Welche Rolle spielt LIEBE im 7. Buch?

Lyra2
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Welche Rolle spielt LIEBE im 7. Buch?

Beitragvon Lyra2 » Sa 12 Mai, 2007 18:16

Hey Leute!

Ich hoffe, dieses Thema gibt es noch nicht...Ich habe jedenfalls nichts gefunden...Sonst löscht es einfach, ok?

Also, DD redet ja immer so über Liebe und dass das Harrys einzige Waffe gegen LV wäre...
Das klingt immer sehr schnulzig, finde ich.
Aber ich habe mir mal überlegt, dass Harry LV ja warscheinlich tötet und dass er dann logischerweise Avarda Kedavera benutzt.
Moody (oder vielmehr Crouch Junior) erklärt , dass man es wirklich wollen muss, wenn man diesen Spruch benutzt und Lestrange kommentiert Harrys Cruciatus-Fluch mit dem Hinweis, dass "gerechte Wut " nicht so wirsam ist.

Wenn Harry also beim finalen Kampf an all die Menschen denkt, die er geliebt hat und die durch LV gestorbrn sind...
Vielleicht gibt ihm dass die Kraft für den tötlichen Fluch?
Hätte Sinn, oder?
Da bekommt die Liebe doch gleich eine völlig andere Note ...

Mimmi

Beitragvon Mimmi » Sa 12 Mai, 2007 19:48

Liebe heisst ja nicht zwangsläufig Schnulze. Zur Liebe gehört ja auch Hass, Wut und der Wunsch nach Rache. Was ich bei Harry durchaus nachvollziehen kann. Ich denke, wenn Harry auf LV stösst, wird der Hass auf ihn, wegen seiner geliebten Eltern so gross sein, das Harry es schaffen wird ihn zu töten. Ich glaube sogar, das Harry in dem Moment mehr Hass verspüren wird als LV, eben weil er geliebt hat und auch noch liebt. Hat das jetzt einer verstanden? *gg*

Victor Krum
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Beitragvon Victor Krum » Sa 12 Mai, 2007 19:54

Harry braucht doch nicht Avada Kedavra um Voldemort zu töten - ist zwar der "Killing Curse", aber das macht ihn ja nicht zur einzigen Möglichkeit, einem Menschen das Leben zu nehmen. Harry hat ja auch Sectumsempra auf Malfoy gehetzt und ihn damit fast umgebracht - wäre Snape nicht so schnell da gewesen, wäre er mit Sicherheit daran gestorben.

Dass die Liebe Harry hilft, Avada Kedavra zu zaubern halte ich für widersprüchlich.
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Lyra2
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Beitragvon Lyra2 » Sa 12 Mai, 2007 20:39

@Mimmi

Verstehe ich sofort... :D
So in der Art meinte ich dass ja auch..
Aber ich finde dass kommt doch ein bisschen "schnulzig" rüber, wenn DD sagt, dass Liebe Harrys größte Waffe sei. Immerhin entkommt er LV ja nur durch viel Glück, nicht wirklich durch Liebe.
Das wirkt doch irgentwie sehr ideologisch, oder nicht?
Vielleicht ist "schnulzig" ja nicht das richtige Wort...Mit fällt bloß kein anderes ein... :D
Ich bin da nicht so kreativ...

Mimmi

Beitragvon Mimmi » Sa 12 Mai, 2007 20:52

Naja, als Baby hat Harry wegen Liebe überlebt. Im ersten Schuljahr, hat er auch wegen Liebe überlebt.
Im 2. Schuljahr ist Fawkes nur gekommen, weil Harry voll hinter DD stand (wenn man ganz penibel ist, könnte man sagen, das es auch eine Form von Liebe ist).
Im 3. Band hat er den Patronus, der ihm und Sirius das Leben gerettet hat auch in gewisser Weise durch Liebe heraufbeschworen.
In Band 4 hat er auch durch Liebe überlebt indem seine Eltern ihm geholfen haben.
In Band 5 haben ihm Lupin, Sirius und DD (und natürlich auch noch andere) geholfen, die alle sowas wie Liebe für ihn empfinden und er auch für sie und in Band 6 ist es wieder DD gewesen, der ihn in gewisser weise wegen seiner Liebe zu ihm geschützt hat.
War das jetzt alles richtig? Ich hoffe es

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Beitragvon Victor Krum » Sa 12 Mai, 2007 20:55

Wenn wir das ganze so offen interpretieren, hat Voldemort auch immer aus Liebe getötet - aus Liebe zu seinem Leben ^^
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Mimmi

Beitragvon Mimmi » Sa 12 Mai, 2007 21:30

Wieso sollte er aus Liebe zu seinem Leben getötet haben? Müsste man dafür nicht erst mal bedroht werden? Und das wurde er am Anfang ja gar nicht. Er hat den ersten Mord begangen, weil er es so wollte und nicht, weil ihm jemand was böses wollte

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Beitragvon Victor Krum » Sa 12 Mai, 2007 21:36

Voldemort hat - im Gegensatz zu den Todessern - nicht einfach so aus Spaß getötet - dafür hatte er nämlich nie Zeit. Er hat immer andere Pläne verfolgt wie Horcruxe zerstören, Auserwählte jagen und seine Position insgesamt stärken - letztendlich alles, um am Leben zu bleiben.
Wenn Voldemort also Liebe empfindet, dann für sein eigenes Leben.
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Beitragvon Wehwalt » Sa 12 Mai, 2007 21:49

Ich habe den Eindruck, daß Mimmis Liste etwas willkürlich ist ... ich weiß nicht, was man auf diese Weise nicht durch Liebe erklären könnte. "Was aller Welt unmöglich scheint, wird durch die Liebe doch vereint" (Arie des Belmonte aus Entführung aus dem Serail)
Hingegen kann ich Lyras Eindruck des Schnulzigen (oder Ideologischen) sehr gut nachvollziehen, mir geht es auch so. Dennoch kann es gut sein, daß das in den Deathly Hallowa eine Rolle spielen wird. JKR hat ja das Zeug von wegen "Harry hat durch Liebe überlebt", "Harrys Stärke ist die Liebesfähigkeit" etc. in die Welt gesetzt, da wird sie ja dann wohl irgendwie dranbleiben.
Aber, @Lyra, ideologisch bleibt es natürlich immer noch, weil der gesamte Aufbau des "Potterversums" ideologisch ist. Zum Beispiel wird mir niemand genau sagen können, was Voldemort eigentlich erreichen will, wozu er die Herrschaft nutzen möchte. Das kann man bei konkreten historischen Figuren durchaus, zumindest in wessen Interesse sie, vielleicht ohne die Zusammenhänge selber zu kennen, stehen. Hitler wollte die Aufklärung und damit die gesellschaftliche Grundlage für Gleichheit und Gerechtigkeit ausmerzen; er hat nicht persönlich davon profitiert, aber doch immerhin seine Geldgeber und Begünstiger (z.B. die beiden großen Kirchen in Deitschland bis heute); Stalin hatte die Funktion, die Revolution von innen zu schwächen und schließlich zu vernichten, und er hat das - über eine längere Epoche hin - ja auch geschafft; ... aber was Voldemort will, das weiß man wirklich nicht so recht. Er ist halt völlig unhistorisch und motivationslos böse, und damit funktioniert auch das Konstrukt der "abstrakten Liebe" als Gegenmittel.
Hach, wie schön, daß man wieder und erneut über Harry Potter debattieren kann. Ich finde den Thread sehr verdienstvoll und berechtigt, Lyra!
Zuletzt geändert von Wehwalt am Sa 12 Mai, 2007 22:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Victor Krum » Sa 12 Mai, 2007 22:02

Wehwalt, du sagst es, genau das, worauf ich hinaus wollte - nur in ausführlich :wink:

Wobei ich ja vorhin schon ein gewisses Ziel in Voldemorts Handeln aufgezeigt habe - allerdings keins, bei dem er eine "globale" Sicht hat - es geht ihm einfach um sich selbst. Gibt es etwa egozentrischeres als Voldemort?
Ich glaube nicht, dass er das ganze nur aus Lust am Bösen macht, natürlich lebt er die aus, wenn er schon mal dabei ist, Menschen zu töten. Aber letztendlich glaube ich, dass er nur aus Todesangst (kombiniert mit der Möglichkeit, tatsächlich dem Tod zu entkommen) handelt.
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MadamPuddifoot
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Beitragvon MadamPuddifoot » Do 24 Mai, 2007 22:16

[Mimmi:]Ich denke, wenn Harry auf LV stösst, wird der Hass auf ihn, wegen seiner geliebten Eltern so gross sein, das Harry es schaffen wird ihn zu töten


Ist Liebe wirklich so eng mit Hass verbunden? Für mich ist Hass doch ein sehr vom Menschen Besitz ergreifendes Gefühl und ich denke wenn Harry sich von diesem leiten lassen würde, wäre er auf jeden Fall dem Untergang geweiht. Sicherlich verspürt er Hass auf Voldemort, doch denke ich darf das nicht das zentrale Gefühl sein.
Viel mehr könnte ich mir vorstellen, dass eines der Anspielungen auf Liebe sein könnte, dass Mr. Potter wie im 6. Band erwähnt sich Voldemort freiwillig stellt anstatt in die Arena gehen zu müssen, um die zu beschützen, die er liebt und die ihm wichtig sind.

Hab gerade ein wenig im großen weiten Web wegen HP- Quotes rumgestöbert und tada- ich bin mehr als fündig geworden ;)
Mal schauen, ob sie uns in irgendeiner Weise vielleicht weiter bringen...

Erinnert sich jemand von euch noch an folgendes Zitat aus dem fünften Harry Potter Band?

"There is a room in the Department of Mysteries," interrupted Dumbledore, "that is kept locked at all times. It contains a force that is at once more wonderful and more terrible than death, than human intelligence, than forces of nature. It is also, perhaps, the most mysterious of the many subjects for study that reside there.[color=red It is the power held within that room that you possess in such quantities and which Voldemort has not at all.[/color] That power took you to save Sirius tonight. That power also saved you from possession by Voldemort, because he could not bear to reside in a body so full of the force he detests. In the end, it mattered not that you could not close your mind. It was your heart that saved you."


Okay Raum im Ministerium, mit einer Macht, die Voldemort nicht besitzt und die Harry gerettet hat- sicherlich Liebe, oder?
Jetzt wäre die Frage, wird Harry deswegen ins Ministerium gehen? Und wird der Besuch dort ihm irgendetwas nützen? (Ist Liebe überhaupt etwas, dass man so einfach studieren kann?)

Ebenfalls aus dem gleichen Band, Order of the Phoenix:

"There is nothing worse than death, Dumbledore!" snarled Voldemort.
"You are quite wrong," said Dumbledore, still closing in upon Voldemort and speaking as lightly as though they were discussing the matter over drinks. Harry felt scared to see him walking along, undefended, shieldless. He wanted to cry out a warning, but his headless guard kept shunting him backward toward the wall, blocking his every attempt to get out from behind it. "Indeed your failure to understand that there are things much worse than death has always been your greatest weakness-"


Etwas schlimmeres als der Tod, Folter? Folter durch Liebe, wie kann man sich das vorstellen?

Im Band zuvor, Goblet of Fire, findet sich auch noch folgendes:
When Harry told of Wormtail piercing his arm with the dagger, however, Sirius let out a vehement exclamation and Dumbledore stood up so quickly that Harry started. Dumbledore walked around the desk and told Harry to stretch out his arm. Harry showed them both the place where his robes were torn and the cut beneath them.
"He said my blood would make him stronger than if he'd used someone else's," Harry told Dumbledore. "He said the protection my -- my mother left in me -- he'd have it too. And he was right -- he could touch me without hurting himself, he touched my face."
For a fleeting instant, Harry thought he saw a gleam of something like triumph in Dumbledore's eyes.


Durch Harrys Blut geht ein Stück von ihm an Voldemort über, für Harry scheint es etwas Negatives zu sein, aber Dumbledore sieht darin wie es aussieht etwas Gutes.
Kann Voldemort durch das Blut menschlicher werden? Meiner Meinung nach nein, hätte sich das nicht durch irgendwelche Vorzeichen in den späteren Büchern bereits angekündigt?
Doch welchen Vorteil könnte Harry nun gewonnen haben?

In Prisoner of Azkaban sagt Dumbledore zu Harry folgendes:

"You think the dead we loved ever truly leave us? You think we don’t recall them more clearly than ever in times of great trouble? Your father is alive in you, Harry, and shows himself plainly when you have need of him. How else could you produce that particular Patronus? Prongs rode again last night."


Besonders interessant jetzt nachdem Dumbledore wohl wirklich tot zu sein scheint. Einmal hat sich das wie hier erwähnt in Harrys Patronus gezeigt und ein zweites Mal in dem Schutzzauber, den er erhalten hat, als seine Mutter sich für ihn opferte.

Okay ich hoffe, dass ich nicht zu sehr verwirrt , unnützes Zeug gepostet oder zu viele Fragen aufgeworfen habe :roll:
Zuletzt geändert von MadamPuddifoot am Fr 25 Mai, 2007 12:18, insgesamt 1-mal geändert.
No story can be great without closure. There must be closure, because it's the human condition. And since that's how it is, I'll be in line with my money in my hand on July 21.
And, I must admit, sorrow in my heart.
~Stephen King~

Mimmi

Beitragvon Mimmi » Fr 25 Mai, 2007 00:48

Ich denke je mehr man jemanden liebt, desto grösser wird der Hass auf die Person, die denjenigen getötet hat.
Das was du da schreibst klingt sehr interessant. Werde mal ne Nacht darüber schlafen :lol:

Wehwalt
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Beitragvon Wehwalt » Fr 25 Mai, 2007 11:31

BTW hallo Mme Puddifoot. Da ich bisher keinen Thread von Dir in der eingangshalle gesehen habe, heiß ich Dich hier willkommen. Scheinst ein intelligenter Mansch zu sein. Seltsam, daß Du nicht in Ravenclaw gelandet bist. Naja, in den anderen Häusern gibt es auch kluge Leute, und nun umso mehr ... (und ich war mit meinem ersten Account, der irgendwann nimmer funktionierte, auch Hufflepuff ...)
Also sorry für Off-Topic, aber so jemanden will ich einfach gerne begrüßen ...
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Denkarius
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Beitragvon Denkarius » Fr 25 Mai, 2007 12:00

Auch von mir ein Hallo! und Herzlich Willkommen an Madam Puddifoot!

Und deine Zitate nochmal zu lesen war sehr interessant. Da sieht man doch mal wieder, wieviele Hinweise in den Büchern stecken, die man gar nicht so sehr wahrgenommen hatte oder wieder vergessen hat.

Tja, meint ihr im verschlossenen Raum im Ministerium befindet sich die pure Liebe? Klingt irgendwie etwas abstrakt, oder?

Naja, wie auch immer, bin ich fest davon überzeugt, dass die Kraft der Liebe Harrys wichtigste Waffe werden wird im Kampf gegen Voldy. Auch wenn ich noch nicht weiss, wie das im Einzelnen aussehen könnte.

Zu Voldemorts Motiven kann man schon etwas mehr finden als ihr oben genannt habt. Er handelt natürlich aus dem Drang heraus, selbst unsterblich zu sein, sammelt aber auch gezielt Macht und Einfluss.

Er behandelt die Todesser wie Diener und hat auch schon seine Opfer gefoltert und gequält (denkt an die Kinder im Waisenhaus, die verschwunden sind). Ein Antrieb ist auch sein Hass auf Muggel und der Wahn nach reinblütigen Zaubererfamilien. Ganz so platt böse ist er also nicht, denke ich. Auch wenn er keine konterrevolutionären Züge hat.
Amo vitam, amo generem,
tamen quare sum sola.
Amo rosam, desidero pacem
tamen quare sum sola.

Mimmi

Beitragvon Mimmi » Fr 25 Mai, 2007 15:47

Sowie sich das bei DD angehört hat, denke ich schon, das sich in dem Raum pure Liebe befindet. Wie das gehen soll, weiss ich allerdings nicht. Soweit reicht meine Vorstellungskraft nicht