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Die grosse Pest (51 mal betrachtet)

(1636 - 1637 des dritten Zeitalters)
1636, nur ein Jahr nach der Ermordung des Königs beim Überfall der Korsaren auf Pelagir, trug ein bösartiger Westwind die Keime weiteren Unheils nach Gondor. Der neue König und alle seine Kinder fielen einer verheerenden Seuche zum Opfer. Sie waren sicherlich nicht die einzigen. Die Seuche hatte zuerst die Ostlinge und das Land von Rhovanion ergriffen, und es hieß, "dass, nachdem die Pest vorüber war, ihr mehr als die Hälfte der Einwohner Rhovanions zum Opfer gefallen war, und dies galt auch für ihre Pferde". Von Osgiliath aus verbreitete sich die Pest rasch in Gondor und in großen Teilen der westlichen Länder. Minhiriath, der südliche Teil Cardolans, wurde schwer betroffen. Auch die in den Hügelgräberhöhlen versteckt lebenden restlichen Dúnedain starben, und böse Geister aus Angmar und Rhudaur konnten dort eindringen. Weiter nördlich wurde Arthedain von der Pest nur am Rand gestreift, so dass das Volk Fornost weiterhin verteidigen konnte. Auch das Volk des Auenlandes erlitt schwere Verluste.
Außerhalb von Rhovanion hatte Osgiliath die meisten Opfer zu beklagen. Viele flohen aus der Stadt aufs Land und kehrten nie zurück, und der Sitz der Hauptstadt wurde nach Minas Anor verlegt. Es starben so viele Menschen, dass die Truppen aus entfernten Lagern zurückgerufen werden mussten. Die Festungen, die Mordor überwachten, waren unbemannt. Eine solche Schwächung hätte Gondor für jeden Angriff verwundbar gemacht, aber seine Feinde (möglicherweise die Ostlinge und die Südländer) hatten ebenso unter der Pest gelitten. Fast zwei Jahrhunderte lang versuchte Gondor kaum etwas anderes, als allmählich seine Stärke zurückzugewinnen.


Quelle:
Historischer Atlas von Mittelerde
Autor: Karen Wynn Fonstad
Vollständig überarbeitete Ausgabe von Hans J. Schütz
Verlag: Hobbit Presse / Klett-Cotta
18. Auflage, 2016
Zuletzt bearbeitet von Wilferedh » 21. Dez. 2018 um 19:14 Uhr
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