis der Hals ausgetrocknet ist! Das ist doch irrsinnig, damit kommt man nur zu falschen Gedanken. Die Profis vernebeln doch allen die Gedanken! Das braucht man nicht! Was man braucht, ist gesunder Menschenverstand.
Denn jemand, ob es jetzt Gott war, oder Papi und Mami, haben uns dieses Leben geschenkt. Und wir müssen daran teilnehmen. Genau wie ich es blöd finde, Menschen zu verurteilen, finde ich es blöd, das man sein eigenes Leben nimmt. Dieses kostbare Geschenk wegwirft. Es nicht akzeptiert, respektiert, sich selber nicht respektiert.
Aber man muss erst mal mit sich ins Reine kommen, bevor man über andere Menschen und deren Leib und Seele entscheidet. Dies mal zu dieser Geschworenen-Sache die in Amerika immer durchgezogen wird.

So viel zu diesem Thema, -- Meine Meinung --
"You do not fear... You do not falter. You do not yield."

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Beitragvon Shere Kahn » Do 15 Dez, 2005 21:04

Ich bin auch gegen die Todesstrafe, aber nicht nur aus bislang genannten Gründen:
Ich wehre mich dagegen ein Rechtssystem darauf aufzubauen an den Tätern 'Rache' zu nehmen. Sie haben etwas falsch gemacht, und es spielt prinzipiell keine Rolle wie schwerwiegend das Verbrechen war, und dafür werden sie bestraft. Aber Ziel dieser Strafe muß es zu Anfang immer sein den Täter dazu zu bringen sich zu bessern, ihm die Möglichkeit zu geben seine Tat zu bereuen.
Die Todesstrafe ist ein Prinzip der Rache, man urteilt jemanden ab, läßt ihn 20 Jahre auf seinen Tod warten, damit man sich keine Selbstvorwürfe wegen Fehlurteilen machen brauch, und dann tötet man selber einen Menschen. Und jede Gesellschaft die ein solches Vorhaben unterstützt, urteilt meines Erachtens aus völlig falschen Grundvoraussetzungen.
Die anderen humanitären Gründe sind natürlich auch zutreffend, aber müssen von mir nicht nochmal wiederholt werden.