[RPG - Play] Severus Snape

Abendstern
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Beitragvon Abendstern » Mo 16 Okt, 2006 16:24

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Wehwalt
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Beitragvon Wehwalt » Di 17 Okt, 2006 01:48

Zusammen mit Tonks war Dumbledore zum Fuchsbau appariert. Kaum wieder materialisiert, schlug ihnen ein stark verkohlter Gestank entgegen, der dem Küchenfenster entwich. Tonks blickte fragend zu Dumbledore.
„Eigentlich dachte ich ja, ich sei es, der die üblichen Küchen- und Haushaltszauber mit solchen Ergebnissen mißlingen. Aber Molly Weasley?“
“Oh je”, seufzte Dumbledore mit ernstem Gesicht. „Molly dürfte eigentlich gar nicht zu Hause sein. Oh je, oh je.“
Tonks erschrak. „Sie befürchten doch nicht ...“
Dumbledore nahm keine Notiz von ihrem besorgten Gesicht und bediente die Klingel.
„Moment ... einen Augenblick – bin gleich ...“, rief ihnen Arhturs Stimme von drinnen entgegen. Sie vernahmen einen lauten Knall, als sich gleich darauf die Tür öffnete. Beißender Qualm drang heraus, der in den Augen brannte und sie kaum Arthurs strahlendes Gesicht wahrnehmen ließ.
„Albus! Oh, und Tonks! Wie schön! Tretet ein!“
„Von Eintreten kann keine Rede sein, Arthur“, sagte Dumbledore konsterniert, „solange Du nicht wenigstens zehn Minuten durchgelüftet hast. Sollen wir uns eine Rauchvergiftung holen?“
„Ach das .. das ist gar nichts“, erwiderte Arthur mit einem verlegenen Lächeln. „Da hat nur vielleicht Molly ein neues Rezept ausprobiert. Aber klar, warum nicht“, und er lief in die Küche und öffnete ein Fenster.
„Arthur, was hat Molly? Sie sei doch gar nicht daheim, hattest Du mir gesagt.“ Dumbledore hatte Mühe, ein ernstes Gesicht zu bewahren.
Tonks hustete. „Ich werde wohl Experte für sämtliche pyrotechnisch interessanten Ereignisse Englands. Was ist denn los hier, verdammt?“
„Nun ja ... es stimmt, Molly ist nicht da. Na zum Glück – wenn sie das sähe ... Oh, da Du schon einmal da bist, Tonks – nur wenn es Dir nichts ausmacht ... vielleicht könntest Du mal kurz mit einem kleinen Küchenwohlgeruchszauber drübergehen, weißt Du, hähä, wir Männer ...“ Er warf Dumbledore einen konspirativen Blick zu.
„Küchenzauber? Ich?“ Tonks lachte laut auf. „Hab ich noch nie können. Da wäre mit jede Muggelfrau überlegen – wer weiß, vermutlich sogar die meisten Muggelmänner. Aber was ist denn nun eigentlich los?“
Der Rauch hatte sich etwas verzogen, so daß man es wagen konnte, das Haus zu betreten. In der Küche fanden sie auf verschiedenen Tellern kleine schwarze quadratische Plättchen vor, daneben auf einem anderen ähnlich geformte braune. Bei näherem Hinsehen war zu erkennen, daß es sich um Brot handelte.
„Nun ja“, begann Arthur, „ich wollte mich eben noch ein wenig schlau machen. Forschungsarbeit, wenn man’s genau nimmt. Es wurde da so ein Anliegen an mich herangetragen. Wißt ihr, der Tagesprophet – also die wollen da so eine Serie anfangen ... Muggelgeräte ... nichts Großes. Und da ich damit ja eine nicht geringe Erfahrung habe – zumindest was Zauberer anbetrifft ... Ich arbeite eben an einem kleinen Artikel über diese Dinge, die die Muggel Toaster nennen. Das ist eigentlich eine wunderbare Idee von denen: Seht her, ganz ohne Feuerzauber ...“
„... kann man einen ganzen Fuchsbau schier in die Luft jagen, ich verstehe“, fiel ihm Dumbledore ins Wort. „Aber hiermit sind wir bereits beim Thema.“
Er hieß Tonks erläutern, was sie im Wald entdeckt hatte.
„Und nun, Arthur“, schloß Dumbledore den Bericht ab, „hast Du irgendeine Idee, auf welche Muggelziele es die Todesser abgesehen haben könnten? Zwar fürchte ich, daß dieser Anschlag, so wir denn die Zeichen richtig deuten, nur auf einen Nebenschauplatz lenken, denn, im Ernst, was wäre für Voldemort gewonnen, wenn er irgendein Muggelministerium in Schutt und Asche legte – aber ich würde mir gerne einen Reim auf diese Vorgänge machen können.“
„Hm – ob ich da wohl dienen kann ... ehrlich gesagt, in letzter Zeit kamen überhaupt keine besonderen Interaktionen zwischen Zauberern und Muggeln vor, sonst könnte ich mich ja wohl kaum diesen Dingen hier widmen. Oh, und da habe ich noch einiges zu erledigen: Schon der Kauf von solchen Geräten ist nicht leicht. Das Beratungspersonal setzt immer schon alles voraus – erzählt was von Wendeautomatismus und so. Naja, aber damit soll sich dieser Menyer beschäftigen. Der will sogar noch eine Zusatzerläuterung dazuschreiben: ‚Wie besorge ich unauffällig Muggelgeräte’ oder so. Vielleicht übertreibt es der Tagesprophet zur Zeit ja ein bißchen. Immerhin konnte ich ihm mit dem Hinweis dienen, daß Harrods nächsten Samstag eine Sonderaktion mit Elektrogeräten veranstaltet. Da würden wohl interessierte Zauberer auch nicht so auffallen.“
„Wann hast du denn deinen Toaster besorgt?“, fragte Tonks beiläufig.
„Oh – das mag schon etwa zwei Wochen her sein“, antwortete Arthur Weasley.
„Und dabei ist dir diese Werbeaktion aufgefallen?“
„Ja. Vielleicht kann der Menyer ja damit was anfangen. Ich weiß ja eigentlich nicht, warum er sich mit solchen Dingen befaßt – aber nun ja, diese Geräte ... ich kanns verstehen, wenn einer Näheres darüber wissen will.“
„Und der Artikel soll noch vor Samstag erscheinen?“, fragte diesmal Dumbledore.
„Soviel ich weiß – muß wohl, wenn der Hinweis auf die Werbeaktion noch einen Sinn haben soll.“
Dumbledore nickte. Dann schwang er seinen Zauberstab über die Küchenmöbel, und sämtlich verkohlten Brotkrümel waren verschwunden, alle Teller an ihrem Platz, der Toaster blitzte wie neu. Es duftete leicht nach frisch geröstetem Brot. Arthur sah ihn mit großen Augen an.
Dumbledore schmunzelte. „Nun, was meinst denn du, Arthur? Als junger alleinstehender Lehrer konnte ich mir schließlich noch keine Hauselfen leisten.“
„Das kann eine junge alleinstehende Aurorin auch nicht – aber diese langweiligen Haushaltszauber ... Sie werden wohl nie aufhören, mich zu erstaunen.“
„Arthur“, sagte Dumbledore endgültig, „ich danke dir sehr. Vor allem werde ich Dir immer hoch anrechnen, daß Du mir keines deiner Toastbrote angeboten hast. Wenn ich an meine Besuche bei Hagrid denke ...“
Sie verabschiedeten sich, und Dumbledore und Nymphadora gingen hinaus.
„Was halten Sie davon, Professor?“
„Nun“, sagte Dumbledore mit ernstem Gesicht, „ich glaube, ich denke, was Du denkst. Erst Peeves mit seinen Zahlen und nun Arthur mit seinen Toasts ... als wären sie aus seltsamsten Quellen inspiriert.“
Tonks lachte auf, gewann aber sogleich Ernst zurück. „Remus’ Aufgabe besteht aber nicht zufällig darin, für Hogwarts billige Toaster zu erstehen?“
Dumbledore nickte. „Wäre sie das, mir wäre leichter ums Herz. Sofern er nicht am Samstag hingeht.“
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Abendstern
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Malfoy Manor/vor den Toren Hogwarts

Beitragvon Abendstern » Mi 18 Okt, 2006 11:05

Sich ihren schwarzen Reiseumang zuknöpfend und noch einmal einen Blick in den großen Spiegel, der im Flur der Vill stand, werfend, versuchte Narcissa alle anderen Gedanken weit weg zu schieben und sich jetzt nur auf ihr Ziel, zu dem sie hinapparieren wollte, zu konzentrieren.

Aber es wollte ihr nicht so recht gelingen. Wieder knöpfte sie den Mantel auf und betrachtete ihr Spiegelbild mit gekräuselter Nase skeptisch noch einmal. Sie wollte für die Verabredung mit Severus auf keinen Fall irgendwie zu aufreizend angezogen sein; war der Anlass dieser Verabredung doch zu ernst. So hatte Narcissa sich für einen langen schwarzen Rock, dazu die passenden Winterstiefel sowie einen beige-farbenen Rollkragenpulli entschieden. Die Haare hatte sie zu einem schlichten Zopf geflochten und sich lediglich ganz dezent geschminkt.

Die kleinen Sorgenfältchen um ihre glanzlosen blauen Augen, die sich in den letzten Tagen immer tiefer in ihre sonst makelose Haut gedrückt hatten, ließen sie müde und erschöpft wirken. Und so fühlte sie sich auch.
Ihr Verhältnis zu Lucius war in den letzten Tagen seit dem Streit über die Hauselfe jeden Tag ein wenig mehr abgekühlt und mehr und mehr hatte Narcissa den Eindruck, dass Lucius etwas von ihrer Untreue wusste und es schien fast, als würden sie sich beide absichtlich aus dem Weg gehen; als könnte keiner die Nähe des anderen im Moment ertragen.

Wieder schloss Narcissa die Augen und konzentrierte sich auf ihr Ziel und schaffte es nun nach dem x-ten Anlauf endlich mit einem lauten Knall aus der Villa zu verschwinden und vor den Toren Hogwarts wie aus dem Nichts heraus plötzlich wieder aufzutauchen.

Es war bereits abends und wahrscheinlich grade Abendessen-Zeit auf Hogwarts überlegte Narcissa, denn der Großteil des Schlosses war dunkel und fast ausschließlich die Fenster, hinter der sich die große Halle befand, waren hell erleuchtet und man konnte Bewegung hinter ihnen erahnen.
Aus der Ferne hörte sie die Bahnhofsuhr aus Hogsmead 18:00 Uhr schlagen und als sie sich wieder zum Tor hin umdrehte und ihre Kapuze achtlos nach hinten wegschob, sah sie, dass eine dunkle Figur und ein schwacher Lichtstrahl auf sie zukamen und augenblicklich spürte sie, wie die Nervosität und die Angst vor der Reaktion auf das, was sie Severus zu sagen hatte, sie mit einem Mal und mit voller Wucht wieder fesselten. Je näher er jedoch kam und Narcissa mehr und mehr seine Umrisse und dann auch feinere Konturen trotz der Dunkelheit erkennen konnte, desto mehr fühlte sie auch eine gewisse Vorfreude in sich aufsteigen: endlich würde sie ihn wiedersehen….

Abendstern
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Beitragvon Abendstern » Fr 20 Okt, 2006 22:12

Wie lange sie dort vor dem erleuchteten Schloss standen - im Hintergrund ab und zu das einsame Gejaule von Fang, Hagrids Hund - war nicht genau zu sagen. Vielleicht waren es ein nur ein paar Sekunden, vielleicht Minuten oder auch eine scheinbare Ewigkeit.
Jedenfalls war Narcissa sehr, sehr kurz davor, sich in dieser Umarmung und in der Stimme Severus´ zu verlieren und fast den eigentlichen Grund dieses Treffens zu vergessen. Wie schön und irgendwie tröstend war seine Umarmung, wie vertraut und lieb gewonnen sein Geruch, wie wärmend seine Berührung... Als Severus zum zweiten Mal nur gehaucht ihren Namen sagte, wollte Narcissa einfach nur alles vergessen können. Wo sie waren und wer sie waren... und warum das, was sie sich in dem Moment so sehr wünschte, nicht sein durfte...

Das plötzliche laute Flügelrascheln und das Geschrei eines Thestrals, der sich neben des Sees zum Saufen niederließ, katapultierte Narcissa dann jedoch recht brutal wieder in das Hier und jetzt.
Sie atmete tief durch und schaffte es dann, sich etwas aus Severus´ Umarmung zu lösen und ihn anzusehen. Ihr Blick war traurig und müde als sie in darum bat, ein wenig um See Spazieren zu gehen.
Eine Weile gingen sie schweigend nebeneinander her, der Wind war deutlich aufgefrischt an diesem Abend und bereits zweimal hatte Narcissa jetzt schon Luft geholt, um etwas zu sagen, aber jedes Mal waren ihr die Worte im Hals stecken geblieben.

Ich kann das nicht!
schoss es ihr durch den Kopf und sie sah verzweifelt in den sternklaren Himmel hinauf und biss sich nervös auf der Unterlippe herum.

Dann, beinahe gleichzeitig blieben sie stehen und es hatte den Anschein, als würden sie beide im selben Moment etwas sagen wollen; schluckten die Worte jedoch zeitgleich wieder herunter. Severus lächelte ein wenig; doch seine Gesichtszüge änderten sich recht schnell wieder, als er sah, dass Narcissa nicht lächelte, sondern ihn beinahe flehend ansah.

Endlich schaffte sie es, ihre Stimme wieder zu finden.

“Severus.. ich... Es ist... “
Für einen kurzen Moment schloss sie die Augen und sah dann wieder zu ihm auf; der gelbe Vollmond spiegelte sich in ihren mit Tränen gefüllten Augen.
“Du musst mir helfen. Ich... ich weiß sonst nicht, wen ich fragen soll... aber.... es geht nicht anders... ”
Eine einsame Träne, die im Mondlicht wie eine silberne Glasperle wirkte, lief langsam über Narissa´s hohe Wangenknochen und sie spürte, wie ihre Stimme zu brechen drohte, aber sie kämpfte tapfer dagegen an. Sie musste. Es war zu wichtig.
“Es geht einfach nicht, verstehst Du? ...
Sie ging einen Schritt auf ihn zu und ihre Stimme verlor mir jedem weiteren Wort an Lautstärke, so dass es am Schluss nur noch ein Flüstern war. Severus sah sehr besorgt auf Narcissa herunter. Er verstand selbstverständlich nicht, wovon sie eigentlich sprach. Wie sollte er auch?

Ein leichtes Zittern erfasste ihren zierlichen Körper und sie schüttelte heftig den Kopf, als wollte sie das, was sie sagen musste, irgendwie aus sich herausschütteln.

“Nein... es geht nicht... Lucius weiß es noch nicht - und er darf es auch nicht wissen, hörst Du?” Ein ganzer Bach aus einzelnen silbernen Tränen lief nun ihre blassen Wangen hinab und sie spürte wie der kalte Wind durch ihren Mantel blies.
“Severus... bitte... gibt es einen Zaubertrank, der stark genug ist um.... um... “ wieder zögerte sie und schluckte heftig “.. um eine Schwangerschaft abzubrechen?”

Sofern es möglich war, wurde Severus in diesem Moment noch etwas blasser, als er es ohnehin und schon war. Narcissa zog laut die Nase hoch bevor sie weitersprach.
“Es.. es könnte sein, dass.... dass Du..... Es geht nicht... Lucius...er würde.. ich weiß es nicht.. “

Sie umfasste mit ihren zitternden und eiskalten Händen, die von Severus´ und sah ihn ausdruckslos und resigniert an. “Bitte Severus... Du musst mir helfen...”

Padfoot201182
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Beitragvon Padfoot201182 » Fr 27 Okt, 2006 20:10

Seine Füße auf dem Schreibtisch ruhend, saß Sirius in seinem Büro und sah aus dem Fenster, runter zu dem Baum am schwarzen See, an dem James, Peter, Remus und er in seiner Schulzeit immer gesessen hatten.
Und wie immer in den letzten Tagen wanderten seine Gedanken zurück, in eine Zeit, in der für sie alle noch einfach war. In der sie nur Freunde waren.

„Hast du sie gefragt?“
Sirius lehnte an dem Baum und sah zu James, der auf einem Ast lag und dabei immer wieder nach dem Schnatz griff, den er vor einigen Tagen beim Training hatte mit gehen lassen.
„Hat er nicht. Oder meinst du sonst würde er da oben liegen und Trübsal blasen.“
Remus saß an den Stamm gelehnt auf dem Boden und hatte seine Augen auf ein Buch gerichtet, das er in seinem Schoß aufgeschlagen hatte.
„Mensch Prongs, so langsam wird die Zeit knapp. Es ist nicht mehr lange hin bis zum Abschlussball und du weißt das Lily...“
Bevor er zu Ende sprechen konnte, hatte James ihm einen einfachen Silenco-Zauber auf den Hals gehetzt.
„Pad sei ruhig. Tu mir den gefallen.“
„Leute das muss ich euch erzählen. Ich hab eine Verabredung zum Abschlussball.“
Peter war auf die Gruppe zugestürmt und stützte sich nun schwer atmend auf seine Knie ab.
„Wer hat dich denn gefragt?“ Sofort biß James sich auf die Lippe und sah entschuldigend zu Remus der seinen Freund strafend ansah.
„Niemand, ich hab jemanden gefragt.“
„Wie bitte?“ Wie im Chor kam die Frage von Remus, James und auch Sirius wobei letzterer einfach nur den Mund bewegen konnte.
„Das kann es doch nicht sein Leute, selbst wenn Peter sich traut jemanden zum Ball einzuladen, wieso schaff ich das dann nicht.“
„Das frag ich mich auch schon die ganze Zeit Potter.“
Erschrocken sprang James auf. Allerdings schien er vergessen zu haben wo er sich befand und landete eher unsanft auf seinen Hosenboden.
„Lily!“
„Genau ich.“ Belustigt sah Lily runter zu James der sich versuchte wieder aufzurappeln und so streckte sie ihm mit einem lächeln die Hand entgegen. Dabei fielen ihr ihre roten Haare über die Schulter und rahmten ihr Gesicht ein, das James einfach nur anstarrte.
Immer noch mit dem Silenco-Zauber gelegt, hielt Sirius sich am Baumstamm fest und lachte lautlos.


Ein klopfen riss ihn aus seiner Erinnerung, doch bevor er antwortete, wischte er sich mit den Händen durch das Gesicht.
„Herein.“
Langsam nahm er die Füße von dem Tisch, strich sich die Ärmel seines Hemdes nach unten und sah hoch.
„Du?“
„Sirius, ich...stimmt es? Ich meine, das Remus...“
Befangen sah Sirius zu Harry, der ihn fragend und auch vorwurfsvoll anblickte.
Seit Snape erzählt hatte, das Remus verschwunden war, hatte Sirius versucht Harry aus dem Weg zu gehen. Er konnte seinem Patenkind nicht erzählen, das ein weiter Teil seiner Familie verschwunden war ohne selber innerlich wieder ein Stück zu verlieren.
„Setzt dich Harry. Magst du einen Tee oder etwas anderes.“
Doch Harry schüttelte den Kopf. „Ich will eine Antwort Sirius. Denkst du nicht das ich ein Recht darauf habe?“
Beschämt sah Sirius zur Seite. Harry hatte ein recht zu erfahren was passierte, wenn nicht er wer dann. Doch niemand hatte in den letzten Wochen daran gedacht ihn auf den laufenden zuhalten.
„Vielleicht solltest du darüber...“
„Vergiss es Sirius und red nicht mit mir als wäre ich nur einer deiner Schüler. Ich bin der Sohn deines besten Freundes und dein Patenkind, dann rede auch so mit mir.“
Ein lächeln stahl sich auf Sirius magerem Gesicht. Seit der Unterhaltung in Dumbledores Büro hatte er kaum was gegessen, wie konnte er auch wenn sich alles in ihm zusammenkrampfte wegen dem was geschehen war.
Du bist wirklich der Sohn von James.
„Okay, Harry. Dann will ich nichts vor dir verheimlichen.“ Erneut krempelte Sirius seine Ärmel nach oben und legte die Füße auf den Tisch, während er Harry einen kurzen Abriss davon gab, was bis jetzt geschehen war.
„Im Augenblick müssen wir auch Snape vertrauen. Auch wenn ich es nicht will.“
„Snape, ’pf.“
„Das heißt Professor Snape.“ Tadelte Sirius, doch alles was er von Harry erntete war ein schiefes grinsen.
“Ach, du darfst ihn ruhig ohne seinen Titel ansprechen?“
„Genau. Snape und ich hassen uns schon länger als ihr beide euch.“
Ein kurzes Geplänkel um über das gesprochene und gehörte nach zu denken, doch nur für einen Augenblick.
„Was hat der Orden nun vor?“ Harry sah aus dem Fenster hinter Sirius. Der dunkelhaarige Mann hatte Harry in den letzten Wochen oft unten an dem Baum beobachtet, wie er zusammen mit Ron und Hermione dort saß und lachte. Wusste er das es ihr Stammplatz war? Hatte er deswegen ebenfalls so eine Verbindung zu dem Ort?
So wenig Zeit die Harry mit James hatte und es machte Sirius traurig wenn er daran dachte wie lange er mit seinem besten Freund gehabt hatte.
„Sirius?!“
Erneut war Sirius in seine Gedanken versunken, war wieder in der Zeit zurück gereist nur um noch einmal daran denken zu dürfen wie es war in Frieden und mit all seinen Freunden zu leben.
„Entschuldige Harry. Ich war kurz mit meinen Gedanken wo anders. Wie war deine Frage?“
„Der Orden. Was hat der Orden nun vor zu unternehmen?“
Sirius wusste es nicht. Doch hätte er Harry sagen können, das er in den letzten Tagen versucht hat den Kontakt mit den anderen zu meiden?
In ihm war ein Plan herangereift der gefährlich war und der einfach schief gehen musste, da er alleine war. Er wusste, würde er Professor McGonagall oder Dumbledore gegenüber stehen würde er ihn verwerfen.
Er sah wieder zu Harry, der ihn Erwartungsvoll ansah und erneut kamen ihm Zweifel. Wenn er versagen würde, dann wäre nicht nur Remus leben verwirkt sondern auch seines. Harry wäre ganz alleine. War es das was er verantworten wollte. War er es nicht, der sich nun um ihn kümmern und Sorgen sollte?
„Ich weiß es nicht Harry. Wir müssen auf mehr Informationen warten.“
„Ist das dein ernst? Professor Dumbledore will nichts unternehmen...“
„Stopp Harry. Ich sagte nicht, das er nichts unternehmen will. Nur in anbetracht unseres Kenntnisstandes, wäre es dumm Dinge in die Wege zu leiten, dessen Ergebnis wir nicht voraussehen können.“
Sirius seufzte. Er hatte sich beinahe gedacht, das Harry so reagieren würde. Im Grunde war sein Verhalten nicht anders als seines, als er es erfahren hatte. Zumindest ging Harry ihm nicht dafür an die Gurgel.
„Und was wirst du tun? Wirst du Remus auch einfach seinem Schicksal überlassen?“
Der Vorwurf der in Harry’s Stimme war, verletzte Sirius zu tiefst.
„Ich weiß es nicht Harry, ich weiß es einfach nicht.“
Menschen mögen vergessen,
was du ihnen gesagt hast,
aber sie erinnern sich immer daran,
welches Gefühl du in ihnen ausgelöst hast.

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Beitragvon Wehwalt » Mo 11 Dez, 2006 02:10

So verstört hatte Dumbledore seinen Zaubetränke-Lehrer noch nie gesehen – besser gesagt, er hatte ihn überhaupt noch nie verstört gesehen. Aber wie er nun vor seinem Büro aufgetaucht war, die üblicherweise glatt herabhängenden etwas fettigen Haare nun fast in Harry-Potter-Manier zerzaust und einander entgegenstehend kleine Türmchen aufwerfend, das Gesicht grau und in einem flehentlichen Ausdruck verzerrt: Das war ein Anblick, bei dem Dumbledore, obwohl er nie allzusehr auf Äußerlichkeiten Wert legte, unter normalen Umständen sogar seine Lehrkräfte zur Ordnung gemahnt hätte. Ein Gedanke schoß ihm durch den Kopf: „Das Doppelagentenspiel ist zu Ende!“
Natürlich ließ er sich nichts anmerken, begrüßte Snape zuvorkommend wie immer, und mit der Teezubereitungszeremonie ließ er sich umständlich Zeit. Er wußte, daß er auf bestürzende Nachrichten gefaßt sein müßte und scheute davor zurück, sie anzuhören, sah aber auch, daß Snape, der stumm eingetreten war und nur eine ganz unverständliche Begrüßungsfloskel gehaucht hatte, sich wohl auch erst etwas fassen müßte. Nicht der geringste Anflug von Ungeduld, als Dumbledore nach fünf Minuten immer noch keinen Tee kredenzt hatte!
Und dann saßen sie schweigend da. Zwei Minuten. Dumledore rührte seinen Tee. Fünf Minuten. Nachschenken. Bis Snape schließlich doch anhob. Wenigstens hatte ihn auch in diesem Zustand die Klarheit der Sprache nicht verlassen. Dumbledore atmete innerlich auf, er war schon auf ein unzusammenhängendes Gewirr gefaßt gewesen, bei dem man keinen Satz zu Ende hören dürfte und jedesmal die Hoffnung auf eine deutlich Aussage aufs Neue zerstört würde.
Voldemorts Zugriff also war fordernder geworden, die Loyalität seiner Anhänger unter genauer Beobachtung, der Dunkle Lord wolle deutliche Zeichen der Unterwürfigkeit sehen. „Es sieht so aus, als sei zum Beispiel auch dieser Menyer zumindest in Verdacht geraten. Ich sehe nicht, wie ich noch länger stillhalten kann, ohne wirklichen Zumutungen an Handlungsanforderungen ausgesetzt zu sein. Voldemort hält Heerschau, und Denunziation ist Tür und Tor geöffnet. Selbst der eine oder andere treue Todesser wird wohl über die Klinge springen. Ich werde damit nicht mehr fertig.“
Dumbledore war etwas erstaunt. So neu war es ja nun auch nicht, daß Snapes Rolle extrem gefährlich war.
„Du weißt, Severus,“ sagte er ruhig, „daß dem Orden jederzeit Möglichkeiten zu Gebote stehen, Dich einigermaßen unauffindbar zu verbergen. Das wäre natürlich eine schreckliche Zumutung für Dich und eine gewaltige Einschränkung, und vor allem auch das offene Eingeständnis, daß Du Voldemort nie loyal warst in den letzten Jahren. Aber die Möglichkeit besteht, und Deine Aussichten wären gewiß besser als etwa die Karkaroffs. Wenn Du es für richtig hältst, leiten wir das in die Wege. Dann stündest Du nun ungefähr vor derselben Situation wie damals, als Du aufhörtest, ein treuer Todesser zu sein.
Was Voldemorts Mißtrauen angeht und seine Forderungen – ich denke gerade auch wieder an unser Brandloch zurück –, so halte ich diese für eine fast unerträgliche Belastung. Ich will wahrlich nicht in Deiner Haut stecken. Aber falls ich darin steckte, so würde ich versuchen, ihn sehen zu lassen, was er sehen will – und keinen Deut mehr. Es kann gefordert sein, ganz scheußliche Taten auszuführen. Aber je nun, wenn sie ohnehin – wenn sie ganz unausweichlich ohnehin – geschehen, weil nun einmal Krieg ist: so können sie auch die Aufrechterhaltung des sehr teuren Agentenstatus wert sein.
Das ist aber die unveränderte Situation seit Jahren. Sie verschärft sich zusehends und wird immer unerträglicher, in der Tat. Aber sie ist nicht prinzipiell neu.
Was hat dazu geführt, daß Du Dir diese Entscheidungen nicht mehr zutraust?“
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Beitragvon Wehwalt » So 17 Dez, 2006 16:55

Einen Moment lang staunte Dumbledore, daß ihn die Mitteilung so bestürzt hatte. Serena die Tochter Severus’! Aber er ahnte auch sofort, woher die Bestürzung gekommen war: Ja, er hatte es eigentlich schon gewußt. Irgendwo in seinem Sinn hatte sich die Verbindung schon gebildet, ohne daß sie ihm ganz zu Bewußtsein gekommen wäre. Er nutzte die Zeit, solange Snape noch abgewandt stand, ein Schmunzeln zuzulassen. Nur, einmal da, konnte er es auch nicht wieder loswerden, als sich Snape ihm wieder zuwandte.
‚Meine Güte’, dachte Dumbledore, ‚er hat tatsächlich geweint!’ – aber es ließ sich nichts machen: Dumbledore lachte laut los, während er in Snapes entgeistertes Gesicht blickte.
„Nun verstehe ich das ganze Ausmaß Deines Desasters!“, sagte der Schulleiter, als er sich wieder leidlich unter Kontrolle hatte. „Sirius Black droht dein Schwiegersohn zu werden! Härter kann es einen Severus Snape nicht treffen!“
Snape kämpfte um Aufrechterhaltung seiner Leidensmiene – verpaßte aber den rechten Augenblick, sich ergrimmt abzuwenden. Doch dann lachte er mit. Zunächst ganz gequält und mit verzerren Mundwinkeln, doch als ihm nun erneut Tränen in die Augen stiegen, nutzte er diese Gelegenheit, ihnen ihren Lauf zu lassen.
„Aber ich fürchte inzwischen“, sagte Dumbledore, nachdem sich beide wieder gesetzt hatten, „daß womöglich aus dieser wünschenswertesten aller Zaubererfamilienverbindungen doch nichts werden wird, wenn ich die Signale, die von Sirius in letzter Zeit kommen, recht deute. Wie auch immer: Serena ist eine erwachsene Frau. Sie wir weiterhin gut zurechtkommen. Weiß sie es eigentlich schon?“
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Beitragvon Wehwalt » Mo 18 Dez, 2006 02:21

„Ist das jetzt alles, was ich heute erfahren soll?“, fragte Dumbledore. „Zumindest die Verbindung der Familien Black und Malfoy wäre nicht mehr unbedingt nötig gewesen. Hast Du Dir nie den Stammbaum im Grimmauld’s Place angesehen?“
„Ach, das weiß ich doch. Es ist ja nur ...“
„Warum kann denn diese Frau nicht aufpassen!“, rief Dumbledore verärgert und schlug im Aufspringen mit der flachen Hand auf die Sesselarmlehne. „Ich Narr mache mir Gedanken über ungewollte Schwangerschaften von Schülerinnen. Soll ich denn die ganze weibliche Zaubererwelt im Auge haben? Jetzt sag mir nicht, Ihr hättet das auch noch geplant!“
„Nein, natürlich nicht“, sprach Snape ruhig. „Mich hat die Nachricht schockiert. Dennoch fühle ich die Verantwortung – und möchte Narcissa Malfoy keine Vorwürfe machen. Die Situation ist ja auch für sie nicht einfach.“
„Ich habe ja nicht viel übrig für Ehedramen.“ Nun war es Dumbledore, der unaufmerksam aus dem Fenster blickte. „Aber besteht keine Chance, daß sie dieses Kuckucksei einfach ausbrütet und Lucius unterjubelt? Bis die Fettdrüsen in der Kopfhaut dieses Bastards recht loslegen, können ja noch ein paar Jahre ins Land gehen.“ Dumbledore wandte sich um und sprach in ruhigerem Ton weiter. „Entschuldige, Severus. Nimm mir das jetzt übel oder nicht, am besten, Du legst das jetzt nicht auf die Goldwaage. Mich nimmt das alles langsam schon mit. Diese Situation ist wirklich gefährlich. Private Ehrenhändel unter Zaubererfamilien – na ja, ich nehme an, das weißt Du. Deswegen bist Du ja schließlich hergekommen. Also: Besteht irgendeine Chance, Deine Vaterschaft zu verleugnen? Zöge Narcissa mit? Oder will sie eine weltweit öffentlich sichtbare romantische Schmonzette?”
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Darius EnEndilon
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Beitragvon Darius EnEndilon » So 07 Jan, 2007 18:55

Hogwarts

Ein kühler Wind durchzog das Zimmer und er spürte wie seine nackte Haut leicht fröstelte. Ryon lag einfach so da, die Decke betrachtend und eine schwaches Lächeln überzog seine Lippen. Ein leises Rascheln links von ihm, verriet ihm, dass sie sich drehte. Ihr Arm legte sich über seinen Bauch und sie zog sich sanft zu ihm heran. Ryon streichelte sanft ihre Hand und blickte zu ihr herab. Sie schlief noch immer. Ihre Schönheit lies Ryon den Atem stocken, wie er sie so, da liegend, betrachtete. Sie atmete ruhig und ihr Brustkorb bewegte sich langsam und gleichmässig auf und ab. Das dunkelgoldene braune Haar legte sich im morgendlichen Sonnenschein glitzernd über ihre Schultern und auf das Kissen. Er roch ihren Duft in seiner Nase und sog ihn in sich ein, so als wolle er ihn für ewig von der Welt isolieren.


Es war ziemlich überstürzt zu dieser Begegnung gekommen. Nach dem er gestern Abend losgegangen war um ein Hühnchen mit Natalia zu rupfen, prallte er auf Hermine Granger. Die Begegnung war äusserst spannend gewesen. Er hatte sich mit ihr für heute Abend verabredet.
Doch wie so oft, war alles anders gekommen. Er hatte Natalia nicht auffinden können.
Doch schliesslich hatte ihm ein Vögelein zugezwitschert sie wäre mit einem Typen aus dem Ministerium verschwunden. Er hatte sich nicht weiter darum gekümmert, er würde sie früh genug zur Rede stellen können. So hatte er die Kerker wieder verlassen und schlenderte in die Bibliothek.

Er fand einen Sessel für sich allein und nahm ein Buch vom Stapel darauf. Vollklump Schwarzwarz – Taufrische Schlammtränke und ihre Anwendung Ein höchst eigenartiges Buch und nur aus lauter Langeweile begann er darin zu blättern.
Irgendwann fiel ihm auf, dass er keine Ahnung hatte was in dem Buch stand. Auch hatte er längst aufgehört zu blättern. Er ertappte sich dabei, wie er durch die Bibliothek an einen Tisch schielte. An ihm sassen drei Personen. Eine davon war dieser Potter. Der andere hatte rotes Haar und musste wohl dieser Weasley sein. Aber es war die dritte Person am Tisch, die seine Aufmerksamkeit auf sich zog. Es war Hermine Granger. Sie kritzelte mit ihrer Feder verschiedene Dinge auf ein Pergament vor sich. Irgendwann sah sie auf und...sie lächelte? Ja, sie hatte ihn genau angesehen und gelächelt. Er wusste es genau.
Ryon blickte kurz in eine andere Richtung, doch er konnte sich nicht davon abhalten wieder zu ihr zu blicken. Und sie sah beim Schreiben abermals auf und jedes Mal lächelte sie ihn deutlicher an. Ihm lief ein Schauer über den Rücken. Sie, sie war doch blond. Warum zur Hölle faszinierte sie ihn so...und wie schaffte sie es in mit nur einem Blick so zu verunsichern. Da wurde es ihm bewusst. Er hatte nie etwas anderes gekannt als dunkelhaarige Frauen. Jede hatte schwarzes Haar, die er kannte.
Er sah sie wieder an. Sie schüttelte den Kopf zur Verneinung auf die Frage eines ihrer Freunde. Ihr nussbraunes Haar schimmerte golden. Es hatte ihm die Sprache verschlagen und er konnte nur nicken, als ihm ein Erstklässler die Frage stellte ob er wisse, wo ein Buch von einem gewissen Vollklump Schwarzwarz wäre. Er reichte ihm das Buch und lächelte ihm freundlich zu. Er konnte seinen Blick nicht mehr abwenden.

Hermine packte ihre Sachen zusammen und stand auf. Weasley und Potter verabschiedeten sich von ihr und zogen von dannen. Anscheinend um Quidditch zu spielen. Hermine allerdings, sie verlies die Bibliothek nicht. Sie schlenderte an Ryon vorbei und verschwand in einer Bücherregalreihe. Ryon musste schlucken als sie an ihm vorbei ging. Ihr Gang, ihr Duft, einfach alles an ihr schien ihn taub zu machen.
Plötzlich durchzog ein Schrei die Bibliothek. Er kam direkt von jenem Regal, wo Hermine verschwunden war. Ryon war schneller auf den Beinen als je zuvor und rannte auf das Gestell zu. Dort stand Hermine. Sie lehnte sich an die Säule an der Wand, ihre Tasche stand neben ihr auf dem Boden. Doch nirgends konnte er etwas entdecken, warum sie hätte schreien sollen.
Und PAFF! Er war ihr glatt in die Falle gegangen. Sie bedeute ein, zwei Schülern die ebenfalls hergeeilt kamen, dass alles in Ordnung wäre. Ryon drehte sich um. So etwas war ihm noch nie passiert. Sie hatte ihn erwischt. SIE! Eine Frau hatte ihm den Meister gezeigt. Ein Frau hatte ihn nicht nur aus der Selbstbeherrschung gebracht, nein, er war ihr auch noch in die Falle gegangen. Beschämt wollte er losgehen, als ihre Hand die seine nahm.
„Ich hätte nicht gedacht, dass wir uns so schnell wieder sehen. Waren wir nicht für morgen verabredet?“ Sie lächelte frech, als er sich umdrehte. „Man könnte meinen du spionierst mir nach, Ryondus.“ Jetzt war alles zuviel. Hätte er einen Stuhl in der Nähe gesehen, wäre er darauf gesunken. Jetzt sagte sie es ihm auch noch ins Gesicht.
„Nun ja. Mein Unternehmen, welches ich vor hatte erledigte sich von selbst. Da dachte ich mir ich sitze in die Bibliothek und lasse die Zeit vorbei ziehen. Wer hätte ahnen können, dass jemand plötzlich schreit.“ Er wusste, es war eine miserable Ausrede.
Hermine sah ihn an. „Nun. Es geht nicht darum, warum jemand schrie. Es geht darum, wie schnell es ging, bis du da warst.“ Sie grinste ihn verschmitzt an und noch immer hielt sie seine Hand. „Ich gebe zu. Ich bin froh, bist du so schnell gewesen. Sonst wäre mein Schrei höchst peinlich gewesen.“ Ryon blickte sie an.
„Nunja. Ich gebe zu, ich war nicht mehr ganz Herr meiner selbst. Ich war leicht verwirrt, nachdem ich dich da sitzen sah. So etwas ist mir wahrlich noch nie geschehen.“
Sie lachte. Und zog ihn etwas näher an sich heran. „Ungewohnt von einer Frau an der Nase herumgeführt zu werden?“
Er stockte. Sie hatte es auf den Punkt getroffen. Doch ehe er antworten konnte, spürte er wie sie ihre Lippen auf die seinigen presste. Sie lies seine Hand los und umschlang in mit ihren Armen. Er legte einen Arm um ihre Hüfte und den anderen an ihren Nacken. Sie lies sich langsam von seinem Gewicht nach hinten fallen und lehnte nun wieder an der Säule.
Ryon fuhr ihr durch das Haar. In diesem Moment wurde ihm klar, was ihm die Sprache verschlagen, ihn nicht sich selbst sein lies und ihm den atmen stocken gelassen hatte. Es war der Gedanke daran, ihr durch das goldbraune Haar zu fahren, ihre süssen Lippen zu küssen und ihren wunderbar weiblich geformten Körper zu berühren. Er realisierte, dass ihn dieser Gedanke benebelt hatte, seid sie ihn sanft weggestossen hatte und weitergegangen war.
Hermine zog ihn noch mehr an sich und fuhr mit einer Hand unter Ryons Hemd. Sie bebte etwas und Ryon drückte sie sanft an sich. Die wilde Küsserei schien nicht aufhören zu wollen, sondern an Wildheit nur zuzunehmen. In dem Moment, als sie versuchte ihm das Hemd aufzuknöpfen, brach er ab. Unwillig zwar, aber er tat es.
„Ähem. Wir sollten uns vielleicht von hier verdrücken.“ Er grinste schelmisch. Hermine nickte und setzte ebenfalls ein schelmisches Grinsen auf.
„Ich kenne da einen Raum. Komm!“
Sie nahm ihre Tasche auf und küsste Ryon nocheinmal. Dann nahm sie seine Hand und zog ihn aus dem Regal. Er war ziemlich verdattert. Er war sich seiner Situation immer noch nicht wirklich bewusst. Einzig wusste er, er hatte irgendwie ein anderes Gefühl als sonst. Ein völlig anderes Verlangen. Nein. Nicht anders, sondern ein zusätzliches.
Sie schlenderten los. Keiner von beiden sagte etwas. Sie hielt lediglich seine Hand. Irgendwann verspürte Ryon den Drang seinen Arm um sie zu legen. Als sie das ebenfalls tat, wusste er, sein Drang war nicht einseitig gewesen.

Sie erreichten eine Wand. Nichts war da zu sehen, ausser der Wand. Kein Bild, kein Fenster und schon gar keine Tür. Doch Hermine zog ihren Zauberstab aus der Tasche und tippte die Wand an. Sogleich zeichnete sich eine Tür ab, welche sich auch öffnete. Völlig überrumpelt stolperte Ryon hinein. Verdattert war er, erstens wegen der Tür und zweitens, weil sie, kaum begann sich die Tür zu öffnen, schon wieder an seinen Lippen hing und ihn in das Zimmer zog. Sie knallte ihre Tasche in eine Ecke und zog ihn in Richtung des riesigen Himmelbettes.
Sie führte weiter was sie in der Bibliothek anfangen wollte und knöpfte sein Hemd auf. Ryon hatte mittlerweile selbst alles um sich vergessen und fuhr unter ihr Top und zog es ihr aus.
Sie begann seinen Bauch zu küssen, wanderte schrittweise nach unten und öffnete seinen Gurt und die Hose. Kaum hatte sie den Reissverschluss unten, stiess er sie weg und setzte sich auf. Er drückte die leicht verdatterte Hermine nach hinten auf das Bett und küsste ihren Hals, dann ihren Nacken, ihre Schultern und wanderte nun selbst langsam nach unten. Er lies keine Stelle aus und küsste sie im Lot bis zum Bauchnabel. Dort verweilte er eine Weile und küsste jede einzelne Faser ihrer Haut um das Grübchen. Es war ein wunderbarer Bauchnabel. Dann ging es weiter nach unten. Hermine schauderte genüsslich. Er löste ihren Knopf an der Hose und öffnete den Verschluss. Jeder Zacke der aufging, war gefolgt von einem Kuss. Sie hatte ihren Slip noch an, was Ryon allerdings nicht wirklich kümmerte. Er sog den Duft ein, der in seiner Nase kräuselte. Als der Verschluss offen war, zog er ihr die Hose ganz auf und warf sie zu Boden. Hermine schauderte vor Erregung. Ryon küsste nun ihre Schenkel und wanderte weiter am linken Bein bis zur Zehenspitze. Die Socke lag längst irgendwo im Zimmer.
Als Hermine die Küsse an der Zehenspitze spürte setzte sie sich auf und stellt sich neben das Bett. Sie zogen Ryon zu sich und seine Hose, die durch nichts mehr gesichert war, rutschte zu Boden.
Sie umfasst seine Hüfte und küsste ihn auf den Bauch. Sie küsste ihn immer weiter unten und als sie am Bund seiner Shorts angekommen war, fuhr sie mit ihren Fingern nach unten und zog sie ihm von seinen Lenden. Sie küsste ihn weiter und ihre Küsse gingen immer weiter nach unten.
Ryon verspürte eine Hitze in sich aufwallen, als er spürte wie Hermines Lippen langsam seine Männlichkeit küssten. Er spürte gleichzeitig auch einen Schauer über den Rücken fahren. Er war erregt. Erregter als je zuvor. Nun war er gänzlich verwirrt. Doch er kam mit seinen Gedanken nicht weit, den er spürte wie die Hitze langsam nach unten wanderte und schliesslich entwich. Er musste aufstöhnen.
Hermine stellte sich wieder auf und küsste ihn, während sie zufrieden lächelte. Ryon umarmte sie und erwiderte ihren Kuss. Seine Hand fuhr langsam von ihrem Nacken über die Schultern hinunter zum Verschluss ihres BH’s. Geschickt liess er ihn aufspringen und stupste die Träger von Hermines Schultern während er sie küsste. Der BH landete unsanft auf dem Teppich.
Dann stiess er sie auf das Bett, küsste ihren Bauch und zog ihr den Slip aus. Schliesslich vergrub er seinen Kopf zwischen ihren Schenkeln. Hermine stöhnte leise auf und zitterte erregt.


So war es noch ziemlich lange gegangen. Schliesslich hatten sie mit einander geschlafen. Und das auch zu genüge. Ryon grinste bei dem Gedanken in sich hinein. Diese Frau, die neben ihm lag, hatte ihn gefesselt. Es war schwer ihn in solchen Dingen aus der Kontrolle zu bringen, aber diese Frau hatte es in nicht einmal einem Tag geschafft. Überhaupt hatte es bisher keine geschafft ihn überhaupt so zu verunsichern.
Er hörte auf ihre Hand zu streicheln und drehte sich zu ihrem Kopf, als sie schläfrig knurrte.
Hermine schlug langsam blinzelnd die Augen auf. Ryon fuhr ihr über das Ohr und durch die Haare. „Guten Morgen, schöne Frau.“
Hermine lächelte sanft. „Guten Morgen.“ Erwiderte sie verschlafen.
„Weißt du, ich fühle mich unsicher. Du hast meine Verteidigung lahm gelegt. Das hat noch keine geschafft.“ Hermine lächelte überlegen ihn an.
„Ich weiss, schöner Franzose.“ Verschmitzt grinste sie ihn an und beugte sich über ihn. „Ich bin genauso verwirrt. Ich konnte einfach nicht anders.“
Ryon musste ebenfalls grinsen. Er drückte ihre linke Schulter leicht nach hinten. Hermine fiel rückwärts zurück auf ihre Seite und Ryon beugte sich über sie. Ihre Lippen vereinten sich wieder. Hermine umarmte Ryon und drückte in an sich.
Ryon realisiert es erst jetzt langsam. Jenes Gefühl, dass er sonst nie spürte. Dieses zusätzliche Gefühl. Es war die Zuneigung und die Offenheit. Er hatte sich noch nie soweit geöffnet jemandem gegenüber.
Er drehte sich auf den Rücken, zog Hermine über sich und küsste sie weiter. Er wusste nun, dass es nichts mehr gab, dass er vor ihr verbergen könnte. Er war ihr nun schutzlos ausgeliefert. Sie hatte ihn vollständig aufgesaugt, jede einzelne Faser.
Hermine küsste ihn und umschlang ihn mit ihren Armen. Ohne es zu wollen entfuhr ihm ein „Ich liebe dich“. Am liebsten wäre er aufgesprungen. Wie konnte er das sagen? Er kannte sie doch keinen Tag. Doch Hermine schien nicht überrascht. Sie lächelte in herzlich an und fuhr ihm durch das Haar.
„Ich weiss. Ich hatte es gespürt. Vom ersten Moment an.“ Sie fuhr ihm mit dem Zeigfinger über die Lippen. „Mir geht es nicht anders.“
Hermine legt ihren Kopf an sein Ohr und flüsterte:“ Ich dich auch. Ich weiss nicht warum, aber ich weiss, dass es so ist.“ Ryon blickte wieder an die Decke. Er hatte nie an die Liebe auf den ersten Blick gedacht. Aber anders konnte er sich dieses Gefühl nicht erklären.
Endlich gab er auf. Er strich Hermine durch das Haar und schloss seine Augen wieder.
Draussen begann ein Vogel sein morgendliches Lied anzustimmen und die Sonne stieg etwas weiter über den Bergen hervor...

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Serena
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Beitragvon Serena » Mi 10 Jan, 2007 14:45

Sandra verbrachte einige Zeit in der Innenstadt und machte einen kleinen Schaufensterbummel.
Nach einem kleinen Mittagsimbiss, den sie in einem der gemütlichen Pubs zu sich genommen hatte, ging sie in Richtung des Harrods. Sie wollte schauen, was sie denn so schönes finden konnte und grinste innerlich ganz verschmitzt, weil sie sich über die Schnäppchen schon freute. Sie betrat das Harrods und dieser Geruch von Geld, das in schwitzigen Händen gehalten wurde, der Geruch der Lebensmittel, in den oberen Stockwerken, das alles vermischte sich in Sandras Nase zu einem Einkaufserlebnis.
Sie stlberte durch die Korridore, lief an den unterschiedlichsten und auch merkwürdigsten Menschen vorüber ohne sich wirklich für etwas zu interessieren. Aber alles musste handlich erkundet werden. Dann sah sie einen seltsamen Mann, von dem sie glaubte, ihn schoneinmal gesehen zu haben, wusste aber nicht mehr, wo. Und so vergaß sie ihn ganz schnell wieder.
Der Mann hatte langes blondes Haar, das zu einem Pferdeschwanz gebunden war. Er wirkte sehr elegant und stilvoll. Wahrscheinlich war es einer von diesen Diplomaten oder so. Dachte Sandra.
Sie kam auch an der Kinderabteilung vorbei, in die sie einen wehmütigen Blick riskierte. Schon lange war es her, das sie für Serena dort etwas gekauft hatte. Und jetzt war sie erwachsen.
Sandra wünschte sich, sie könnte wieder mit Serena zusammen sein, wie früher. Als alles noch normal war.
Sie freute sich für Serena, die diese Möglichkeit hatte, etwas anderes zu sehen, als diese Welt. Und doch fehlte sie ihr. Sie hätte Serena viel zu gern noch alles erzählt gehabt. Die ganze Wahrheit über ihren Vater und wie es dazu gekommen war. Doch sie hatte sich zu sehr vor ihrer Tochter geschämt, um sich das einzugestehen. Sie hoffte, das Serena ihr verzeihen möge, irgendwann.
Und dann wird alles wieder gut.

In dem Moment wurde es stockfinster. Die Lichter gingen aus. Sandra wurde nervös. Nur das spärliche Licht, das durch kleinere Fenster einfiel, liess sie ein paar Umrisse erkennen.
Die Menschen blieben, wo sie waren. Die Sicherheitsbeamten gaben Anweisungen, das jeder bleiben solle, wo er war. Es würde gleich wieder Licht geben. Kinder bekamen Angst und weinten. Sandra spürte die kalte Angst an sich heraufkriechen. Eine Gänsehaut überzog ihren gesamten Körper.
Dann knallte es dicht neben ihr. Eine Explosion! Sandra warf sich auf den Boden – er war schon voller Blut! Sie hob ihre Hände, um etwas erkennen zu können und im Halbdunkel erkannte sie das Blut, das an ihren Händen klebte.
Das muss ein furchtbarer Alptraum sein! Sie verfiel in Panik und schrie nach Hilfe. Eine andere Frau setzte sich neben sie und hielt sie fest. Sie kannte diese Frau nicht, aber es beruhigte Sandra. Sie flüsterte immer wieder: „Alles wird gut, alles wird gut...“ Die Menschen waren alle in Panik. Es knallte hier und dort, überall lagen Tote oder Verletzte Menschen auf dem Boden. „Serena.. Serena.. verzeihe mir! Ich liebe dich! Wimmerte Sandra. Sie spürte, das dieser Tag ihr letzter sein müsse.
Der Mann, den sie vorhin gesehen hatte, er stand auf einem Schild und lachte laut. Alles wurde stumm, alle sahen ihn an. Sie konnten es nicht fassen.
Dann gab es einen noch grössern Knall, ein Lichtblitz und Sandra war tot.
Sie dachte an Serena, sah sie in dem Licht, das sie umgab. „Es tut mir so leid, Liebling! Bitte verzeih mir! Ich wollte doch nur, das du mich nie verlässt, weil du alles bist, was ich je hatte.“


Viele, viele hundert Kilometer entfernt spürte Serena einen Stich im Herzen ünd hörte die Stimme ihrer Mutter im Kopf. „Serena, verzeih mir...“
Serena wusste nicht genau was, nur, das etwas passiert sein musste. Mit ihrer Mutter. Sie hatte in einem Moment grosser Verzweiflung wohl versucht, eine Verbindung zu Serena zu finden, um ihr etwas zu sagen.. Serena hatte grosse Angst um ihre Mutter und befürchtete das Schlimmste. Sie konnte nicht anders, als zu weinen. Diese Schmerzen in ihrem Herz wurden schwächer. „Mama..“
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Darius EnEndilon
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Beitragvon Darius EnEndilon » Mi 10 Jan, 2007 19:35


Ryon hatte eben noch von dieser wunderbar grünen Wiese geträumt, den kleinen Spatzen, die frühlich ihr Sommerlied sangen.. Und jetzt plötzlich sah er dieses weisse Licht.
„Aaaargh...“ Ryon schreckte auf. Dieser Schmerz in seiner Brust, so als ob hunderte Leben auf einmal ausgelöscht worden wären. Er zitterte. Schon damals als vor knapp einem Jahr Cedric Diggory gestorben war, spürte er einen solchen Schmerz. Nur war jener viel, viel schwächer gewesen.
Hermine neben ihm wachte verwundert auf und blickte ihn schlaftrunken an.
„Was ist den los?“ Sie legte ihre Hand auf seinen Arm. Erst jetzt spürte Ryon wieder Wärme in sich aufsteigen. „Ich weiss es nicht. Zu der Zeit als dieser Cedric von Voldemort niedergestreckt wurde, spürte ich den selben Schmerz. Fleur und Gabrielle erzählten mir später, dass ein Schüler getötet wurde. Vorher war ich mir nie sicher.“ Hermine lächelte ihn besorgt an und legte ihren Kopf auf seinen Bauch. Sie drehte sich zu ihm und strich ihm durch die Haare. „Mhm. Das war schrecklich gewesen.“
Ryon setzte einen düsteren Blick auf. „Was mir mehr sorgen macht, ist das er diesmal um ein vielfaches stärker war. Weißt du...“ Er blickte sie nun freundlich an.“ Als mein Onkel Crovinien ermordet wurde, da spürte ich es zum ersten Mal. Es passiert stets, wenn jemand mit Magie mordet. Oder Magie die Ursache des Tötens ist. Mein Onkel hatte diese Gabe auch und glaube mir, er litt. Er litt schrecklichstes als Voldemort das erste Mal an der Macht war. Doch als Voldemort Lilly und James Potter angriff und schliesslich selbst starb, ertrug er die Schmerzen noch ein letztes Mal. Den kurz darauf wurde er ermordet.“ Dunkel blickte Ryon auf seine Zehnspitzen. „Von da an, war ich es der die Gabe hatte.“
Er blickte sich um. „Aber genug der Geschichten.“ Er musste dünn lächeln. „Wir werden es früh genug erfahren. Vielleicht könnte ich Dumbledore darauf ansprechen. Er könnte mir vielleicht sogar helfen.“
Ryon lächelte nun wieder richtig und strich durch Hermines Haar. „Danke das du da warst. Irgendwie tut das gut.“
Hermine richtete sich auf und küsste ihn. Sie küsste ihn nur und fuhr ihm durch das Haar und dann über die Backe. Letztlich hielt sie ihren Zeigfinger auf seine Lippen.
„Sag nichts mehr. Gönnen wir uns noch eine Stunde, dann können wir dem allem nachgehen.“ Hermine legte ihren Kopf auf seine Brust und umarmte ihn. Ryon sagte nichts mehr.
So lagen sie da. Die Sonne sank draussen schon wieder langsam...
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Beitragvon Serena » So 08 Apr, 2007 11:50

Das Ende Teil 1
„Serena


Serena wusste, das etwas passiert war. „Zu Dumbledore“ schoss es ihr durch den Kopf.
Also machte sie sich auf dem schnellsten Weg auf zu Professor Dumledores Büro. Als sie vor seiner Tür angekommen war, war sie ein wenig ausser Atem, und da sie ihn nicht ankeuchen wollte, atmete sie ein paar mal ruhig ein und aus, bevor sie an die Tür klopfte.
Doch auch nach mehrmaligen Klopfen kam noch keine Antwort. Also öffnete sie die Tür einfach, ohne auf eine Antwort zu warten.
Sie fand Professor Dumbledore höchst ungewöhnlich vor, in einer Art Meditation – er schien sehr weit weg zu sein, mit seinen Gedanken.
Sie flüsterte ganz leise: „Professor Dumbledore, Sir?“ Dumbledore sackte wieder auf seinem Stuhl zusammen. „Ja, Serena – ich weiß. Der Orden ist bereits auf dem Weg hierher. Auch, wenn ich es dir verbiete, du wirst dich vermutlich eh nicht daran halten, also frage ich dich: Willst du uns begleiten?“
Serena stellte sich zu ihrer vollen Größe auf, was ihr einen sehr entschlossenen Ausdruck verlieh. „Ja, Professor – selbstverständlich! Es geht um meine Mutter!“
Nach und nach trudelten die Mitglieder des Phönixordens ein....
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